21. Mai
Ganz interessante Gedankenanstöße, aber hat sich teilweise wie ein Selbsthilferatgeber angefühlt
Rating:2.5

Ganz interessante Gedankenanstöße, aber hat sich teilweise wie ein Selbsthilferatgeber angefühlt

Grundsätzlich fand ich das Thema des Buches ganz interessant, da es sich um das Opfersein dreht und wie sich Personen oder Gruppen zu Opfer stilisieren (wie bspw. Trump). Vorallem die Ausführungen zu aktuellen Entwicklungen in Politik und Gesellschaft konnten mich also abholen. Mit vielen anderen Sachen konnte ich dagegen kaum etwas anfangen. Teilweise hat sich das Buch wie ein Selbsthilferatgeber angefühlt zum Thema "wie man kein Opfer ist" und es war echt unangenehm, das zu lesen. Auch einige Argumentationslinien, die eher schon in eine anthropologische Richtung gehen und wir plötzlich bei den Jägern und Sammlern sind, konnte ich nicht nachvollziehen. Es geht um die Entwicklung des Verständnis eines Opfers und wir sind bei den Jägern und Sammlern, dann irgendwelchen Menschenopfern, Jesus, um dann ca. 2000 Jahre Kulturgeschichte zu überspringen und im Heute weiterzumachen. Es war nicht schlüssig und die Schlüsse des Autos wirkten sehr weit hergeholt oder gar abstrus. Desweiteren holt der Autor immer sehr weit aus, sodass es langatmig wurde und ich mich gefragt habe, worauf er denn bitte hinaus will. Auch wenn ich einige Thesen interessant fand, kann ich das Buch nicht so Recht weiterempfehlen.

Das Opfer ist der neue Held
Das Opfer ist der neue Heldby Matthias LohreGütersloher Verlagshaus