
Ein Buch welches zur Leseflaute führt…
Der Psychothriller „Der Knochenmacher“ von Leoni Haubrich war für mich insgesamt eine herbe Enttäuschung. Obwohl die Grundidee des Romans durchaus spannend klingt, scheitert die Umsetzung an mehreren Stellen deutlich. Besonders negativ aufgefallen sind mir die Kapitel, die aus Jans Sicht erzählt werden. Diese Passagen wirken nicht nur schlecht geschrieben, sondern auch unnötig überzeichnet. Die Ich-Perspektive soll vermutlich Nähe schaffen, fühlt sich jedoch oft unbeholfen und unausgegoren an. Die Kommunikation zwischen Jan und seinem Bären ging für meinen Geschmack weit über das hinaus, was die Geschichte tragen kann. Statt atmosphärisch oder geheimnisvoll zu wirken, wurde sie schnell verwirrend und fast schon lächerlich. Insgesamt hat mich das Buch dadurch immer wieder aus der Handlung gerissen, wodurch sich keine Spannung aufbauen konnte. Die übertriebene Darstellung und die sprunghafte Ich-Erzählweise lassen die betreffenden Kapitel unfreiwillig komisch erscheinen und schwächen den gesamten Roman. Für mich eines der schwächsten Bücher des Genres in letzter Zeit. Es brachte mich regelrecht in eine Leseflaute. Leider kann ich dieses Buch nicht weiterempfehlen.







