Überraschenderweise der stärkste Teil der Handlung
Ich gebe zu: ich hab das Buch nur gelesen, weil ich Reihen nur in der allergrößten Not abbreche und es für mein Seelenheil brauchte sie abzuschließen - ohne wirklich viel zu erwarten. Es war am Anfang etwas verwirrend wieder reinzukommen - gerade weil es sehr wenig um Sonja ging - aber dann dann war die Geschichte doch weit spannender als die bisherigen Teile. Selbst das ständige Unterbrechen der Erzählung nach anderthalb Seiten pro Kapitel und abrupten Protagonistenwechseln war diesmal nicht so nervig. Auch wenn das Buch dadurch immer noch sehr oberflächlich wirkt und man nur schwer Bezug zu den Charakteren aufbauen kann. Ich habe aber gemerkt, wie sehr meine Antipathie zu der Reihe doch auch mit Sonja selbst zusammenhing. Sie war mir trotz ihrer tragischen Geschichte nie wirklich sympathisch. Trotzdem ist das Ende auch dadurch etwas unbefriedigend und plötzlich, weil viele Fragen - insbesondere zu Sonja - offen bleiben. Der Plottwist um Anton und seine Freundin hat mich idT überrascht. Auch wenn der Rest der Geschichte um Anton sehr gestellt und naiv wirkte. Allgemein: Was hat die Autorin geritten nach den Themen "Bankenkriminalität" und "Drogen" gleich noch "Rassismus" mit einzubauen? Irgendwie war das dann doch zu viel. Wer die bisherigen Bände mochte - oder wie ich nicht den Schneid hatte abzubrechen - wird mit Band 3 sicherlich Spaß haben. Uneingeschränkt kann ich die Reihe nicht wirklich empfehlen.


