
Wenn du überleben möchtest, nimm Abstand von dem Haus
Eine Mutprobe, die alles verändert im Leben von der 13-jährigen Jessie und ihrer Familie. Ihr kleiner Bruder Paul betritt mit zwei Freunden das verlassene Haus der Familie McIntyre am Ende der Straße und kommt nie wieder raus. Seine Freunde, die entkommen konnten, behaupten immer wieder bei der Polizei, das Paul von dem Haus gefressen wurde. Ein Tag in der Vorstadtidylle von Chicago und eine Familie zerbricht an dem Verschwinden des Sohnes. Der Anfang der Geschichte hat mich etwas an die Netflix Serie „Stranger Things“ oder an „Es“ von Stephen King erinnert. Auch den typischen 90er Vibe spürt man als Leser sowie die langsame Bedrohung eines Hauses und den Zusammenhalt der Nachbarschaft. Würdet ihr da in der Straße wohnen bleiben, wo ein verlassenes Haus mit einer dunklen Vergangenheit für Angst und Unglück sorgt? Unsere Hauptfigur Jessie bleibt der Straße treu und wohnt als erwachsene Frau mit ihrem Sohn im Haus ihrer Eltern und das Buch schafft einen Zeitsprung in das neue Jahrtausend. Das war mein erstes Buch von Christina Henry und ich muss schon sagen, dass ich Lust bekommen habe mehr von ihr zu lesen. Der Mix aus Horror und Coming of Age funktioniert und das Ende war für mich nicht nur schaurig, sondern vor allem auch emotional. Der Gruselfaktor hätte für mich an einigen Stellen etwas mehr sein können und ein paar Längen besonders in der Mitte des Buches sind auch vorhanden. Nichtsdestotrotz fand ich die Ausgangssituation extrem gut und das Buch überzeugt mit einigen starken Momenten bis zum Schluss. Ich kann das Buch den Leuten empfehlen, die zum ersten Mal gerne ins Horrorgenre eintauchen oder generell Geisterhausgeschichten mögen. Aber seid vorsichtig beim Lesen und nehmt euch in Acht. Das Haus ist gierig, hungrig und unzerstörbar.





























































