Vertraute Atmosphäre mit Licht und Schatten
Der zweite Band der Tuchvilla-Saga hat mir insgesamt wieder gut gefallen und ganz klar erneut diese starken Downton-Abbey-Vibes versprüht, die schon den ersten Teil ausgemacht haben. Man fühlt sich schnell wieder in der Welt der Familie angekommen. Besonders positiv überrascht hat mich Marie. Sie wirkt deutlich erwachsener als im ersten Band und ist für mich zu einem wirklich angenehmen Charakter geworden, dessen Entwicklung ich gerne verfolgt habe. Auch Lisa hat mir diesmal besser gefallen und wirkte greifbarer und sympathischer als zuvor. Katie hingegen war für mich leider eher anstrengend. Ihre starke Fixierung auf ihren „Paulemann“ empfand ich als ziemlich nervig 🤮 und teilweise übertrieben, was mir einige Szenen unnötig zäh gemacht hat. Insgesamt ist es aber wieder ein solides, unterhaltsames Buch. Die Geschichte bleibt durchgehend interessant, auch wenn sie nicht übermäßig spannend ist. Wie schon beim ersten Teil dachte ich zwischendurch, dass das Buch ruhig etwas kürzer hätte sein können – gleichzeitig passt der Umfang aber auch irgendwie zur epischen Familiensaga 🥴. Alles in allem eine gute Fortsetzung mit vertrauter Stimmung, kleinen Schwächen und genug Lesespaß, um an der Reihe dranzubleiben.


























