
KURT Sarah Kuttner ET: 13.03.19 „Trauer kann einen verschwinden lassen, bis man nicht mehr zurückfindet.“ (S. 170) Lena ist mit dem großen Kurt nach Brandenburg gezogen – wegen seines kleinen Kurts, der eigentlich bei seiner Mutter Jana lebt. Ihren großen Kurt konnte sie nur mit seinem kleinen Kurt haben, das wusste sie von Anfang an. Jetzt lebt sie mal mit einem und mal mit zwei Kurts in einem Haus, das dringend renoviert werden muss. Die Welt bleibt keine Sekunde stehen, als der kleine Kurt einen tragischen Unfall hat und stirbt. Der große Kurt trauert und fühlt sich in dieser schrecklichen Situation seiner Ex-Frau näher als Lena, die den kleinen Kurt immerhin zwei Drittel seines sechsjährigen Lebens begleitet hat – und selbst genauso trauert, auch wenn es oft keinen Raum dafür gibt. Was für ein intensives Buch. Sarah Kuttner schreibt leicht, fast beiläufig und gleichzeitig so treffend, dass es direkt unter die Haut geht. Dieser leise Humor, der immer wieder durchblitzt, steht im starken Kontrast zu der tiefen Trauer – und genau das macht das Buch so besonders. Eine Geschichte über Verlust, über das Auseinanderdriften und Zusammenhalten, über eine Patchwork-Familie, der das Leben einen unfassbar harten Schlag versetzt. Fazit: Ein Buch über Trauerbewältigung und eine andere Art von Liebesgeschichte. Ganz große Leseempfehlung 🖤🖤🖤🖤🖤+/5 (Heute gibt es traurige Herzchen und keine Lesemäuse)






















































