Porno neu denken
Paulita Pappels Porno Positiv ist ein Buch, das mich sehr begeistert hat. Während viele feministische Perspektiven Pornografie überwiegend kritisch oder ablehnend betrachten, zeigt Pappel eine andere, sehr positive Sichtweise. Sie erzählt eindrucksvoll von Empowerment, Selbstbestimmung und dem Potenzial, das Pornos haben können, wenn wir sie divers, respektvoll und bewusst gestalten. Besonders spannend fand ich, dass ich dabei neue Perspektiven kennengelernt habe, gerade zu Themen wie Diversität, Arbeitsbedingungen und alternativen Produktionsweisen. Natürlich macht die Autorin deutlich, dass sie vor allem aus einer positiven Haltung heraus schreibt. Kritische Aspekte, etwa Ausbeutung in der Branche oder problematische Stereotype, werden weniger thematisiert. Das ist verständlich, weil sie das Augenmerk auf das Empowernde legen will und nichts verschleiern möchte. Dennoch nennt und zeigt sie auch diese kritischen Punkte im Diskurs auf und zeigt das diese nicht vergessen werden dürfen. Insgesamt vermittelt Porno Positiv aber vor allem eines: Wir sollten lernen, besser mit Pornos umzugehen, statt sie pauschal zu verteufeln. Wenn wir Vielfalt, Diversität und Respekt in den Mittelpunkt stellen, können Pornos nicht nur ein Konsumprodukt, sondern auch ein Mittel zu mehr Freiheit, Diversität, Aufklärung und Selbstbestimmung sein.


