Für ich ist das Band 15 der Reihe „Die Chronik der Unsterblichen“. Im Stil bleibt sich der Autor in jedem Fall treu und beschreibt einen einzelnen Handlungsstrang so detailliert, dass kein Raum für eigene Fantasie bleibt. Die Kreaturkeule verpufft hier in jedem Fall. – Schade um den Stoff. Da wäre mehr gegangen. Viel mehr!
Dieses Buch war schon irgendwie seltsam. – Dass Herr Hohlbein hier alles in einem einzigen Handlungsstrang beschreibt, ist mir schon irgendwie bewusst und er wird das auch für die letzten Bände nicht geändert haben. Aber das bedeutet eben noch lange nicht, dass das dann auch für den Leser sinnig sein muss. Die beiden Protagonisten nehmen erst einmal voneinander Abschied, weil er der Beiden verstorben zu sein scheint. Dann erwacht er aber durch eine Flüssigkeit wieder zum Leben und braucht diese dann auch dauerhaft, um am leben zu bleiben. Somit sind sie von einem Mann abhängig, für den sie dann auch prompt eine Aufgabe erledigen sollen. Der vielversprechende Titel hat absolut gar nichts mit der Pest zu tun, was vielleicht noch einigermaßen sinnig und interessant gewesen wäre. Vielmehr handelt es sich hier nur um ein Schiff, auf dem ein Teil der Handlung spielt und welches wohl mehr als marode und ist. – Ein Seelenverkäufer eben. Zahlreiche Scharmützel und Kampfhandlungen sind immer wieder in die Handlung eingeflochten. - Die habe ich all zu oft nur quer gelesen, weil ich es einfach nicht brauche, wenn sich Männer seitenlang die Köpfe gegenseitig einschlagen, nur um am Ende ihre Wunden zu lecken oder ihre Daseinsform offenbaren zu müssen. Interessant der Teil mit der künstlichen Hand für Abu Dun. – Mir war nicht bewusst, dass man seinerzeit so etwas schon fertig gebracht hat. Aber das kann durchaus auch fantastisches Detail gewesen sein. Im Großen und Ganzen kann ich mich mit dem stetig langweiliger wirkenden Stil dieser Reihe nicht wirklich anfreunden. Ich überlese den Text immer öfter, nur um sagen zu können: „Ja, ich habe auch diesen Band gelesen.“


