„vertraute fremde“ ist so ein wunderschöner one shot. Dieses gefühl wieder zurück in die Vergangenheit zu wollen, um alles anders machen zu können, wurde so gut eingefangen. Dazu diese mystery rund um das verschwinden des Vaters.
Das hat mich auf einer emotionalen ebene so abgeholt. Dazu liebe ich es, wie taniguchi es einem selbst überlässt, ob man den Vater als den „Bösen“ sieht oder nur als „Opfer“ seiner lebensumstände.
Nächste Station
Vergangenheit
vertraute Fremdheit
long forgotten
hätt' noch bisschen weilen können
deine Stimme hör'n
in dieser Stunde
Schokoladenseite
Bewusstseinsstrom
beschwingt lächeln
ich dreh' mich um
fühlst du das
erzähl
wie warm ist dein Herz
ist da noch Platz
don't leave me here
in the dark
auf dieser Brücke
Wenn du jetzt hier wärst -
Zeit läuft ab
Raumzeit winkt
wo bist du
Guten Tag
Fahrkarten bitte
Physik ist 'ne
schnell noch ein'
Sorrytext
retrofuturistisch
in die Tasche gesteckt
You're gonna be fine
aus Zeitlinie gelöscht
Message bleibt
alledem
durchgeatmet
Zukunft wartet
und die Lichter
gehts dir damit
besser
Die Handlung klingt zunächst fast simpel: Ein erfolgreicher, aber emotional entfremdeter Architekt mittleren Alters – Hiroshi – wird durch einen Zufall in die Vergangenheit versetzt und erwacht als Teenager in seinem 14-jährigen Körper, mit all dem Wissen und der Lebenserfahrung seines erwachsenen Selbst. Doch was wie ein klassisches Zeitreise-Motiv klingt, entwickelt sich zu einer stillen, tiefgründigen Reflexion über Familie, Reue und die verpassten Chancen des Lebens.
Ich war besonders beeindruckt davon, wie leise und unaufdringlich Taniguchi erzählt. Es gibt keine dramatischen Höhepunkte im klassischen Sinne – keine Effekthascherei –, und doch war ich auf jeder Seite emotional gefesselt. Die fein gezeichneten Gesichter, die stimmungsvollen Hintergründe und die oft wortlosen Szenen sprechen eine Sprache. Es ist ein Manga, der mich dazu brachte, über mein eigenes Verhältnis zu meiner Vergangenheit und zu meiner Familie nachzudenken.
Was mich besonders bewegte, war Hiroshis langsames Wiederentdecken seiner Eltern, insbesondere seines Vaters, den er als Erwachsener kaum verstanden hatte. Durch seine neue Perspektive konnte er Dinge sehen, die ihm als Kind verborgen geblieben waren. Diese Szenen haben mich zum Nachdenken gebracht – wie oft habe ich selbst Menschen zu schnell beurteilt oder einfach zu wenig hingeschaut?
Der vertraute Fremde ist kein Manga, den man einfach so nebenbei liest. Für mich war es ein zutiefst berührendes Leseerlebnis – fast wie ein ruhiges Gespräch mit einem alten Freund, der plötzlich Dinge ausspricht, die ich längst vergessen glaubte.
Hat nicht die geringste Ahnung, beim Kauf. Gesehen liegen gelassen und beim zweiten Mal gedacht: ach komm den nehm ich jetzt doch mal mit. Was für eine gute Entscheidung 😂
Story und Zeichnungen waren einfach super.
Ein hervorragender Manga von Jiro Taniguchi.
Inhaltlich geht es um einen Mann in seinen 40ern der aufgrund ungeklärter Umstände in seine Vergangenheit als 14jähriger Mittelschüler zurückversetzt wird.
Neben der Zeitreise selbst behandelt der Manga noch weitere Themen, so versucht der Protagonist das Verschwinden seines Vaters zu verhindern und muss sich auch mit seinem Verhältnis als Erwachsener zu seiner eigenen Familie auseinandersetzen. Da der Band im wesentlichen in den 1960ern spielt, bekommt man auch einen schönen Einblick in das Japan dieser Zeit.
Obwohl der Band als One Shot nur einen begrenzten Umfang hat, schafft er es dennoch eine runde Geschichte zu erzählen und alle wesentlichen aufgeworfenen Punkte abzuschließen und nur offen zu lassen was auch offen bleiben soll.
Zeichnerisch ist der Manga hervorragend, man erkennt sofort den typischen Stil von Taniguchi.
Alles in allem ein schöner Band der auch zum Nachdenken anregt.
Mal was ganz anderes! Ich habe mehrere Tage für den Band gebraucht, aber auch nur weil ich mir richtig Zeit zum Lesen dann genommen habe. In wenigen Seiten ist passiert irgendwie viel und zudem ist die Geschichte wirklich schön erzählt.
Tatsächlich kann ich mich total in die Rolle des Protagonisten hineinversetzen! Solche Gedanken kommen einem irgendwann und man schwelgt in Erinnerungen an "Damals". Hehe
Klare Empfehlung!
Ein Meisterwerk über eine Zeitreise, die einen nachdenklich macht.
Zeitreise, das sicherlich etwas was einige gerne tun würden.
Sehr fesselende und aufschlussreiche Story 😊
Zu allererst muss ich sagen, das ich Zeitreisen sowieso mag und als ich den Klappentext gelesen habe, war sogleich mein Interesse geweckt.
Hier geht es um einen Mann, der durch Zufall in seine Heimatstadt kommt und dort urplötzlich in die Vergangenheit reist.
Dort kommt er als 14-jähriger Junge wieder zu sich und muss sich mit seiner Vergangenheit/ Gegenwart befassen.
Hier wird viel über seine Familienverhältnisse offenbart.
Das er geistig aber 48 Jahre alt ist und eine gewisse Lebenserfahrung hat, macht die Story interessant und an einigen Stellen lustig.
Fazit:
Taniguchi hat sich hier mal wieder selbst übertroffen.
Die Story an sich ist mega interessant und auch der Verlauf der Geschichte bis zum Ende passt wunderbar und ist auch nachvollziehbar.
Die Entwicklung des Jungen ist auch sehr gut gelungen.
Alle Fragen/ Geheimnisse wurden gelöst und erklärt.
Die Zeichnungen sind typisch Taniguchi und man sollte sich die Zeit nehmen, sie sich genauer anzuschauen.
Die Bilder erzählen manchmal mehr, als der Text.
Wer Zeitreisen und Slice of Life mag, der sollte hier mal reinschauen.
Es werden ernste Themen angesprochen und es wird über das Leben nachgedacht.
Bisher ist dies der Beste Jiro Taniguchi Manga/ Graphic Novel, die ich gelesen habe.
Ich hoffe weiterhin solche Schätze von ihm lesen zu können 💞
This was an unexpectedly emotional graphic novel about choices, identity and family within a time travel setting. While it sounds adventurous enough, the story actually captivated mundane life and activities more often than not, but gave them momentum within the story of our lives and a differently paced significance. It was quite beautiful!