
Zufällige Begegnungen könne Leben verändern. Klare Leseempfehlung für RomantikerInnen und die, die es werden wollen.
Menschen, die wir noch nicht kennen Schon das wunderschöne Cover hat mich sofort angesprochen und direkt an London denken lassen. Der rote Doppeldeckerbus, die Farben und die Atmosphäre versprechen genau das, was die Geschichte später auch hält: eine warmherzige, gefühlvolle Reise voller Zufallsbegegnungen und neuer Chancen. Bereits nach den ersten Seiten war ich vollkommen in der Geschichte angekommen. Die Busfahrten durch London, die kleinen Begegnungen und dieses besondere britische Flair haben mich sofort begeistert. Freya Sampson erzählt mit viel Wärme und Gefühl, ohne dabei kitschig zu werden. Genau diese leise, zurückhaltende Art macht den Roman für mich so besonders. Besonders ans Herz gewachsen sind mir Frank und Libby. Frank, der seit Jahrzehnten mit derselben Buslinie durch London fährt, um die Frau wiederzufinden, die sein Leben verändert hat, hat mich tief berührt. Seine Geschichte ist voller Sehnsucht, und Hoffnung, obwohl er weiß, dass ihm wegen einer beginnenden Demenz nur noch wenig Zeit bleibt seine Suche erfolgreich zu beenden. Gleichzeitig begleitet man Libby dabei, wie sie nach einer schmerzhaften Trennung langsam wieder zu sich selbst findet. Ihre Entwicklung mochte ich sehr, weil sie zeigt, dass man manchmal erst Umwege gehen muss, um den richtigen Platz im Leben zu finden. Auch Dylan, der anfangs eher mürrisch wirkt, bringt durch seine bedachte Art nochmal eine spezielle Stimmung in die Geschichte. Die Freundschaft zwischen den Figuren entwickelt sich auf eine so natürliche und liebevolle Weise, dass man beim Lesen einfach mitfühlen muss. Besonders schön fand ich, dass aus diesen sehr unterschiedlichen Menschen nach und nach eine kleine Wahlfamilie entsteht. Der Rückblick in das Jahr 1962 ist dann wieder ganz anders. Es geht um eine Begegnung, die trotz ihrer Kürze so intensiv ist, dass sie das Leben von Frank prägen und verändern wird. Diese Szene hatte eine ganz besondere Magie, die im Rest des Buches immer irgendwie mitschwingt. Der Roman behandelt Themen wie Liebe, Einsamkeit, zweite Chancen und den Mut, für das eigene Glück einzustehen. Trotz ernster Themen bleibt die Geschichte angenehm leicht, humorvoll und hoffnungsvoll. Für mich ist „Menschen, die wir noch nicht kennen“ ein wunderschöner Wohlfühlroman mit viel London-Atmosphäre, liebenswerten Figuren und einer Geschichte, die zeigt, wie sehr zufällige Begegnungen unser Leben verändern können. Ein warmherziges Buch, das mich berührt und mit einem richtig guten Gefühl zurückgelassen hat. Ich möchte auch allen, die dieses Buch mögen, die anderen Bücher von Freya Sampson empfehlen. Die letzte Bibliothek der Welt Ms Darcy und ihre Nachbarn


















































