12. März
Rating:3.5

Das Cover der Geschichte konnte mich leider gar nicht überzeugen, dafür war aber der Inhalt besser. In dem Buch herrscht eine ganz eigene Atmosphäre, die damit zusammenhängt, dass die Geschichte in den 1960ern/70ern spielt und viel der entrückten Party-/Hippieszene mitaufgegriffen wird. Das Gefühl des Aufbruchs, das die teils rebellischen Jugendlichen damals verspürten, kann ich so nicht nachvollziehen. Vermutlich muss man sowas erlebt haben, um es richtig zu fühlen, aber auch so war es interessant, darüber zu lesen. Das Verhältnis zwischen Phoebe und ihrer (nun verstorbenen) Schwester war etwas schwierig, da Phoebe ihre Schwester auf der einen Seite anhimmelt, wie einen Gott und auf der anderen Seite hasst, weil sie immer alle Aufmerksamkeit auf sich zog. Das war etwas verwirrend und hätte psychologisch wohl noch viel Spielraum geboten. Die Suche nach den letzten Spuren ihrer Schwester führt Phoebe quer durch Europa und das Ende, also wie sie, zusammen mit einem ehemaligen Freund ihrer Schwester namens Wolf, herausfindet, wie ihre Schwester Faith letztendlich ums Leben kann, war etwas schräg aber auch irgendwie faszinierend. Alles in allem ein Buch, das für mich weder ein Top noch ein Flop war und irgendwie sehr schwer zu bewerten. Daher würde ich allen raten, es zu lesen, falls der Klappentext sie anspricht oder es sein zu lassen, wenn nicht.

Die Farbe der Erinnerung
Die Farbe der Erinnerungby Jennifer EganFISCHER Taschenbuch