Das Nordseekind

Das Nordseekind

Softcover
3.59

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Description

Theodor Storm und eine Serie rätselhafter Morde

Husum 1845: Der Anwalt Theodor Storm bekommt Besuch von einer fremden Frau. Sie erzählt von einem lange zurückliegenden Mordfall und einem damals entführten dreijährigen Mädchen und behauptet, dieses Kind zu sein. Da sie daher Erbin eines Vermögens auf der Nordseehalbinsel Eiderstedt wäre, kommt die Fremde denjenigen in die Quere, die damals den Familienbesitz geerbt haben. Als dann eine Mordserie Husum erschüttert, beginnt Theodor Storm seine Ermittlungen auf den alten Höfen Eiderstedts – und er und sein Schreiber kommen einem mysteriösen Geheimbund auf die Spur.

Ein Kriminalroman mit besonderem Personal – wunderbar erzählt und präzise recherchiert

Book Information

Main Genre
Crime
Sub Genre
Private Investigator
Format
Softcover
Pages
251
Price
13.40 €

Author Description

Tilman Spreckelsen, Jahrgang 1967, studierte Germanistik und Geschichte in Freiburg. Er ist Autor, Publizist, Herausgeber und Redakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

Posts

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All
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Die graue Stadt am Meer - Husum - und Umgebung sind Schauplatz dieser Mischung aus historischem Roman, überlieferten Erzählungen und Krimi. Die Geschichte, in die Theodor Storm und sein Schreiber Peter Söt hineingeraten klingt geheimnisvoll und spannend, aber knapp 250 Seiten reichen nur für viel Oberflächliches. Ich habe das Buch geschenkt bekommen und verzichte auf die übrigen Bände dieser Reihe.

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Das Nordseekind – Theodor Storm ermittelt von Tilman Spreckelsen erschien im Aufbau Verlag. Die Geschichte wurde von Markus Bachmann eingelesen. Mich hat das Hörbuch auf mehrere Arten magisch angesprochen. Zum Einen habe ich sofort den Hafen von Husum erkannt und mich an schöne Ausflüge zum Einkaufen in die „große“ Stadt in meiner Kindheit erinnert. Zum Anderen musste ich bei dem Untertitel: Theodor Storm ermittelt etwas schmunzeln. Ist mir Theodor Storm doch ein Begriff besonders für die graue Stadt am Meer. Wer auf Eiderstedt geboren und aufgewachsen ist, kommt um Theodor Storm und seinen Schimmelreiter nicht herum. Nun aber zum Hörbuch von Tilman Spreckelsen. Die Geschichte spielt 1845 in Husum, wie ich unschwer auf dem Cover des Buches schon erkannt hatte. Eine Mordserie auf Eiderstedt ruft den jungen Anwalt Theodor Storm auf den Plan und er ermittelt auf den Höfen der Halbinsel. Beim Zuhören musste ich immer mal wieder schmunzeln. Bin ich doch mit den Sagen über Eiderstedt aufgewachsen. Was türmen sich nicht alles für Geschichten über die großen Haubarge und die reichen Bauern von der Halbinsel. So bin ich gedanklich die ganze Zeit mit Theodor Storm und seinem Schreiber über die Eiderstedt gereist. Wie beschwerlich doch die Wege 1845 waren. Heute fährt man mal eben in einer guten halben Stunde von Husum nach Garding mit dem Auto. Im Roman ging es erst auf dem Pferd nach Friedrichstadt und dann mit einem Boot die Eider runter bis nach Tönning. Von da aus dann weiter mit Pferd und Wagen, wenn ich es richtig in Erinnerung habe. Es war also mehr als eine Tagesreise. Auf dem Weg wurden auch heute noch bekannte Gebäude bzw. Personen erwähnt. So ist das Herrenhaus Hoyerswort immer noch einen Ausflug wert. Und ein Relief an der Kirche in Katharinenheerd erinnert an Martje Flohrs, deren Spruch im Roman Erwähnung findet. Warst du schon mal auf der Halbinsel Eiderstedt? Sind dir die vielen Sagen von Eiderstedt schon begegnet? Im Hörbuch greift Tilman Spreckelsen ein paar davon auf und erklärt am Ende der Geschichte kurz auf welche sagenhaften Begebenheiten er seinen Kriminalroman aufgebaut hat. Für mich war es eine gelungene Geschichte, die mich dazu verleitet hat die Nase mal wieder in die alten Sagen zu stecken. Als erstes kommt mir da der Drescherhof und der rote Haubarg in den Sinn. Beides Gebäude, an denen ich bei meinen Heimataufenthalten öfter mal vorbei fahre. Von mir gibt es eine ganz klare Lese- bzw. Hörempfehlung.

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Theodor Storm verpackt in einem Kriminalroman - Starke Idee!

Theodor Storm und seine Werke begleiten mich schon seit vielen Jahren in meinem Leben. Den Autor in diesem Kriminalroman nun einmal auf einer ganz anderen Ebene kennenzulernen, ist ein sehr besonderes Erlebnis. Tilman Spreckelsen hat mit dieser Reihe wirklich etwas sehr faszinierendes geschaffen. Wie viel Recherchearbeit in diesem Buch steckt ist wirklich unglaublich. So beginnt jedes Kapitel mit einem präzise ausgewählten Zitat aus eines von Storms Werken und verleiht dem Kapitel bereits eine bestimmte Stimmung. Auch die Schauplätze Schleswig-Holsteins und die dazugehörigen Geschichten sind intensiv studiert worden und in diese mysteriöse Geschichte verpackt worden. Ich musste wirklich an vielen Stellen unverhofft lachen und vor allem Constanze als Vertreterin des Feminismus hat mir sehr gut gefallen! Auch die Geheimnisse und die Ergebnisse der Geschichte an sich haben mich definitiv in den Bann gezogen. Auch wenn mir die Auflösungen am Ende etwas zu rasch und zu gestellt kamen. Ich habe an dieser Stelle mit dem fünften Teil der Reihe begonnen und es hat mir keinen Abbruch getan mit diesem Teil zu beginnen. Jedoch gibt es immer wieder Referenzen zu den vorherigen Teilen, die ich dann in der Gänze nicht verstehen konnte, sodass es sich definitiv lohnt die Bände 1-4 vorher zu lesen. Ich hatte wirklich Spaß mit dem Buch, war teilweise verstört von den schaurigen Ereignissen und oftmals von den Wendungen verblüfft. Wie schön, dass knapp 200 Jahre alte Werke und Autoren in so einer Fassung erneut an Bedeutung und Bewunderung finden!

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