Gott, da musste ich mich echt durchquälen Kaum Story, zäher Erzählstil, durchweg Verwirrung... was wollte das Buch mir sagen?
Zwei Männer auf See Bolivar ist Fischer und an einem Tag, an dem nicht gelingen zu scheint, entscheidet er trotz Sturmwarnung raus zufahren. Er bekommt einen neuen Gehilfen, Hector. Obwohl, einige andere Fischerboote ihnen entgegen kommen, fahren die beiden weiter raus. Es passiert schon nichts. Es passiert der Sturm und das Boot ist fahruntauglich, da Wasser einströmt und der Motor kaputt ist. Bolivar ist weiterhin bester Stimmung, man findet uns, die suchen nach uns. Es kommt niemand... Ein kurzes Buch zum Thema Überlebenskampf. Ohne viel Ausschmückungen, beschreibt Paul Lynch die Verzweiflung des einen und den Kampf beide zu retten, des anderen.
Sternebewertung fiktiv
Paul Lynch, Booker-Preisträger und Meister atmosphärischer Verdichtung, erzählt in „Jenseits der See“ eine Geschichte, die auf einer wahren Begebenheit basiert. Inspiriert vom Schicksal des Seefahrers José Alvarenga, der nach 14 Monaten auf dem Pazifik überlebend die Marshallinseln erreichte, verdichtet Lynch diese historische Vorlage zu einem intensiven Roman über Überleben, Tod und die Suche nach Sinn. Im Mittelpunkt stehen die beiden Fischer Bolivar und Hector. Trotz mehrfacher Warnungen verlassen sie das Festland, werden von einem Sturm erfasst und treiben tagelang auf dem Meer. Hunger, Durst, Isolation, die Natur zeigt ihre erbarmungslose Gewalt. Während der junge Hector schnell von Angst, Unerfahrenheit und Todesgedanken geprägt ist, entwickelt Bolivar eine raue Stärke. Er widersetzt sich den Stürmen, verliert Gewicht, halluziniert und philosophiert gleichzeitig über das Leben, den Tod und das, was den Menschen im Kern ausmacht. Auf knapp 200 Seiten gelingt Paul Lynch eine beklemmende, fast klaustrophobische Erzählung. Die drängende Bedrohung durch Naturgewalten wechselt mit leisen, fast meditativen Passagen, in denen Bolivar über Existenz und Sinn nachdenkt. Das Meer wird zum Spiegel für das menschliche Dasein, unberechenbar, gewaltig, voller Gefahr und doch von einer bedrückenden Schönheit. „Jenseits der See“ ist keine Abenteuererzählung im klassischen Sinn, sondern eine literarische Parabel über Leben und Sterben, über Widerstandskraft und Verlorenheit. Paul Lynch zeigt einmal mehr, wie intensiv und poetisch man mit reduzierten Mitteln eine Geschichte erzählen kann, die lange nachhallt.
Ein sehr intensives, stilistisch prägnant geschriebenes Buch. Auch, wenn ich nicht genau sagen kann worüber: zum Nachdenken regt es an.
Nach GRACE und DAS LIED DES PROPHETEN nun der dritte Roman, den ich von Paul Lynch gelesen habe. Beide Romane waren Highlights für mich; obwohl Lynch den Leser in beiden Geschichten ganz unterschiedlich abgeholt hat, überzeugt er doch mit knallharter Poesie und einem lyrischen Stil, den er in die Gegenwartsliteratur überträgt. GRACE im Irland der Hungerjahre, mit mystischen Elementen - DAS LIED DES PROPHETEN in einem fiktiven Irland mit starken Menschen, die unter einer totalitären Regierung leiden und versuchen, Widerstand zu leisten. In JENSEITS DER SEE greift Lynch nun ein Thema auf, welches man aus der Literatur bereits kennt und baut es in seiner kraftvollen und dabei recht anspruchsvollen Art zu schreiben, zu einem Roman aus, der einen nicht mehr loslässt. Vor der Küste Mexikos geraten der alte Fischer Bolivar und seine Hilfskraft Hector in einen starken Sturm - ihr Boot gerät vom Kurs ab und ist nicht mehr manövrierfähig; auch das Funkgerät fällt aus. Die beiden treiben immer weiter auf die offene See. Zunächst optimistisch, müssen sie bald erkennen, dass eine Rettung immer unwahrscheinlicher wird. Hector ist verzweifelt, wollte er doch gar nicht mit in See stechen und hat sich von Bolivar, den er kaum kannte, überreden lassen. Die beiden grundverschiedenen Männer raufen sich schließlich zusammen und versuchen das Beste aus der Situation zu machen. Dabei nähern sie sich an, erzählen aus ihrem Leben und werden - in ihrer Notsituation - zu etwas wie Freunden. Doch nach langer Zeit auf See eskaliert die Situation schließlich - etwas furchtbares passiert… Ein - wie ich finde - grandiose Hommage an Werke, wie DER ALTE MANN UND DAS MEER oder MOBY DICK; und das, ohne dass Lynch sich an etwas schon dagewesenem bedient. Nein, er schafft etwas Eigenes, etwas Neues in einem bekannten Rahmen. »Dass der Ozean eine Färbung hat, ist eine Lüge unter Männern.« »Er erinnert sich daran, was einer mal gesagt hat, dass ein gesendetes und nie empfangenes Funksignal auf immer die Erde umkreisen kann, ein verschollener Ruf der Toten.« »Nachts hört Bolivar auch Hector weinen. Trauer ist etwas, das formlos zwischen ihnen sitzt.« »Weißt du, Porky, du hast kein anderes Herz berührt. Also kann es auch keine Trauer geben.« Die Geschichte zweier Männer, die sich kaum kennen, dann aber doch gegenseitig ihr Leben gestehen - eine Geschichte, die ich absolut empfehlen möchte! Von mir 5/5
Schonungslos atmosphärisch auf poetischen Wellen getragen.
Nachdem ich 'das Lied des Propheten' liebte wurde ich hier umso mehr enttäuscht. Meiner Meinung nach langweilig und vielleicht sollte ich keine Bücher mehr über Fischer lesen .
"A feeling of sleep without sleeping. Or maybe sleeping without sleep. Asleep maybe and yet the body listens." Holy, this book was a ride! Mesmerising yet truly disturbing . We follow a fishermen and a young fella on their fishing trip. Soon a storm breaks out and the men are suddenly far away in the Pacific ocean. From there their personal terror begins, for each of them their own. I found a new personal favourite Author with Paul Lynch. His writing is just so good, it always does something with me. Can't wait to swallow his other books 😅







