Zweiter Teil der Kinderklinik Weißensee und der weg von Krankenschwester Emma und Ärztin in Ausbildung Marlene
Im zweiten Teil der Reihe verfolgen wir den weiteren Weg von Lene und Emma, die sich als Frauen nach dem zweiten Weltkrieg in der beginnenden Weimarer Republik durchsetzen wollen. Emma als alleinerziehende Mutter und Marlene als Ärztin in Ausbildung. Auch hier wurden die Leser wieder mitgenommen in die Anfänge der Weimarer Republik und die zeitgemäße Krankenversorgung.
Mit Jahre der Hoffnung, dem zweiten Band der Reihe Kinderklinik Weißensee, führt Antonia Blum die Geschichte von Marlene und Emma konsequent weiter. Und auch dieser Teil hat mich wieder gepackt.
Es war schön, die beiden Schwestern auf ihrem weiteren Weg zu begleiten. Man freut sich mit ihnen, leidet mit ihnen – und ärgert sich an vielen Stellen. Vor allem darüber, wie selbstverständlich Frauen damals zurückgestellt wurden.
Der Erste Weltkrieg verändert alles. Plötzlich müssen Frauen einspringen. Sie führen den Haushalt, kümmern sich um die Kinder und übernehmen zusätzlich die Arbeit der Männer. In der Klinik tragen sie enorme Verantwortung. Sie funktionieren. Sie halten alles am Laufen. Doch Anerkennung bleibt aus. Nach Kriegsende verlieren viele Frauen ihre Stellen wieder, als die Männer zurückkehren. Das ist schwer auszuhalten – gerade weil man sieht, wie kompetent und belastbar sie waren.
Umso stärker wirkt der Teil des Romans, in dem Frauen beginnen, für ihre Rechte einzustehen. Das Frauenwahlrecht, der Wunsch nach Selbstbestimmung, der Mut, selbst Auto zu fahren oder Ärztin werden zu wollen – all das steht für einen echten Umbruch. Es geht nicht nur um einzelne Figuren, sondern um eine ganze Generation, die sich nicht mehr mit der alten Ordnung zufriedengibt.
Marlene und Emma bleiben dabei nahbar. Sie machen Fehler, zweifeln, kämpfen – aber sie bleiben nicht stehen. Genau das macht das Buch so lesenswert. Es zeigt, wie viel Kraft in Veränderung steckt, auch wenn sie mühsam ist.
Jahre der Hoffnung verbindet persönliche Schicksale mit einer bewegten Zeit. Man liest weiter, weil man wissen will, wie es für die beiden ausgeht – und weil man merkt, dass viele der damaligen Fragen nach Gleichberechtigung bis heute nicht vollständig beantwortet sind.
Kinderklinik Weißensee - Jahre der Hoffnung
von Antonia Blum
Buch 2 von 4
Bei einem Krieg gibt es keine Gewinner
Ich bin ganz verliebt in diese Reihe, so authentisch, so emotionsgeladen, so grausam und doch so friedvoll.
Wir sind nun im Jahr 1918 angelangt und Marlene kehrt nach ihrem Medizinstudium als Medizinalpraktikantin an die Kinderklinik Weißensee zurück.
Ihrer Schwester Emma ist es gelungen, trotz unehelichen Kindes, ihre Stellung und ihren Stellenwert als Krankenschwester in der Klinik weiter auszubauen.
Für beide Schwestern ist ihr Beruf tatsächlich auch ihre Berufung und sie versuchen bestmöglich ihr Privatleben mit dem Klinikleben zu vereinbaren.
Die Zeiten sind hart, der 1. Weltkrieg ist immer noch nicht vorbei, alle sehnen sich nach Frieden, Millionen von Soldaten sind verletzt, gestorben oder vermisst. Die Frauen haben die Arbeit der Männer übernommen, damit die Versorgung gewährleistet ist.
Antonia Blum nimmt viele Themen des damaligen Zeitgeschehens auf, die sie uns Lesern anschaulich, klar und fesselnd nahe bringt. Medizinische Themen wie Spanische Grippe, Typhus oder Rückenmarksverletzungen, gesellschaftliche Themen wie Stummfilme, ihre Filmstudios und Aufführungen und selbstverständlich auch politische Themen wie das Ende des Kaiserreichs, die Gründung der Weimarer Republik, das Frauenwahlrecht und der Versailler Friedensvertrag.
Dieser Vetrag war für die Monarchisten und Nationalisten ein schlag ins Gesicht und es kam zu immer mehr Straßenschlachten gegen die Sozialdemokraten, die die Mehrheit in der Regierung hatten.
Sehr beeindruckend fand ich die Abhandlung der psychischen Belastungen der Kriegsrückkehrer, demonstrativ und sehr empathisch.
Was mir auch im Gedächtnis bleiben wird ist der Krankenfahrstuhl der durch eine Patientin dann in Rollstuhl umbenannt wird.
Am Ende gabs auch wieder einen Cliffhanger, der das Weiterlesen der Reihe zum absoluten Muss macht.
Ich freue mich drauf 🥰
Mal wieder was anderes als sonst gewohnt. Aber wie auch der erste Teil, ein wunderschön geschriebenes Buch. Tolle Figuren, die damalige Zeit wird gut dargestellt. Es endet unerwartet und zu abrupt.. obwohl ich als nächstes etwas anderes lesen wollte, muss ich nun doch direkt mit dem dritten Band weiter machen..:)
Auch im zweiten Teil beweisen Emma und Marlene, was für starke Frauen sie sind. Marlene wird Ärztin und hat in der damaligen Zeit mit vielen Vorurteilen gegenüber Frauen zu kämpfen. Auch Emma leidet unter den Stereotypen als allein erziehende Mutter. Umso bewundernswerter wie beide allen Herausforderungen trotzen. Zudem ist das Buch wieder so geschrieben, dass der Leser das Gefühl bekommt, nah am Geschehen zu sein und die Emotionen der Protagonisten nachzuempfinden. Klare Leseempfehlung!
"Kinderklinik Weißensee-Jahre der Hoffnung", von Antonia Blum, ist der zweite Band einer vierteiligen Saga, über die Geschichte der, auch in echt existierenden, Kinderklinik.
Inhalt:
"Berlin 1918: Marlene Lindow ist überglücklich, als Ärztin in Ausbildung an der Kinderklinik Weißensee arbeiten zu können. Dort kämpft sie nicht nur um ihren geliebten Maximilian, der völlig verändert aus dem Krieg heimkehrt, sondern auch gegen die Spanische Grippe, die sich rasant in Berlin ausbreitet. Als der Sohn ihrer Schwester Emma ebenfalls erkrankt, taucht der verschollene Kindsvater auf. Er bietet Emma eine neue Heimat fern des seuchengeplagten Berlins. Eigentlich kann sich Emma ein Leben ohne ihre Schwester nicht vorstellen, und auch die kleinen Patienten an der Klinik brauchen die engagierte Kinderkrankenschwester. Doch als Emmas Sohn zu sterben droht, gibt sie ein folgenschweres Versprechen." (Klappentext)
Die Charaktere:
Auch in diesem Band verfolgen wir wieder die beiden Schwestern, Marlene und Emma Lindow.
Vorallem Marlene steht hier deutlich mehr im Fokus. Sie muss sich als Medizinalpraktikanten an der Klinink beweisen, wo ihr einige Steine in den Weg gelegt werden, weil Frauen als praktizierende Ärzte, noch nicht in der Gesellschaft angekommen sind.
Gleichzeitig steht ihr Privatleben völlig auf dem Kopf, da ihr Partner, Maximilian von Weilert, aus dem 1. Weltkrieg zurückkehrt und nichts mehr so ist, wie es vorher war.
Und dann kommt noch die Spanische Grippe als Kirsche auf der Sahnetorte dazu.
Aber Marlene, wäre nicht Marlene, wenn sie das alles nicht irgendwie hinbekommen würde.
Ich fand ihren Charakter auf jeden Fall sehr stark, weil sie immer für ihre Liebsten alles gegeben hat.
Zudem bin ich der Meinung, dass sie im Gegensatz zu Band 1 eine richtig gute Entwicklung durchlebt hat, durch die sie nun mit festen Beinen im Leben steht.
Und auf der anderen Seite ist da Emma, die in ihrem Job als examinierte Krankenschwester angekommen ist.
Sie hat mittlerweile ein Kind, über das sie sich, so gut es geht kümmert, da auch ihr Job viel von ihr abverlangt.
Ich fand es ein wenig schade, dass man von ihr nicht ganz so viel mitbekommen hat.
Was ich mir gewünscht hätte, wäre zudem mehr "Schwestern-Momente", davon gab es leider auch nicht so viele.
Was mir jedoch gut gefallen hat, war, dass sich die Schwestern auch ein wenig mit ihrer Vergangenheit auseinandergesetzt haben.
Der Schreibstil:
So wie man es aus Band 1 kennt, fliegt man auch hier nur so durch das Buch.
Man darf hier nicht mit den riesen Plottwists rechnen, aber die Reihe hat einen sehr guten Unterhaltungsfaktor.
Ich persönlich fand diesen Band auch um einiges politischer, als den ersten Band, was vielleicht auch der Epoche, in der die Geschichte spielt, geschuldet ist.
Die Geschichte wird aus den Perspektiven der 3. Person von Marlene und Emma und einigen anderen Charakteren erzählt.
Fazit:
"Kinderklinik Weißensee-Jahre der Hoffnung", von Antonia Blum, ist eine gute Fortsetzung, die für mich jedoch nicht komplett an den ersten Band rankommt.
Die Atmosphäre ist wesentlich angespannter und düsterer, was natürlich der Epoche der Geschichte geschuldet ist.
Dieses Buch verpackt viele Themen in einer Geschichte. Sei es Frauen, die beginnen, in Männer dominierten Feldern zu arbeiten, alleinerziehende Mütter oder die Männer, die traumatisiert aus dem Krieg zurückkehren. Das alles findet man in diesem Buch.
Für mich persönlich hätte man letzteres noch mehr ausschmücken können. Das war mir alles irgendwie zu einfach gelöst.
Zudem hatte das Buch für mich ein paar wenige Längen, weswegen es mich nicht ganz so gepackt hat, wie der Vorgänger.
Dennoch werde ich die letzten beiden Bände aufjedenfall noch lesen.
Hat mir persönlich besser gefallen. Trotz einiger Längen ganz schön geschrieben, ich musste sogar ein paar Tränen verdrücken weils wieder kitschig schön war.
Gelungene Fortsetzung und wieder Zeit für Gefühle.
Nachdem mich der erste Band der Reihe tief berührt hat – besonders die Geschichte von Marlene und Emma –, war ich gespannt, wie es in Band 2 weitergeht. Und ich wurde nicht enttäuscht.
In diesem Teil steht die Geschichte von Maximilian und Marlene im Mittelpunkt, aber auch Emma spielt eine bedeutende Rolle. Max muss in den Krieg ziehen, wo er als Arzt Verletzte und Verwundete behandelt – eine Erfahrung, die nicht ohne Folgen bleibt. Gleichzeitig begegnet Emma einem alten Bekannten aus Band 1, der ihr Leben völlig durcheinanderbringt.
Besonders beeindruckend war wieder die Darstellung der Schwierigkeiten, mit denen Frauen in der Medizin konfrontiert waren. Dass es für eine Frau in dieser Zeit beinahe unmöglich war, als Ärztin anerkannt zu werden, ist schlicht frustrierend – ich konnte nur den Kopf schütteln.
Alles in allem ein tolles Buch, das ich nur empfehlen kann!
Die Geschichte der Lindow Schwestern geht in die zweite Runde!
In den stürmischen Zeiten des 1. Weltkrieges und der Weimarer Republik muss sich Marlene Lindow als erste Kinderärztin beweisen und auch auf Emma warten unerwartete Hürden.
Alles in einem ein sehr kurzatmiges Lesevergnügen, das viel Spaß macht. Die Autorin schreibt im gewohnten Erzählstil des 1. Bandes und dieses Mal ist auch der Plottwist am Ende nicht soo flach.
Einzig und allein ein halber Punkt Abzug, da mir die Romanze von Emma und Kurt am Anfang zu flach war und weil mir Doktor Buttermilch echt manchmal den letzten Nerv geraubt hat, aber vielleicht sollte der auch extra so geschrieben sein :)
Alles in einem aber eine sehr schöne Fortsetzung, mit spannendem Cliffhänger am Schluss!
Ein sehr schöner historischer Roman zu Zeiten des 1. Weltkriegs und der spanischen Grippe.
Flüssig geschrieben, gute Charaktere mit Potenial. Teilweise sehr vorhersehbar, aber nicht im negativen Sinne.
Hat mir gut gefallen und werde die Reihe weiter verfolgen.
Und die Geschichte um die beiden Kinderkrankenschwestern Marlene und Emma geht spannend weiter und umfasst die Zeit um den 1.Weltkrieg, die Weiterentwicklung des Deutschen Reiches und die Rechte der Frauen.
Ich bin ja schon vom jeweiligen Cover fasziniert und mir ist aufgefallen, dass das abgebildete Kind auch immer in der Geschichte speziell vorkommt. Hier auch passend in Verbindung mit der süssen kleinen Kämpferin Frieda, gesundheitlich fast aussichtslos und doch so ein Überlebenswille und obwohl ein trauriger Umstand, dennoch mit vielen so bewegenden und niedlichen Augenblicken.
Genauso wie mir auch Willi Pinke aus dem Empfang mit dem Berlinerischen Dialekt so gut gefallen hat, er ist die treue Seele des Krankenhauses und hat für jeden ein offenes Ohr- der Seelsorger fürs Personal.
Der Werdegang der beiden Schwestern selbst ist auch so schön - jede hat ihre eigene Geschichte, die abwechselnd, teilweise aber auch zusammenhängend erzählt wird und obwohl sie doch sehr verschieden sind, halten sie dennoch zusammen und geben sich gegenseitig Halt. Alte Erinnerungen, überraschende Wendungen und Einblicke in ihre Kindheit und auch die Entscheidung, auf wen die große Liebe fällt, werden so berührend und emotional erzählt.
Ob Höhen oder Tiefen, Neid, Missgunst, die Qualen des Krieges, Zeiten des Abschieds und des Neuanfangs - die Autorin hat wieder eine Geschichte gezaubert, die einen absolut mitreißt - man lebt regelrecht mit den beiden Schwestern mit, erlebt ihren Kummer, ihre Sorgen- besonders weil sie vor teilweise fast unlösbaren Problemen stehen und eben nicht alles nur perfekt und reibungslos verläuft. Die vielen lustigen Momente geben eine gesunde Abwechslung, so dass ich nur sagen kann, dass der 2.Teil auch wieder sehr gelungen ist und man das Buch förmlich verschlingt.
Der erste Band von der „Kinderklinik Weißensee“ hatte mir ja schon ziemlich gut gefallen aber bei der Fortsetzung legt Antonia Blum noch einmal eine Schippe oben drauf. Ihr ist ein bildhafter, mitreißender Roman gelungen, den ich einfach schön fand und der mich 500 Seiten lang gefesselt hat.
Ein weiteres Mal treffen wir auf die Schwestern Emma und Marlene Lindow, die versuchen, in medizinischen Berufen erfolgreich zu sein. Insbesondere Marlene stößt hier immer wieder auf Widerstand, war es doch 1918 noch äußerst ungewöhnlich, dass eine Frau Ärztin wird. Sie hat einige Unterstützer aber ebenso viele Neider, die wirklich alles versuchen, ihr Steine in den Weg zu legen.
Auch das Privatleben der beiden Schwestern kommt nicht zu kurz und die Irrungen und Wirrungen der Liebe spielen eine große Rolle.
„Jahre der Hoffnung“ wird wirklich zu keiner Zeit langweilig. Glückliche Momente wechseln sich mit dramatischen ab. Der Leser und die Protagonisten werden mit schweren Krankheiten und Schicksalen konfrontiert, die spanische Grippe macht auch vor Weißensee nicht Halt und erinnert manches Mal an die aktuelle Situation, in der wir uns befinden.
Der zweite Weltkrieg ist vorbei, doch die Männer, die an der Front waren leiden noch immer an den Schrecken der Front. Auch Marlenes Liebesglück mit Maximilian scheint daran zu zerbrechen und man fiebert mit dem jungen Paar mit und hofft auf ein Happy-End.
Antonia Blum schreckt nicht davor zurück, ihre Protagonisten durch dunkle Täler und Momente der Selbstzweifel zu schicken, trotzdem empfand ich das Buch als sehr unterhaltsam und sehr gut geeignet um ein paar Stunden abzutauchen.
Das Ende wirkt zunächst sehr rund und fast schon abgeschlossen aber dann wirft die Autorin mit dem letzten Satz noch einen ordentlichen Cliffhanger in die Runde, bei dem man es kaum glauben möchte, dass man nun ein Jahr auf Band 3 warten muss.
Auch Band 2 konnte vollkommen überzeugen. Aufwendig recherchiert, tiefe Einblicke, erschreckende Momente, Tränen in den Augen und auch ein großes Lächeln auf den Lippen. Große Leseempfehlung.
Der Zweite Teil der Kinderklinik Weißensee Reihe, hat mir besser gefallen als den erster Teil.
Wir begleiten die beiden Schwestern wieder. Die eine eine hingebungsfreue Mutter die alles für ihren Sohn machen und die andere die sich in einer Männerdumäne einen Platz als Ärztin finden muss.
Es ist was fürs Herz und ich kann es nur empfehlen.
Bewertet mit 3.5 Sternen
Zum Buch:
Marlene hat es geschafft, das Medizinstudium ist beendet, sie fängt ihr Praktikum in der Kinderklinik Weißensee an, wo alles begonnen hat.
Ihr Verlobter Max ist im Krieg als Arzt eingesetzt, sie führt ihren eigenen Kampf mit dem Oberarzt und mit der spanischen Grippe ...
Meine Meinung:
Eine gelungene Fortsetzung, Marlene hat es von der Hilfsschwester zur Ärztin geschafft, ihre Schwester Emma ist mittlerweile Stationsschwester in der Kinderklinik.
Einerseits eine beeindruckende Leistung der Frauen, sehr bemerkenswert, was die beiden Waisenmädchen aus ihrem Leben machte. Auch das der Oberarzt Butterbier und auch noch so manch anderer Mann nicht damit einverstanden ist, das eine Frau Ärztin wird und in einer Männerdomäne brilliert. Andererseits war es manchmal ein wenig zu ausufernd, zu detailliert und nicht alles was meiner Meinung nach wichtig für die Geschichte. Ich fand es teilweise sehr langatmig und anstrengend.
Dennoch ist es eine gelungene Fortsetzung und das Ende ist offen genug um auf das dritte Buch neugierig zu machen.
Sehr gut recherchierte Historie, lesenswert und unterhaltsam.
Das Buch hat mir tatsächlich besser gefallen als der Vorgänger. Die Liebesgeschichten und persönlichen Verwicklungen sind immer noch sehr vorhersehbar, allerdings wird der Schwerpunkt in diesem Roman stärker in Richtung Medizingeschichte verschoben. Auch die Folgen des ersten Weltkriegs auf gesellschaftlicher und persönlicher Ebene spielen eine Rolle.
Auch wenn mich der erste Teil der Kinderklinik Weißensee noch nicht komplett überzeugen konnte, war ich sehr gespannt auf die Fortsetzung. Es hat sich auch definitiv gelohnt, denn der zweite Teil hat mir deutlich besser gefallen.
Marlene ist überglücklich nach dem Ende ihres Medizinstudiums nun als angehende Ärztin in der Kinderklinik arbeiten zu können, doch sie wird vor eine Vielzahl von Problemen gestellt. Sie wird nicht von allen, sowohl Kollegen als auch Patienten, als Ärztin akzeptiert und kurz danach bricht der erste Weltkrieg aus und ihr Verlobter Maximilian wird als Lazarettarzt eingezogen.
Ich fand es sehr interessant und spannend Marlene bei ihrer Arbeit in der Kinderklinik aber auch in ihrem Privatleben zu begleiten. Sie ist eine absolut starke Persönlichkeit und ich fand es sehr beeindruckend wie sich durchsetzt und die Menschen von ihrer Arbeit überzeugt. Auch ihre Schwester Emma, begleiten wir weiterhin und auch ihre Geschichte habe ich mit viel Interesse verfolgt.
Das Setting rund um die Klinik und die Zeit des ersten Weltkrieges haben mir sehr gut gefallen und die Autorin beschreibt alles mit vielen Details. Das Ende ist dann tatsächlich ein wenig fies und jetzt muss ich so lange auf den finalen Band warten.