Ich mag die Gedankenexperimente von Andreas Eschbach, auch hier mir „Unsterblichkeit“ sehr interessant. Am Roman drum herum hapert es allerdings etwas. Am Anfang zu langatmig, in der Mitte dann spannend, aber die Begründung dafür etwas sehr abstrus und am Ende verläuft es sich irgendwie. Trotzdem war es nett zu hören, nur einfach zu lang.
Andreas Eschbach bringt uns, auf seine detailgenaue und wortgewandte Art, ein sehr interessantes Gedankenspiel näher.
Nach den letzten Seiten musste ich das Buch erst ein wenig auf mich wirken lassen, denn während des Lesens hätte ich ihm vermutlich nur 3.5 Sterne gegeben. Je länger ich über die Geschichte nachdenke, desto mehr fasziniert sie mich.
Wer auf Spannung pur und große Plottwists hofft, wird von diesem Buch vermutlich enttäuscht sein, aber wer eine sehr realistische, wissenschaftliche und zum nachdenken anregende Geschichte sucht wird hier auf jeden Fall fündig.
Sehr philosophisch, ein geistreiches wordbuilding und eine spannende Jagd nach der Wahrheit🎭💡
Die Abschaffung des Todes ist mal wieder ein sehr gelungenes Werk von Andreas Eschbach. Das Wordbuilding ist so intelligent und gehoben, dass es wirklich Spaß macht, dieses Hörbuch zu hören.
Die Thematik an sich ist sehr spannend, weil es gar nicht mal so weit hergeholt ist. Ein mysteriöser Milliardär in Silicon Valley möchte "den Tod abschaffen", was ja irgendwie generell der Wunsch der Reichen da ganz oben ist. Unser Protagonist leitet eine digitale Zeitung, in der er nur wahre News für einen ausgewählten Kundenstamm bringt. Er soll für eine seiner reichen Kundinnen herausfinden, was es mit dem Projekt auf sich hat.
Anspruchsvoll, faszinierend und streckenweise sehr spannend beginnt Dieser daraufhin die Suche nach der Wahrheit. Wer gerne mal etwas länger für ein Buch/Hörbuch braucht und sich für Neurowissenschaft interessiert, wird gefallen an diesem Titel finden🥽. Aber auch Fans der Philosophie kommen nicht zu kurz, denn wer nach der Anschaffung des Todes sucht, stolpert wohl unausweichlich über die Fragen nach dem Sinn des ganzen und stellt sich die Frage - möchte man das überhaupt?
Wieder ein typischer Eschbach: Es passiert nicht so viel wie man es von Thrillern gewöhnt ist, und die Handlung geht eigentlich langsam vor sich hin, und trotzdem kann man das Buch nicht aus der Hand legen! Er hat eine alte Idee aufgegriffen und mit Eschbach Leben gefüllt, das zum Nachdenken anregt!
Starker Beginn, interessante Gedankenspiele aber das Ende enttäuscht ein wenig. Der Mittelteil enthält dann auch noch relativ viel Trash, der nicht wirklich zu den spannenden philosophischen Fragen passen will.
Der Tod löscht alles aus. Der Tod ist barbarisch. Und jetzt sagen Sie mir, warum sollten wir das dulden?
Andreas Eschbach ist mein Lieblingsautor. In seinen Büchern geht es meist darum, wie eine einzige Veränderung des alltäglichen unser Leben für immer verändern würde.
Die Abschaffung des Todes hat mich aber nicht so gepackt wie seine bisherigen Bücher.
Thriller, SiFi und Philosophie in einem, von Mathias Köberlin fantastisch gelesenem, Buch.
Die Story ist fesselnd und die Charakter sympathisch.
Mir hat es sehr gut gefallen.
Grundsätzlich dreht es sich um ein interessantes Thema: ewiges Leben.
Leider ist das Buch hinsichtlich der damit verbundenen Fragestellungen zu oberflächlich.
Es werden einige technische Aspekte bezüglich der Machbarkeit eines solchen Unterfangens angerissen. Auch die Frage, welche Auswirkungen etwas derartiges auf den Einzelnen und die Spezies Mensch im Allgemeinen haben könnte, wird nur tangiert.
Natürlich ist es kein Philosophiebuch, aber auch für einen Krimi bietet es zu wenig. Es kommt selten Spannung auf, Charaktere verhalten sich sehr unglaubwürdig in Ausnahmesituationen und es plätschert oft vor sich hin.
Vor allem das Ende ist einfach nicht schön geschrieben.
Insgesamt nicht Fisch und nicht Fleisch.
Kein schlechtes Buch, jedoch eines, welches man schnell wieder vergessen wird.
Interessantes Buch. Ich habe einige Reviews zu „Die Abschaffung des Todes“ von Andreas Eschbach gelesen. In diesen scheint insgesamt die Meinung vertreten zu sein: „Ganz nettes Buch, aber nicht sein bestes“.
Ich habe (noch) nicht so viel von Eschbach gelesen, aber für mich war es bisher eines seiner besseren Bücher. Wie typisch für Eschbach ist das Buch wieder recht detailliert (und dementsprechend relativ lang), aber für mich war es sehr viel „straightforwarder“ als andere Bücher von ihm. Für mich ist das in diesem Fall ein Pluspunkt. Der Fokus liegt quasi das gesamte Buch auf dem Hauptcharakter James Windover, der eigentlich Journalist und Herausgeber einer sehr elitären Zeitung für Superreiche ist. Wir lernen zwar auch viel über die Personen, mit denen er zu tun hat, aber dass sich Windover als roter Faden durch das Buch zieht, tut dem Maß an Komplexität für mich sehr gut. Auch wenn mich das Thema des Buches – nämlich durch technischen Fortschritt den Tod abzuschaffen – nur begrenzt interessiert und ich von den neurowissenschaftlichen Hintergründen nicht besonders viel Ahnung habe, kreiert Eschbach dennoch eine interessante Geschichte um diese Prämisse. Mein Problem trotzdem: Das Buch ist zu lang und es passiert zwischendurch zu lange nichts, was die Story vorantreibt. 100 Seiten weniger hätten es auch getan.
Insgesamt werde ich wohl in nächster Zeit noch den ein oder anderen Eschbach lesen und bin gespannt, was mich erwartet.
War leider gar nicht meins. Die erste Hälfte vom Buch hätte es gar nicht gebraucht, Thema zwar spannend, aber die Auflösung am Ende hat für mich gar nicht funktioniert. Das kam so abrupt. Zudem haben die privaten Themen der Hauptfigur für mich gar nicht in die Geschichte gepasst, auch wenn ich die Symbolik Tod/Leben verstanden habe.
Die Story an ach ist ok. Das Ende fand ich jetzt nicht so gelungen. Aber das ganze Buch regt zum nachdenken an, wie viele seiner Bücher. Lesenswert ja, aber das Ende war nicht meins.
Ich mag die Bücher von Eschbach gerne, aber manchmal schweifen sie mir zu arg ab. Die Story an sich ganz gut, aber nichts neues, was mich etwas enttäuscht hat. Dazwischen wird es actionreich, das Ende ist offen und lässt einen nachdenklich zurück. Für was würdest du dich entscheiden?
Rundum gutes Buch, doch der mittlere Teil mit der Verfolgungsjagd ist etwas wierd. Wer auf die Auflösung des Sterblichkeitproblems wartet sucht hier vergebens.
Zuerst wissenschaftliche Vorträge, dann eine wilde Verfolgungsjagd und dann irgendwas mit Liebe...
War nicht meins.
Sprachlich und erzählerisch aber topp!
Und wieder ein gelungenes Gedankenexperiment, das zum Nachdenken anregt.
Die Abschaffung des Todes ist das Ziel in diesem Roman, doch die Geschichte erfordert Aufmerksamkeit. Ein wenig Technik, ein wenig Medizin und eine Story, die immer Spaß macht.
Eschbach erzählt mit Witz und Humor, mit Spannung und viel Liebe zum Detail.
Jedes Wort über die Story wäre zu viel. Lasst euch überraschen und mitziehen.
Wo soll man hier nur anfangen?
Das war leider einer der schwächeren Romane von Andreas Eschbach.
Die ersten 50% lasen sich wie eine Aufzählung von Fakten, ohne großes Handlungsgeschehen.
Ab der Mitte wandelte sich der Erzählstil und es wurde zu einem Verfolgungsjagd-Krimi "einmal quer durch Europa und zurück". Und obwohl zwei vermeintlich hochgebildete Gejagte auf der Flucht sind, treffen sie die ganze Zeit eine schlechte und undurchdachte Entscheidung nach der anderen. Man möchte ins Geschehen eingreifen und alle Beteiligten zur Vernunft rufen - wie bei Tom & Jerry.
Das Schlimmste aber war, dass mich die Machenschaften von Youvatar schwer an die Perry Rhodan NEO Staffeln "Naupaum" und "Aphilie" erinnert haben. Sowohl im Zwischenteil als auch insbesondere der Schluss, den ich an dieser Stelle aber nicht spoilern möchte.
Nachdem "Eines Menschen Flügel" eines meiner absoluten Lieblingsbücher ist, konnte mich "Die Abschaffung des Todes" zu keiner Zeit begeistern, echt schade.
Ein grandioses Buch, das wie gewohnt viel aus früheren Werken Eschbachs einbettet und in einem neuen Kontext betrachtet.
Mehr als einmal kam ich nicht drumrum, mich zu fragen, ob es denn wirklich Fiktion ist oder nicht doch genau wie im Buch dargestellt eine abgewandelte Erzählung von aktuellen Vorkommnissen.
Dass ich da immernoch drüber nachdenke, zeigt mir auch wieder wie grandios dieser Autor ist.
Ich habe irgendwie noch erwartet oder besser gehofft, dass es sehr düster abschließt, wie bei Herr aller Dinge beispielsweise, was bis heute mein liebstes Buch ist. Da es dann verhältnismäßig gut verdaulich endete und es sich streckenweise immer wieder etwas zieht, gibt es von mir einen Stern abzug. Aber niedriger würde ich nicht gegen, denn ich konnte das Buch einfach kaum aus der Hand legen und das habe ich eher selten (am verlässlichsten bei Andreas Eschbach :)).
Ein grandioses Buch, das wie gewohnt viel aus früheren Werken Eschbachs einbettet und in einem neuen Kontext betrachtet.
Mehr als einmal kam ich nicht drumrum, mich zu fragen, ob es denn wirklich Fiktion ist oder nicht doch genau wie im Buch dargestellt eine abgewandelte Erzählung von aktuellen Vorkommnissen.
Dass ich da immernoch drüber nachdenke, zeigt mir auch wieder wie grandios dieser Autor ist.
Ich habe irgendwie noch erwartet oder besser gehofft, dass es sehr düster abschließt, wie bei Herr aller Dinge beispielsweise, was bis heute mein liebstes Buch ist. Da es dann verhältnismäßig gut verdaulich endete und es sich streckenweise immer wieder etwas zieht, gibt es von mir einen Stern abzug. Aber niedriger würde ich nicht gegen, denn ich konnte das Buch einfach kaum aus der Hand legen und das habe ich eher selten (am verlässlichsten bei Andreas Eschbach :)).
Ich habe einige Passagen für mich festgehalten, da es wieder viele spannende Gedanken gab, über die ich selber noch sinnieren möchte. Der Protagonist ist insbesondere von seinem Wissensdurst und seiner Suche nach der Wahrheit angetrieben, was ich nur allzu gut nachvollziehen kann, da hat das mitfiebern gleich noch mehr funktioniert, da das ja auch das ist, was den Leser antreibt, die ausgeprägte Neugierde.
Das war nicht so recht meins und so garnicht, was ich von Eschbach gewöhnt bin. Ich hatte mir hier eigentlich etwas tiefsinniges und doch mit einer durchdachten technischen Komponente gewünscht, aber leider ging es nur um den Journalisten, der zuviel weiß und am Ende heil davon kommt... War auch nicht so recht ein Spannungsbogen erkennbar, bzw Spannung wurde nur sehr flach aufgebaut...
Auch ist der Recherche Aspekt immer sehr hoch bei derlei Büchern, aber da war auch noch so viel Luft nach oben und die eigentliche Wissensvermittlung war mir zu trocken und fad.
Schade, hätte was richtig geniales werden können, aber leider hat das bei mir nicht geklappt...
In „Die Abschaffung des Todes“ entwirft Andreas Eschbach ein faszinierendes Szenario, das einen auf eine gleichermaßen philosophische wie actiongeladene Reise schickt. Im Zentrum der Handlung steht der Journalist James Windover, der in die Welt eines geheimen Projekts hineingezogen wird, dessen Ziel es ist, den Tod zu überwinden. Eschbach gelingt es, mit einem fesselnden Mix aus philosophischen Gedankenspielen und rasantem Thriller zu überzeugen.
Der Kern des Romans beruht auf einer uralten Menschheitsfantasie: der Unsterblichkeit. Youvatar, ein Start-up aus dem Silicon Valley, verspricht genau das. Durch den Upload des menschlichen Bewusstseins in eine digitale Existenzform sollen Menschen dem Tod entkommen. Was wie ein revolutionäres Versprechen klingt, entfaltet sich im Laufe des Romans zu einem vielschichtigen Gedankenspiel. Eschbach hinterfragt dabei nicht nur die technische Umsetzbarkeit dieses Traums, sondern auch die moralischen und existenziellen Implikationen: Wollen wir wirklich ewig leben? Und wenn ja, um welchen Preis?
Besonders gelungen ist die Art, wie Eschbach diese Überlegungen in eine Thrillerhandlung einbettet. James Windover, der für eine exklusive "Milliardärszeitung" arbeitet (PS: So eine Art von Zeitung würde ich auch liebend gerne beziehen können), wird von einer Investorin in das Projekt eingeschleust. Was zunächst wie eine normale Recherche beginnt, entwickelt sich schnell zu einer gefährlichen Hetzjagd quer durch Europa. Dabei kommen Verschwörungen ans Licht, Geheimnisse werden aufgedeckt und es gibt Verstrickungen, die weit über das wissenschaftliche Projekt hinausgehen.
Eschbachs Stärke liegt in seiner Fähigkeit, komplexe wissenschaftliche und philosophische Konzepte auf spannende Weise zugänglich zu machen. Seine Figuren sind durchdacht und lebendig gezeichnet, insbesondere der Ich-Erzähler James Windover, dessen Mischung aus Naivität und Cleverness ihn zu einem sympathischen, manchmal aber auch leicht anstrengenden Protagonisten macht. Die Handlung pendelt zwischen rasanten Actionszenen und tiefgehenden Reflexionen über den Sinn des Lebens, das Wesen des Bewusstseins und die Grenzen der Wissenschaft.
Der Mittelteil des Romans hat zwar einige Längen, da Eschbach immer wieder philosophische Diskurse einstreut, die das Tempo drosseln. Doch genau hier zeigt sich auch die Stärke des Buches: Es geht nicht nur um den Nervenkitzel, sondern um die großen Fragen der Menschheit, die in spannenden Gedankenspielen aufgeworfen werden. Diese Mischung aus Unterhaltung und Tiefgang ist typisch für Eschbach, der es versteht, Science-Fiction mit gegenwärtigen Fragen zu verbinden.
Man könnte argumentieren, dass die Idee des digitalen Bewusstseins-Uploads nicht neu ist und bereits in anderen Werken der Science-Fiction thematisiert wurde. Doch Eschbach gelingt es, durch seinen eigenen philosophischen Ansatz und die tiefgründige Charakterzeichnung der Geschichte frischen Wind einzuhauchen.
Alles in allem ist „Die Abschaffung des Todes“ ein vielschichtiger Roman, der sowohl als actiongeladener Thriller als auch als tiefsinniges Gedankenspiel funktioniert. Eschbach regt zum Nachdenken an, ohne dabei die Spannung zu vernachlässigen. Für Fans von Science-Fiction mit einem philosophischen Unterbau ist das Buch eine klare Empfehlung – auch wenn es hier und da Geduld erfordert.
Fazit:Andreas Eschbach liefert mit „Die Abschaffung des Todes“ eine packende Mischung aus Science-Fiction, Thriller und philosophischem Diskurs. Wer bereit ist, sich auf die dichten Gedankenspiele einzulassen, wird mit einer spannenden, manchmal auch beunruhigenden Lektüre belohnt, die weit über das Genre hinaus wirkt. Ein Roman, der noch lange nach dem letzten Satz nachhallt!
"Die Abschaddung des Todes", geht das? Ob ja oder nein wird hier nicht geklärt. Erstaunlicherweise ist das Buch stellenweise recht philosophisch und beleuchtet, was für Konsequenzen sowas nach sich ziehen würde, und was es braucht dorthin zu gelangen.
Action und Drama gibt's gratis dazu, wenn teilweise auch etwas ...naja...unnötig.
Ich finde das Buch durchaus gut, die Figuren sympathisch, den Schreibstil flüssig und die Basis sehr spannend. Ob man dafür aber zwangsläufig knapp 650 Seiten braucht, weiß ich nicht.
🎧 Die "Abschaffung des Todes
✍🏽 Andreas Eschbach
🗣️ Matthias Koeberlin
📀 @Lübbe Audio
Vor einigen Tagen habe ich diese unfassbare Geschichte von Andreas Eschbach gehört, in welcher der Journalist James Windover klären soll, ob eine Silicon Valley Unternehmung ein hohes Investment wert ist. Die Unternehmung will so bahnbrechend sein, wie die Erfindung der Atombombe. Sie hat nichts geringeres im Sinn, als die Abschaffung des Todes und der Upload des Bewusstseins für ein ewiges Leben. Doch ist dies überhaupt - auch mit Unmengen von Geld - realisierbar und wenn ja, ist das überhaupt erstrebenswert? Windover gerät in seinen Recherchen in eine wilde Verfolgungsjagd und versucht parallel noch aufzudecken, was hinter dem Versuch steht einen Schriftsteller zum Schweigen zu bringen.
Eine komplett anders geartete Geschichte. Viel Wissenschaft, viel Ethik und etwas Thriller. Ich gebe 3,5 von 5 Sterne, da es sehr gut geschrieben war und mich auch gut unterhalten hat, aber mich letztlich nicht so richtig erreicht hat.
Mein erstes Buch des Autors und sicher auch nicht das letzte. Eine spannende Thematik, die wie ich finde gut umgesetzt worden ist. Der Thriller regt definitiv zum nachdenken an. Ob es solch technisches Know How irgendwann geben wird? Sicher. Ob ich es, wenn ich es geldlich könnte, beanspruchen würde? Wohl eher nicht.
Das Buch hat mich doch sehr zum Mitdenken angeregt. Ab der Mitte wurde es auch gut spannend und den Hauptcharakter fand ich sehr sympathisch und authentisch. Allerdings war mir das Buch dann doch etwas zu ausholend, grade der Anfang braucht lange um die Story richtig ins Rollen zu bringen. Aber dennoch Leseempfehlung!
Das Buch überzeugte mich nicht durch seine Spannung - im Gegenteil, es war für einen Thriller recht handlungsarm - was mich aber wirklich begeisterte, waren die ausgezeichneten Recherchen, die komplexen Gedankenexperimente, die ethischen und religionsphilosophischen Überlegungen. Stellenweise kam es mir mehr wie ein Sachbuch als wie ein Thriller vor. Und gerade deshalb hätte ich mir ein Nachwort und ein Literaturverzeichnis zu den Fakten gewünscht. Ich kann das Buch nur jedem weiterempfehlen, der Wissenschaftsthriller mit einem hohen Anteil an Sachinformationen eingekleidet in eine spannende Geschichte mag.
Mag den Stil von Andreas Eschbach sehr gerne
Obwohl die Geschichte recht lang war, hat es sich nicht gezogen.
Mir persönlich hat eine Spannungskurve gefehlt bzw so ein Pik
„Einen blitzartig vorübergehenden Moment lang, der ein bisschen so war, wie ich mir einst die Erleuchtung vorgestellt habe, hatte ich ein Bild dessen vor Augen, wie das menschliche Leben in Wirklichkeit war: Die einen starben, die anderen verliebten sich. Und das waren nur zwei Aspekte einer unendlichen, gleichzeitigen Mannigfaltigkeit.“
eine fantastische Reise durch das Leben und den Gedanken an eine Unendlichkeit.
Spannend geschrieben und manchmal leider doch etwas zu langatmig, weshalb ich einen Stern abziehe. Insgesamt absolut lesenswert. 📖
Das war mein erster Eschbach daher wusste ich nicht genau was auf mich zukommt aber lets go: Eschbach packt uns in seiner Story in eine Zukunft, die gleichermaßen faszinierend wie beängstigend ist. Unser Bewusstsein lebt in Computern weiter und wir können andere Körper in der realen Welt steuern. Was passiert, wenn der Tod wirklich keine Rolle mehr spielen sollte? Wenn Menschen ihre Körper gegen künstliche, unsterbliche Hüllen eintauschen können? Welche gesellschaftlichen, moralischen und wirtschaftlichen Konsequenzen hätte diese revolutionäre Technologie?
Eschbach zeigt uns eine Welt, in der das Streben nach ewigem Leben zur neuen Normalität wir. Wir Menschen vor schwerwiegenden Entscheidungen: Ist Unsterblichkeit wirklich das höchste Gut? Oder verliert das Leben an Wert wenn es nie mehr endet? Das ist eine gute Frage die in diesem Thriller philosophisch sowie medizinisch extrem gut aufgearbeitet wird. Es wird erläutert wie unser Gehirn mit seinen neuronalen Netzwerken funktioniert und ob solch eine Idee überhaupt jemals umsetzbar wäre. Wir stehen auch vor der großen Frage die lautet: Was ist unser Bewusstsein eigentlich?!
Eschbach hat es für mich auf eine beeindruckende Art und Weise geschafft, einen Roman zu schreiben, der philosophische Fragen mit einem fesselnden Thriller-Plot verbindet. Einen Stern Abzug gibt es für mich, da es stellenweise sehr langatmig war. Mit knapp 700 Seiten ist es ein guter Schinken, den man meines Erachtens auch hätte um 200 Seiten kürzen können.
Ein sehr intelligentes Buch, das während des Lesens oft zum Nachdenken anregt. Wer sich für große Zukunftsvisionen interessiert sollte sich dieses Buch auf jeden Fall besorgen!
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„Die Abschaffung des Todes“ von Andreas Eschbach erschienen im Lübbe Verlag
..."Und um eines gleich festzuhalten: Wir denken nicht, dass es einfach ist. Im Gegenteil, wir denken, dass es schwer zu erreichen ist und einer enormen, entschlossenen Anstrengung bedarf, bei der wir all unsere Kräfte bündeln müssen. Aber wir denken, dass es sich lohnt, und wir denken, dass wir es tun sollten.
Dass die Zeit reif ist, den großen Widersacher des Lebens, den Tod, endlich in seine Schranken zu weisen. Das ist, wofür Youvatar steht: Wir sind entschlossen, den Tod abzuschaffen."
- Zitat, Seite 168
Was für ein philosophisches oder gar existenzielles Thema für einen Thriller! Aber der Autor Andreas Eschbach ist bekannt für seine ungewöhnlichen Gedankenspiele, die er in eine hochexplosive Geschichte verwandelt. Egal, ob er ein Szenario durchspielt, in der der Welt das Öl ausgeht, Nazis mittels fortschrittlicher Technologie die Historie umschreiben lässt oder einen König für Deutschland auf den Thron setzt: faszinierende Stoffe vor den Augen des Lesenden lebendig werden zu lassen, ist genau sein Ding.
Mit dem vorliegenden Roman hat er sich nochmal selbst übertroffen, auch wenn er für das Genre eher untypisch fast gemächlich in die Geschichte einsteigt und auch immer mal wieder das Tempo herausnimmt, um den Protagonisten in seinem näheren Umfeld in sehr menschlichen Umständen zu zeigen, die sich ergeben, wenn ein Elternteil plötzlich schwer erkrankt.
Auch Referenzen an Agententhriller dürfen hier nicht fehlen und der Protagonist gönnt sich auch mal den Luxus wie der berühmte britische Vertreter (nur ohne Girls...). Auch John Le Carre lässt grüßen und gegen Ende machen wir literarisch einen krassen Schwenk und begegnen Lucy Honeychurch, die in Florenz aus nächster Nähe dem Tod in Italien begegnet.
Es gibt einen fiktiven Schriftsteller im Roman und das Spiel mit Stereotypen in Thrillern. Außerdem erinnert sich hier der Ich-Erzähler nicht an jedes Wort der legendären Rede bei der Veranstaltung zum ehrgeizigen Projekt der Abschaffung des Todes, nein, es ist ein simples Aufnahmegerät (allerdings sehr exklusiv versteckt in einer Krawattennadel), welches für eine zuverlässige Wiedergabe sorgt.
Andreas Eschbach hat einen sehr klaren und nahbaren Schreibstil, der im Ausdruck unterhaltsam und informativ ist, ohne den Lesenden zu überfrachten. James Windover, der englische Herausgeber einer sehr exklusiven Zeitung mit Firmensitz in Amsterdam ist ein sympathischer Protagonist, dem man gerne folgt. Durch den feinen Humor, der durch die Zeilen schimmert, und die zwischenmenschlich manchmal recht fein skizzierten Szenen baut man eine enge Verbindung zum Ich-Erzähler auf und ist bereit, dieses spannende Abenteuer gemeinsam mit ihm zu erleben.
Das faszinierende Thema, welches im Titel benannt wird, ist akkurat und auf nachvollziehbare Weise beleuchtet, ohne dem Lesenden das Gefühl zu geben, in eine wissenschaftliche Arbeit eingeführt zu werden. Trotzdem wird es nicht oberflächlich abgehandelt, vielmehr werden medizinische Erkenntnisse und Theorien ebenso eingebracht, wie philosophische, ethnische und spirituelle Aspekte berücksichtigt werden, ohne eine allgemeingültige Richtung vorzugeben.
Und am Ende ist es dann wirklich ein spannendes Gedankenspiel, auch wenn sich der Schlussteil des Romans ein klein wenig in die Länge zieht, was man aber gerne verzeiht, nachdem man über viele Seiten hinweg von der faszinierenden Thematik gefesselt war!
FAZIT
Dieser Roman hat mich unglaublich gut unterhalten und die Gedankenspiele mit dem sympathischen Ich-Erzähler sorgten für Lesefreude. Wer sich gerne auch auf Sachbuch Ebene mit dem Thema menschlichen Bewusstsein weiter beschäftigen möchte, kann ich "Die Illusion der Gewissheit" von Siri Hustvedt empfehlen, welches einen philosophischen Ansatz wählt.
Diesen Thriller halte ich für unbedingt lesenswert.
Was für eine Kloppergeschichte. Nichts für Mal nebenbei, denn in dem Buch wimmelt es von Gedankenexperimenten und Wissenschaft und trotzdem spannend. Und während des Lesens beginnt sich dann in der hintersten Ecke deines Gehirns eine Zelle zu fragen : "Hm Upload - darüber könnte man Mal nachdenken". Obwohl ich bekennender Eschbach Fan bin habe ich sonst immer Probleme mit seinen Enden, aber dieses finde ich cool. Dieses Buch ist ein echter Kandidat für ein Reread.
Spannendes Gedankenexperiment, das dazu einlädt beim Hören mitzumachen.
Eschbach hat mit „Die Abschaffung des Todes“ ein sehr spannendes Werk geschaffen, dass beim Hören durchgehend dazu einlädt die Story nicht nur zu konsumieren, sondern auch weiter zu denken. Darin einzutauchen und zu versuchen die „Fehler“ und „Probleme“ zu erkennen, bevor die Geschichte weiterführt.
Es fiel mir schwer während Hörpausen nicht weiter zu grübeln und ich konnte es gar nicht erwarten weiter zu hören und mehr zu erfahren!
Alles in allem also ein in meinen Augen tolles (Hör-)Buch, dass durchgehend spannend ist und dazu viele interessante Anreize zum mitsinnieren und auch darüber diskutieren bietet.
Wow, was für ein Buch. Man erhält vielfältige Einblicke in verschiedene Themengebiete wie Journalismus, Gehirnforschung, Verlags und Filmindustrie…
Ich liebe Bücher, aus denen man Zusatzwissen gewinnen kann.
Mein Lesehighlight des Monats. Als Monolog im Erzählstil geschrieben.
Worüber ich sehr lange noch nachdenken musste war, wie Sensationell der aktuell gängige Journalismus unter die Lupe genommen wird, wie ihn eigentlich jeder kritisch betrachten sollte. Der Grundgedanke journalistischer Tätigkeit solltet immer der sein, dass der Leser sich seine Meinung bilden kann. Das heißt, Journalisten recherchieren, betrachten ein Thema, legen Daten und Fakten dar, damit der Lesende sich seine eigene Meinung bilden kann. Und nicht der Schreibende gibt eine, als allgemeingültig, der herrschenden Polititik dienlichen Meinung ab.
Kein Buch zum Nebenher lesen. Dafür viele Gedanken die mich bestimmt noch eine Weile begleiten.
Ist es erstrebenswert den Tod abzuschaffen? Um welchen Preis? Wäre ich dazu bereit?
Die Abschaffung des Todes
Andreas Eschbach
** Hörbuchversion gesprochen von Matthias Koeberlin **
Klappentext:
Drei hochkarätige Unternehmer aus dem Silicon Valley wollen ein zweites 'Manhattan Projekt' ins Leben rufen. Nur ist das Ziel noch ehrgeiziger als damals die Entwicklung der Atombombe: Sie wollen den Tod abschaffen. Der Journalist James Windover entdeckt jedoch, dass die Unternehmer, während sie von Investoren Milliarden sammeln, insgeheim versuchen, einen Schriftsteller zum Schweigen zu bringen - weil sie eine Story fürchten, die er geschrieben hat. Was steht darin, das das Projekt gefährden könnte? James begibt sich auf die Suche nach dem Mann und gerät rasch selbst in tödliche Gefahr ...
Leseeindruck:
Eins vorweg - Matthias Koeberlin könnte mir sämtliche langweiligen Gesetzestexte dieser Welt vorlesen und ich wäre wohl voll dabei 🫣 Wie mich eine Stimme dermaßen mitreißen kann, war hier wieder offensichtlich. Chapeau 🎩
Nun zum Wesentlichen: inhaltlich hat auch Andreas Eschbach hier voll abgeliefert - zumindest für mich. Wir verfolgen die Geschichte aus der Perspektive von James und reisen mit ihm durch die Welt, lernen eine Reihe von Menschen inner- und außerhalb der Redaktion seiner speziellen Zeitschrift kennen und decken das ein oder andere Geheimnis auf - alles unter dem Siegel der Verschwiegenheit. Spannend auf ganzer Linie, manchmal etwas verwirrend mit einem tollen Finale. Ich bin begeistert und gebe ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
Coole Idee, toll geschrieben aber irgendwie kommt es nicht aus den Puschen
Die Abschaffung des Todes - Andreas Eschbach
Worum geht’s
James Windover ist so eine Mischung aus Journalist, Privatdetektiv, Geheimdienstler und Unternehmer und veröffentlicht die exklusivste Zeitung der Welt, die den reichsten der Reichen objektive Informationen liefert, mit denen sie noch reicher werden können. Eines Tages setzt ihn eine Abonnentin auf ein geheimnisvolles Start-Up an, dessen Mission direkt aus einem Sci-Fi Film stammen könnte und beauftragt James, herauszufinden, ob das tatsächlich der nächste heiße Scheiß oder nur Scam ist.
Wie ich’s fand
Ich sag’s, wie es ist: ich hab mich etwas schwergetan, obwohl ich die Bücher von Eschbach sonst liebe. Zu lange dauert es, bis endlich enthüllt wird worum es eigentlich geht (knapp 150 Seiten), was man als Leser durch Titel und Klappentext aber längst weiß. Danach kommen 200 Seiten, die ganz interessant sind, wenn es um Neurologie und die Funktionsweise des Gehirns geht, aber so richtig gepackt hat es mich da immer noch nicht. Erst ab Seite 400+ kommt mal richtig Fahrt auf, die gewohnt großartig ist. Aber das Ende, tja, das war zwar realistisch, aber irgendwie auch einfach langweilig. Sorry, Herr Eschbach! Stilistisch ist es hervorragend geschrieben, Hauptcharakter James ist sehr authentisch und nahbar - auch durch den Ich-Erzähler - aber irgendwie kommt das Buch einfach nicht so richtig aus den Puschen.
Mein Fazit
Spannende Idee, großartig geschrieben, aber leider Handbremse drin. Deswegen von mir nur:
🤟🏻🤟🏻🤟🏻
(3/5)
Es geht um eine Firma, die theoretisch irgendwann in der Zukunft mal anbieten möchte, das Bewusstsein in die virtuelle Welt hochzuladen - so gesehen stirbt der Körper trotzdem. Und mich hätten die Auswirkungen davon interessiert, wenn wirklich niemand mehr stirbt. Tatsächlich ist mein Problem hier das gleiche wie bei seinem Buch „Ein König für Deutschland“: Das, was mich interessiert und im Klappentext angekündigt wird, tritt nie ein.
Andreas Eschbach gehört zu meinen absoluten Lieblingsautoren und ich schätze normalerweise seine Fähigkeit, spannende Themen mit tiefgründigen Fragestellungen zu verbinden. Bei diesem Buch bin ich jedoch etwas hin- und hergerissen. Die Grundidee ist zweifellos faszinierend und regt zum Nachdenken an, aber die Umsetzung hat mich nicht so gefesselt, wie ich es von ihm gewohnt bin.
Die Geschichte wirkte stellenweise etwas langatmig, und ich hatte Schwierigkeiten, wirklich in die Handlung einzutauchen. Es fehlte mir die S
pannung, die mich bei seinen anderen Büchern regelrecht an die Seiten fesselt. Dennoch gibt es einige starke Passagen und interessante Gedankenspiele, die das Buch lesenswert machen. Insgesamt war es in Ordnung, aber es hat für mich nicht das Niveau erreicht, das ich sonst von Eschbachs Werken kenne. Vielleicht lag es an meinen Erwartungen, die nach seinen bisherigen Meisterwerken sehr hoch waren.
Andreas Eschbach ist einer meiner liebsten Autoren. In den letzten Jahren wurden alle seine neuen Bücher immer direkt nach der Veröffentlichung gelesen. Es stehen aber auch noch jede Menge ältere Werke auf der Wunschliste. Enttäuscht wurde ich noch nie da es immer um sehr interressante Themen geht, die jede Menge Denkanstöße liefern. So auch wieder in seinem aktuellen Buch welches sich mit der Abschaffung des Todes beschäftigt. Das Buch war wieder durchweg fesselnd auch wenn es für mich ein paar Längen gab. Dies war dann der Fall wenn es für mich etwas zu fachspezifisch wurde. Andere begeistern vielleicht gerade eben diese detaillierten Abschnitte.
Für mich persönlich ist das Streben nach Unsterblichkeit nicht nachvollziehbar. Für mich wäre es auf jeden Fall der absolute Horror in dem Wissen zu leben, dass ich niemals sterben werde. Es ist zwar manchmal schon ganz nett hier aber irgendwann ist es doch auch mal gut, oder. 🙄 Ich denke sogar in eine ganz andere Richtung: eigentlich gehört der Mensch so schnell wie möglich "abgeschafft". Unserem Planeten täte es auf jeden Fall gut.
Das Buch lässt einer nicht wieder los.
Es lässt einen wirklich über einige Dinge ernsthaft nachdenken.
Über den Tod, die heutige Technologie, über die Gesellschaft, über Ethik und vieles mehr.
Auch dieser Titel hat mich nicht losgelassen.
Ich kann gar nicht wirklich wiedergeben, wie ich mich gefühlt habe als ich es gelesen habe. Aber ich habe mich nach Beendigung noch lange mit manchen Fragen beschäftigt.