
Reisebericht der Letho-Expedition, die Europas Fabelwesen ausfindig machte, um sie zu retten... Prolog: Da ich vom diesjährigen SERAPH Gewinner so begeistert war, durchforstete ich die Preisträger der letzten Jahre und stieß auf dieses Werk. Hui, was für ein schmuckes Buch, dachte ich zu Beginn, mittendrin und am Ende der Lektüre. Die Expedition ist frei erfunden, doch so in Szene gesetzt, als wäre alles echt: Zeitungsausschnitte, alte Landkarten, Zusatzinformationen in Frakturschrift, Skizzen zu den Fabelwesen usw. Herr Oboldt...ähhh Schäfer hat hier was ganz originelles geschaffen: ein fiktives Reisetagebuch, welches sich an Teilen der Realität bedient (Fotografien, Bilder etc.) und ggf. 'anpasst' (Herrlich, Kaspar David Friedrichs "Der Wanderer im Nebelmeer", mit einem Drachen am Horizont XD). Gleichzeitig soll dieses Buch eine Art Lexikon der europäischen Sagengestalten sein, die sonst in Vergessenheit geraten (Drache und Einhorn kennt man gewiss noch, aber wie sieht es mit den Zaunen aus oder den Moosweibern oder dem Rollibock???) Aufschlussreich, originell und wunderschön in der Aufmachung, scheint alles super - nur die Geschichte ist etwas dünn (was dem Reisebericht konsequenterweise besser steht als adrenalingetränkte Abenteuergeschichten), wird nur fragmentarisch erzählt, besitzt aber genügend kreative Abwechslung, so dass es niht zum 'Fabelwesen-des-Tages' Effekt verkümmert. Epilog: Für große Kinder, für Kryptozoologie-Fans, für Freunde der etwas anderen Lektüre.































