Etwas diffus, aber trotzdem sehr tiefgründig.
Das Buch lässt sich leicht und flüssig lesen. Ich interessiere mich sowieso sehr für das Thema psychische Krankheiten. Man hat beim Lesen einen schönen Einblick in die Welt von Lea bekommen und nicht nur ihre Störung, sondern auch die einiger Mitpatienten. Auch die Rückblicke fand ich spannend, um mehr über das "Warum" zu erfahren. Was mich allerdings stört ist, dass das Buch eine psychiatrische Einrichtung irgendwie zu einfach darstellt. Auch der Umgang mit den Krankheiten war mir etwas zu flapsig, zu schnell waren die meisten auf einmal "fast geheilt", "auf den besten Weg", "die Symptome nahezu weg" (das sind KEINE direkten Zitate aus dem Buch, sondern meine etwas augenrollenden Gedanken beim Lesen) . Vielleicht war es aber auch die Intention der Autorin, etwas die Angst von psychiatrischen Einrichtungen zu nehmen. Leider ist es nur in den seltensten Fällen so leicht, wie es hier dargestellt wird. Ich glaube aber auch, dass es extrem schwer ist, den Grad zwischen der Ernsthaftigkeit des Themas und der Leichtigkeit eines Liebesromans zu vereinen und dafür war das Buch gut. Ich habe mich gut unterhalten gefühlt.

