3,5 đ Wenn Liebe das Schicksal der ganzen Spezies rettet. đ€đ
Die Geschichte kommt mit dem Tempo eines ICE-Zugs daher. WĂ€hrend in anderen BĂŒchern Charaktere ganze Kapitel damit verbringen, ĂŒber ihre tiefsten GefĂŒhle nachzudenken,wird dies hier schon fast in einem einzigen, leidenschaftlichen Satz erledigt. Das ist so effizient, es wirkt, als hĂ€tten die Protagonisten einen strengen Zeitplan: Montag: Kennenlernen. Dienstag: Seelenverwandtschaft feststellen. Mittwoch: Fortpflanzung. Donnerstag: Happy End. Das Tempo ist so hoch, dass es sich anfĂŒhlt, als hĂ€tte der Roman eine Ăberdosis Red Bull getrunken. Jacob ist dabei nicht der typische Brodel-DĂ€mon, der vor lauter Wut gegen WĂ€nde schlĂ€gt. ââEr ist fĂŒr einen DĂ€mon ĂŒberraschend gechillt. Er ist kein cholerisches Testosteron-BĂŒndel, das wĂŒtend gegen WĂ€nde schlĂ€gt und Möbel demoliert, um seine innere Zerrissenheit zu zeigen. Das mag fĂŒr Fans des ĂŒberzogenen Dramas eine kleine EnttĂ€uschung sein, macht ihn aber zum perfekten Partner fĂŒr Bella, die man nie so richtig kennenlernt. Sie hat keine eigenen Ziele oder Hobbys, weil ihr Leben sofort durch die schicksalhafte Begegnung mit Jacob definiert wird, primĂ€r durch die Aufgabe, die Spezies vor dem Aussterben zu retten.
âJa, richtig gehört! Fortpflanzung ist hier kein Nebenprodukt der Liebe, sondern der eigentliche Plot. Das Schicksal der gesamten DĂ€monenwelt ist von der erfolgreichen Verpaarung dieser beiden Charaktere abhĂ€ngig. Anstatt einen Roman ĂŒber eine Beziehung zu lesen, hat man das GefĂŒhl, man blĂ€ttert durch eine Art ĂŒbernatĂŒrliches Geschichtsbuch mit dem Titel: Wie wir unsere Art vor dem Untergang bewahrten.
Ein absolutes Highlight, das diese Story so charmant macht, ist Jacobs Kosename fĂŒr Bella "kleine Blume". Wenn man bedenkt, dass er ein ErddĂ€mon ist, ergibt dieser Name total Sinn. Es ist einfach putzig, wie der harte, ĂŒbernatĂŒrliche Kerl seine AuserwĂ€hlte als zartes PflĂ€nzchen sieht, das er beschĂŒtzen muss.
âAm Ende ist dieses Buch die perfekte LektĂŒre fĂŒr alle, die eine direkte, leidenschaftliche und einzigartige Liebesgeschichte suchen. Es ist ein Roman, der zeigt, dass wahre Liebe nicht nur Emotionen, sondern auch Schicksal sein kann und das mitreiĂend schnell.
Ich mag Urban Fantasy, Paranormal Romance fĂŒr Erwachsene und auch Wesen mit einzigartigen FĂ€higkeiten, also dĂŒrfte man auch meinen, dass dieses Buch perfekt nach meinem Geschmack wĂ€re. Tja, leider hat diese Kombination nun zum ersten Mal nicht funktioniert.
Die gröĂte Schuld daran, gebe ich der Schreibweise der Autorin und den Charakteren. Und vor allem diesem stĂ€ndige Wechsel der Sichtweise, der nicht von Kapitel zu Kapitel vonstatten ging, sondern Absatzweise und auch total schnell und ohne Logik passierte, dass ich zuerst total verwirrt war. Dies besserte sich zwar nach einigen Kapiteln, nachdem ich etwas reingekommen bin, aber es war fĂŒr mich immer noch sehr störend.
Neben diesen Faktoren, war â wie schon erwĂ€hnt â generell die Schreibweise von Frank etwas seltsam und auĂerdem hat sie sehr, sehr, sehr, sehr viele (ihr sehr was ich meine^^) â Wortwiederholungen verwendet, was in einem veröffentlichten Buch einfach nicht passieren darf.
Noch dazu schmeiĂt sie mit Adjektiven um sich, wie bei einem Ausverkauf und als Leser, wird man geradezu von ihnen erschlagen, sodass alles zu aufgebauscht, zu viel und zu nervig ist â beziehungsweise sogar ins LĂ€cherliche gezogen wird. Daher hat die Autorin meiner Meinung nach, ĂŒberhaupt kein GefĂŒhl dafĂŒr, wenn es genug ist.
AuĂerdem waren diese stĂ€ndigen Wiederholungen und Beschreibungen sehr auf das ĂuĂerliche und auf die âzum Sabbern animierendenâ Körperteile beschrĂ€nkt. Was bei mir aber nicht erotisch ankam, sondern mich fast zum Lachen gebracht hĂ€tten. Ehrlich gesagt, sind im Gegensatz dazu manche JugendbĂŒcher prickelnder, die weniger âzeigenâ, aber bei denen man dafĂŒr mit dem Herzen dabei ist. Bei diesen zwei Figuren hier, war es mir egal, wie sie es und was sie treiben â sie berĂŒhrten mit nicht, keine Spur.
Wo wir beim zweiten groĂen Problem wĂ€ren, dass ich beim Lesen hatte â und zwar mit den Charakteren, die zwar anfĂ€nglich interessant wirkten und mich dazu animierten weiterzulesen, aber das Ă€nderte sich bald rasant.
Jacob ist ein primitiver Macho-Kerl, der es nicht einmal aushĂ€lt, wenn ein anderer Mann seine Bella anfasst, obwohl diese verletzt ist, und der andere sie heilen möchte. Noch dazu die Namen? Wie kann man nach Twilight die Figuren Bella und Jacob nennen? Aber egal â kommen wir zu Isabella, oder wie Jacob sie liebevoll nennt, auch âBellaâ. *Augen verdreh*
Sie ist zu Beginn sympathisch und wirkt auch nett und echt, aber dieser Eindruck verliert sich nach der ersten Kampfszene, bzw. bei der ersten Erotikszene im Buch, in der sie in einem fremden Schloss aufwacht, sich nicht wundert, dass sie nur mehr ein Hemd trĂ€gt â ein fremdes MĂ€nnerhemd. Sie damit hinunter stolziert wie in âbilligen Filmenâ und dort auf den heiĂen Jacob trifft, der ihr im Kampf zur Seite gestanden hat. Aber anstatt ĂŒber alles ĂŒbersinnliche zu reden oder ErklĂ€rungen zu fordern â ich wĂ€re schon sehr neugierig oder verĂ€ngstigt, wenn ich gerade vorher ein Monster getötet hĂ€tte, von dem ich noch nicht einmal wusste, dass es sie gibt und mich fast umgebracht hĂ€tten, aber gut â Nein, Bella steht ĂŒber diesen Dingen und ist fĂŒr Jacob die VerfĂŒhrung in Person und sie haben statt aufklĂ€render GesprĂ€che, einfach Mal fast eine heiĂe Nummer, ⊠wenn man es so nennen kann. Ich musste eher mit dem Kopf schĂŒtteln.
Tut mir leid, klingt ja nicht ganz nett, aber ich habe die ganze Geschichte ĂŒber keine Verbindung zu den Figuren bekommen und dieses ewige hin und her schmachten, ohne Grund, schon vom ersten Abend an und immer nur auf die ĂuĂerlichkeiten bezogen, war Ă€uĂert nervig. Sollte man sich nicht vorher etwas kennenlernen, auch den Charakter einer Person erfahren, bevor man sich verlieben kann? Oder ist das nur in âmeiner Weltâ so? Wie kann man sowieso davon reden, wenn man quasi nichts voneinander weiĂ und nur weil der andere nicht hĂ€sslich ist und gut aussieht â geht es denn noch oberflĂ€chlicher? *seufz*
Also ich prĂ€feriere eindeutig BĂŒcher, in denen sich die Freundschaft und spĂ€ter die Beziehung langsam entwickelt â was ja hier eindeutig nicht der Fall war!
German Cover:
Das Bild ist ein wahrer Hingucker und ich glaube deswegen habe ich mich auch sehr auf das Buch gefreut. Ich finde es generell immer gut, wenn man nicht das ganze Gesicht sieht, um seine eigene Fantasie spielen zu lassen.
All in all:
Schade um das Buch, denn die Grundidee mit den DÀmonen, die den verschiedenen Elementen zugeteilt werden, mit unterschiedlichen FÀhigkeiten ausgestattet, wÀre interessant gewesen. Aber da aus der eigentlichen guten Idee, keine gute Umsetzung wurde, werde ich diese Reihe nicht fortsetzen und mich anderen Autoren widmen, die wissen was sie tun.
FĂŒr mehr Info: http://martinabookaholic.wordpress.com/2013/01/16/rezension-schattenwandler-jacob-1/
Das war die erste Reihe, die ich nach dem plötzlichen Tod meines Herzenskaters gelesen habe. Ich hatte die Reihe schon einige Jahre auf meinem Kindle, aber hatte vorher nie den Enthusiasmus sie zu lesen. Entschieden habe ich mich fĂŒr die Reihe, da sie dĂŒster klang und sie zu meiner damaligen Stimmung gepasst hat.
Die Story von Jacob ist nicht so dĂŒster, wie gedacht, dennoch ist sie eher nichts fĂŒr Kinder. Es gab viele dĂŒstere Szenen, aber es gab auch immer wieder reichlich Kapitel voll mit Lust, Leidenschaft und Sex.
"Jacob" erschien als erster Band der Schattenwandler Serie von Jacquelyn Frank 2009 im LYX Verlag. Das Cover und der Klappentext weisen auf Paranormale Erotik hin, was auch dem tatsĂ€chlichen Inhalt des Buches entspricht. Das Cover ist sehr passend fĂŒr Jacob gewĂ€hlt - besonders der Braunton fĂŒr die Erdfarben.
Inhalt: Jacob ist der Vollstrecker und achtet darauf, dass das Gesetz eingehalten wird. DĂ€monen wie er dĂŒrfen sich Menschen nicht zu sehr nĂ€hern, tut es doch jemand, wird er dem Gesetz nach bestraft. All das macht Jacob schon seit Jahrhunderten - bis er sich plötzlich in Isabella verliebt, die ein Mensch ist.
Meine Meinung:
Ich möchte nichts von der Handlung vorwegnehmen, daher gehe ich auf den Inhalt nicht weiter ein, auĂer, dass das Buch ab der Mitte fĂŒr mich sehr spannend zu lesen war, und das GeplĂ€nkel davor fĂŒr mich lang erschienen ist, im Nachhinein jedoch notwendig, um die Handlung zu verstehen.
Die zurĂŒckhaltende kluge und selbstbewusste Bibliothekarin Isabella ist fĂŒr mich eine gute Projektionsfigur, so dass ich mir die Welt aus ihren Augen gut vorstellen kann und ihre Handlungen fĂŒr mich nachvollziehbar sind.
Die einzelnen Charaktere sind toll beschrieben - das Kopfkino ist auch bei mir sofort angesprungen.
Soohl das Regelwerk der DĂ€monen wie die subtil konstruierte paranormale Welt der Autorin sind fĂŒr mich beeidnruckend - ich bin schon gespannt, was fĂŒr Schattenwesen uns im nĂ€chsten Band noch erwarten werden.
Schwierigkeiten hatte ich bei dem Wort "frozzeln" - das ich in korrekter Schreibweise anders in Erinnerung hatte (was ja bei umgangssprachlichen Wörern nicht so einfach ist). Der Duden gibt mir mit "frotzeln" recht -hier könnte bei einer Neuauflage etwa nachgebessert werden.
Fazit: Ich habe mich gut unterhalten gefĂŒhlt und werde mit dem zweiten Band der Serie weitermachen!
Jacquelyn Frank's Schattenwandlerserie legt mit "Jacob" einen interessanten und spektakulÀren Auftakt hin.
Bei dieser neuen Romantic Fantasy Serie geht es vorallem um DĂ€monen, aber auch Lykranthropen und Nekromanten haben ihren Platz in dieser Welt, die versucht friedlich neben der der Menschen zu leben.
Und es gibt Erd-, Feuer-, Wasser- und GeistdĂ€monen, die ĂŒber verschiedene FĂ€higkeiten verfĂŒgen.
Damit die Welt der Schattenwandler neben den Menschen funktionieren kann, gibt es Regeln. Und wo Regeln existieren, muss es auch jemanden geben, der die Einheiltung ĂŒberwacht und Regelbrecher bestraft.
Das ist der Job des ErddÀmones Jacob. Er wurde vom DÀmonenkönig Noah als Vollstrecker auserkoren.
Die Aufgabe des Vollstreckers besteht darin DĂ€monen zu bestrafen, die sich an Menschen herangewagt haben. Denn sobald DĂ€monen ihren Trieben freien Lauf lassen sind sie eine Gefahr fĂŒr die Menschheit....
Der ErzÀhlstil ist zunÀchst etwas durcheinander und ich hatte meine Probleme mich zurecht zu finden. Manchmal empfand ich die Geschichte als sprunghaft und die ErzÀhl- und Gedankenweise sprang ebenfalls von einer Person zur nÀchsten, was zu abrupt passierte. Manchmal musste ich Zeilen zweimal lesen um alles verstehen zu können.
Die Charaktere waren groĂartig, aber ein groĂes Manko gibt es: Das Kennenlernen zwischen Isabella und Jacob war ja noch ok, etwas enorm dramatisch - ich meine: wer fĂ€llt einfach aus einem Fenster und ĂŒberlebt es? - aber die darauf folgende Entwicklung ist einfach unglaubwĂŒrdig! Isabella zweifelt nichts an! Die Beiden kennen sich kaum und wollen einander sofort. Bin ich zu altmodisch oder war Jacquelyn Frank zu schnell? Wo war die Frage nach dem Lieblingsessen oder den Hobbies?
Und dann noch, dass Isabella ihr Leben einfach so hinter sich lassen kann...Hat sie keinen Job, bei dem ihre Abwesenheit auffallen wĂŒrde? Und was ist mit ihrer Schwester, die eigentlich auch misstrauisch werden sollte?
Ansonsten gibt es nichts, was ich an diesem Buch bemĂ€ngeln möchte. Es ist eine groĂartige Story mit zwei SchwĂ€chen, aber es ist ja auch erst der Auftakt einer Serie und die Charaktere, die noch in den FolgebĂ€nden ihren groĂen Auftritt haben, haben mich jetzt schon sehr begeistern können.
Fazit:
"Jacob" konnte mich von der Story ĂŒberzeugen, aber die Charaktere der Hauptprotagonisten hatten ein paar Schwachstellen. Es gab witzige und fetzige Dialoge mit einer sehr starken weiblichen Hauptperson, die auch dem stĂ€rksten Krieger furcht einflösen kann und die Geheimnisse rund um Isabella waren sehr unterhaltsam. Wahrscheinlich hĂ€tte das Buch viel mehr Seiten haben können, denn es gibt so viel, was meiner Meinung nach ĂŒbersprungen wurde. Aber dafĂŒr ist ja auch noch Platz in den FolgebĂ€nden. :-)
Die besonderen StÀrken und FÀhigkeiten einzelnder Personen haben es mir schon sehr angetan und es war oft das unvorstelbare, was enorm spannend war. Leider waren die Kapitel so ellenlang, dass es zwischenzeitlich keinen Spaà machte weiterzulesen, aber na ja. Am Ende bin ich zu 80% zufrieden und das reicht mir um mich auf Band 2 zu freuen. ^^
Eher so 3 1/2 Sterne.
Die ersten 50 Seiten haben sich ein bisschen gezogen & manchmal hatte ich das GefĂŒhl, das die Autorin ĂŒber 300 Seiten kommen wollte & deshalb viel FĂŒllmaterial geschrieben hat.
Aber finde es gut, das mal eine andere Seite von DĂ€monen gezeigt wird.
Werde auch das nÀchste Buch aufschlagen & hoffen das es besser wird.