Das Buch fühlt sich zuerst an wie viele einzelne Stimmen mitten im Freibadtrubel, verschiedene Figuren, lose Szenen, kein klarer roter Faden. Man ist erstmal ein bisschen orientierungslos, weil alles nebeneinander herläuft und sich noch nichts richtig verbindet. Gerade das macht aber den Reiz aus und mit der Zeit fügen sich die Eindrücke langsam zusammen, Beziehungen und Zusammenhänge blitzen auf, auch wenn sie nie ganz vollständig erklärt werden. Am Ende bleibt deshalb weniger eine klassische, geschlossene Geschichte hängen, sondern eher ein Gefühl, wie ein Sommertag im Freibad, der einfach vorbeizieht und sich nicht komplett festhalten lässt.
Bei mir dauerte es bis ca. Seite 50 bis ich in das Buch eintauchen konnte. Der Tag im Schwimmbad ist so wunderbar beschrieben, dass ich die Pommes riechen konnte, die Kinder freudig schreien gehört hab und die Eiskarte vor mir gesehen habe. Die Umkleidekabinen waren unsere. Die Pfälzer Sprache ist auch meine. Ich glaube das war auch unser Schwimmbad.
Dieses Buch bringt Einblicke in viele Menschen, allerdings passiert sehr wenig.
Freibad-Nostalgie – Seemann vom Siebener hat mich ins Schwimmbad meiner Kindheit zurückversetzt
Dieses Buch ist für all jene, die (sagen wir mal im letzten Jahrtausend) ihre Sommer in Freibädern am Land verbracht haben. Ich habe Seemann vom Siebener von Arno Frank im Urlaub am Pool gelesen und es sehr genossen. Wir begleiten eine Handvoll Charaktere durch einen letzten heißen Sommertag im Freibad. Irgendwie sind die Menschen in dem kleinen Ort alle miteinander verwoben, was die Geschichte nach und nach offenlegt. Allerhand Erinnerungen werden wachgerufen, und Arno Frank löst eine angenehme Nostalgie im Leser aus. Dennoch sind die Geschichten auch von einem leisen Schatten begleitet. Den Einstieg ins Buch fand ich etwas schwierig, denn mit der Vielzahl an Personen ist man zu Beginn durchaus gefordert, den Überblick zu behalten. Das legt sich jedoch recht schnell. Besonders schön fand ich, dass Arno Frank viele Textpassagen geschrieben hat, die nachhallen. „Blau ist das Wasser nicht nur, hat er gedacht, weil die Kacheln blau sind. Mein Wasser WILL blau sein.“ [Kleiner Exkurs: Diese Textstelle hat mich sofort an die Folge „Zima Blue“ aus der Netflix-Serie Love, Death & Robots erinnert. Der zehnminütige Kurzfilm lohnt sich sehr.] Insgesamt ist Seemann vom Siebener eine wunderbare Urlaubslektüre: kurz(-weilig), schön geschrieben, atmosphärisch und auch ein wenig rührselig - und mit einem wirklich traurig-schönem Ende. Ich glaube sogar, dass ich das Buch irgendwann noch einmal lesen werde. Großes Lob auch an die perfekte Covergestaltung die genau die richtige Stimmung und Gefühl mitbringt.
Seemann vom Siebener Roman von Arno Frank Die für mich schönste Aussage im Roman: "Kinder werden nicht, was sie einmal werden wollen oder wir für sie vorgesehen haben. Sie werden, wer sie sind. Jedes Kind ist fertig. Immer schon. All diese Klassenfotos mit den Schultüten, all diese Anfänge. All diese Gesichter wirken wie unbeschriebene Blätter, dabei sind sie mit unsichtbarer Tinte schon längst bis zum Rand vollgekritzelt". Seite 145
Ein sonniger, letzter Ferientag lockt die Menschen in Ottersweiler in der Pfalz ins örtliche Freibad. Jeder einzelne, der Besucher, hat irgendeinen Grund genau heute zum Schwimmen zu gehen. Der Siebenmeter-Sprungturm ist seit einem schlimmen Unfall seit Jahren geschlossen und das wird von allen Badegästen akzeptiert. Denn jeder weiß wie furchtbar dieser Unfall für den Bademeister Kiontke war und wie schlimm er immer noch darunter leidet. Aber Hilfe will er nicht annehmen. Einige der Badegäste lernen wir abwechselnd, in kurzen Kapiteln immer näher kennen und erfahren mit welchen alten Geschichten sie zu kämpfen haben. Jeder von ihnen ist auf der Suche nach dem persönlichen Glück und versucht die Veränderung des Lebens zu akzeptieren. Mit der Entscheidung einer Schwimmbadbesucherin, die Sperrung des Siebeners zu missachten und einen Seemannsköpfer aus dieser Höhe zu wagen, wird der Bann der Vergangenheit jedes Einzelnen gebrochen. Ein emotionaler Wendepunkt, der Tod, Leben, Resignation und Neuanfang verbindet. Dieser Seemann vom Siebener ist für jeden Protagonisten der eigene Sprung in einen Neuanfang. Ein wunderschöner, tiefgründiger Roman, der in blumiger Sprache und in zwei Perspektiven erzählt wird. Die Ich-Form behält selbstverständlich der Charakter inne, der zum Schluss den Kreis aller Protagonisten schließt. Ich hab den Roman wirklich gerne gelesen und auch einige Parallelen zu unserem örtlichen Freibad ziehen können. Auf dass sich solche kleinen Freibäder noch lange halten und noch viele Generation darin ihren Spaß haben werden.
Leichtfüßiger Sommer
Dieses Buch transportiert auf eine ganz wundersam leichtfüßige Art das Gefühl "Sommer", wirklich süß und schön für sonnige Tage zwischendurch☀️
Dies war eine Empfehlung einer Kollegin für mich und es hat mich überrascht: Beschrieben wird ein Sommertag im Freibad. Auf den ersten Blick scheint nicht viel zu passieren, aber die verschiedenen Menschen werden detailliert beschrieben. Sie beobachten sich gegenseitig, machen sich ihre Gedanken, treten miteinander in Kontakt. Ich fand den Aufbau und Spannungsbogen des Buches sehr gelungen. Manche Menschen besser getroffen als andere, aber alles sehr packend erzählt.

„Seemann vom Siebener“ war für mich ein richtig tolles Buch, eines dieser seltenen Highlights, die man sofort spürt. Die erzählten Perspektiven sind wunderbar miteinander verwoben: Jede Figur taucht in den Blickwinkeln der anderen wieder auf, und dadurch entsteht dieses besondere Gefühl von Nähe und Verbundenheit. Das Freibad-Feeling war sofort da. Diese Mischung aus Chlor, Sommerhitze, schüchternen Blicken, Mutproben und dem ganz eigenen Rhythmus eines Freibadtages. Gleichzeitig so nostalgisch, dass man automatisch an die eigene Kindheit denkt, an Sommertage, die endlos schienen und nach Pommes riechen. Die Charaktere sind toll gezeichnet, lebendig, warm. Und der Schreibstil ist wunderschön, leicht, poetisch und voller feiner Beobachtungen. Und irgendwie das schöne Dorfleben wurde schön, nicht klischeehaft dargestellt. Jeder kennt jeden aber auf eine schöne Art. Für mich ein absolutes Highlight: atmosphärisch, berührend und einfach richtig schön.

Nur ein Tag im Freibad, aber da steckt so viel mehr drin
Das war ein ganz besonderes Buch. Eigentlich wird nur ein Tag im Freibad beschrieben. Man begleitet verschiedene Personen, die alle eine eigene Geschichte mitbringen, in die man eintauchen kann. Viele der Personen kennen sich und kommen im Freibad ins Gespräch. Es ist spannend zu sehen, wie bei dem Aufeinandertreffen der Personen richtige Welten aufeinandertreffen und wie sich Leben unterschiedlich entwickeln können. Ganz besonders ist die Geschichte vom Bademeister Kiontke. Er ist Zeuge eines großen Unglücks geworden und steht trotzdem am Beckenrand. Seine Entwicklung zu verfolgen war irgendwie emotional und ich hätte nicht gedacht, dass ein kleines Zitat über das Schwimmabzeichen "Seepferdchen" es schafft, mich eine Träne verdrücken zu lassen. Ein guter Sommer-Read, der einen auch oft zum Schmunzeln bringt!
Einmal Freibad zum wegträumen....
Sehr schön geschrieben. Ein Genuss die einzelnen Personen einen Tag lang quasi über die Schultern zu schauen und damit ihre Geschichte mitzuerleben. Dieses Buch bringt einen Sommertag aufs Papier und man kann das Chlor und frische Pommes quasi riechen. Kann es nur empfehlen. Vom Lehrerurgestein bis hin zur Kindergärtnerin werden die einzelnen Besucher eines kleinen alten Waldfreibades beleuchtet. Selbst Weltenbummler zieht es einmal zurück ins Bad warum und wieso erfährt man in sich schnell wechselnden Kapiteln die sich leicht und flüssig lesen lassen, bei jeden neuen Abschnitt überlegt man nur kurz wer grade seine Gedanken und Ansichten teilt. Das Buch zeigt ein Querschnitt der Gesellschaft ohne wertend zu wirken. Man entscheidet selbst wie man mit den Personen umgeht. Definitiv zum wiederholten lesen geeignet, genauso wie ein zweiter Sprung ins wunderbare Freibadbecken.
Kleiner Rohdiamant im Freibadbecken
Humorvoll und unaufgeregt, mit wunderbarer Sprache. Charaktere zum Gernhaben. Erinnert mich etwas an Mariana Lekys "Kummer aller Art". Insbesondere Isobel hat es mir angetan und mich stetig an meine alte Mathelehrerin Frau Meburger erinnert mit ihren Sprüchen. "Schnatter, schnatter, Ruhe auf dem Ententeich" (Mebi ❤️) vs. "Halte er den Schnabel" (Isobel 🧡). I see no difference! Auch die Anzahl der Charaktere fand ich am Einstieg nicht so kompliziert, wie manche andere hier in den Reviews, man hat doch recht schnell die wichtigsten fünf, sechs Personen zugeordnet und sortiert. Schade, dass der Sommer jetzt gefühlt schon wieder vorbei ist, aber wer sich dieses Gefühl von Freiheit mit Pommes Schranke und Flutschfinger erhalten möchte, dem sei dieses Buch wärmstens ans Herz gelegt!
Nette Geschichte, unnötige diskriminierende Begriffe reproduziert
Eine geballte Ladung verschiedener Leben in einem Freibad. Ein schönes, charackterreiches Buch voller matschig Pommes und Flutschfinger.
Da ist was passiert im Freibad. Etwas über das der Kiontke nicht sprechen will, etwas auf dem Siebener - der ist seit dem gesperrt. Und jetzt treffen sich im Freibad Menschen, die schon lange kommen oder auch lange nicht mehr da waren. Und eine Person hat etwas auf dem Siebener vor... Da ist Isobel, die jeden Tag kommt und die Ursprünge des Freibades begleitet hat. Da ist Renate, die rauchende Ticketverkäuferin, die jeden kennt. Da ist Sergej der Kioskbesitzer, der nur in Witzen spricht. Da ist Lenny, der nach langer Zeit wieder in die Heimat kommt. Da ist Josefine, die grade verwittwete Ehefrau und da war Max, der nun nicht mehr ist. Das Buch ist sehr kurz, aber man braucht Zeit und Ruhe, um es zu fassen. Es ist voller Characktere und kleinen Geschichten, die einen teils schmunzeln, teils grübeln lassen. Ich hab es gern gelesen und Einiges daraus mitgenommen.

Ein Tag im Freibad
Der Geruch von Chlor, Pommes und Sonnencreme. Leises Kindergeschrei und platschende Sprünge vom Turm. Leichtes Dösen in der Sonne. All das verbinde ich mit dem Begriff “Freibad”. Und wie oft habe ich mich schon gefragt, wer wohl so die Leute sind, mit denen man das Wasser und den Tag teilt. Genau dieser Frage geht Arno Frank nach. Wir sind einen Tag mit dabei und lernen unzählige Menschen kennen (für meinen Geschmack fast ein paar zu viel) – ihre Geschichten, ihre Sehnsüchte, ihre Träume. Ich hab ehrlich ein bisschen gebraucht, um in das Buch reinzukommen, weil es doch sehr viele verschiedene Perspektiven gibt. Trotzdem eine nette und kurzweilige Sommerlektüre. Eigentlich wie gemacht für einen Besuch im Freibad.
Schwimmbadfeeling adé
Leider, leider habe ich diesem Roman großes Interesse geschenkt. Der Klappentext lässt sommerliche Leichtigkeit vermuten. Eine Story, die ganz im Sinne von kindlichen, jugendhaften Schwimmbaderfahrungen steht. Aber nichts da. Ich habe mich nur so von Seite zu Seite gekämpft, die Langeweile hätte mich fast abbrechen lassen, hätte ich am Strand andere Bücher zur Verfügung gehabt. Was dem Leser hier geboten wird, ist eine Perspektive von verschiedenen Badbesucher*innen. Nuanciert erfahren wir, in welcher Hinsicht die Figuren miteinander verwoben sind. Das Schwimmbad vereint sie alle, auch über den Tod hinaus. Auch wenn sich hinter der Geschichte eine gewisse Tiefgründigkeit versteckt, hat mir das Gefühl von sommerlicher Leichtigkeit gefehlt.
Freibad Feeling mit Tiefgang. Der Einstieg war etwas schwer, da man einige Leute kennenlernt und es nur Abschnitte gibt und so erstmal schauen muss um wem es sich handelt. Aber dranbleiben lohnt sich und man kann die Leute auseinander halten. Die einzelnen Erzählerstränge fügen sich zum Schluss zusammen. Thematisch geht es um das Leben und den Tot . Genau wie dessen Verarbeitung. Der Seemann vom Siebener zum Schluss ist wie eine Art Befreiung und Verarbeitung. Plus all die kleinen feinen Punkte rund um ein Freibad.
Plätschert nur so daher, nimmt leider keinen Schwung auf und es sind viel zu viele Personen und mit keiner wird man irgendwie warm. Ich habs als Hörbuch gehört, fand die Erzählerstimme super toll, deswegen habe ich weiter gehört. Bin aber vielleicht auch deswegen immer eingeschlafen 😂
Eine Geschichte ohne Geschichte
Dieses Buch erzählt Geschichten über Menschen ohne Geschichten wirklich zu erzählen. Das ganze spielt sich an einem Tag im Freibad ab. Quasi in Echtzeit. Spannend und seltsam zugleich.
Wunderbar, wie sich die einzelnen Teilgeschichten immer wieder verflechten und voneinander lösen. Der häufige Wechsel zwischen Geschichten und Personen macht die Erzählweise kurzweilig und baut Spannung auf. Viele spannende Eckpunkte der Erzählung wurden aufgelöst und vieles blieb unbeantwortet. Dieser Tag im Freibad hätte für mich unendlich weitergehen können!
Ein Sommertraum vom Freibad... Nichts steht für mich so sehr für Sommer wie das Freibad in der Kleinstadt. Freibäder, die irgendwie einzigartig sind. Es gibt sie nur dort, weder in der Großstadt, noch im Ausland. Es sind keine Erlebnisbäder mit Kletterfelsen, Reifenrutschen, Saunalandschaften, Palmen aus Plastik und nachhaltigem Restaurant. Es sind schlichte Schwimmbecken, 5 Meter Sprungtürme, kleine Rutschen, Liegewiesen mit Bäumen und ein Kiosk, der Pommes verkauft. Mehr braucht es nicht für Kindheitserinnerungen... Dieses Buch ist ein Sommertag voller Kindheit und Freibadromantik, ein Buch voller Leben, Humor und Schwermut. Ein Buch, das zum träumen einlädt. Träumen in eine vergangene Zeit, den nächsten Sommer und die verpasste Liebe.

Jede Menge Chlor, Pommes, eine Biene, ein Papagei und diverse Lebenskrisen
Ein nostalgischer Sommertag im Freibad – sechs schräge Typen, jede Menge Chlor, Pommes, eine Biene, ein Papagei und diverse Lebenskrisen. Zwischen den ganzen tiefgründigen Freibad-Philosophien zwischen den Zeilen wird klar: Das Leben ist wie ein Sprung – kurz, wild und nie ganz kontrollierbar. Mein Lieblingscharakter war Isobel.
Arno Frank nimmt uns für einen Tag mit ins Freibad. 6 Menschen, 6 Sichtweisen, 6 Geschichten treffen im Freibad aufeinander Das Buch weckt Kindheitserinnerungen an überfüllte Liegewiesen, Frittenduft und waghalsige Sprünge vom 5 Meter Turm. Ein kurzes Sommervergnügen.
Buchclub: 2+ Super lebhaft geschrieben - ich konnte mich komplett in die Szenerie rein denken. Leider offenes Ende.
Gar nicht so einfach zu einer Bewertung zu kommen
Der Einstieg in die Geschichte ist mir schwer gefallen. Das lag sowohl am Schreibstil, als auch an den vielen verschiedenen Perspektiven. Als dann klarer wurde, dass alle Handlungsstränge im Freibad Zusammentreffen war meine Neugier etwas geweckt. Dennoch fand ich das Ende dann leider zu offen. Aber das Buch hat eins geschafft: ich hab Lust auf Freibad bekommen! Deshalb sind es für mich 3 und nicht 2,5 Sterne ⭐️ geworden.
Ein Tag im Freibad
Klappentext: Ein Sommertag, der das ganze Leben erzählt. Es ist heiß. Freibadwetter. Da sind das Schwimmbecken, die Liegewiese und der Sprungturm mit dem Siebener, der gesperrt ist seit dem Unglück damals. Aber die Vergangenheit lässt sich nicht ewig abriegeln. Das weiß Kiontke, der Bademeister, so gut wie alle anderen hier. Wie Joe und Lenny, oder Isobel, die immer mehr im Gestern lebt. Für sie alle ist das Freibad ein Ort, der ihren Lebensweg bestimmt. Mit feinem Humor und großem Einfühlungsvermögen erzählt Arno Frank vom Weggehen und Zurückkommen, vom Bleiben und der Suche nach dem Glück. Ein Buch, so leuchtend wie der letzte Spätsommertag. Meine Meinung: Das Buch hat mir richtig gut gefallen. Es war wie ein Besuch im Freibad mit all den unterschiedlichen Menschen und deren Geschichten und Gedanken. Der Schreibstil ist schön und leicht zu lesen. Das Buch endet sehr offen aber es passt perfekt zum Buch.
Am Anfang denkt man vlt. Es wäre langweilig. Eine Geschichte in der nicht viel passiert. Die nur an ein einem Tag handelt. Aber wenn man weiter liest und die Figuren in dem Buch immer mehr kennen lernt und ihre Hintergründe und Lebensgeschichten versteht und kennenlernt wird das Buch besser und besser. Es ist keine spannende aufreibende Geschichte aber der Tag im Freibad aus verschiedenen Sichtweisen ist so gut erzählt, dass man mit den Figuren fühlt, denkt und lacht. Eine Geschichte mit Tiefgang, die ich jedem empfehle, der ein Buch nicht weglegen möchte aber trotzdem ein eher ruhiges Buch möchte. Gut geschrieben und einnehmend. Am Anfang kann es allerdings etwas dauern bis man in der Geschichte angekommen ist. In the beginning, you might think. It would be boring. A story in which not much happens. Who only acts in one day. But if you continue reading and get to know the characters in the book more and more and understand and get to know their backgrounds and life stories, the book gets better and better. It's not an exciting tiring story, but the day in the outdoor pool from different perspectives is so well told that you feel, think and laugh with the characters. A story with depth, which I recommend to anyone who does not want to put a book away but still wants a rather quiet book. Well written and engaging. In the beginning, however, it can take a while to get into the story.

Für alle, die sich nochmal in den Sommer träumen möchten!
Das Buch erzählt von einem spätsommerlichen Tag im Freibad und den Alltäglichkeiten des Lebens. Die Geschichte wird aus der Sicht verschiedener Charaktere geschildert, die alle mit ihren eigenen Wünschen und Problemen zu kämpfen haben und das Freibad als gemeinsamen Zufluchtsort sehen. Der Roman weckt bereits vergessene Sommertage wieder zum Leben.
Kammerspiel im Freibad
Ein wunderschön erzähltes Hörbuch, das Sehnsucht nach vergangenen Freibadtagen, Pommes und Kindheit weckt. Mit Wortwitz kommen facettenreiche Charaktere zusammen, halten an Vergangenem fest und beugen sich ungern der Macht der Veränderung. Ein wunderbares Buch für die kühleren Sommertage, welche den Herbst mit sich bringen.
Ein Tag in einem Freibad. Ein altmodische Bad, das in Kürze ersetzt werden soll. Die Besucher und die Mitarbeiter seit Jahren mit dem Bad verbunden, andere nach Jahren erst zurück gekehrt. Bruchstücke aus den jeweiligen Leben, an einem Tag im Freibad zusammen gekommen. Ein Buch ohne eine feste Handlung und doch mit einem Sog.
Süße Erzählung!
Man bekommt richtig Sommer-Freibad-Vibes bei dem Buch, und alles riecht nach Sonnencreme, Chlor und Freibad-Pommes! Wenig Handlung, aber tolle Erzählung!🩵
Eine Ode an das Freibad! Das Buch schafft es die Stimmung an einem Sommertag km Freibad perfekt einzufangen. Sprachlich ist das Buch schon außergewöhnlich: witzig-leicht, pointiert, kritisch und trotzdem sehr feinfühlig. Die Figuren werden wunderbar in ihren Eigenheiten beschrieben und verweben sich erst Stück für Stück miteinander. Es wird auch erst Stück für Stück der Hintergrund bzw. die Geschichte hinter der Geschichte aufgedeckt. Da hat mir am Schluss allerdings noch ein bisschen was gefehlt für einen richtig runden Abschluss. Trotzdem lesenswert.
"Niemand hat irgendwas zu tun. Das ist seltsam, weil sonst immer alle irgendwas zu tun haben. Irgendwo hinmüssen, irgendwas zu erledigen haben, irgendwen treffen wollen. Hier nicht. Es ist, als wäre das ganze übliche Leben ausgekuppelt und liefe verpflichtungsfrei im Leerlauf weiter, anderswo. Es besteht nicht einmal die Pflicht, sich zu amüsieren. Ein Aufenthalt im Freibad, denke ich, ist wie ein Freilos zum Wegblödeln der Zeit." Der Sommerroman, von dem ich nicht wusse, dass ich ihn brauche <3 Er lässt sich am besten im warmen Gras unter voller Sonne lesen, also go for it, sobald es das Wetter wieder zulässt. Seid darauf gefasst, dass euch die Figuren innerhalb dieser 230 Seiten rasch ans Herz wachsen - ich habe mitgelacht, als der Badmeister Kiontke in seinen Adiletten über den Rasen gehechelt ist, um seine "Pappenheimer" (aka mühsame Teenies) zusammenzuscheissen, und ich habe mitgefühlt, als die demente Isobel sich auf einmal 20 Jahre zurückversetzt gefühlt hat.
Freibad Feeling, inklusive Entschleunigung
Grundsätzlich hat mir das Buch ganz gut gefallen, es ist aber seeeehr ruhig. Das muss man mögen. Vom Klappentext her, hatte ich mir etwas ganz anderes vorgestellt. Man erlebt einfach einen relativ ruhigen Tag im Freibad aus verschiedenen Perspektiven. Ich fand es am Anfang schwer reinzukommen und die verschiedenen Charaktere kennenzulernen. Man erfährt über die einzelnen Personen nicht viel. Einiges geschieht auch zwischen den Zeilen. An manchen Stellen hat es mich ehrlicherweise etwas gelangweilt.
Hat mir sprachlich/vom Aufbau keinen leichten Einstieg beschert, sich im 2. Teil aber überraschend gewandelt, so dass mich die, von einer faszinierenden Beobachtungsgabe begleitete, Darstellung des "Freibad-Mikrokosmos" fesseln konnte und ich auch Zugänge zu den sehr authentisch vorgestellten Figuren erlangt habe. Zur Interpretation einzelner Verbindungen und des offenen Endes, sollte man die "paranormale" Ebene der Handlung erkennen können.
Ein Tag im Freibad und die verschiedensten Menschen kommen zusammen. In diesem Buch wir ein kurzer Einblick in die verschiedenen Lebenswelten gegeben. Der Schreibstil ist eindringlich und sehr bildhaft. Man fühlt sich direkt dabei. Und trotz der Kürze des Buches erhält man einen guten Überblick über die Leben den Protagonisten. Zu Beginn hatte ich etwas Schwierigkeiten in die einzelnen Personen zu schlüpfen, aber das hat sich im Laufe des Buches gegeben. Auch gibt es eine Person, die aus der Ich Perspektive erzählt wird. Ich hätte gerne noch mehr erfahren, trotz der Dichte der Erzählung.
Das Buch ist gut geschrieben. Es werden verschiedene Personen im Freibad beschrieben und deren Hintergründe und Beziehungen wechselweise unter die Lupe genommen. Hat mir gut gefallen.

Ein Tag im Freibad - und doch so viel mehr
Inhalt: Ein Sommertag, der das ganze Leben erzählt. Es ist heiß. Freibadwetter. Da sind das Schwimmbecken, die Liegewiese und der Sprungturm mit dem Siebener, der gesperrt ist seit dem Unglück damals. Aber die Vergangenheit lässt sich nicht ewig abriegeln. Das weiß Kiontke, der Bademeister, so gut wie alle anderen hier. Mit feinem Humor und großem Einfühlungsvermögen erzählt Arno Frank von der Suche nach dem Glück. Ein Buch, so leuchtend wie der letzte Spätsommertag. Meine Meinung: Das Freibad in diesem Roman ist nicht ausgefallen. Es ist alt, versprüht den Charme der 70iger Jahr, die Zeit architektonisch im Stillstand, es gibt keine Rutschen, kein Wellenbad. Und genau das versprüht seinen ganz eigenen Charme. Es vermittelt Sehnsucht nach Beständigkeit in einer rasanten Welt, das Festhalten wollen von Altbekanntem, den Wunsch, zurück in die eigene Jugend reisen zu können. Das Freibad meiner Kindheit wurde lange zugeschüttet, Neubaugebiet drauf. Aber hier, wo ich jetzt lebe, ist das Schwimmbad noch genau dieser Sehnsuchtsort mit altem Charme und alten Fliesen. Arno Frank nimmt uns mit auf einen Tag in diesem Freibad am vermutlich letzten heißen Tag des Jahres. Erzählt wird die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven. Für einige ist das Freibad neu, sind sie selbst doch noch so jung, andere blicken wehmütig auf die letzten Jahrzehnte zurück, wieder andere versuchen, die Vergangenheit zum Schweigen zu bringen. Alle haben ihre Geschichte, sind im Kleinen mit ihren eigenen Problemen beschäftigt. Die Geschichte handelt von Verlust und Veränderung, im Grunde vom Leben selbst. Und während einige neugierig in die Zukunft blicken, haben andere nur noch ihre Vergangenheit... ‘Seemann vom Siebener’ ist ein leises, kleines Buch, das auf den ersten Blick nur einen Tag in einem Freibad abbildet. Aber unter der Oberfläche schlummern ganze Leben, Träume, Wünsche, Sehnsüchte und Verluste. Eine Liebesgeschichte an alte Freibäder und das Leben selbst. Große Empfehlung von mir!

Gelesen mit dem imaginären Geschmack von Freibad Pommes auf der Zunge! 😄
Das war ein richtig schöner, sommerlicher „Easy Read“! Dieses Buch ist so atmosphärisch, dass man sich direkt in die Kulisse des dörflichen Freibads hineinversetzt fühlt. Gekonnt legt Arno Frank die Historien, Geschichten, Sehnsüchte und Verstrickungen der einzelnen ProtagonistInnen Häppchenweise auf das Tablett. So war meine Neugier geweckt und ich „schwamm“ beim Lesen förmlich mit. Ich habe selten ein Buch gelesen, welches so süffisant, fein ironisch und doch auch emotional und tragisch zugleich war. Ein angenehmes Lesevergnügen für heiße Sommertage, wobei es mich auch nicht nachhaltig beschäftigt oder beeindruckt hat. Daher von mir „nur“ 3,5 Sterne, aber dennoch eine volle Leseempfehlung für alle, die ein feines, kleines „Sommerbuch“ suchen und Lust auf Freibad Feeling haben!

Ottersweiler in der Pfalz – es ist heiß. Die halbe Stadt hat sich im Freibad versammelt. Kiontke ist Bademeister, trotz des Unglückes vor vielen Jahren, für das er sich die Schuld gibt. „Wenn ein Grauen in der Welt ist, dann braucht es eine Ursache. Das macht es leichter zu ertragen. Wo eine Ursache ist, ist auch Schuld. Und Schuld darf in der Welt nicht bleiben, sie muss irgendwo hin. Warum also nicht auf die Schultern des einzigen Menschen, der so seltsam unberührt wirkte von der ganzen Scheiße?“ S. 7 Wir begleiten mehrere Protagonist:innen durch den Tag. Renate, die Kassiererin, die zu viel raucht und den Kiontke ein bisschen zu sehr mag. Isobel: ihr verstorbener Mann hat damals das Freibad errichtet. Lennart, der die ganze Welt sah und trotzdem zurückkehrte. Josefine, die auch wieder da ist und immer noch mit Lennart verbunden. Und schließlich ein Mädchen (die einzigen Passagen, die aus der Ich-Perspektive geschrieben sind), welches den Seemann vom Siebener machen möchte, obwohl dieser seit der Tragödie gesperrt ist. Langsam spinnt der Autor ein Netz und alles fügt sich zusammen. Dieser Roman ist sehr mitfühlend, die Figuren sind fein gezeichnet. Das Setting ist für alle Leser:innen greifbar. Man hat sofort den Chlor- und Pommesgeruch in der Nase und spürt das kühle Nass auf der eigenen Haut. Ich habe das Buch sehr gerne gelesen, weil ich mich gut in die Protagonist:innen versetzen konnte. Die detaillierten Gesellschaftsbeobachtungen erinnern an eine Studie eines kleinen Dorfs im Nirgendwo. Ich kann euch dieses Buch nur empfehlen – 5/5
An sich fand ich das Buch wirklich sehr schön, aber das Ende war mir doch etwas zu offen - daher einen Stern Abzug.
Wenn ich könnte, würde ich 6 Sterne geben!!! Hier wird das Phänomen "Freibad" so meisterhaft eingefangen, als wäre man selbst gerade mittendrin. Und die Hauptfiguren... jede ging mir ans Herz 💕Ich habe das Buch ganz langsam gelesen, weil ich nicht wollte, dass es endet. Ein echtes Kunstwerk 🥰
Die Geschichte plätschert so dahin, aber berührt leider nicht
Mir hat die Geschichte leider nicht gefallen, da mir kein Charakter sympathisch war und alle Geschichtsfäden am Ende viel zu lose in der Luft hingen. Viele der Gedanken waren malerisch beschrieben, haben ein klares Bild der Charaktere gezeichnet, aber das "Kammerspiel" war mir leider viel zu einseitig und das Buch hätte für mich auch eine Kurzgeschichte sein können.
Eine Ode ans Freibad
Ein warmer Sommertag im Freibad der fiktiven Provinz Ottersweiler. Hier kommen an diesem einen Tag viele Menschen zusammen, viele Geschichten, viele Biografien, die sich alle mal mehr mal weniger verflochten und wieder entwirrt haben. Verschiedene Generationen, verschiedene soziale und kulturelle Herkünfte, verschiedene Sorgen und Sehnsüchte: All das verschmilzt im Freibad. Dieser Roman ist ein Gefühl verbunden mit verschiedensten Gerüchen (Chlor, Wiese, Sonne auf Asphalt, Pommes und Sonnencreme). Dieser Roman ist melancholisch und nostalgisch: Ich war beim Lesen mit warmer Wehmut gedanklich an jedem Winkel meines Jugend-Freibads, in dem ich teilweise wochenlang jeden Tag war. Dieser Roman ist klug konstruiert: Er hält die Leser*innen hin, gibt Informationen vage nur tröpfchenweise preis, um ja nicht dieses Gefühl aufs Spiel zu setzen, was über allem steht. Ein richtig feines kleines Büchlein für jede*n, der/die das Gefühl von Freibad liebt. Wie schade, dass dieser Ort mancherorts von seinem unbeschwerten Frieden eingebüßt hat.
Nicht ganz meins
Die Geschichte an sich ist gut, allerdings stört mich der Erzählstil. Wieder einmal wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt, Vergangenes wird vage angedeutet, vieles steht zwischen den Zeilen. Dadurch kommt kein Erzählfluss auf und es entstehen Längen, die das Buch uninteressant machen. Schade!
Hey- echt gut
Schwimmbad war gefühlt das Thema in 2023- zumindest auf den Covern. Ich habe es im Winter 23/24 (onleihe möglich) gelesen. Das Buch ist wirklich lesenswert. Tolle und echte Wiedergabe wie es in einem Schwimmbad und nicht in einem Spaßbad ist. Verschiedene (Lebens-)Geschichten der Besucher und Mitarbeiter. Weil ich auch in genau so einem Bad auf dem Land das Schwimmen gelernt habe, habe ich es wie eine Hommage empfunden. Kurz und knackig,
Wunderbar, wie sich die einzelnen Teilgeschichten immer wieder verflechten und voneinander lösen. Der häufige Wechsel zwischen Geschichten und Personen macht die Erzählweise kurzweilig und baut Spannung auf. Viele spannende Eckpunkte der Erzählung wurden aufgelöst und vieles blieb unbeantwortet. Dieser Tag im Freibad hätte für mich unendlich weitergehen können!
Einen Tag im Freibad zwischen Schicksalsschlägen und verschiedenen Leben 🏊🏼♀️
Spätsommer im Freibad - unterschiedlichste Menschen tummeln sich im örtlichen Freibad, von jung bis alt, wir lernen einiges über die verschiedenen Werdegänge, Schicksalsschläge, menschliche Beziehungen und Geschichten. Ein Buch über Vergänglichkeit, Erinnerungen, Hilfe suchen, sich befreien und Neuanfänge.
Atmosphärisch, tiefgehend, emotional
Klare Beobachtungen über Menschen mit einem feinen Sinn für Humor, absolut lesenswert!
Ein Tag im Freibad
Ich fand es interessant, gerade die verschiedenen Sichtweisen und Rückblicke der Figuren. Wie alles im Freibad zusammen trifft von Kindergarten Kindern, die das Seepferdchen machen wollen bis hin zur Witwe, die eigentlich auf der Beerdigung ihres Mannes sein sollte. Spannender Tag im Freibad, der ruhig beginnt und das Ende (leider) offen bleibt
















































