Das Warten einer Familie auf den allgegenwärtigen, alles dominierenden Vater.
Normalerweise kommt der Vater immer um kurz vor 18 Uhr nach Hause. IMMER. Und dann muss alles gerichtet sein, sonst "werden sie ihn aber mal kennenlernen". Die komplette Familie (Mutter, Tochter und Sohn) hat den Tagesablauf nach den Anweisungen des Vaters auszurichten. Doch jetzt ist er auf Geschäftsreise und alle warten und zur Feier der erwarteten Beförderung gibt es Muscheln. Aber der Vater kommt nicht. Und während wir alle gemeinsam warten, wird aus der Sicht der Tochter erzählt, wie es sich so mit dem Vater lebt, nämlich immer voller Angst und Abwarten, was als nächstes passiert. Der Stil der Erzählung ist alles andere als einfach, ein langer Schachtelsatz reiht sich an den nächsten. Vieles wird mehrmals, aber besonders eindringlich wiederholt. Und so hofft man gemeinsam mit der Tochter, der Vater möge einfach wegbleiben und niemals wieder auftauchen. Die Erzählweise ist sicher nicht für alle etwas, mich hat die Geschichte fasziniert und ich habe mit der Tochter gelitten.








