Das war mal anders. Man wird direkt angesprochen. Wir sind ein Protagonist. Daran musste ich mich kurz dran gewöhnen. Es war teilweise für mich schwer der Story zu folgen. Trotzdem hat es mir gut gefallen. Die Charaktere waren toll und es war ganz spannend.
Ein herausfordernd geschriebenes Buch, das Zeit braucht, um in Gahrt zu kommen, dann aber mit einem großen Fimale endet.
Durchhalten lohnt sich!
Ich habe sehr sehr SEHR lange gebraucht um in dieses Buch reinzukommen. Wäre es nicht das Buch des Monats unseres Buchclubs gewesen (und wäre der Buchclub nicht brandneu), hätte ich es eventuell tatsächlich abgebrochen… wie schade das gewesen wäre, denn Der Rabengott ist ein krasses Beispiel, wie sehr Durchhalten manchmal lohnt!! Der Schreiben ist zunächst sehr… befremdlich. Wir haben einen Erzähler, der zum einen seine eigene Geschichte erzählt, aber auch seine Sicht der aktuellen Geschehnisse dem Charakter Eolo erzählt, weshalb vieles in der „Du-Form“ berichtet wird. Für mich zumindest mal was Neues. Und hier hat es mir die deutsche Sprache leider sehr schwer gemacht aufgrund der (natürlich grammatikalisch richtigen) Konjugationen, die einfach nicht häufig so in meinem Sprachfluss verwendet werden. Insgesamt ist Der Rabengott ein sehr langsames Buch. Oft zu langsam. Ich bin niemand der für gewöhnlich quer liest - aber hier habe ich einzelne Abschnitte nur überflogen. (Wenn ich zurecht merkte, dass fünf Seiten später immer noch über das Holzfällen im Wald gesprochen wurde zum Beispiel…) Genauso bin ich in der Regel niemand, der mehr als ein Buch zur Zeit liest - aber auch das musste ich hier tun um nicht in eine Leseflaute zu fallen. Wie gesagt, wäre es nicht das erste Buch unseres neuen Buchclubs gewesen, hätte ich es wahrscheinlich abgebrochen. Aber dann, nach fast Dreiviertel des Buches, hat sich das Blatt für mich völlig gewendet. Es war eigentlich immer noch das gleiche: langatmige Ausschweifungen, langsamer Plot, holpriger Lesefluss. Aber plötzlich schien das alles zu klicken. Plötzlich war es spannend. Plötzlich fügte sich alles zusammen. Und plötzlich konnte ich das Buch gar nicht aus der Hand legen! Insgesamt fand ich dieses letzte Viertel so gut, dass mir im Rückblick der Rest eigentlich genauso gut gefiel! Ich habe sogar große Lust, es noch einmal zu lesen und beim zweiten Mal dem Buch mehr gebührende Aufmerksamkeit zu schenken! Also ja, es ist ein langsamer Read - aber es lohnt sich! Und bestimmt nicht nur wegen des Endes, wenn man auch von Anfang an des Rest zu schätzen weiß!
Der Rabengott von Ann Leckie ist ein etwas anderes High Fantasy Abenteuer, welches mich allerdings aus verschiedenen Gründen nicht abholen konnte. Die Geschichte des Rabengottes wird über 2 Erzählstränge erzählt, die allerdings eine Person bzw ein Gott erzählt. Der Erzählstil hat mich dabei sehr herausgefordert, da der Erzählende der einen Figur quasi dessen Geschichte erzählte. Es war also mit der Du Form geschrieben. Prinzipiell waren die Begebenheiten schon Interessant, allerdings kam der Gott beim erzählen der Geschichte immer wieder in Ausschweifungen über sein eigenes Leben und das machte es teils sehr zäh. Erst ganz am Ende ergab es für mich Sinn und diesen Aha Moment, warum ich dann endlich die Perspektivwahl verstand. Hätte ich das Buch allerdings nicht teils gehört, hätte ich wohl leider das Ende nie erreicht, weil es doch eher nicht mein Erzählstil war. Schriftstellerisch ist es aber definitiv eine Kunst so schreiben zu können und wer mit der Erzählperspektive zurecht kommt wird in diesem Buch sicher ein Highlight finden. Für mich persönlich war es aber leider nichts.
Nicht zu empfehlen
Ich habe nun 49 Seiten geschafft und komme einfach nicht rein. Ich glaube die Story könnte echt gut sein aber der Schreibstil ist eine Katastrophe. Man muss beim lesen nachdenken was man gerade liest und das ist echt anstrengend. Wer Zeit hat und eine Herausforderung haben will, der kann diese Buch lesen. Ansonsten ist es echt nicht zu empfehlen, sehr schade. Ich glaube dass es eine echt gute Story sein kann aber nicht so.

Ein Kampf ohne Ende
Ich hatte sehr hohe Erwartungen an das Buch, hatte mir die Sonderedition auf der LBM gekauft und mich mega aufs Lesen gefreut. Endlich ein Fantasy Stand Alone ! Wo von es ja so wenig gibt. Aber meine Erwartungen sind je her enttäuscht worden... Bis zum Ende bleiben zu viele Fragen offen, man versteht nicht worauf der Inhalt hinaus will, teils ist einem nichtmal bewusst aus welcher Perspektive geschrieben wird. Das es keine richtigen Kapitel gibt fand ich jetzt nicht weniger störend aber die Perspektiven hätten irgendwie erwähnt werden müssen, sei es durch Zeitangaben oder Personenwechsel. Das der Gott in dem Stein am Ende sich für alles rächen will, kann ich jetzt auch nicht wirklich nachvollziehen, da er ja so auch immer sehr passiv in der Geschichte dargestellt wurde, so richtig Lust auf irgendwas hatte er ja nicht wirklich. Das am Ende aufgeklärt wird das die Göttin (seine Freundin ?!) überlegt hat, find ich ganz schön aber auch irgendwie überflüssig. Und die vermeintliche Hauptfigur Eolo, tut mir einfach nur leid. Mehr kann ich dazu nicht sagen, bin ganz froh dass er zu mindestens nicht gestorben ist. Ein Stern für das Buch Design, nicht für den Inhalt. Schade, wirklich.

Interessante Idee, doch leider etwas unausgewogen.
"Der Wandel mochte unvermeidlich sein, doch vielleicht konnte man den Verlauf dieses Wandels beeinflussen. Vielleicht konnte man versuchen, die Ereignisse so zu lenken, dass die Dinge besser wurden - wenn nicht für einen selbst, dann für ein oder auch mehrere zukünftige Wesen, deren Wohlergehen einem am Herzen lag." Ann Leckies "Der Rabengott" ist schon ein sehr besonderes und spezielles Fantasybuch. Und zwar aus ganz verschiedenen Gründen. Zunächst einmal werden uns in diesem Buch zwei Geschichten erzählt. Und zwar von dem Gott höchstselbst. Wir erfahren von seinem Erwachen als Gott, wie er nach dem Krieg der Götter als Fels erwachte und die Menschen durch den Wandel der Zeit beobachtete. Lange Zeit gleichgültig, doch dann mit wachsendem Interesse und Wohlwollen. Die zweite Geschichte, die uns der Gott erzählt, ist unsere eigene Geschichte. Ja, ihr habt richtig gehört. Denn wir sind der Charakter Eolo, Adjutant des Thronerben von Iraden, um den es hier geht. Diese Geschichte wird in der Du-Ansprache erzählt und so katapultiert uns der Gott in die Rolle von Eolo. Und es ist an uns das Geheimnis um den Rabenturm zu lösen und herauszufinden, was der Gott eigentlich plant... Insgesamt hat mir die Idee der Erzählweise sehr gut gefallen. Ich fühlte mich wohl in Eolos Rolle und hatte eine Menge Spaß (bis auf das Verprügeltwerden), aber trotzdem konnte mich Ann Leckie letztlich nicht ganz überzeugen. Der Grund hierfür ist die Unausgewogenheit der beiden Geschichten, die zwar zusammengehören, aber von der Gewichtung nicht passig sind. Der Part der Gottwerdung ist mir stellenweise zu langatmig und dominant, dagegen verliert die Geschichte um Eolo und Mawat, obwohl diese in meinen Augen die Hauptgeschichte ist. Das finde ich ein bisschen schade, da es das Leseerlebnis insgesamt für mich geschmälert hat. "Der Rabengott" ist ohne Zweifel ein wirklich interessantes Werk - die Idee finde ich großartig - doch letztendlich konnte es mich wegen der Unausgewigenheit nicht ganz überzeugen.
Es ist so anders und es ist so ein Meisterwerk
Ein guter Einzelband mit sehr ungewohnten Schreibstil. Dran bleiben lohnt sich aber 😊
DNF @ p. 50 Ich war total neugierig auf dieses Buch und die Geschichte an sich war auch interessant, ABER ich kam leider mit der Erzählweise nicht klar. Die Du-Perspektive und ich werden keine Freunde mehr, die Erfahrung habe ich schon mit anderen Büchern machen müssen. Dann wechselte sich diese hier mit der Ich-Perspektive ab, sodass ich mich nichtmal ansatzweise daran gewöhnen konnte. So war das Lesen einfach sehr anstrengend und ich habe mich entschieden, dass es genug Bücher gibt, die ich wirklich lesen möchte und mich hier nicht quälen will. Wer Interesse am Buch hat und nicht so auf Kriegsfuß mit der Du-Perspektive steht, soll sich ein Bild vom Schreibstil machen und es dann versuchen.
Was anderes.
Das Buch ist ein Fantasy-Roman der anderen Sorte. Es ist in der "Du" und "Ich" Perspektive geschrieben, da es zwei Protagonisten gibt, und durch diesen einzigartigen Schreibstil herausfordernder. Die Geschichte thematisiert Intrigen, Aufopferung und Vertrauen. Wir bekommen die volle Bandbreite an Emotionen unserer Charaktere mit, während wir eigentlich die Schritte von Eolo - dem Adjutanten des amtierenden "Königserben" - folgen. Die Schreibweise ist definitiv etwas kühler, da man die Situation beobachtet und nicht wie in anderen, populären Büchern hautnah miterlebt - wir lesen auf der Metaebene. Ich finde die Idee genial und das ist definitiv kein Buch, um in Fantasy einzusteigen. Die Geschichte ist sehr interessant, die Plottwists sind gut gesetzt und überraschend und das offene Ende lässt Interpretationsspielraum für die Zukunft. Ein sehr lohnenswertes Buch!

⚔️🐦⬛🪽🪨
Ich war wirklich erstaunt über den Schreibstil bzw. über die Zeitform. Es war echt am Anfang eine Herausforderung flüssig zu lesen, aber nach einigen Tagen ging das besser als gedacht. 🤍 Es war sehr erfrischend mal was anderes zu lesen in der Fantasy Welt. Ich finde es ist schwer was Neues zu erschaffen und in dem Fall ist es wirklich gut gelungen. 🪨 Man denkt es wäre ein Buch für "Zwischendurch" - aber nein, es war spannend und hat sich ein wenig wie ein Krimi angefühlt. 🐦⬛ Es lohnt sich dran zu bleiben und dieses Buch eine Chance zu geben, wenn man es auch will. 🪽
I've Listened to this as an Audiobook. It is nice and calm, but somehow... i did not find my way into it. Maybe I am just a simple reader. It just Was not for me.
Es hat mich gleichzeitig genervt und ich fand es gut, dass das ganze mal ohne Kapitel war. Es ließ sich gut lesen, aber sonst war es langweilig
2.5 bis 3 Sterne. Fand den Schreibstil echt schwer um reinzukommen (wobei ich zugeben muss, ich hab das Buch auf englisch gelesen). Wirklich spannend oder mitreißend wurde es ab so der zweiten Hälfte/ letztes Drittel. Würde man alle “Erzählungen” abgesehen von der Haupthandlung weglassen, wär es ein echt dünnes Buch
Einen Punkt Abzug gibt es, weil ich anfangs durch den Schreibstil schwer in die Geschichte eintauchen konnte. Allerdings fand ich Handlung und Protagonisten gut und wurde von diesem Fantasybuch mehr als gut unterhalten. Allerdings muss jedem Leser klar sein, dies ist mehr High Fantasy.
Leider keine Spannung und somit abgebrochen
Ich habe mich wirklich auf das Buch gefreut. Der Klappentext verspricht eine spannende Geschichte, aber leider kommt diese nicht in Fahrt. Ich habe mir wirklich Mühe gegeben um reinzukommen, aber leider - auch nach mehreren Hundertseiten - kommt für mich keine Stimmung auf, weshalb ich das Buch nun abgebrochen habe. 1,5 ⭐️ für die Idee und das schöne Cover.
Interessantes Konzept über Götter und ihr Wirken, die Erzählweise war allerdings anstrengend und die Figuren blieben flach und daher unsympathisch. Viel verschenktes Potenzial.
Interessanter Erzählstil und ein Protagonist, der mich überrascht hat.
Der Erzähler des Buches ist eine der vielen im Buch vorkommenden Gottheiten. Man erfährt durch Rückblenden, in denen er sein eigenes Leben beschreibt, wie es ihm im Laufe der Jahrhunderte ergangen ist. Er selbst hat sich in einem Stein manifestiert und möchte diesen auch nicht verlassen, obwohl Gottheiten auch z.B. Tiere bewohnen können. Allein diese Tatsache verdeutlicht nicht nur seine Sturheit, sondern auch, dass es ihm schwerfällt, sich umzugewöhnen und für sich selbst aktiv Veränderungen herbeizuführen. Außerdem ist er eine äußerst vorsichtige und nachdenkliche Gottheit, welche jahrelange über eine Frage nachdenkt. Im starken Kontrast dazu steht seine zornige Seite, welche sehr selten zum Vorschein kommt, aber umso gefährlicher ist er, wenn dies passiert. Eolo ist der menschliche Hauptprotagonist der Geschichte. Auch er erscheint nach den Beschreibungen der Gottheit, die ihn beobachtet, eher vorsichtig zu sein und handelt nie vorschnell. Eolo versteckt sowohl seine Intelligenz als auch seine Erfahrung im Kampf hinter der Maske des Dieners, um dann für seine Feinde überraschend handeln zu können. Er ist äußerst loyal gegenüber Lord Mawat, aber gehorcht ihm nicht blind. Lord Mawat ist ein strategisch denkender und erfahrener Kämpfer. Gleichwohl ist er äußerst hitzköpfig und stur. Er hinterfragt nicht so viel wie Eolo und ist äußerst überzeugt von seiner Vorstellung, weswegen er stellenweise sehr hochmütig ist. Dieses Buch unterscheidet sich stark von meinen üblichen sowohl in seiner Erzählweise als auch in seinen Protagonisten. Die Geschichte ist eher etwas langsam erzählt und vor allem die Rückblenden auf das Leben der Gottheit entschleunigen zumeist die Geschichte. Viele Aspekte werden detailliert erzählt, aber dadurch, dass man alles nur durch die Beobachtungen der Gottheit erfährt entsteht eine gewisse Distanz zu den menschlichen Charakteren. Das finde ich schade. Die Welt und die politischen Verhältnisse werden gut dargestellt, sind aber stellenweise etwas verwirrend. Der Schreibstil und das Cover sind gut. Der Farbschnitt hat mir sehr gut gefallen.

Politische Intrigen, High Fantasy & ungewöhnliche Erzählperspektiven 🐦⬛
Der Raben Gott ist ein Einzelband und das erste High Fantasy Buch von Ann Leckie. Neben der Grundidee war einer der Kaufgründe für mich die uneingeschränkte Enpfehlung von Patrick Rothfuss, den ich als Autor wahnsinnig schätze. Vorweg, das Buch ist keines für den Mainstream. Dafür ist es deutlich zu komplex und vom Erzähltempo zu langsam. Zudem überlässt die Autorin viel dem Lesenden und überlässt damit auch einen großen Raum für Spekulationen und man wird eindeutig zum Mitdenken aufgerufen, sonst verliert man sehr leicht den Anschluss in der Geschichte. Ich hatte ehrlicherweise zu Beginn wirklich Probleme richtig ins Buch zu finden, das betrifft vor allem die erste Hälfte der Geschichte. Hier ungewöhnlich ist die gewählte Du-Perspektive, die sprachlich dazu führt, dass einem die Charaktere eigentlich komplett fremd bleiben. Man fühlt einfach nicht mit. Das hat für mich nachher die Spannung erhöht, es ist natürlich dadurch aber nicht wahnsinnig mitreißend. Literarisch aber jedoch eine spannende Wahl mit Shakespeare Zügen. Dazu kommen dann noch wahnsinnig philosophische Überlegungen eines Steins (ja genau) zur Entstehung, Entwicklung und Wirkung von Sprache. Das Buch ist aus zwei monologischen Perspektiven verfasst, die langsam immer näher zusammenfließen. Es kommt nicht zu einem irren Knall oder einer wahnsinnigen Überraschung, vielmehr beobachtet man als Leser einen schleichenden Prozess politischer Intrigen auf mehreren Ebenen. Es fühlt sich ein wenig an, als würden nach und nach alle Schleier weggenommen werden. In einer anderen Rezension habe ich gelesen, es fühlt sich an wie schleichendes Unheil und das finde ich ganz passend. Es ist anders, als alles was ich bisher gelesen habe, das ist ein Kompliment und ich habe das Buch gemocht, weil es mich herausgefordert hat. Das Ende fand ich fantastisch. Es ist jedoch kein Buch, was ich jedem uneingeschränkt empfehlen würde. Ich glaube es gibt eine sehr spezielle Zielgruppe von Menschen, die Lust auf ein solches Buch haben, ich gehörte glücklicherweise dazu und bin gespannt auf weitere Bücher von Ann Leckie.
Verwirrung macht sich breit
Ein Schreibstil der etwas anderen Art der sich durch das ganze Buch hindurch zieht. Nicht nur ist das Buch aus der Sicht einer Gottheit geschrieben, auch wird in der Zeit hin und hergesprungen. Die Zeitsprünge und Eindrücke der Gottheit sollen dabei helfen, Handlungen nachvollziehen zu können und sich in der Welt zu recht zu finden. Leider tut jedoch insbesondere die Schreibweise aus der Sicht der Gottheit den Lesern keinen Gefallen. Es trägt dazu bei, dass das Buch anstrengend zu lesen ist. Zwar gewöhnt man sich mit der Zeit daran, doch Gefallen findet man meiner Ansicht nach keineswegs daran. Das Buch vor lauter Spannung nicht aus der Hand legen zu können? Fehlanzeige und das unabhängig des Schreibstils. Es dauert viel zu lange, bis es zu entscheidenden und spannenden Momenten kommt. Wo dann endlich der Wendepunkt kommt, nimmt sich die Autorin meiner Meinung nach nicht genügend Zeit den Wendepunkten Raum zu geben. Rasend schnell sprintet sie durch die letzten Seiten und so auch durch die wichtigsten Ereignisse des Buches, anstelle schon früher damit zu beginnen und unnötiges sowie elend lange Seiten voller öder Beschreibungen wegzulassen. Allen in allem kann ich daher anderen nicht ans Herz legen das Buch zu lesen, andere Romane verdienen mehr Aufmerksamkeit.
Nicht so gut wie erwartet
Das Buch hat mich leider enttäuscht. Ich glaube es wäre besser gewesen wenn es die Parts nicht gegeben hätte wo der Gott nur seine Geschichten erzählt hat.

Die Autorin Ann Leckie hat mit „Der Rabengott“ ihren ersten High- Fantasy- Roman geschrieben. Leckie ist durch ihre Science- Fiction- Werke recht bekannt geworden und hat einige Auszeichnungen für diese bekommen. Klappentext: Seit Jahrhunderten wird das Königreich Iraden von einem Gott beschützt: Er heißt der Rabe und residiert in einem Turm in der mächtigen Hafenstadt Vastai. Von dort wacht er über das Reich. Seinen göttlichen Willen lässt er über einen Rabenvogel an seinen menschlichen »Statthalter« kundtun. Der Vogel des Rabengottes ist tot, und die göttliche Regel schreibt vor, auch der „Statthalter“ muss unverzüglich sterben, um Platz für seinen Nachfolger zu machen. Als Mawat, der rechtmäßige Erbe, mit seinem Freund, dem Kämpfer Eolo, in der Hauptstadt eintrifft, sitzt bereits ein Regent auf dem Herrscherstuhl – sein Onkel. Mawats Zorn kennt keine Grenzen und während er versucht, sein Reich zurückzuerobern, entdeckt Eolo, dass der Turm des Raben ein dunkles Geheimnis birgt: In seinem Fundament harrt eine Prophezeiung, die, wenn sie sich erfüllt, Iraden für immer zerstören könnte Der Name Ann Leckie ist vielen Science- Fiction- Lesern ein Begriff. Jedoch ist dies nicht mein bevorzugtes Lesegenre, sodass ich bisher noch kein Werk aus der Feder von dieser Autorin gelesen habe. Jedoch hat mich dieses Fantasy- Werk vom Klappentext her angesprochen und mein Interesse war geweckt. Ohne große Erwartungen oder Anforderungen bin ich an dieses Buch herangegangen, dennoch habe ich etwas Anderes bekommen, als ich zunächst gedacht hatte. Zunächst möchte ich die gelungene Gestaltung erwähnen. Schon die wunderbare Gestaltung auf den ersten Seiten steigert die Vorfreude auf das Buch und auch die interessante Karte ist ein genauerer Blick wert. Diese habe ich während des Lesens gerne zu Rate gezogen, damit ich mich besser orientieren konnte. Am Ende befindet sich noch eine Übersicht der handelnden Charaktere, welche ebenfalls hilft, den Überblick zu bewahren. Die Autorin hat in „Der Rabengott“ eine interessante und vielseitige Welt erschaffen. Auch bekommt der Leser hier einige Informationen zu ihrer Entstehung und der Vergangenheit, was diese Welt geprägt hat und wie gewisse Traditionen entstanden sind. Diese Einblicke in die fiktive Welt fand ich interessant und wichtig, auch für das aktuelle Geschehen. Hervorstechend ist bei diesem Fantasybuch definitiv der außergewöhnliche Erzählstil. Die Perspektive ist aus der zweiten Person Singular und der menschliche Protagonist wird dadurch angesprochen. Zeitweise fand ich diese Erzählweise recht interessant und hat packende und ungewöhnliche Aspekte zu bieten. Jedoch hat man durch diese Besonderheit als Leser auch das Gefühl, dass quasi jemand von oben das Geschehen betrachtet, somit nicht die Geschichte live erlebt hat und dann nacherzählt, was passiert ist. Man hat das Gefühl, dass ein allwissendes göttliches Wesen den Menschen das Gesehene wiedergibt. Dadurch entsteht eine gewisse Distanz zum Geschehen. Dies hat dazu geführt, dass ich mich selbst eher als passiven Zuschauer angesehen hatte und nicht das Gefühl hatte, aktiv dabei zu sein. Zu dem Protagonisten Eolo konnte ich dadurch keine richtige Bindung aufbauen und so kam ich mir als Leser eher wie ein Beobachter aus größerer Entfernung vor. Auch wird das Buch in zwei Perspektiven erzählt. Der eine Strang widmet sich der Gegenwart. Hier wird die Geschichte von dem menschlichen Protagonisten Eolo erzählt, jedoch mit bereits erwähnter Distanz zum Geschehen, sodass mir Eolo nicht wirklich ans Herz gewachsen ist. Der andere Erzählstrang umfasst die Vergangenheit einer recht alten Gottheit und damit auch die Entstehungsgeschichte dieser fiktiven Welt. Es gibt hier einige interessante Ansätze, man lernt die Welt und dessen Geschichte besser kennen. Auch ist dieser Strang von seiner Art wieder ganz anders als jener von Eolo. Auf der einen Seite fand ich diese Gegensätze recht ansprechend, aber auf der anderen Seite haben sie teilweise meinen Lesefluss gestört. Meiner Meinung nach ist es der Autorin leider auch nicht gelungen, die Spannung konstant hoch zu halten. Es gab Passagen, welche ich recht vielversprechend fand, wo ich einfach mehr erfahren wollte. Und dann gab es wieder Szenen, welche sich in die Länge gezogen habe, wo mich zum Teil auch die Auflösung des Problems nicht weiter gepackt hat. Allgemein entwickelt sich die Geschichte eher gemächlich. Wer hier ein actionreiches Abenteuer sucht, der sucht hier eher vergeblich. Es gibt zwar ein paar blutige Auseinandersetzungen, aber diese werden eher am Rande erzählt. Im Fokus steht eher ein Skandal, der aufgedeckt werden soll und die genauen Umstände untersucht werden und die Zusammenhänge erklärt werden. Der menschliche Protagonist Eolo ist ansprechend angelegt. Dieser ist clever und handelt wohlbedacht. Er ist loyal gegenüber Mawat. Dieser ist ein erfahrender Kämpfer, wohl auch ein guter Taktiker. Doch zeitglich ist Mawat auch ein Hitzkopf, handelt nicht immer mit Bedacht und ist der Erbe des Statthalters des Rabens. Meiner Meinung nach hätte man aus der Konstellation der Charaktere mehr machen können, jedoch wurde meiner Ansicht nach hier Potential verschenkt. Insgesamt hat die Autorin Ann Leckie mit „Der Rabengott“ ein außergewöhnlichen Fantasyroman geschrieben, welcher allein schon durch die Erzählperspektive hervorsticht. Es gibt einige interessante Ansätze, jedoch hätte ich mir in manchen Aspekten etwas Anderes gewünscht. Mir persönlich war dieses Buch zu passiv und konnte mich von der Umsetzung der Geschichte leider nicht vollständig überzeugen. Daher möchte ich 3 Sterne vergeben.
Die Schreib- und Erzählweise ist am Anfang etwas gewöhnungsbedürftig, aber man findet gut rein. An manchen Stellen ist das Buch etwas langatmig, insgesamt lässt es sich aber gut lesen. Es ist mal was ganz anderes von der Geschichte her. Das Buch gehört jedoch nicht zu denen wo man mit Spannung weiterlesen möchte.
Gut aber auch seltsam
Es fällt mir schwer Worte dafür zu finden. Das erste, was bei diesem Buch ins Auge sticht ist die Erzählform. Sie war am Anfang anstrengend, aber man liest sich ein. Nach dem anfänglichen guten Einstieg, nahm die Spannung deutlich ab. Es passiert etwas, aber nicht viel und der Stein war leider oft recht langweilig. Ab der Hälfte geht es dann wieder bergauf und zum Schluss konnte ich es kaum noch weglegen. Der Ausgang ist überraschend und beinahe traurig. Wer Eolo nun aber wirklich ist, kann ich nicht sagen.
Der Schreibstil geht für mich überhaupt nicht. Du Perspektive, gibt es so was wirklich? Ich bin mir sicher das hab ich noch nie gelesen. Dann ist es auch noch in der Vergangenheit geschrieben, dass mag ich eh nicht so. Gut schwieriges Konstrukt, aber ich habe es versucht, als ich mich dann endlich damit angefreundet hatte und dachte okay das schaffst du wurde plötzlich in eine ich perspektive gewechselt. Auch das hätte ich vielleicht noch hin bekommen, aber ohne ordentlich Kapitel (vielleicht noch mit Hinweis wo man gerade ist) musste ich einfach klein bei geben. Schade die Geschichte wäre bestimmt noch gut geworden.
Potenzial war da. Es war zwischendurch auch recht interessant. Sonst leider sehr viel bla bla und Vorhersehbarkeit. Es war verworren und es war schwierig die Geschichte zu verstehen.

Ich habe es wirklich versucht – mehrere Pausen gemacht, es erneut versucht und schließlich sogar das Hörbuch probiert. Und jetzt, nachdem schon ein paar Monate vergangen sind, seit "Der Rabengott" von Ann Leckie bei mir einziehen durfte, muss ich mir eingestehen, dass es mit mir und dem Buch nichts wird. Ich habe ziemlich genau bei der Hälfte abgebrochen, denn bis dahin hat die Handlung tatsächlich immer noch nicht gestartet. Und das Buch ist kein dicker Wälzer, es hat ja nur 368 Seiten, da muss nach über 180 Seiten eigentlich etwas Nennswertes geschehen sein. Die Seiten werden hauptsächlich mit Geschichtsunterricht gefüllt, von der Ursuppe an bis zum aktuellen Stand der Konflikte. Die Entstehung der Götter und ihr Zusammenspiel mit der Menschheit sollte einem nahe gebracht werden aber ich konnte mir leider keine Vorstellung vom Worldbuilding machen. Auch die Karte im Buch ist zu dürftig gestaltet, als dass es Spaß machen würde, darauf die Zusammenhänge zu verfolgen. Die ungewöhnliche "Du"-Perspektive, durch die ein Gott einen der Protagonisten anspricht, hat mich im ersten Moment begeistert, konnte aber letztlich über den Inhalt nicht hinwegtrösten. Ich hatte mir ein Highlight erhofft aber leider ist "Der Rabengott" nicht das Richtige für mich.

Sehr ungewohnter Schreibstil und hat lange gedauert rein zu kommen, aber das Ende hat mir wiederum sehr gut gefallen

Der Rabengott 🐦⬛ _______________________________________________ Autorin: Ann Leckie Übersetzung: Michael Pfingstl Erschienen am: 16.03.2024 Verlag: Klett-Cotta Genre: High Fantasy _______________________________________________ Klappentext: Seit Jahrhunderten wird das Königreich Iraden von einem Gott beschützt: Er heißt der Rabe und residiert in einem Turm in der mächtigen Hafenstadt Vastai. Von dort wacht er über das Reich. Seinen göttlichen Willen lässt er über einen Rabenvogel an seinen menschlichen »Statthalter« kundtun. Der Vogel des Rabengottes ist tot, und die göttliche Regel schreibt vor, auch der „Statthalter“ muss unverzüglich sterben, um Platz für seinen Nachfolger zu machen. Als Mawat, der rechtmäßige Erbe, mit seinem Freund, dem Kämpfer Eolo, in der Hauptstadt eintrifft, sitzt bereits ein Regent auf dem Herrscherstuhl – sein Onkel. Mawats Zorn kennt keine Grenzen und während er versucht, sein Reich zurückzuerobern, entdeckt Eolo, dass der Turm des Raben ein dunkles Geheimnis birgt: In seinem Fundament harrt eine Prophezeiung, die, wenn sie sich erfüllt, Iraden für immer zerstören könnte. Meine Leseeindrücke: Der Rabengott hat mich ab den ersten Seiten mit seinem Worldbuilding und den kunstfertig gestalteten Charakteren in den Bann gezogen, besonders gefiel mir Eolo, treu und gewitzt und die Myriade. Die Geschichte wechselt zwischen Eolo, dessen Handlungsstrang in der Du-Ansprache erzählt wird und dem götllichen Erzähler selbst. Und da kommen wir zur Prämisse, die ich mit dem Buch hatte: ich fand die Ausgangssituation, die Götter und ihre Welt spannend. Aber durch den ungewöhnlichen Erzählstil kam ich nur sehr mühselig voran. Außerdem fehlte mir eine Kapiteleinteilung. Gerade war ich mitten mit Eolo unterwegs, entdeckte neues wechselte der Handlungsstrang zum götllichen Erzähler oder in eine Rückblende in die Vergangenheit. Mit der Zeit war das ermüdend. Fazit: Eine ungewöhnliche, tolle Fantasywelt, aber leider konnte sie mich nicht ganz überzeugen.

Erwartungen leider nicht erfüllt.
Nachdem ich mir den Klappentext und einige Rezensionen durchgelesen habe, habe ich gedacht dieses Buch könnte wirklich ein kleines Highlight werden…dies war leider nicht der Fall. Einzig der Farbschnitt und die erfrischend andere Erzählperspektive sind für mich erwähnenswert und bescheren dem Buch zwei Sterne. Von der Geschichte habe ich mir eindeutig mehr versprochen 😅 Nach 280 von 368 Seiten habe ich kurz gedacht, dass es nochmal richtig spannend wird, aber das Gefühl hat dann auch nur zwei Kapitel abgehalten und dann plätscherte die Geschichte weiter vor sich hin. Auf jeden Fall schade, aber mich konnte „Der Rabengott“ leider gar nicht abholen und begeistern.
Mal was anderes 👏
Vielleicht lag es an meinen hohen Erwartungen, vor allem ausgelöst durch das begeisterte Lob von Patrick Rothfuss, dass ich dieses Buch mit einer minimalen Enttäuschung abgeschlossen habe. Mein größtes Problem, ohne zuviel verraten zu wollen: einer der beiden großen Handlungsstränge ist originell, packend und erfrischend anders, während der andere eine wenig überraschende, kriminalistisch angehauchte Ermittlung mit wenig interassenten Figuren im Mittelpunkt darstellt. Das Aufeinandertreffen der beiden Perspektiven bildet wiederum ein absolut gelungenes Finale, sodass die zwischendurch aufgekommene Langeweile mehr als ausgeglichen wird. Die durchgehend mystische Atmosphäre ist ebenfalls ein großer Pluspunkt. Außerdem tat es mal wieder richtig gut, einen Einzelband im fantastischen Genre zu lesen, der weiß, wann das Thema einer Geschichte auf den Punkt gebracht wurde. Also, trotz des größeren Kritikpunktes: durchaus empfehlenswert.
„Geschichten sind gefährlich für jemanden wie mich. Denn was ich sage, muss wahr sein, oder es wird wahr gemacht. Und falls es nicht wahr gemacht werden kann (…) muss ich einen Preis dafür zahlen.“ Rabengott ist ein dichtes und anderes Werk, man spürt die Kunstfertigkeit der Autorin hinter jedem Satz - sowohl in der Anlage der Charaktere, als auch in der Geschichte selbst. Liebe ich das Buch - nein, ich denke nicht. Es ist andersartig, sticht aus der Masse hervor - mit seiner Vielzahl an Göttern und streitbaren Menschen. Als Mawat, der rechtmäßige Erbe des Statthalters, mit seinem Adjutanten Eolo nachhause zurückkehrt, findet er die Position schon besetzt vor - durch seinen Onkel. Er ist außer sich vor Zorn. Währenddessen erkundet Eolo den Turm des Raben - und dann haben wir noch einen ganz anderen Erzähler, der sein eigenes Spiel spielt. Zunächst war ich gebannt, von den ersten Seiten - ganz so wie es Leckie wohl auch beabsichtigt hatte. Man kommt nicht umhin, die Ansprache und den göttlichen, allwissenden Erzähler zu bemerken - den anderen Spieler, der sein eigenes Spiel spielt. Er hat Eolo zu seinem ganz eigenen Protagonisten auserkoren - und zeigt das auch immer wieder mit der (ungewöhnlichen) Du-Ansprache. Zum Teil ist es faszinierend - habe ich doch bisher wenige Bücher erlebt, die so durchgehend diese Ansprache verwenden. Eolo war auch mein Lieblingscharakter - treu und findig- Mawat hingegen hatte extremere Charaktereigenschaften. Sein Zorn und seine Verbohrtheit standen ihm oft im Weg. Nichts desto trotz habe ich diesen Erzählstrang wirklich gern gelesen. Dann gibt es noch den „göttlichen“ Erzählstrang - im wahrsten Sinne des Wortes. Durch den göttlichen Erzählstrang zeigt die Autorin viel Liebe zur Darstellung von kulturellen und religiösen Besonderheiten und sowie kriegerischen Auseinandersetzungen. Die Definitionen von Freundschaft und Vertrauen, von Heimat und Fremde sind anders und spannend. Gleichzeitig versucht Ann Leckie diese doch eher erzählende Plotlinie mit Leben zu füllen durch eine ganz spezielle Freundin (die ich wirklich gelungen fand!) - mich persönlich konnte dieser Strang jedoch nicht so sehr abholen wie die Geschichte mit dem leichten Mysterytouch von Eolo und Mawat. Und da liegt mein persönliches Problem, das „Rabengott“ und ich miteinander hatten. Die Gewichtung war für mich eher kompliziert. Kaum hatte ich mich Eolo angeschlossen und war bereit mit Eolo neue Geheimnisse aufzudecken, erzählte und der Gott schon wieder eine Geschichte, ein Gleichniss und katapultierte mich mit seiner breiten Art zu erzählen wieder aus dem Spannungsverlauf heraus. Mit der Zeit war das ermüdend, trotz der eigentlich sehr dichten, niveauvollen Art zu schreiben. Wäre die Waage mehr zur aktuellen Handlung hin geneigt gewesen, hätte mir das Buch wohl insgesamt mehr zugesagt. Ein niveauvolles, dicht geschriebenes Werk, das durch seine ungewöhnliche Perspektive heraus sticht, mich jedoch nicht ganz abholen konnte.

Außergewöhnlich und besonders, aber einfach nicht Meins…
„Der Wandel mochte unvermeidlich sein, doch vielleicht konnte man den Verlauf dieses Wandels beeinflussen. Vielleicht konnte man versuchen, die Ereignisse so zu lenken, dass die Dinge besser wurden – wenn nicht für einen selbst, dann für ein oder auch mehrere zukünftige Wesen, deren Wohlergehen einem am Herzen lag.“ (S.145) Der Rabengott ist ein Buch, das definitiv in die Kategorie „besonders“ und „außergewöhnlich“ fällt. Die Erzählperspektive sticht hervor, denn wir haben hier einen beobachtetenden Erzähler / einen Gott, der einen der Hauptprotagonisten mit „du“ anspricht und ihm erzählt, was er getan hat. Diese Art des Erzählens ist mir zuvor noch nicht begegnet und hat mich am Anfang definitiv neugierig gemacht und ich habe mich sehr gerne auf dieses spannende Experiment eingelassen. Wir haben im Prinzip zwei Handlungsstränge. Zum Einen den um Eolo, den Adjutanten von Mawat (Sohn des Statthalters von Vastai), der wiegesagt aus der Du-Perspektive geschrieben ist. Mawat kehrt mit Eolo in seine Heimatstadt zurück, um sein Erbe anzutreten; doch stattdessen sitzt sein Onkel auf dem Thron des Statthalters und Mawats Vater ist verschwunden. Hier gilt aufzuklären, was geschehen ist. Dieser Erzählstrang macht ungefähr 1/3 des Buchs aus. Der zweite Erzählstrang, die restlichen 2/3 des Buchs, wird aus der Ich-Perspektive des bereits oben genannten Gottes geschildert. Hier geht es um die Geschichte der Götter, wie sie auf die Welt kamen, wie sie mit den Menschen in Kontakt traten, wie sie die Menschen ausnutzten, die Menschen sie ausnutzten und die Götter Krieg gegeneinander führten. Leider muss ich sagen, dass ich keinen rechten Zugang zu beiden Handlungssträngen finden konnte. Es gibt hier keine Kapitel, nur Abschnitte, und es wird immer wieder zwischen den zwei Erzählperspektiven gewechselt. Mit der „Du-Perspektive“ wurde ich nicht warm, sie fühlte sich für mich befremdlich an und führte zu einer großen Distanz zur Handlung an sich, aber vor allem zu den Charakteren; mir war hier auch keiner sympathisch. Die Handlung war für mich überhaupt nicht rund und das Gegenteil von plotgetrieben: Ich fühlte mich wie in einer Kutsche, die auf holprigem Untergrund dahinstolpert und nicht so recht vorankommen will. Als dann mal endlich Fahrt aufkam, landete man in recht dubiosen Gefilden, mit denen ich Nichts anfangen konnte und das Interesse verlor. Die Geschichte der Götter fand ich ebenfalls uninteressant geschildert und in Abschnitten abgehandelt, die oft begannen mit „Hier ist eine Geschichte die ich gehört habe…“ und „Hier ist noch eine Geschichte die ich gehört habe“; diese Aneinanderreihung empfand ich als repetitiv und ermüdend. Ich möchte dringend darauf hinweisen, dass es auch sehr viele positive Stimmen und Rezensionen zu diesem Buch gibt, die ihr euch unbedingt auch anschauen solltet! Geschmäcker sind wie immer unterschiedlich - und das ist ja auch gut so! Dieses Buch war einfach nichts Meins, das passiert 🤷♀️

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Seit Jahrhunderten wird das Königreich Iraden von einem Gott beschützt: Er heißt der Rabe und residiert in einem Turm in der mächtigen Hafenstadt Vastai. Von dort wacht er über das Reich. Seinen göttlichen Willen lässt er über einen Rabenvogel an seinen menschlichen »Statthalter« kundtun. Der Vogel des Rabengottes ist tot, und die göttliche Regel schreibt vor, auch der „Statthalter“ muss unverzüglich sterben, um Platz für seinen Nachfolger zu machen. Puuuuuuuuhhhhh was ein Buch es wird und wird einfach nicht besser. Der Schreibstil ist stellenweise als Erzähler der Geschichte was auch nicht schlimm ist. Lese gerne Geschichten die erzählt werden. Die Konversationen zwischen den Figuren sind eine Katastrophe. Die Sprachwahl ist echt anstrengend und es macht kein Spaß beim Lesen. Ich habe mir einfach Dank dem Klappentext mehr erhofft. Es ist mehr so geschwollen geschrieben was der Geschichte leider nicht gut tut. Schade eigentlich ein schönes Buch. Kann auch sein dass andere es anders sehen aber mir gefällt es leider nicht so gut. Das mit dem Rabengott ist schon interessant aber leider nicht spannend genug und der Schreibstil macht es noch schlimmer. Hätte mir einfach eine bessere Umsetzung gewünscht.....
Interessanter Ansatz, aber nicht mein Fall
Nachdem ich schon einige negative Rezensionen gelesen hatte, wollte ich das Buch nicht mehr lesen. Es flog sogar von meiner Wunschliste. Jedoch wurde mir das Hörbuch in meinem Abo angezeigt, sodass ich doch neugierig wurde und mal reinhören wollte. Habe das Buch beendet, doch wurde es je weiter ich im Buch vorankam, schwerer am Ball zu bleiben. Erstmal die Idee, das Worldbuilding und die Erzählerperspektive waren schon interessant. Aber leider nur zu Beginn, dann wurde es schnell anstrengend und langatmig. Die Protagonisten blieben unnahbar und irgendwie fremd. Die Darstellung der Götter war nicht schlecht, aber da sind mir Zeus, Odin und Co. lieber. Bin wohl zu einfach gestrickt, um die Genialität dieses Buches zu verstehen. Freu mich für jeden dem es gefällt, aber mein Fall ist es nicht.
Pros: a smart and tough trans MC, the interesting (and seemingly pagan?) system of gods Cons: pretty much everything else, really: boring story telling, flat characters, uninteresting plot, underwhelming ending
"Der Rabengott" von Ann Leckie bietet eine faszinierende Welt voller Götter und Intrigen. Die Charakterisierung ist stark, insbesondere die des mysteriösen Rabengottes, der eine komplexe und geheimnisvolle Persönlichkeit besitzt. Die Art und Weise, wie die Geschichte durch die Augen dieses Gottes erzählt wird, verleiht dem Roman eine einzigartige Perspektive und Tiefe. Leider kann der Erzählstil manchmal etwas langsam und verwirrend sein, was es schwierig machen kann, sich in die Handlung einzufinden. Obwohl die Geschichte fesselnd ist, könnte sie von einem strafferen Tempo profitieren. Insgesamt bietet "Der Rabengott" eine interessante Welt und fesselnde Charaktere, aber der Erzählstil könnte verbessert werden. Daher gebe ich dem Buch eine Endbewertung von 3,5 von 5 Sternen.
Super Fantasy mit cooler Erzählperspektive - hat was!

Anspruchsvolle Shakespeare-Neuinterpretation Das Cover hat mich sofort magisch angezogen. Es verströmt eine düstere Atmosphäre und lädt so gelungen zum Blick hinter den Umschlag ein. Der Schreibstil wirkt dank der neutralen Du-Perspektive einzigartig, erschwert dadurch aber sowohl den Einstieg ins Buch als auch das Einfühlen in die Charaktere. Die High Fantasy Geschichte erfordert außerdem viel Konzentration und selbstständige Schlussfolgerungen von den Lesenden. Zu Beginn habe ich mich etwas desillusioniert gefühlt, wurde dann aber immer mehr in den Bann politischer Intrigen gezogen. Ein Großteil der Handlung wird von weitschweifigen sprachphilosophischen Überlegungen und der Reflektion über das komplexe Glaubenssystem eingenommen, was in einem langsamen Erzähltempo und vielen inneren Monologen resultiert. Ein actiongeladenes Epos sollte man hier also nicht erwarten. Stattdessen verfolgt man die Zuspitzung schleichenden Unheils und obwohl wir es hier nicht mit einem Schlachtenepos zu tun haben, ist der Showdown dennoch beeindruckend. Da die Charaktere so wenig Raum einnehmen, fällt es mir schwer, sie einzuschätzen. Sie bleiben bedingt durch die Erzählperspektive schlicht fremd. Was mir allerdings sehr gefallen hat, ist die ungezwungene Diversität der ProtagonistInnen. Obwohl ich etwas anderes erwartet habe, konnte mich das Buch nach einer längeren Eingewöhnungsphase doch noch für sich einnehmen und ich werde es sicher irgendwann noch einmal lesen. Wer sowohl anspruchsvolle High Fantasy als auch die Eigenarten klassischer Literatur mag und auf der Suche nach einem Buch zum Entschleunigen und langsamen Lesegenuss ist, sollte hier einmal reinlesen.
Eine ruhige Erzählung über die Gottheiten. Es fehlte leider die Spannung

Hohes potenzial
Die Story beginnt mit dem kennenlernen der Hauptprotagonisten, der eine ist der Rabe und der andere bleibt erstmal unbekannt, der Rabe lebt in einem Turm der Stadt Vastai und überbringt seinen Willen über den Stadthalter , als Eolo in Vastai eintrifft findet er ein dunkles Geheimnis raus das der Turm birgt, die Story ist zu Beginn recht spannend formuliert, und man fliegt richtig durch die Geschichte, allerdings zieht sie sich gegen Ende extrem und irgendwie ist da auch die Luft raus, eigentlich schade da die Story wirklich Potenzial gehabt hätte, die Settings sind wirklich toll beschrieben und man kann sich die einzelnen Ort schön vorstellen. Die Art und weise wie die Autorin durch die Geschichte leitet ist sehr speziell , der schreibstill erinnert stellenweise an ein Gedicht, was das ganze zu etwas ganz besonderen macht.
Die verschiedenen Handlungsstränge in den unterschiedlichen Zeiten machen das Buch nicht gerade einfach zu lesen. Meine Erwartungen waren gerade aufgrund der sehr guten Bewertungen andere als die im Buch vorzufinden sind.

Mal ein ganz anderer Erzähler
Bei dem Buch fällt es mir sehr schwer, eine finale Meinung zu bilden. Der Erzählstil ist hier mal was ganz anderes. Ganz am Anfang konnte mich der "Du" - Erzähler sehr überzeugen und hat mich neugierig gemacht, zu erfahren, wer erzählt und über wen erzählt wird. Sobald das dann klar war, hat dieser Stil den Reiz etwas verloren und ich fand "sagtest", "machtest", "fühltest" irgendwann anstrengend zu lesen, weil ich es sonst nicht gewohnt war. Andererseits war es auch ganz interessant, weil einem der Protagonist dadurch auch geheimnisvoll geblieben ist, da man nie wirklich wusste, wie es in ihm drin aussieht. Mein aller größtes Problem bestand darin, dass das Buch keine Kapitel hat. Damit kam ich nicht so gut klar. Die Passagen mit den Rückblicken haben sich teilweise etwas gezogen, gerade zum Ende hin wurde aber der Zusammenhang deutlich. Insgesamt ist das Buch weniger actionreich beinhaltet allerdings einige Intrigen und Geheimnisse, die ganz am Ende zu einer großen Vergeltungsaktion enden, bei der ich interessiert bin, wie diese tatsächlich ausgeht. Zusammenfassend ein Buch mit einem Erzählstil der mir mal gut, mal weniger gut gefallen hat, der definitiv nicht für jeden was ist. Eine eher ruhigere Geschichte die besonders auf Geheimnissen basiert.

Einfach nur toll!
Ist es anders? DEFINITIV! Macht es das umso besser? ABSOLUT! Es ist ein absolut wundervolles Buch. Nachdem man den Teil des World-building überstanden hat und tiefer in die Geschichte eintaucht, lässt sie einen nicht mehr los. Für Fantasy Einsteiger würde ich es vielleicht nicht direkt empfehlen. Aber wer bekannt ist mit Fantasy wird es lieben. Es gibt Verrat, Spannung, Rätsel, Intrigen.. Alles was man sich nur wünschen kann.
Definitiv anders
Als Erstes fällt einem bei diesem Buch die etwas andere Erzählweise auf, die aus der Sicht des Gottes erzählt wird. Es ist etwas ungewohnt und man braucht evtl etwas um in das Buch hinein zu kommen. Im Großen und Ganzen ist es aber sehr gelungen und lesenswert.
Ann Leckies erster High-Fantasy-Roman ist schlicht eine Wucht. Altbekannte Ränkespiele vermischt mit innovativen Gottheiten und eine ungewöhnliche Erzählweise unterhalten bestens.
Not your usual Fantasy
Es ist so absolut anders als alles was ich je gelesen habe. Allein an die Erzählweise muss man sich erstmal gewöhnen, da der Gott uns alles berichtet als ob wir Eolo wären und uns an nichts mehr erinnern könnten was wir getan haben. Hat man sich aber daran gewöhnt liest es sich doch flüssig durch. Aber es ist wie gesagt nicht ein leichtes Fantasy Abenteuer. Es ist für mich viel Politischer und eher eine geschichts Erzählung einer anderen Welt. Was auch nochmal verstärkt wird durch den Wechsel von Gegenwart zur Vergangenheit die sich dann erst am ende des Buches treffen. Es sind sozusagen die Memoiren eines Gottes. Ich persönlich habe auch lange nicht verstanden wie das ganze jetzt zusammen passt, was mich aber dran bleiben ließ, weil es mir sonst keine ruhe gelassen hätte. Ein gutes buch um mal aus der „Normalität“ auszubrechen.


















































