⚧️👊🏼🏰 Berlin für Rebellinen - geht aber noch besser
Ich fand es sehr spannend zu lesen, wie die Autorin beschreibt, was aus den wilden und anarchischen Frauen der damaligen Frauenbewegung geworden sein könnte. Gleich vorweg: Es ist noch alles da – und das ist irgendwie tröstlich. Manchmal muss es nur wieder hervorgeholt werden. Die Geschichte von Susanne und den Frauen in der „Burg“, einem Wohnhaus ausschließlich für Frauen, ist wunderbar erzählt. Sie steckt voller Herz, aber auch voller Spannungen, Komik und Melancholie. Es geht um Erfolg und Scheitern, ebenso wie um Krankheit und Tod – denn die Frauen sind inzwischen alle älter geworden. Ganz nebenbei zeigt Matthiessen auch, wie sehr sich das gesellschaftliche Leben seit den 70er Jahren verändert hat. Dadurch wurde das Buch für mich auch zu einer kleinen Reise in eine Vergangenheit, die ich selbst so nicht erlebt habe – was vielleicht auch der Grund ist, warum mich nicht alles gleichermaßen abgeholt hat. Gerade die Themen Feminismus und Patriarchat fand ich dennoch äußerst interessant und wichtig, auch wenn ich mich altersbedingt nicht in allen Aspekten wiederfinden konnte.









