Theodor Storm verpackt in einem Kriminalroman - Starke Idee!
Theodor Storm und seine Werke begleiten mich schon seit vielen Jahren in meinem Leben. Den Autor in diesem Kriminalroman nun einmal auf einer ganz anderen Ebene kennenzulernen, ist ein sehr besonderes Erlebnis. Tilman Spreckelsen hat mit dieser Reihe wirklich etwas sehr faszinierendes geschaffen. Wie viel Recherchearbeit in diesem Buch steckt ist wirklich unglaublich. So beginnt jedes Kapitel mit einem präzise ausgewählten Zitat aus eines von Storms Werken und verleiht dem Kapitel bereits eine bestimmte Stimmung. Auch die Schauplätze Schleswig-Holsteins und die dazugehörigen Geschichten sind intensiv studiert worden und in diese mysteriöse Geschichte verpackt worden. Ich musste wirklich an vielen Stellen unverhofft lachen und vor allem Constanze als Vertreterin des Feminismus hat mir sehr gut gefallen! Auch die Geheimnisse und die Ergebnisse der Geschichte an sich haben mich definitiv in den Bann gezogen. Auch wenn mir die Auflösungen am Ende etwas zu rasch und zu gestellt kamen. Ich habe an dieser Stelle mit dem fünften Teil der Reihe begonnen und es hat mir keinen Abbruch getan mit diesem Teil zu beginnen. Jedoch gibt es immer wieder Referenzen zu den vorherigen Teilen, die ich dann in der Gänze nicht verstehen konnte, sodass es sich definitiv lohnt die Bände 1-4 vorher zu lesen. Ich hatte wirklich Spaß mit dem Buch, war teilweise verstört von den schaurigen Ereignissen und oftmals von den Wendungen verblüfft. Wie schön, dass knapp 200 Jahre alte Werke und Autoren in so einer Fassung erneut an Bedeutung und Bewunderung finden!


