Ein Buch, das sich anfühlt wie ein ehrlicher Briefwechsel über Liebe, Verantwortung und dieses ewige „Was gehört zu mir – und was nicht?“. Hat mich zum Nachdenken gebracht.
Ich habe das Buch beendet und gemerkt, dass ich danach erstmal still war. Nicht überwältigt. Nicht komplett aus den Angeln gehoben. Aber nachdenklich. Jorge Bucay schreibt in Form von Briefen – und genau das macht es so nahbar. Es geht viel um Beziehung. Um Erwartungen. Um dieses subtile Verschieben von Verantwortung: dass wir manchmal möchten, dass der andere uns heilt, hält oder rettet. Und dass genau da oft das Problem beginnt. Beim Lesen habe ich mich ein paar Mal ertappt gefühlt. Nicht unangenehm, eher ehrlich. So ein „Ja, stimmt eigentlich.“ Manche Gedanken wiederholen sich ein wenig, deshalb für mich keine fünf Sterne. Aber die Botschaft ist klar und wichtig: Kümmere dich um deinen eigenen Anteil. Schau hin. Werde erwachsen in deinen Gefühlen. Es ist kein lautes Buch. Es ist eher eines, das leise arbeitet. Und genau das mochte ich.


