Mit All Better Now legt Neal Shusterman ein Werk vor, das hohe Erwartungen weckt, vor allem wenn man seine früheren Bücher kennt und sehr geschätzt hat. Umso größer ist leider die Ernüchterung, denn ganz an diese Qualität reicht dieser Roman nicht heran.
Die Grundidee ist dabei durchaus reizvoll. Das moralische Spannungsfeld zwischen Infizierten und Nichtinfizierten eröffnet interessante Fragen und besitzt echtes Potenzial. Besonders gelungen ist, wie sich die anfängliche Faszination langsam verschiebt. Was zunächst wie ein erstrebenswerter Zustand wirkt, entpuppt sich im Verlauf der Handlung als deutlich ambivalenter. Dieses wachsende Unbehagen und das Hinterfragen des vermeintlichen Glücks gehören zu den stärkeren Momenten des Buches.
Allerdings bleibt genau diese spannende Idee letztlich hinter ihren Möglichkeiten zurück. An mehreren Stellen wirkt sie nicht vollständig durchdacht oder konsequent ausgearbeitet. Besonders das Ende hinterlässt den Eindruck, dass deutlich mehr möglich gewesen wäre, sowohl emotional als auch inhaltlich.
Hinzu kommt eine Erzählgeschwindigkeit, die nicht ganz überzeugt. Im Vergleich zu den anderen Büchern des Autors fehlt es dem Tempo an Feingefühl, wodurch Entwicklungen teilweise zu hastig wirken oder nicht ausreichend vertieft werden.
Was den Lesefluss zusätzlich erschwert, sind die häufigen Perspektivwechsel. Sie wirken nicht immer organisch eingebunden und reißen einen stellenweise aus der Geschichte heraus, statt die Spannung zu steigern. Dadurch wird das Lesen insgesamt anstrengender, als es bei diesem Stoff eigentlich sein müsste.
So bleibt es ein Buch mit einer starken Ausgangsidee und einzelnen gelungenen Momenten, das aber insgesamt hinter seinem eigenen Anspruch zurückbleibt. Mit mehr Raum zur Entfaltung, vielleicht sogar in Form mehrerer Bände, hätte diese Geschichte deutlich mehr Wirkung entfalten können.
Ich war jämmerlich enttäuscht. Ich liebe den Autor und bis jetzt alles was er geschrieben hat, aber das Buch hat mich an den Rand gebracht.
An den Rand nicht zu Ende zu lesen, ich bin bei ca 1/3 auf hörbuch umgestiegen (nicht mein Sprecher) hatte da aber Probleme mit dem Wechseln der Personen, hab mich echt gequält, zwischendurch wieder etwas gelesen und die letzten 2/3 war es dann okay.
Ich kann es nicht empfehlen, aber ich freue mich der 2.te Band hat die Möglichkeit der erste 2.te Band zu sein der besser als der erste ist.
Achja das war irgendwie geht so. Nichts ganzes und nichts halbes. Hätte da irgendwie mehr erwartet, grade bei dem Autor. Es wurde super spannend aufgebaut und das Virus war wirklich gut!! Aber die Umsetzung war nur so lala und die Charaktere fand ich leider auch super schwach. Das Ende hat mich auch irgendwie total enttäuscht 🥲 das lässt mich so jetzt nicht los. Aber gut, muss ich akzeptieren 😂
Eine neue Pandemie durchzieht das Land. Wenn man Crown Royal überlebt, ist man anschließend glücklich. Empathisch, zufrieden, nicht mehr in der Lage Missgunst oder Neid zu empfinden.
Für die einen ist dies eine Utopie, die es zu erreichen gilt, aus Der Sicht der Konsumgesellschaft aber natürlich der super-Gau.
Mich hat das Buch sehr beschäftigt. Die Frage, wie eine Welt wäre, in der es keine negativen Gefühle gäbe, hat mich sehr gefesselt. Ich liebe die Haupzcharaktere (manche mehr als andere aus offensichtlichen Gründen ^^), sie sind nachvollziehbar geschrieben, haben eine logische Entwicklung und durch die unterschiedlichen Blickpunkte auf die Pandemie und deren Folgen, ist man selbst im Zwiespalt. Ich bin sehr auf den zweiten Teil gespannt, das Ende des ersten Teils lässt einen doch etwas angespannt zurück ^^
Spannende Grundidee, aber irgendwie hatte die Geschichte für mich keine Seele, was ich sehr schade finde :(
Ein Virus, ähnlich wie Corona, nur ein wenig heftiger und mit dem großen Unterschied, dass alle, die davon genesen, glücklich sind. Doch schon bald versuchen die Reichen der Gesellschaft alles, um die Krankheit zu verhindern, da die Genesenen nichts mehr kaufen, kein Interesse mehr an Konsum haben und oft auch ihr gesamtes vermögen spenden, um pilgern zu gehen...
Ansich finde ich die Grundidee sehr spannend, aber der Schreibstil konnte mich echt nicht fesseln und hat mich nicht überzeugt, dann fand ich es schade, dass sowohl Klimawandel als auch technischer Fortschritt nicht erwähnt wurden, was ich bei einer Dystopie schon erwarten würde. Meiner Meinung nach hatte das Buch keine Seele, hat mich nicht gefesselt und kam für mich eher wie ein fiktiver Bericht rüber. Schade.
Spannende Grundidee, aber irgendwie hatte die Geschichte für mich keine Seele, was ich sehr schade finde :(
Ein Virus, ähnlich wie Corona, nur ein wenig heftiger und mit dem großen Unterschied, dass alle, die davon genesen, glücklich sind. Doch schon bald versuchen die Reichen der Gesellschaft alles, um die Krankheit zu verhindern, da die Genesenen nichts mehr kaufen, kein Interesse mehr an Konsum haben und oft auch ihr gesamtes vermögen spenden, um pilgern zu gehen...
Ansich finde ich die Grundidee sehr spannend, aber der Schreibstil konnte mich echt nicht fesseln und hat mich nicht überzeugt, dann fand ich es schade, dass sowohl Klimawandel als auch technischer Fortschritt nicht erwähnt wurden, was ich bei einer Dystopie schon erwarten würde. Meiner Meinung nach hatte das Buch keine Seele, hat mich nicht gefesselt und kam für mich eher wie ein fiktiver Bericht rüber. Schade.
📚 𝓑𝓾𝓬𝓱𝓻𝓮𝔃𝓮𝓷𝓼𝓲𝓸𝓷 ✨️
All Better Now - Neal Shusterman
[Als Hörbuch gehört, selbst erwirtschaftet]
🏥 Virus, der die Welt verändert
😊😖 Glück vs. Unglück
🔎 Fragen zum Nachdenken
⭐️⭐️⭐️⭐️
Ein Virus, das die Welt verändert. Da kommen Corona Erinnerungen hoch. Doch bei diesem führt die Genesung zu der starken Drosselung von negativen Emotionen.
Eine Thematik, die gleichzeitig dystopische und utopische Züge vereint. Unweigerlich stellte ich mir selbst die Frage, wie würde eine Welt aussehen, in denen die potenzierte und maximiert Zufriedenheit und Glück uns antreibt.
Das eine Abkehr von negativen Gefühlen nicht automatisch zu einem guten Ausgang des eigenen Lebens führen, bekommen wir, eingewebt in die Story, dargestellt.
Die verschiedenen Player, sowohl Verfechter als Bekämpfer des Virus treiben die Erzählstränge an, die sich schließlich miteinander verweben. Dadurch präsentiert der Autor uns nicht eine vorgefertigte Meinung, sondern lässt viel Raum für eigene Überlegungen und Gedanken.
(Auch wenn das Ende doch weniger offen hätte sein können).
An manchen Stellen hätte ich mir mehr Fokussierung auf ein angeschnittes Theme gewünscht und ja, die Charaktere (auch vor der Infizierung) darf man nicht zu weit hinterfragen wie realistisch diese sind (aber Bücher leben davon nun mal)
Insgesamt eine Empfehlung, die zwei scheinbare Widersprüche (Utopisch/Dystopisch und Abwegig/Realistisch) vereint und die durch Spannung und Fragen an die Leser*innen überzeugen kann.
Die Idee hinter diesem Buch ist einfach unglaublich. Wie wäre es, hätte sich der Coronavirus so entwickelt, dass diejenigen die ihn überleben wunschlos glücklich werden? Eine bedingungslose Zufriedenheit? Ist das wirklich das Ziel um die Probleme dieser Welt zu heilen? Oder würde uns das bloß in monotone Schatten unseres alten Ichs verwandeln?
Während die Handlung zwischenzeitlich etwas schleppend war und zugegebenermaßen eine kleine Leseflaute beschert hat, ist das Buch dennoch wärmstens zu empfehlen.
Die unterschiedlichen Figuren hatten eine faszinierende Dynamik und die philosophischen Fragen dieser Geschichte waren unendlich spannend und haben mich oft zum nachdenken gebracht.
Dann kam noch das unglaubliche Finale dazu was ich in einem Rutsch verschlungen habe.
Eine klare Empfehlung für jeden, der unser System und unser Verständnis für den Kapitalismus mal aus einer anderen Perspektive betrachten will.
Als Mariel von der neuen Pandemie erfährt, hofft sie insgeheim, dass sie sich ansteckt. Denn offenbar ist dieser Virus anders. Wer überlebt, ist ... glücklich. Und nichts wünscht sich Mariel mehr, als ihre Sorgen vergessen zu können. Auch Rón hätte nichts dagegen sich anzustecken, denn er sieht oft keinen Sinn im Leben. Die Genesenen aber scheinen das Geheimnis des Glücks erkannt zu haben, und es hat nichts zu tun mit Geld oder Besitz. Die Mächtigen und Reichen der Welt wollen die Ausbreitung des Virus deshalb um jeden Preis verhindern und verbünden sich, um ein Gegenmittel zu erschaffen.
Die ganze Grundidee von All Better Now hat mich sofort angesprochen und ist für mich auch weiterhin der größte Pluspunkt. Es bringt einem zum Nachdenken: würde ich mich selbst anstecken wollen? Wäre ich wirklich noch ich selbst, wenn meine Persönlichkeit nach Genesung verändert wäre? Wäre es das wert? Was ist, wenn andere Leute versuchen mir diese Entscheidung abzunehmen?
Wie all diese Fragen thematisiert werden, war ungemein interessant, wobei mit jedem Kapitel neu zu bedenkende Aspekte hinzukommen und man Verständnis für beide Seiten entwickelt aber auch auf beiden Seiten Grenzen überschritten werden. Dadurch kam ich irgendwann zu dem Schluss, dass ich eigentlich keine der beiden Seiten gewinnen sehen wollte aber trotzdem unbedingt wissen wollte, wie es weitergeht.
Die Motivationen der Charaktere waren sehr überzeugend ausgearbeitet, trotzdem schafft es wohl niemand in meine Favoritenliste. Außer Mariel und Rón gibt es noch einige weitere POVs, die allesamt ihren Zweck erfüllen, mich aber nicht umgehauen haben. Not great, not terrible.
Mariel, Rón und Morgan waren für meinen Geschmack auch einfach etwas zu jung mit 17-19 Jahren. Aber das ist wohl Geschmackssache.
Ein paar Abzüge gibt es noch dafür, dass ein bisschen zu viel auf Zufällen basierte und sich ein paar Logikfehler eingeschlichen haben.
Ich weiß nicht, ob All Better Now als Einzelband geplant war, man könnte es evtl mit einem etwas offenen Ende so stehen lassen, aber ich hoffe sehr auf eine Fortsetzung und würde diese sofort lesen.
Eine Fahrt in die menschlichen Abgründe während einer Pandemie
Wer kann sich denn nicht mehr an diese wunderbare Corona Zeit erinnern?
Es war schrecklich.
Neal Shusterman greift Das Thema hier wunderbar auf und macht daraus etwas neues.
Crown Royale.
Ich wusste einfach gar nicht, auf wessen Seite ich sein soll. Und das bis zuletzt nicht. Ist es jetzt etwas gutes oder eher etwas schlechtes? Beide Seiten sind absolut verständlich.
Moralische Konflikte a la Neal Shusterman.
Fands auch großartig, dass er wie immer das Thema Geld und Macht in dem Zusammenhang aufgegriffen hat und wieder einmal gezeigt hat, dass man sich mit Geld selbst vor einen Virus beinahe freikaufen kann.
Allerdings haben mich so manche Kleinigkeiten gestört.
Ich fand es tierisch nervig, dass die Charaktere allwissend sind und einfach jeder über jede Bescheid weiß. Da hat es sich der gute Shusterman etwas zu einfach gemacht (ich kann mich grad gar nicht erinnern, ob es in seinen anderen Büchern auch so ist)
ACHTUNG ab hier Spoileralarm
In jeder Machtposition befindet sich ein Mann, außer Morgan, die allerdings als hysterisch und von sehr zweifelhafter Moral dargestellt wird.
Diesen Jared (?) der doppelt geheilt ist und sich als weiser Guru aufschwingt fand ich einfach unerträglich. An der Stelle habe ich auch ehrlich nicht zugehört, weils mich so genervt hat. Mir rieselt immer noch ein Schauer über den Rücken bei dem Gedanken an diesen Charakter 👀
Ich bin auf jeden Fall mal gespannt, ob da eine Fortsetzung kommt. Denn nach einem Abschluss klang das ganz und gar nicht.
Ich muss sagen, dass ich mir mehr von diesem Buch erhofft hatte. Viele Dinge haben sich zu sehr in die Länge gezogen und das Ende hat mir auch nicht so gut gefallen 😬
Die Grundidee klingt erstmal richtig spannend: Ein Virus breitet sich aus und alle, die überleben, sind plötzlich glücklich. Das wirft viele interessante Fragen auf, gerade in Bezug auf Gesellschaft, Politik und Wirtschaft.
Für mich war das Buch aber leider schwer zu lesen. Die ersten 20–30 % sind sehr düster und durch die starke Nähe zu Corona hat sich das Lesen für mich einfach nicht gut angefühlt – dafür liegt diese Zeit noch zu nah. Zusätzlich wird sehr oft zwischen verschiedenen Figuren und Handlungssträngen hin- und hergesprungen, sodass man ständig konzentriert bleiben muss, um den Überblick nicht zu verlieren.
Insgesamt eine starke Idee, die mich persönlich durch Atmosphäre und Erzählweise aber leider nicht abholen konnte.
Eine coole Prämisse, aber ich hatte mir mehr erhofft. Vielleicht war aber das Thema Corona noch zu nah, als das ich die Story hätte genießen können. Ich musste mich regelrecht zum weiterlesen zwingen. Das Ende wurde dann nochmal spannend, aber der Mittelteil zieht sich.
Ich hatte eine sooo große Erwartung an dieses Buch und habe mich so sehr darauf gefreut.. ich glaube man hätte sehr viel aus der Geschicht rausholen können.. ca 30% haben mir auch soweit gut gefallen, aber nach und nach hat das Buch mich verloren.. Leider :(
Nach der Pandemie ist vor der Pandemie
Ein spannendes Gedankenexperiment entwirft Neal Shusterman in diesem Buch. Eine neue Form von Corona, der man den Namen Crown Royal gegeben hat, breitet sich aus. Die Besonderheit ist, dass die Genesenen in ihrem Wesen verändert sind. Sie sind gelassener, empathischer und glücklicher. Sie machen sich Sorgen um den Planeten und versuchen nachhaltiger zu leben.
Dieses Verhalten ist zwar lobenswert, für eine Konsumgesellschaft aber Gift.
Die Superreichen fühlen sich bedroht und das wiederum führt ganz zwangsläufig zu Konflikten.
Ich fand es wirklich spannend und nachvollziehbar wie der Autor aus dieser Grundidee eine Geschichte gestrickt hat. Die jugendlichen Protagonisten wirkten für mich allerdings deutlich älter als die 17 Jahre, mit denen sie vorgestellt wurden.
Ich will zum Inhalt gar nicht mehr verraten, denn es lohnt sich wirklich die Zusammenhänge selbst zu entdecken.
Der Hörbuchsprecher Julian Mehne spricht sehr ruhig und langsam, was zu dem Buch aber gut gepasst hat.
Das Ende ist überraschend, mit dem Wissen, dass es noch eine Fortsetzung geben soll aber schlüssig.
4,5 Sterne
Was, wenn du glaubst sicher zu sein, aber die Pandemie auf eine noch grausamere Art und Weise zurückschlägt, die du dir nicht einmal im Traum hättest vorstellen können? Und du eines Tages als Gutmensch* aufwachst?
Die Thematik der Story hat mit wirklich fasziniert. Wie schön und einfach es doch klingt, wenn alle plötzlich nett und freundlich zu einander wären, weil sie von einer Krankheit befallen weden, die entweder tödlich enden oder aus der du als Genesener hervorgehen kannst.
Hin und wieder habe ich haber aufgrund der unnötigen Längen und der fehlenden Spannung das Interesse verloren. Es hätte ruhig etwas kreativer sein dürfen. Neals Schreibstil jedoch ist für mich einfach unglaublich gut und ein paar seiner eigenen Formulierungen haben mich enorm Berührt. Aber auch hier hätte es ruhig mehr Originalität geben dürfen.
Alles in allem aber eine gute Geschichte, die gar nicht so fern von unserer jetzigen Realität entfernt ist.
Spannendes Gedankenexperiment - auch hier bringt der Autor den Leser wieder zum nachdenken, ich bin Fan des Autors seit der "Vollendet" - Reihe. Lesenswert!
Ehrlich gesagt fand ich, dass die erste Hälfte sich ganz schön gezogen hat. Wobei mich da aber auch noch sehr gestört hat, dass sich das alles so ein bisschen wie an den Haaren herbeigezogen oder konstruiert gefühlt hat mit diesen Virus von dem man glücklicher wird.
In der zweiten Hälfte wurd’s dann aber so spannend, dass ich meine Skepsis eigentlich fast vergessen hab. Und jetzt bin ich sehr gespannt auf den zweiten Band.
Ein weiterer Kritikpunkt sind für mich die Charaktere. Ich fand die etwas flach. Gerade beim Morgan hab ich nicht mehr so wirklich verstanden was ihre Motivation ist dadurch das Gefühl der Autor braucht einfach irgendwie im Gegenspieler im Alter der Protagonisten
Das Buch klang vielversprechend, aber leider konnte es mich nicht überzeugen. Ich bin mit dem Schreibstil des Autors nicht warm geworden. Der stetige Wechsel zwischen den Charakteren war sehr anstrengend zu lesen, wodurch es mir schwerfiel, eine Bindung oder Sympathie zu den Figuren aufzubauen. Dadurch konnte ich deren Verhaltensweisen meistens weder nachvollziehen noch ihre Gefühlslagen nachempfinden.
Sehr schade. Die Geschichte hätte viel Potenzial gehabt. Das Ende war für mich nicht spannend genug, um einen zweiten Band zu lesen.
Würdest du für immer auf negative Emotionen verzichten wollen?
Ein Virus namens Crown Royale verändert die Welt. Wer es überlebt, ist plötzlich frei von Angst, Wut, Stress – stattdessen ruhig, produktiv, glücklich. Für viele wirkt es wie eine Erlösung. Doch je länger man in diese neue Realität eintaucht, desto beunruhigender wird die Frage: Was bleibt vom Menschsein, wenn wir das Fühlen verlieren? 🤔💭
Wir begleiten drei Jugendliche auf ihrem Weg durch diese Pandemie:
Rón 💼, Sohn einer superreichen Familie, infiziert sich früh – doch trotz Glücksgefühl bleibt da eine innere Leere. Als er auf Mariel 🏚️ trifft, verändert sich etwas. Mariel lebt mit ihrer Mutter auf der Straße. Für sie bedeutet das Virus Hoffnung – auf Ruhe, Sicherheit, ein besseres Leben. Sie will sich unbedingt anstecken, fast egal zu welchem Preis. Und dann ist da Morgan 🧠 – hochbegabt, kontrolliert, strategisch. Sie erbt ein Vermögen und setzt alles daran, Crown Royale auszulöschen. Für sie ist das Virus kein Fortschritt, sondern der Anfang vom Ende. Eine Gefahr, die das Menschsein untergräbt.
Ich habe mich beim Lesen oft gefragt, wer hier eigentlich im Recht ist – und wie ich selbst reagieren würde. Es gibt keine klaren Helden oder Schurken. Nur junge Menschen in einer Welt, die gerade neu definiert, was „gesund“ und „richtig“ bedeutet. ⚖️
Und dann stellt sich die Frage:
Würdest du für immer auf negative Emotionen verzichten wollen? Keine Wut. Keine Angst. Kein Schmerz. Klingt das wie die Lösung – oder wie der Verlust deiner Identität? 💔❓
Shusterman zeigt, wie schnell Medien, Macht und Manipulation Gesellschaften polarisieren können. Was mit einem Virus beginnt, wird zu einem globalen Konflikt über Glück, Kontrolle und Wahrheit. 🌍⚡ Und am Ende stehen zwei Lager: Die einen wollen das Virus verbreiten – die anderen es auslöschen. Beide mit ihren Gründen. Beide mit ihrer eigenen Version von „richtig“.
Neal Shusterman gelingt mit All Better Now ein hochaktueller, psychologisch dichter Roman. Eine Zukunftsvision, die viel zu nah an der Realität kratzt.
Der utopisches Gedanke, dass ein Virus während einer Pandemie, die Menschen nach der Genesung glücklich zurücklässt und welche Auswirkungen dies auf Gesellschaft und Wirtschaft nimmt, hat mich sehr gereizt.
Am Ende steckt die Geschichte aber in einer Schwarz-Weiß-Malerei fest. Die Unterteilung in Glücklich und Nicht-glücklich wird gleich bedeutend zu Gut und Böse. In einer multiperspektivischen Erzählung bleibt zu wenig Zeit die Charaktere auszudifferenzieren und damit bleibt für mich die Glaubwürdigkeit des Handels und die emotionale Bindung an einzelne Protagonisten auf der Strecke.
Es entsteht ein spannender Wettlauf gegen die Zeit und um die "Weltherrschaft", die mit einigen Überraschungen aufwartet. Ein Cliffhänger am Ende macht neugierig auf den zweiten Teil der Duologie.
Tatsächlich bin ich aber nicht sicher, ob mich die Behandlung des Themas weiter reizt. Insgesamt war es mir zu klein gedacht und zu wenig perspektivisch. Es bleibt eine Idee in Erinnerung, die mehr versprochen hat.
Für mich war ALL BETTER NOW wirklich nochmal eine ganz andere Art von Dystopie, weshalb sie mich vermutlich auch so gepackt hat. Gerade die verschiedenen POVs haben das Worldbuilding sehr detailliert und umfassend erscheinen lassen - gleichzeitig aber auch dafür gesorgt, dass ich dann und wann den roten Faden verloren habe, weil die einzelnen Charaktere auch nicht immer zwingend allzu scharf gezeichnet schienen. Vermutlich ist das immer die Krux: Man möchte möglichst viele Facetten und Auswirkungen einer Geschichte, aber gleichzeitig wünscht man sich eben auch ständige Spannung und eine Charaktergruppe, auf die man sich fokussieren kann.
Wobei ALL BETTER NOW jetzt nie langweilig war, auf keinen Fall. Dafür war die Prämisse zu neu und zu interessant, hat mich zu sehr zum Nachdenken angeregt. Ich meine, ein Virus, das sämtliche negativen Gefühle ausradiert? Würde ich mich damit anstecken lassen? Oder besser gefragt: Warum habe ich mich beim Lesen gedanklich so sehr dagegen gewehrt?
Ich bin mit meinen Überlegungen auf jeden Fall noch nicht am Ende angelangt und freue mich gerade deshalb umso mehr auf Band 2 der Reihe, denn ich glaube, da folgt noch einiges, was meine Tendenzen vielleicht auch nochmal über den Haufen schmeißen könnte.
Wer Lust auf einen tpyischen Shusterman hat, wird hier definitiv fündig! Und ich muss zugeben, vielleicht bin ich jetzt auch endlich mal wieder hyped genug, um in eine neue SCYTHE-Runde zu starten…
Keiner hat mehr Bock auf Pandemie - aber hear me out: Eine Pandemie, die alle Genesenen wunschlos glücklich macht? 👀
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💬 Meine Meinung:
Das Virus „Crown Royale“ hat eine Sterberate von ca. 4% - höher als Corona. Das macht vielen Menschen Angst, aber nicht allen.
In „All Better Now“ erleben wir die unterschiedlichen Geschichten und Sichtweisen von Mariel, Rón und Morgan.
Mariel kommt aus armen Verhältnissen und lebt mit ihrer Mutter in einem Auto. Sie steht dem Virus am ehesten neutral gegenüber. Jeder Mensch sollte nach ihr selbst entscheiden, ob er „Crown Royale“ bekommen möchte. Mit ihr konnte ich mich persönlich am besten identifizieren.
Rón ist der Sohn eines der reichsten Männer der Welt und ist Luxus gewohnt. Ihn macht der Luxus allerdings nicht glücklich, sondern eher depressiv. Er ist für die Verbreitung von „Crown Royale“, weil er an eine glücklichere und bessere Welt glaubt, wenn Gefühle wie Angst und Hass nicht mehr existieren.
Morgan ist super intelligent und ehrgeizig. Sie kommt unverhofft an eine Menge Geld und möchte das Virus stoppen. Ihre Denkweise ist eher wissenschaftlich und wirtschaftlich, sie empfindet Emotionen oft als störend. Eine Genesene von „Crown Royale“ zu werden bedeutet für Morgan, ihren Charakter und die Kontrolle zu verlieren. Sie ist für mich ne richtige Boss Bitch! 💪
Die Krux an der Geschichte ist, dass es kein eindeutiges Richtig oder Falsch gibt. Wo ist der Mittelweg zwischen Gottkomplex und Fürsorge? Kann man überhaupt für andere entscheiden? Sollte man? Kann *nur* selbstlos sein nicht auch gefährlich werden? Wer von den dreien hat recht?
„All Better Now“ ist ein grandioses Buch, dass sehr tiefgründig ist und spannend bis zur letzten Seite. Einfach nur ein großes „WOW!“ an dieser Stelle, das dürfte alle Fragen beantworten.
Ich freue mich wahnsinnig auf Teil 2! 🥹
Danke an den Fischer Sauerländer Verlag für das Rezensionsexemplar! 💛
Eine gelungene Jugenddystopie
In “All Better Now” erwartet uns eine Welt, die von einem neuen Virus heimgesucht wird. Was das Virus — Crown Royal genannt — besonders macht, ist, dass genesene Menschen glücklich sind. Sie kehren ihrem alten Leben den Rücken zu und sehen die Freude in den kleinsten Dingen des Lebens.
Die verschiedenen Charaktere betrachten Crown Royal aus unterschiedlichen Winkeln. Tiburón Escobedo, der Sohn des 3. reichsten Menschen der Welt, und Mariel Murdoch, Tochter ihrer mittellosen Mutter, möchten sich beide mit dem Virus anstecken. Dahingegen möchte Morgan Willmon-Wu mit allen Mitteln verhindern, dass sie das Virus jemals bekommt. Generell sieht sie es als Bedrohung für die Menschheit an und möchte es dementsprechend am liebsten auslöschen. Außerdem verfolgen Glynis Havilland und Blas Escobedo ihre eigenen Interessen, die sich immer wieder mit denen von Tiberón, Mariel und Morgan kreuzen.
Die Umsetzung der Dystopie finde ich weitestgehend gelungen. Es ist nicht schwer für mich gewesen, den Überblick zu behalten. Anfangs werden die Personen kapitelweise eingeführt und zudem blieben die Handlungen der Personen auch lange Zeit durch die Kapitel getrennt. Dies sorgte für mich, dass ich immer gut im Kopf hatte, was die Person gerade macht.
Der Schreibstil hat sicherlich auch geholfen. Diesen empfinde ich als sehr gut lesbar, wodurch man schnell im Buch vorankommt.
Natürlich ist das Buch mit den circa 570 Seiten nicht gerade kurz gehalten. Und obwohl ich mir ein, zwei Mal gedacht habe, dass bestimmte Situationen nicht unbedingt inkludiert sein müssten bzw. in gewisser Weiße wiederholt wurden, fand ich es persönlich an keiner Stelle extrem langatmig. Dabei haben die verschiedenen Perspektiven sicherlich geholfen.
Die Personenkonstellation war vielseitig und unterhaltsam. Es wurden sowohl Genesene, Personen, die das Virus bekommen möchten, als auch absolute Verachter des Virus dargestellt, wodurch eine bessere Sicht für die Welt von “All Better Now” geschaffen wurde. An sich wurde mir keine Person richtig sympathisch, was ich aber für die Geschichte als nicht störend empfand.
Das Ende ist aus meiner Sicht zwar etwas zu vorhersehbar und einfach gehalten, trotzdem ist es nicht unbedingt schlecht und ein souveräner Abschluss. Das ein, zwei Handlungsstränge offen bleiben finde ich, die eigentlich kein Fan von offenen Enden ist, in dem Fall gut.
Noch erwähnen möchte ich, dass dieses Buch ein Jugendroman ist, was auch deutlich wird. Das heißt nicht, dass ich nicht gut unterhalten wurde. Trotzdem sind diejenigen hier falsch, die Schilderungen von extremen Ausnahmezuständen erwarten oder auf einen einzigartigen Plot hoffen.
Fazit:
Zusammenfassend finde ich “All better now” eine durchaus gelungene Dystopie für Jugendliche.
Das Szenario ist interessant gewählt und der Weltaufbau ist durch viele verschiedene Perspektiven gelungen. Trotzdem behält man leicht den Überblick, auch dank des gut zu verstehenden Schreibstils.
Obwohl das Buch an gewissen Stellen etwas zu ausführlich ist und auch das Ende vorher gesehen werden kann, ist es insgesamt ein unterhaltsames Buch, was ich weiterempfehlen kann.
Der Virus Crown Royale breitet sich immer weiter aus und verändert die meisten Menschen komplett. Verschiedene Charaktere versuchen, ihm zu entkommen. Da ist zum Beispiel die ältere, sehr reiche Dame Havilland, die vorsorglich ihr ganzes Vermögen an die junge, hochbegabte und ebenso skrupellose Morgan überschreibt. Womit sie nicht gerechnet hat, ist, dass sie den Virus überleben wird. Als Genesene merkt sie plötzlich, was sie angerichtet und auf die Welt losgelassen hat.
Morgan selbst ist besessen davon, einen Impfstoff zu entwickeln – aus Angst, angesteckt zu werden – und geht dabei über Leichen. Dann gibt es noch Ron, den jüngsten Spross einer reichen Familie, der an Depressionen leidet und sich erhofft, durch die Infektion seine dunklen Gedanken loszuwerden. Denn der Virus lässt, auch wenn Infizierte daran sterben können, die Genesenen glücklicher und sorgloser wirken. Doch ist das wirklich so erstrebenswert, wie viele denken?
Das Buch stellt auch viele Fragen: Was passiert mit der Wirtschaft, wenn plötzlich jeder dem Konsum entsagt? Wie verändert sich die Gemeinschaft? Kann es überhaupt eine Utopie geben?
Positiv fand ich, dass sich das Buch sehr flüssig lesen lässt und das Gedankenexperiment interessant umgesetzt ist. Außerdem lassen sich Parallelen zur Covid-Pandemie erkennen.
Der Anfang hatte mir eigentlich ganz gut gefallen. Nach einer Weile hat mich die Geschichte jedoch komplett verloren. Die vielen Perspektiven waren mir persönlich zu viel. Neben den Sichtweisen der Hauptfiguren gibt es immer wieder Einschübe aus anderen Ländern und deren Situationen.
Was mich außerdem gestört hat: Die Geschichte wirkt stellenweise sehr konstruiert. Die Wankelmütigkeit der Figuren in moralischen Fragen hat mich ebenfalls genervt - viele Entscheidungen werden sofort wieder über den Haufen geworfen. Auch fand ich keine Figur wirklich sympathisch.
Nach der Hälfte habe ich das Buch eine Weile beiseitegelegt, weil mich nichts zum Weiterlesen motiviert hat. Abbrechen wollte ich es aber auch nicht. Es hat dann etwas gedauert, bis ich mich wieder dazu aufraffen konnte.
Fazit: All Better Now ist kein schlechtes Buch - es war nur absolut nicht meins. Persönlich hat mir Break to You, das ich dieses Jahr ebenfalls gelesen habe, deutlich besser gefallen.
*unbezahlte Werbung- Rezensionsexemplar
Eindrucksvolle Idee von einer zweiten Corona-Pandemie mit einzigartigen Folgen.
Die Idee dieses Buches ist wieder etwas besonderes –denn Neal Shusterman hat die Corona-Pandemie aufgegriffen und etwas Neues daraus geschaffen.
Für mich persönlich waren einige Perspektiven und Eindrücke sehr „ungemütlich“, aber genau darum ging es glaube ich auch. Der Autor hat in diesem Buch durch einen tollen Schreibstil und unterschiedliche Charaktere und Perspektiven bestochen. Manche Perspektiven waren für mich persönlich sehr grausam und schrecklich, aber für das Große und Ganze wichtig.
Alles in allem ist „all better now“ ein sehr gutes Buch! Manches war nicht ganz mein Fall, aber das ist mein persönliches Empfinden und tut der einzigartigen Geschichte keinen Abbruch.
All better now
Wieder mal eine unglaublich spannende Dystopie von Shusterman
Ich habe mich auf das Buch gefreut war aber auch etwas skeptisch.
Es hat sich herausgestellt dass „All better now“ für mich zu den besten Werken vom Autor wie Scythe oder „Vollendet“ gehört. Während einer Pandemie lesen wir wieder aus unterschiedlichen Perspektiven wie sich die Situation zuspitzt. Gleichzeitig erleben wir, wie sich seltsame Gruppierungen wie Qanon mit Hilfe von viel Geld in die Köpfe von Menschen schleicht.
Eine großartige Dystopie und ich bin sehr gespannt auf den 2. Teil der Reihe. 👍 große Leseempfelung 👍
Neal Shusterman ist ein Autor, dem ich blind alles abkaufe. Bisher hat mich jedes Buch überzeugt.
Sein Schreibstil ist flüssig, klar, witzig und leicht verständlich.
In diesem Buch spinnt er die Pandemie als Crown Royal etwas weiter.
Wir lernen einige Charaktere kennen, die alle eine eigene Weise entwickeln, mit Crown Royal umzugehen.
Die Figuren treffen immer mal wieder aufeinander, im Laufe der Handlung.
Es werden viele verschiedene Thesen ins Spiel gebracht und Shusterman schafft es - wie eigentlich bei jeden Buch - den Leser nachdenklich zu stimmen. Es ist unumgänglich sich nicht darüber Gedanken zu machen und sich mit der Situation auseinanderzusetzen.
Ein flüssig geschriebenes Buch, welches viele Facetten widerspiegelt und einfach fesselt.
Glück statt Leid – provokant, philosophisch, aber erzählerisch manchmal zerstreut.
Wenn Glück zur ansteckenden Pandemie wird: „All Better Now“ von Neal Shusterman entwirft eine düstere, zugleich interessante Near-Future-Dystopie, in der ein neues Virus namens Crown Royale die Erde heimsucht. Anders als bei klassischen Pandemien verbreitet sich hier jedoch keine Angst, sondern Euphorie. Wer das Virus überlebt, findet sich in einem Zustand tiefer Zufriedenheit wieder, frei von Stress, Depression, Neid oder Wut.
Diese radikale Umkehrung des klassischen Pandemieszenarios gehört zu den größten Stärken des Romans: Statt die Welt mit Angst, Isolation und Verzweiflung zu überziehen, stellt Shusterman eine Krankheit ins Zentrum, die scheinbar nur Gutes bringt – und genau darin liegt ihre unheimliche Kraft. Er zerlegt die vertrauten Tropen der Endzeitliteratur und erschafft ein Setting, das sich zugleich fremd und erschreckend vertraut anfühlt. Während man mit einer Seuche rechnet, die Tod und Chaos hinterlässt, sieht man sich einer Welle von Glückseligkeit gegenüber, die schleichend alle bekannten gesellschaftlichen Strukturen unterwandert. Diese subtile Verschiebung des Schreckens – weg vom Offensichtlichen hin zum Verführerischen – macht den Roman so beklemmend glaubwürdig und verleiht ihm eine psychologische Tiefe, die weit über typische Dystopie-Erzählungen hinausgeht.
Doch das Geschenk dieses allgegenwärtigen Glücks ist nicht nur ein Segen. Regierungen, Medien und Machtstrukturen geraten ins Wanken, denn ein Mensch ohne Angst, Ehrgeiz und Neid ist für die bestehenden Systeme kaum kontrollierbar. Während einige Organisationen mit allen Mitteln ein Heilmittel entwickeln wollen, formiert sich gleichzeitig eine Gegenbewegung, die das Virus aktiv verbreiten will, überzeugt davon, dass die Menschheit durch diesen Zustand der Gelassenheit erlöst werden könnte. Inmitten dieses moralischen Chaos stehen drei junge Figuren: Mariel, die immun gegen das Virus ist und darum besonders empfindsam für dessen Auswirkungen, Rón, der als gläubiger Verkünder den Zustand der ewigen Glückseligkeit preist, und Morgan, die das Virus auszulöschen sucht. Ihre Wege kreuzen sich in einer Handlung, die ebenso philosophisch wie emotional aufgeladen ist.
Der Roman stellt damit eine der interessantesten Fragen der modernen Dystopien: Was bedeutet es für uns als Menschen, wenn wir keine negativen Emotionen mehr empfinden könnten? Shusterman beleuchtet diese Utopie von allen Seiten. Auf der einen Seite liegt eine große Verheißung in dieser völligen Abwesenheit von Schmerz und Angst, eine Welt ohne Kriege und ohne psychisches Leid scheint greifbar. Gleichzeitig offenbart der Autor, wie fragil und gefährlich diese Vorstellung ist. Ohne Konkurrenzdenken und Unzufriedenheit geraten gesellschaftliche und wirtschaftliche Systeme ins Stocken, Fortschritt und Kreativität drohen zu erlöschen. Auch stellt sich die Frage nach dem freien Willen: Sind wir wirklich frei, wenn wir dauerhaft in einem künstlich erzeugten Zustand der Glückseligkeit verharren? Shusterman zwingt seine Leser, sich mit Empathie, Moral und dem Wert von Schmerz auseinanderzusetzen und dabei zu hinterfragen, ob ein Leben ohne Leid tatsächlich wünschenswert ist oder ob gerade die negativen Gefühle uns zu dem machen, was wir sind.
Die Charaktere dienen dabei weniger als klassische Heldenfiguren, sondern eher als Projektionsflächen für unterschiedliche Sichtweisen auf diese moralischen Dilemmata. Mariel kämpft um Authentizität und die Fähigkeit, auch Schmerz zuzulassen, Rón verkörpert den Eifer und die Überzeugung, dass Glück die einzige Wahrheit sei, und Morgan bringt eine intellektuelle Klarheit in das Chaos, die jedoch nicht frei von ethischen Spannungen ist. Shusterman schafft es, diese Stimmen ohne moralischen Zeigefinger nebeneinander existieren zu lassen. Statt einfacher Antworten bietet er ein Kaleidoskop von Perspektiven, die die Leser selbst zu einem Urteil herausfordern.
Allerdings hat dieser philosophische Tiefgang auch seinen Preis. „All Better Now“ ist kein Roman, den man einfach konsumiert, sondern ein Werk, das fordert, herausfordert und mitunter überfordert. Die Dichte an Reflexionen und theoretischen Überlegungen lässt die Geschichte streckenweise eher wie ein literarisches Gedankenexperiment wirken, wie ein ausuferndes Gedankenspiel eines Autors, der seine Leser zum Innehalten zwingt. Statt einer geradlinigen Dramaturgie entfaltet sich der Plot wie ein Netz aus Fragmenten: Nachrichtenmeldungen, persönliche Schicksale und globale Entwicklungen verweben sich zu einem Mosaik, das zwar sehr vielschichtig ist, aber auch den Eindruck erweckt, als stünde nicht die Handlung im Vordergrund, sondern das Konzept selbst. Wer eine klar strukturierte, mitreißende Story sucht, könnte sich in dieser Flut von Ideen verloren fühlen, da sie manchmal wie schimmernde, aber lose aneinandergereihte Puzzleteile wirken. Shusterman verzichtet bewusst auf klassische Spannungsbögen und erschafft stattdessen eine Art literarischen Brennspiegel, in dem er die Auswirkungen einer solchen Pandemie aus allen denkbaren Blickwinkeln beleuchtet. So entsteht weniger ein Roman im traditionellen Sinne, sondern vielmehr eine philosophische Bestandsaufnahme dessen, was passieren könnte, wenn eine Krankheit wie Crown Royale nicht Leid, sondern Glück verbreitet – und gerade diese Umkehrung macht das Buch so verstörend wie interessant.
Trotz seiner erzählerischen Eigenwilligkeit bleibt Shustermans Werk eine beeindruckende und geradezu furchtlose Vision. In einer Zeit, in der die Erinnerung an reale Pandemien noch wie ein Schatten über unserem kollektiven Bewusstsein liegt, entfaltet dieses Szenario eine bedrückende Authentizität und gleichzeitig eine verführerische Provokation. „All Better Now“ ist kein Roman, der tröstet oder beruhigt; es ist ein literarischer Spiegel, der uns zwingt, genauer hinzusehen – auf uns selbst, auf unsere Gesellschaft und auf die Frage, wie sehr wir Schmerz und Angst vielleicht brauchen, um Mensch zu sein. Shusterman wagt ein Experiment, das weit über konventionelles Erzählen hinausgeht: Sein Werk ist weniger eine klassische Geschichte als vielmehr ein vielschichtiger Diskurs in Romanform, ein philosophisches Labor, in dem Gedanken und Ethik aufeinanderprallen. Dass der Text dabei auf narrative Geradlinigkeit verzichtet und stattdessen ein kaleidoskopisches Bild von Möglichkeiten entwirft, ist kein erzählerischer Makel, sondern Teil seiner künstlerischen Absicht. Er fordert seine Leser heraus, sich in ein intellektuelles Labyrinth zu begeben, aus dem man nicht mit einfachen Antworten zurückkehrt, sondern mit einer Handvoll unbequemer, nagender Fragen – und genau das macht „All Better Now“ zu einem außergewöhnlichen Leseerlebnis, das die Grenzen des Genres bewusst verschiebt.
Das Buch war recht gut und das Thema fand ich interessant. Viele Punkte entspringen aus der Realität und das fand ich persönlich gut, um besser darin zu vertiefen.
Wie sich zum Schluss die unterschiedlichen Charaktere „gefunden“ haben um eine runde Geschichte zu erzählen, mochte ich sehr. Das Ende lässt auf einen weiteren Teil hoffen 🌚
Zum Schluss wurde es für mich etwas langatmig, aber denke es hängt damit zusammen alle Strenge zusammen zu führen.. für mich müssten es keine 500+ Seiten sein
Rezension zu All Better Now von Neal Shusterman
Mit All Better Now legt Neal Shusterman eine spannende Pandemie-Dystopie vor, die ein Thema aufgreift, das wir alle gut kennen – und es auf völlig neue Weise weiterspinnt.
Im Mittelpunkt steht das Virus „Crown Royale“ (CR), eine Weiterentwicklung der Corona-Pandemie. Wer daran erkrankt, stirbt entweder – oder geht verändert daraus hervor. Die Genesenen verlieren ihre Ängste, Unsicherheiten und Selbstzweifel. Stattdessen sehen sie die Welt aus einer neuen, positiven Perspektive und wirken glücklicher. Doch genau das sorgt für Spaltung: Während die einen in CR eine Gefahr sehen, wollen die Genesenen unbedingt, dass die Krankheit bestehen bleibt – und am liebsten alle Menschen sie durchmachen.
Erzählt wird die Geschichte aus mehreren Perspektiven. Wir begleiten u. a. Mariel, Rón, Morgan und Dame Haviland. Ihre Wege kreuzen sich immer wieder, und jede Figur bringt ihre eigene Haltung zu CR mit. Manche wollen es ausrotten, andere setzen alles daran, es zu verbreiten. Diese Gegensätze treiben die Handlung voran und werfen die große Frage auf: Macht uns das Wegfallen von Angst, Wut und Selbstzweifeln wirklich zu besseren Menschen – oder raubt es uns einen wichtigen Teil unseres Menschseins?
Der Schreibstil ist, wie ich es schon aus Scythe kenne, klasse: flüssig, mitreißend und so aufgebaut, dass man nur so durch die Kapitel fliegt. Schon nach wenigen Seiten war ich wieder komplett drin und wollte unbedingt wissen, wie es weitergeht. Besonders gut gefällt mir, wie Shusterman gesellschaftliche Spaltungen, innere Konflikte und ethische Fragen in eine spannende Dystopie verpackt, die gleichzeitig unterhält und zum Nachdenken anregt.
Für mich war dieses Buch ein echtes Highlight. Neal Shusterman gehört ab jetzt zu den Autor*innen, denen ich blind vertraue – ich könnte mir vorstellen, jedes seiner Bücher zu lesen. Und da All Better Now der Auftakt zu einer Dilogie ist, freue ich mich umso mehr auf den zweiten Band, der auf jeden Fall bei mir einziehen wird.
Fazit:
Eine originelle Pandemie-Dystopie, die bekannte Themen neu denkt, starke Charaktere bietet und spannende Fragen stellt. Wer Scythe mochte, sollte hier unbedingt zugreifen.
Ich bin ja ein großer Fan des Autors und habe sowohl die Skythe - Bände, wie auch Dry regelrecht verschlungen. Auf das neue Buch "All Better Now", das eine Viruspandemie zum Thema hat, habe ich mich daher sehr gefreut und mir das Hörbuch gekauft.
Die Leistung des Sprechers ist super, denn er schafft es, allen Charakteren die größtmögliche Tiefe zu verleihen und haucht der Geschichte Leben ein. Nicht zuletzt wegen der großartigen Sprecherleistung habe ich die doch zahlreichen Längen im Buch gut aushalten können.
Die Handlung ist nach der Corona-Pandemie angesiedelt - ein neuer Virusstamm, der ebenfalls über die Luft verbreitet wird, breitet sich über die Welt aus. Über die Herkunft wird im Buch nicht spekuliert, was ich sehr schade gefunden habe. Als Naturwissenschaftlerin interessiert mich das schon.
Mariel lebt mit ihrer Mutter am Rande der Gesellschaft - meist im Auto, in den USA. Ron ist der reiche Sohn des Vermieters, der Mariel und ihre Mutter bei der Übernachtung in seiner Immobilie kennenlernt.
Neben der "Liebesgeschichte" der beiden Charaktere, die für mich leider nicht besonders glaubwürdig ist, da sie sehr an der Oberfläche kratzt und emotinal wenig in die Tiefe geht, werden noch wirtschaftliche und ethische Themen abgehandelt.
Einer jugen hochbegabten Sprachwissenschaftlerin wird ein Imperium anvertraut - mit dem Ziel, Crown Royal zu stoppen. Die genesene ursprügliche Inhaberin wird zur scharfen Konkurrenz.
Die wissenschaftliche Forschung kann ich mir in dieser Form leider schon vorstellen, wobei mich eben die mangelnde Suche nach der Herkunft bei einer Suche nach einem schnellen Gegenmittel oder Impfstoff sehr verwundert hat.
Viele ethische Themen werden im Buch aufgegriffen, auch, wie weit Selbstlosigkeit einer Gesellschaft nutzt und wann diese selbst zum Problem wird.
Die technischen Spielereien, unter anderem der neuen Maskengeneration, haben für mich einen interessanen Aspekt bei der Lektüre dargestellt.
Dass die Charaktere alle sehr flach bleiben ist deren Vielzahl geschuldet, was ich sehr schade gefunden habe. Der Fokus auf weniger wirklich gut ausgearbeitete Figuren würde mir besser gefallen.
Für das Ende des Buches ziehe ich den zweiten Stern ab - das war, meiner Meinung nach, zu viel des Guten. Mir wäre ein klareres Ende sehr recht gewesen.
Fazit: Wer bereits andere Bücher des Autors gelesen hat, erwartet vielleicht, wie ich, etwas zu viel von dem Buch. Ansonsten ein gut konstruierter Medical Thriller.
Ein typischer Shustermann. Gut zu lesen und gesellschaftskritisch.
Neil Shusterman hat sich bereits mit anderen Büchern, wie der "Scythe"-Reihe einen große Namen gemacht. In seinen Welten ist er gesellschaftskritisch und taucht auf psychologischer Ebene in die Köpfe der Menschen ein. In seiner neusten Dilogie "All better now" begibt sich Shusterman auf brüchiges Terrain: Der Corona-Pandemie. Fünf Jahre nach dem ersten Lockdown bringt er einen Roman aus, der sich damit beschäftigt, was ein Virus in Menschen auslöst, welche Fraktionen es gibt und was wäre eigentlich, wenn der Virus uns alle sorgenlos werden lässt? Ich fand die Wahl mutig. Nach den Lockdowns, nach den Impfungen, nach den ganzen Auflagen, war die Menschheit dem Thema überdrüssig. Viele konnten es nicht mehr hören. Gibt es dazu überhaupt die eine richtige Meinung? Doch Shusterman stellt sich den spannenden und wichtigen Frage: Was wäre, wenn die Pandemie uns entschleunigt hat? In seinem Buch gibt es die Genesenen, die plötzlich einen komplett andere Blick auf die Welt haben. Materieller Wert ist nicht mehr wichtig. Im Vordergrund steht es, den Mitmenschen zu helfen und Gutes zu tun. Die Genesenen sind mit wenig zufrieden. Sie sind glücklich. All happy, oder nicht?
Natürlich gibt es noch die Gegenpartei. Sie sehen das Virus als Bedrohung und wollen es stoppen. Der Leser bekommt Einblicke in Machtspielchen, Geldtransfere und den großen moralischen Fragen, die man sich im Labor so stellt. Der Roman fühlt sich dystopisch und doch so real an. Es ist kaum zu leugnen, dass Corona die Gesellschaft damals gespalten hat und die Meinungen waren relativ unverrückbar. In "All better now" wird nun unter die Lupe genommen, wo wir mit der Selbstverwirklichung, die sich in dieser entschleunigten Lockdown-Zeit entwickelt hat, hinkommen. Ist es wirklich gut, wenn alle in Positivität leben? Oder gehen uns dadurch unsere Instinkte verloren? Ein hoch-moralisches Buch. Geschrieben in einem klaren und spannenden Schreibstil und einem rasanten Tempo.
Das Ende war leider ein kleiner Cliffhanger. Ich bin kein Freund dieser Methode, doch natürlich sorgt es dafür, dass ich unbedingt weiterlesen möchte. Klare Empfehlung!
Das Buch war super spannend! Es regt einem zum nachdenken an, ob man so ein Virus lieber bekommen würde oder nicht.
Die Geschichte wurde aus verschiedenen Richtungen erzählt und man konnte denen sehr gut folgen.
Ich freue mich auf Band 2! 😍
Mit All Better Now ist Neal Shusterman erneut ein absolut fesselnder Auftakt gelungen, der mich von der ersten Seite an nicht mehr losgelassen hat. Die Grundidee… ein Virus, das zwar krank macht, die Überlebenden danach jedoch frei von Sorgen, Ängsten und Trauer zurücklässt, fand ich gleichermaßen faszinierend wie beängstigend. Immer wieder habe ich mich gefragt: Wäre ein Leben ohne negative Gefühle wirklich ein Geschenk oder doch ein gefährlicher Verlust unserer Menschlichkeit?
Die Geschichte spielt in einer nahen Zukunft, direkt nach der Corona-Pandemie, und wirkt dadurch erschreckend realistisch. Besonders spannend ist, wie sehr das Glück der Infizierten nicht nur das private Leben, sondern auch Wirtschaft und Politik durcheinanderwirbelt. Denn zufriedene Menschen konsumieren nicht wie gewohnt und genau das ruft mächtige Gegner auf den Plan. Shusterman verwebt diese Gesellschaftskritik mit einer Prise Ironie und vielen Denkanstößen, die über die Handlung hinaus wirken.
Im Mittelpunkt stehen Mariel, die mit ihrer Mutter ums Überleben kämpft, und Ron, der Sohn eines der reichsten Männer der Welt. Zwei Jugendliche aus völlig verschiedenen Welten, deren Wege sich kreuzen und die plötzlich eine zentrale Rolle in einem globalen Konflikt spielen. Beide wirken lebendig, nahbar und entwickeln sich spürbar weiter. Auch die Nebenfiguren sind differenziert gezeichnet, selbst die vermeintlichen Gegenspieler handeln nachvollziehbar und laden dazu ein, über Moral und Verantwortung nachzudenken.
Der Schreibstil ist typisch Shusterman: flüssig, intensiv und durchsetzt mit Momenten, die zum Innehalten bringen. Die wechselnden Perspektiven steigern die Spannung, und gerade wenn man denkt, man habe die Richtung verstanden, überrascht die Handlung mit unerwarteten Wendungen. Besonders das Ende ist ein echter Knall, ein Cliffhanger, der mich sofort neugierig auf den nächsten Band macht.
Für mich ist All Better Now weit mehr als nur eine packende Dystopie. Es ist ein kluger, emotionaler und zugleich unterhaltsamer Roman, der Fragen über Glück, Freiheit und gesellschaftliche Verantwortung aufwirft. Ein Pageturner mit Tiefgang und eine klare Empfehlung für alle, die Geschichten lieben, die auch nach dem Zuschlagen des Buches noch lange nachhallen.
Was macht eine Pandemie mit uns, wenn das Virus Glückseligkeit verspricht?
"All Better Now" war mit Sicherheit nicht das letzte Buch, das ich von Neal Shusterman gelesen habe. Es ist eine außergewöhnliche Geschichte über eine Pandemie, die in Teilen an das erinnert, was wir vor ein paar Jahren selbst erleben mussten und doch ganz anders ist.
Wieder breitet sich ein Virus auf der ganzen Erde aus. Ein Virus mit einer hohen Sterblichkeitsrate für gewisse Bevölkerungsgruppen. Doch die Überlebenden sind plötzlich glücklich, selbstlos und auf das Gemeinwohl orientiert. Für einige scheint dies erstrebenswert zu sein. Andere sehen darin nur Gefahren für ihre Unternehmen, ihre Politik oder ihre persönlichen Ziele. Daher wollen sie möglichst schnell einen Impfstoff entwickeln.
Das Ausgangsszenario fand ich direkt faszinierend. Einerseits weil es mich sehr an die Pandemie erinnert hat und ich gleich wusste, wie schnell die unterschiedlichen Meinungen gegeneinander prallen könnten. Andererseits weil diese Pandemie so anders verlaufen könnte, denn die Überlebenden scheinen von Grund auf zufrieden und mit sich im Reinen.
Auch die Umsetzung von Neal Shusterman ist für mich absolut gelungen. Erzählt wird "All Better Now" aus vielen verschiedenen Perspektiven. So erfährt man, wie die Pandemie für Mariel, eine obdachlose junge Frau, verläuft, genauso wie es für den Sohn eines Milliardärs ist, dem eigentlich die besten Voraussetzungen für ein glückliches Leben gegeben sind. Auch weitere spannende Blickwinkel von anderen Personen werden verfolgt. Manche spielen nur am Rande eine Rolle, andere nehmen tatsächlich ganz zentrale Positionen ein.
Die vielen verschiedenen Perspektiven machen das Verfolgen der Geschichte nicht immer einfach. Mir persönlich hat dieser umfängliche Blick jedoch sehr gut gefallen. So wird noch deutlicher, wie die Pandemie von unterschiedlichen Akteuren beeinflusst wird. Gleichzeitig gibt es ganz individuelle Schicksale, die die persönliche Ebene toll eingebunden haben.
Besonders fasziniert hat mich, wie diese Einzelgeschichten auf interessante Weise miteinander verknüpft sind. Das Wettrennen um einen Impfstoff auf der einen Seite und der Wunsch, das Virus möglichst schnell zu verbreiten auf der anderen, machen die Geschichte äußerst spannend.
Ich konnte "All Better Now" einfach nicht beiseite legen, denn die dystopischen und utopischen Elemente haben mich gefesselt und die persönlichen Schicksale haben mich berührt. Daher empfehle ich das Buch allen, die Lust auf eine besondere Pandemie-Geschichte haben, in der es um Weltpolitik, Macht aber auch ganz individuelle Probleme und Entscheidungen geht. Ich habe mich lange gefragt, ob ich mich für oder gegen das Virus entschieden hätte, bis ich das Ende gelesen habe. Da war für mich die Entscheidung ziemlich klar.
Ein tolles Jugendbuch mit Tiefgang und wichtigen Themen!
Ein Virus, bei dem du entweder stirbst oder nur noch glücklich bist - das ist Crown Royal. Aber ist es überhaupt erstrebenswert, immer glücklich zu sein und anderen helfen zu wollen?
Das Thema Virus, finde ich, ist eine total gute Idee! Gerade weil wir im echten Leben mit dem Corona-Virus so viel zutun hatten, kann man sich das Ganze viel besser vorstellen. Einfach weil wir wissen, was für Auswirkungen eine solche Pandemie haben kann. Das Thema ist total aktuell und real, gefällt mir sehr!
Wir lesen aus der Perspektive mehrerer Hauptfiguren, deren Leben im Laufe der Zeit zusammenführen. Mir haben die Protagonisten total gefallen, weil sie so sehr individuell sind und dabei nicht immer nur "gut". Wir haben hier einige starke Persönlichkeiten!
Wer das Virus "Crown Royal" überlebt, wird vom Wesen her verändert und ist immer glücklich und stellt die Bedürfnis anderer über die eigenen. Aber ist es überhaupt erstrebenswert, immer glücklich zu sein? Darum geht es hierbei und man merkt durch verschiedene Szenarien, was für Auswirkungen eine solche Welt überhaupt haben könnte. Für einige wäre das ja der Traum -glücklich und frei sein und sich immer mit dem genügen, was man hat-, aber eine Welt nur mit solchen Menschen ist auch nicht perfekt.
Ich persönlich denke ja, es braucht die Schattenseiten im Leben, damit man die schönen Momente überhaupt wahrnimmt.
In "All better now" werden auch viele Situationen erwähnt, wo diese Selbstlosigkeit zum Verhängnis wurde. So wurde vieles durch die Genesenen verschlimmert, obwohl sie nur helfen wollten.
Ich finde die Fragestellung aber super, um darüber nachzudenken!
Es ist durchaus ein Jugendbuch, aber eher für ältere oder reifere Jugendliche, meiner Meinung nach. Es geht um sehr wichtige und tiefreichende Themen, wobei es total wichtig ist, dass früh darüber geredet wird.
Die Story hat mir total gefallen, allerdings gab es einige Punkte, wo ich verwirrt war und dachte, irgendwas stimmt hier nicht. Ich denke, man muss einfach über manches hinwegsehen und nicht zu genau darüber nachdenken, gerade wenn es um so ein krasses Thema geht wie ein Wesenveränderndes Virus.
Was mich auch verwirrt hat, ist das Alter der Protagonisten. Sie sollen teilweise ca. 17 Jahre alt sein, wirken aber deutlich älter. Hat mich aber nicht weiter gestört. :)
Insgesamt fand ich das Buch super und der Schreibstil hat mir total gefallen! Außerdem sind die Figuren sehr eigen und individuell, und es gibt relativ viele Personen im Mittelpunkt, was ich auch sehr gerne mag. Auf jeden Fall eine Empfehlung von mir!! 🌸🌸
Die vollendet Reihe zählt zu meinen absoluten lieblingsbücher und auch andere Bücher von neal shusterman habe ich sehr genossen, demnach war ich sehr gespannt auf das neue Buch von ihm.
Ich kann nicht genau sagen woran es lag, aber ich fande es zu lang. Es war einfach nicht der richtige Zeitpunkt für dieses Buch, ich stand vor einer leseflaute und ich habe an dem Buch sehr lang gelesen.
Ich finde es wirklich schade, denn ich glaube das ich das buch wirklich besser gefunden hätte wenn ich es wann anders gelesen hätte.
Trotzdem hatte ich wie bei allen neal shusterman Büchern wieder einiges zum Nachdenken (;
**** Mein Eindruck ****
In diesem Buch begeben wir uns auf eine Reise in die Vergangenheit – und gewinnen durch das dystopische Setting einen völlig neuen Blick auf den Einfluss einer Pandemie. Anfangs dachte ich noch: Oh nein, nicht schon wieder dieses Thema! Doch schnell wurde klar: Hier ist alles anders. Die Geschichte ist realistisch, stellenweise philosophisch und vermittelt eine tiefere Botschaft, eingebettet in eine vielschichtige, sorgfältig konstruierte Welt.
Die Figuren wachsen einem schnell ans Herz, und es ist unglaublich spannend, mit ihnen zu bangen und zu hoffen. Themen wie Ansteckung, Immunität und das damit verbundene Gefühl von Freiheit oder Unfreiheit stehen erneut im Mittelpunkt – jedoch aus einer reflektierten, klugen Perspektive. Man darf beobachten, lernen, mitfühlen. Individualität, Chancen und innere Stärke werden hier auf komplexe Weise erfahrbar gemacht. Das Buch ist voller feiner Details und regt zum Nachdenken an. Der Schreibstil ist großartig: flüssig, klar, mit dem richtigen Maß an Tiefe und Anspruch. Ich bin vollkommen in dieser Welt versunken – und begeistert wieder aufgetaucht.
**** Empfehlung ****
Für alle, die Dystopien mit Tiefgang, emotionaler Resonanz und kluger Gesellschaftskritik lieben. Dieses Buch ist nicht nur spannend, sondern auch bedeutungsvoll – und hat das Potenzial, ein echtes Highlight zu sein.
Irgendwie ein Highlight!💙
Hi Leute. Gerade weiß ich gar nicht was ich schreiben soll,denn ich habe
ALL BETTER NOW von Neal Shusterman beendet...
Ich muss sagen, das Buch war gut. Ich kann es euch empfehlen, aber meine Gefühle beim lesen haben echt geschwankt. Es ist ja ein so Interessantes Thema. Mal im ersten.
Es geht um eine neue Art Corona Virus, und wer sich ansteckt wird immer glücklich sein? Das macht schon irgendwie neugierig oder? Der Autor hat da wirklich etwas richtig faszinierendes erschaffen,und ich glaube diese Geschichte bleibt mir auch noch länger im Kopf... Der Schreibstil ist übrigens auch toll & man kommt super schnell voran. Die Charaktere sind gut durchdacht & kommen sehr lebendig rüber. Auf die Bösewichte war ich sogar ziemlich sauer. 😉 Ich hab's irgendwie gerne gelesen,aber das war nicht die ganze Zeit so. Zunächst waren es mir vielleicht etwas zu viele Figuren, und auch Perspektiven gibt es im Buch wirklich jede Menge. Das kann leicht verwirren, aber wenn man erstmal alles verstanden hat , dann macht es schon spaß.💯 Die zweite Hälfte hat mir dann noch mal viel besser gefallen,und ich war echt im Folw. So mega spannend,und obwohl ich nicht alles perfekt fande ,ist es doch irgendwie ein Highlight. 😍 Es war auch mega Interessant,denn das was Neal Shusterman sich da ausgedacht hat ist echt ein Meisterwerk. Ich kann die Geschichte gar nicht so gut zusammenfassen, denn irgendwie ist sie auch sehr Komplex. Am besten ihr lest es einfach selbst. Es geht um das Virus .wie es ist wenn man sich ansteckt. Es geht um böse Machenschaften,und um einen Impfstoff der alles besser machen soll. Es geht um Macht , Geld , und Politik. Leute das meiste war echt soo gut. Was für ein Genre ist dieses Buch eigentlich? Manchmal kam es mir vor wie ein Krimi. Manchmal war es aber auch eine Dystopie , und dann wieder ein richtig guter Thriller. Also was da alles so passiert ist... Der Wahnsinn! Leute echt. Dieses Buch hat mich fertig gemacht..
Schade das es bis zum zweiten Band noch so lange dauert, aber ich werde ihn definitiv lesen.😍 Ja, ich hatte ein paar Kleinigkeiten die ich nicht so gut fande. aber mal davon abgesehen wirklich ein geniales Buch.😉
Das tödliches Virus „Crown Royal“ macht die genesenen Menschen glücklich und löscht alle negativen Emotionen aus. Die Handlung beleuchtet das Thema der Pandemie und deren Auswirkungen auf die Gesellschaft.
Im Buch treffen die verschiedensten Menschen, aus den unterschiedlichsten Gesellschaftsschichten und Orten der Welt aufeinander.
•Rón ist der Sohn eines Milliardärs und gehört zur Risikogruppe.
•Mariel lebt zusammen mit ihrer Mutter auf der Straße und versucht die tagtäglichen Herausforderungen des Lebens zu meistern.
•Morgan erbt eines riesigen Vermögen, um ein Heilmittel für das außergewöhnliche Virus zu finden.
Die Charaktere prägen die Story durch ihre unterschiedlichen Denkweisen und Perspektive auf die Situation der Pandemie.
Die Story ist modern, aktuell und gesellschaftskritisch. Das Szenario ist sehr nah an vergangenen Ereignissen und aktuellen Themen in der Politik. Man liest die verschiedensten Meinungen zum Pandemie-Szenario im Buch, die einen selbst zum Nachdenken anregt und hinterfragen lassen, ob das eine Extrem wirklich besser ist als das andere oder doch irgendwas dazwischen der richtige Weg ist und ob es diesen überhaupt gibt. Ich fand die Thematik hoch interessant und sehr unterhaltsam erzählt.
Ich denke auf das Buch muss man sich wirklich einlassen. Den Spannungsbogen empfand ich als eher flach, aber die Story an sich sehr interessant. Erst die Ereignisse am Ende haben mich so richtig mitreißen können. Ich bin sehr gespannt, wie sich das Szenario im 2. Band entwickeln wird und freue mich schon die Reihe weiterzulesen.
Wow – was für ein Buch! Neal Shusterman hat mich mit All Better Now von der ersten Seite an gepackt. Die Idee, dass ein Virus die Menschen zwar krank machen kann, sie danach aber völlig glücklich und sorgenfrei zurücklässt, fand ich unglaublich spannend. Allein dieses Gedankenspiel: Wäre ewiges Glück wirklich ein Segen – oder doch ein Fluch?
Besonders gefallen hat mir, wie unterschiedlich die Figuren mit dieser Situation umgehen. Man spürt ihre Zweifel, ihre Hoffnungen und auch ihre Ängste – und ich habe mich beim Lesen ständig gefragt, wie ich selbst handeln würde. Genau das macht das Buch für mich so besonders: Es ist nicht nur spannend, sondern regt auch richtig zum Nachdenken an.
Shustermans Schreibstil ist dabei unglaublich fesselnd. Die Kapitel fliegen nur so dahin, und trotzdem gibt es immer wieder Momente, in denen man innehält, weil ein Satz oder eine Situation so tiefgründig ist. Vor allem das Ende hat mich total überrascht und noch lange beschäftigt.
Für mich ist All Better Now ein Pageturner, der gleichzeitig Herz und Kopf anspricht. Ein packender Mix aus Spannung, Emotion und klugen Fragen – ich habe es in kürzester Zeit verschlungen und denke jetzt schon darüber nach, es noch einmal zu lesen.
Absolute Empfehlung für alle, die Geschichten lieben, die nicht nur unterhalten, sondern auch im Kopf bleiben.
Es war mein erster Shusterman und sicherlich nicht mein letzter. Mir gefiel der Klappentext, da ich sofort den Egoismus der Corona Pandemie wieder im Kopf hatte. Die Vorstellung, dass es auch anders geht fand ich spannend.
Wir tauchen in eine Welt ein, die von der Pandemie "Crown Royal" heimgesucht wird. Menschen, die genesen sind werden von Gefühlen der Fröhlichkeit und Hilfsbereitschaft "heimgesucht". Warum also sollte man eine solchen Virus nicht verbreiten, damit alle dieses Gefühl der Gelassenheit fühlen dürfen...
Die Handlungen ließen sich gut verfolgen, es kam Spannung auf. In der Mitte wurde es kurzzeitig etwas zäh, aber noch im Rahmen
Ich mag die verschiedenen Perspektiven und fand die Storys mega spannend. An einigen Stellen war es etwas langatmig und es gibt einige Wiederholungen. Doch alles in allem finde ich dieses Buch absolut gelungen!
Als jemand, der während der Corona Pandemie an vorderster Front mit gearbeitet hat würde ich mir einen solchen Genesungsverlauf für die nächste Pandemie tatsächlich wünschen.
[ Unbezahlte Werbung, Reziexemplar]
Ganz nach Neal Shusterman-Art stellt man sich nach diesem Buch wieder hunderte Fragen und regt mich nachdenken an. Ist eine Krankheit die negative Gefühle auslöscht Positiv oder Negativ?
Ich hatte meine Startschwierigkeiten mit dem Buch und musste mich zwischendurch etwas zum weiterlesen drängen. Nach der Hälfte kam die Geschichte so richtig in Fahrt und ich konnte fast nicht mehr aufhören.
Die Charaktere sind wieder einmal vielfältig, interessant und geben der Leserschaft selbst richtige Interessenkonflikte. Mit jeder wechselnden POV verändert sich die eigene Ansicht ob die Krankheit "Crown Royal" ein Segen oder doch eher ein Fluch für die Gesellschaft ist. Das hat Shusterman wieder wunderbar inszeniert und darin ist er auch einfach ein Meister. ;) Selbst Charaktere die ich Anfangs nicht besonders mochte, entpuppten sich zu äußerst vielschichtigen Charakteren! In seinen Büchern sind selbst die "Bösewichte" faszinierend geschrieben.
Spannendes Thema, jedoch wirklich sehr ausschweifend geschrieben 🙈
Das Thema ist wirklich interessant, das Buch ist sehr komplex, weil es viele Handlungsstränge gibt. Als
Hörbuch ist das gut verständlich.
Der Schreibstil ist angenehm. Jedoch merkt man die vielen Seiten einfach. Es zieht sich etwas, und die Handlung ist langsam. Trotzdem ist es ein gutes Buch 😊
“All better now“ schockiert nicht so, wie die Zukunftsvisionen in „Vollendet“ und „Scythe“, fühlt sich dafür extrem realistisch an!
Ich habe den Autor Neal Shusterman mit der „Vollendet“- Reihe für mich entdeckt, „Scythe“ ist eine meiner Lieblingsdystopien und auch die Bücher, die er gemeinsam mit seinem Sohn Jarrod Shusterman veröffentlicht hat, habe ich geliebt. Deshalb war ich supergespannt auf „All better now“, das mit dem Slogan „dystopisch und utopisch zugleich“ angekündigt wurde.
Worum gehts? Mariel kommt aus einfachen Verhältnissen. Um ehrlich zu sein, lebt sie mit ihrer Mutter, die unter Long-COVID leidet, in einem Auto. Sie hätte nichts dagegen sich mit dem neuen Virus „Crown Royale“ anzustecken, das die Genesenen zu rundum zufriedenen und glücklichen Menschen macht. Rón ist Sohn des drittreichsten Mannes der Welt und im Grunde hat er alles, was er zum Leben braucht, trotzdem leidet er unter Depressionen. Allerdings ist für ihn die Ansteckung mit einem hohen Preis verbunden, da er zu einer Risikogruppe für erhöhte Sterblichkeit gehört. Die Wege der beiden kreuzen sich und plötzlich befinden sie sich zwischen denjenigen, die am liebsten die ganze Menschheit infizieren möchten und denen, die versuchen das neue Virus auszurotten …
Shusterman ist bekannt für seine düsteren Zukunftsvisionen, die meist eine große Portion Gesellschaftskritik enthalten und er scheut sich auch nicht davor, komplexe, moralische Fragen aufzuwerfen, die seine jugendlichen Protagonisten vor schwierige Aufgaben stellt. Auch bei „All better now“ weicht er davon nicht ab. Neben zahlreichen Erinnerungen an die Corona Pandemie, beleuchtet er den Einfluss von Desinformation und Verschwörungstheorien. Außerdem wirft er viele ethische Fragen auf. Wieviel Prozent Sterblichkeit kann man in Kauf nehmen, wenn die Menschheit dafür immer glücklich ist? Ist es für die Menschen wirklich besser, wenn sie das Leben eines Mitmenschen über ihr eigenes stellen? Und wäre eine Welt voller Crown Royale Genesenen wirklich eine bessere? Und vor allem, wer darf das entscheiden?
Mit dem Weiterführen der gerade durchlebten Corona Pandemie in eine fiktive nächste Pandemie ist die Geschichte diesmal gefühlt sehr nah an der Realität. Ich muss sagen, Vollendet und Scythe waren für mich von der Grundidee schockierender und haben mich auch mehr gefesselt. Trotzdem fand ich „All better now“ lesenswert, weil es erneut zum Nachdenken über unsere Gesellschaft und unsere Werte anregt.
Emotional haben mich die Charaktere nicht ganz so stark mitgerissen, was an der Erzählperspektive liegen mag. Wie auch in seinen anderen Romanen erscheinen eine Reihe Figuren, deren Geschichten nach und nach gekonnt verknüpft werden. Das Lesen hat auf jeden Fall Spaß gemacht, auch wenn der Mittelteil sich etwas zog, dafür war der Showdown furios. Nach dem Cliffhanger bin ich sehr gespannt auf den zweiten Band der Reihe.
Rezensionsexemplar
Dieses Buch hat mich und mein Buddy Read auf die Probe gestellt. Wir haben mit dem Inhalt tapfer gekämpft! Auf dem halben Weg habe ich @mickys.buecherwelt an die Langeweile verloren aber die Festung wurde dennoch von mir erobert. Allerdings mit großen Spaßverlusten.
Die Geschichte wird aus sehr vielen Perspektiven erzählt. Dabei gibt es neben den Haupt- auch Nebenperspektiven, die nichts mit der eigentlichen Geschichte zu tun haben. Diese dienen lediglich der Übersicht, da sie von Menschen aus unterschiedlichen Ländern stammen.
Für meinen persönlichen Geschmack waren es eindeutig zu viele. Dies hat die Geschichte unendlich in die Länge gezogen, vor allem am Anfang.
Es gab zwar sehr viele Charaktere allerdings konnte ich mich mit keinem von ihnen identifizieren oder eine Bindung aufbauen. Die Liebesgeschichte zwischen den Hauptprotagonisten fand ich zu gekünstelt und aufgesetzt.
Das Hauptthema der Handlung ist natürlich der Virus und seine Auswirkungen - das kollektive Bewusstsein der Genesenen und ihre positive Einstellung zu allem. Ich finde ja persönlich die Themen - Pandemie und Corona bereits etwas ausgelutscht. Zumal ich unsere Corona-Pandemie 2020 deutlich gruseliger und spannender empfunden habe, als diesen Thriller hier.
Kann natürlich daran liegen, dass das Buch ein Zweiteiler ist und der zweite Band explodiert dann vor Spannung und Action. Jedoch war die erste Hälfte dieses Buches ziemlich langatmig und diente lediglich der Beschreibung der Charaktere und der Situation. Erst im letzen Viertel nimmt die Geschichte an Fahrt auf - der „Kampf“ zwischen den Genesenen und den Unerkrankten. Allerdings wird die Action hier ständig durch den ausschweifenden Schreibstil ausgebremst.
Zu langatmig, zu konstruiert, zu ausschweifend.
Leider hat mich der erste Band nicht überzeugt.