Nicht der stärkste Band der Reihe.
Im 4. Teil der Jeremy Logan Reihe, muss unser Titelheld zu seiner alten Wirkungsstätte, dem Lux Institut, zurückkehren. Logan verbindet keine guten Erinnerungen mit diesem Teil seiner Vergangenheit. Er wurde nämlich aus dem Institut ausgeschlossen, als seine Arbeit für unseriös erklärt wurde. Jetzt Jahre später, als er sich einen Ruf als Enigmatologe erarbeitet hat, wird er gebeten einen mysteriösen Mord aufzuklären, der dem Ruf des Lux schaden könnte. Was Logan dabei entdeckt, könnte die Welt zerstören. Ich habe alle Bücher dieser Reihe immer mit Abstand gelesen. Bei Teil 6 "Omega", ist mir aufgefallen, dass ich Band 4 komplett übersehen hatte. Es war für mich also Zeit, den Teil nachzuholen. Ich mag Jeremy Logan als Protagonisten und seine empathischen Fähigkeiten. Ich mag auch die Verbindung von Wissenschaft und Mythen, denen der Enigmatologe immer wieder auf den Grund gehen muss. Der Schreibstil des Autors ist wie immer solide und ich kam trotz wissenschaftlicher Erklärungen, gut durch die Geschichte. Die Grundstory und das Setting haben mich abgeholt und ein Spannungsbogen wurde durchweg aufrechterhalten. Leider waren mir manche Entwicklungen zu offensichtlich. Der Twist hat mich nicht überrascht. Im Gegenteil. Mich hat Jeremys Naivität oder das zu-spät-die-richtigen-Schlüsse-ziehen, echt ab der Hälfte des Buches, genervt. Er ist mir zu offensichtlich in eine billige Falle getappt. Auch die Gründe der Antagonisten waren mir zu klischeehaft und abgenutzt. Das hat mir den Spaß am Lesen geraubt. Schade, es fing spannend und interessant an und hat mich dann zum Ende enttäuscht. Falls noch ein Teil erscheinen sollte, werde ich trotzdem weiterlesen, denn insgesamt sagt mir die Reihe sehr zu.

