21. Mai
Rating:4

Ein schönes und entschleunigendes Buch, welches mir sehr gut gefallen hat. Wie von Robert Seethaler gewohnt, ist es auf den ersten Blick eher handlungsarm. Ich denke jedoch, dass die Handlung in den Lebensausschnitten der Personen steckt, die liebevoll erzählt werden. Wie so oft stecken sie voller Schicksalsschläge, die ziemlich nüchtern und voller Akzeptanz erzählt werden. Mir gefällt diese Schreibweise. Für Seethaler Fans ein absolutes Muss

Das Café ohne Namen
Das Café ohne Namenby Robert SeethalerClaassen
26. Apr.
Rating:3

Ein Café ohne Namen und ganz viel Geschichte

Der Roman spielt 1966 in Wien. Dort eröffnet Robert ein Café und schon bald kommen die Menschen aus seinem Viertel und bringen ihre Geschichten mit. Man lernt ganz unterschiedliche Charaktere jeden Alters kennen, die alle ihre alltäglichen Geschichten und Lasten mitbringen. Gerade die Details aus den unterschiedlichen Leben und die Zusammenkünfte im Café machen das Buch sehr realistisch und herzlich. Es fühlt sich beim Lesen ein wenig so an, als würde man abends durch beleuchtete Fenster schauen und könnte für einen kurzen Augenblick den Alltag anderer beobachten. 2 Sterne habe ich abgezogen, weil mir hier und da die Spannung und die Handlung gefehlt hat.

Das Café ohne Namen
Das Café ohne Namenby Robert SeethalerClaassen
20. Apr.
Rating:3

Schöne Sprache, wenig Handlung

Wer Melancholie mag, wird dieses Buch lieben. Wie oft habe ich mir in meinem früheren Nebenjon an der Bar Geschichten zu den Stammgästen ausgemalt. In diesem Buch wird nicht ausgedacht, sondern wir wechseln die Perspektiven. Keine dieser Leben hat lange nachgehallt, weder im Buch noch in meinem Kopf.

Das Café ohne Namen
Das Café ohne Namenby Robert SeethalerClaassen
9. Apr.
Rating:3

Gutes Buch, aber nicht mein Geschmack

Ich denke, dass das Buch gut ist für Leute die sowas mögen. Es ist sehr gut geschrieben und man erlebt alles sehr bildlich. Allerdings finde ich die Konversationen alle sehr komisch und man kann sich mit niemandem identifizieren, alles ist wirr und alt. Zudem mag ich keine Bücher, die lang vor unserer Zeit spielen, aber das habe ich erst durch dieses Buch bemerkt.

Das Café ohne Namen
Das Café ohne Namenby Robert SeethalerClaassen
3. Apr.
Rating:2.5

So wie im Leben? Hoffentlich nicht.

Long Story short: Robert Simon eröffnet eine kernige Milieu-Kneipe, die insbesondere von Wiener Arbeitern und "kleinen Leuten" besucht wird. Diese Menschen finden dort zusammen; und zur Schließzeit gehen sie bis zum nächsten Tag wieder ihrer Wege, bis sie sich wieder in der Kneipe zusammenfinden. Mit wenigen Figuren dürfen wir den Gastraum verlassen, etwa mit dem alkoholkranken Ringer René und Bedienung Mila, die sich in dem namenlosen "Café" kennen und lieben gelernt haben und zumindest ein wenig charakterliche Tiefe zulassen. Über weite Strecken hinweg bleiben die Figuren allerdings sehr blass und die Handlung so spärlich, dass die Beschreibungen zu den Ausführungen der Frau unter dem Schirm über Kinofilme ebenso gut zum Roman passen, wenn sie sich darüber beschwert, dass sie sich "an keine einzige Handlung erinnern kann. Man ist angefüllt mit Bildern und weiß eigentlich nicht, um was es geht. So wie im Leben. Es flimmert eine Weile, dann löst sich alles auf und übrig bleibt: nichts." (S. 174). Sollte nicht irgendetwas bleiben? Kann die Message nicht darin bestehen, dass in der Bar jede/r sein kann, wie und wer er oder sie ist und trotzdem Unterstützung findet? Sollte mit dem Café nicht aufgezeigt werden, dass sich Menschen füreinander einsetzen, trotz ihrer eigenen Schwierigkeiten? Könnte nicht aufgezeigt werden, dass wahre Freundschaften am Tresen entstehen (können)? Ich denke, das könnte und das sollte der Roman durchaus leisten, doch er vergibt diese Chancen durch Oberflächlichkeiten und merkwürdig sperrige Passagen (wie teilw. die Dialoge der Frauen oder Vavrovskys Brückenerlebnis), die ein Eintauchen in die Welt immer wieder verhindern und einen neuen Erzählstrang eröffnen, den sie nicht mehr schließen, weil die Trennung zwischen Kneipe und Privatem zu strikt ist dafür, dass Kneipen wie diese gerade die Eigenschaft besitzen sollten, Öffentliches und Privates verschmelzen lassen. Für mich ist damit "Das Café ohne Namen" am Ende eben nicht der Roman über eine heile Welt, in der die Menschen füreinander einstehen und sich umeinander sorgen. Es ist für mich eher der düstere Roman, an dem jeder für sich ist, sobald die Lichter erlischen.

Das Café ohne Namen
Das Café ohne Namenby Robert SeethalerClaassen
31. März
Rating:4.5

Ein ganzes ruhiges und bodenständiges Buch über einfache Menschen und deren Leben im Wien der 60er Jahre. Die Protagonisten sind keine Helden oder "wichtige" Personen, die unglaubliches erleben sondern Menschen mit ihren eigenen Geschichten, Freude aber auch Schmerz. Das Buch wirkte auf mich sehr entschleunigend und zeigt die Schönheit des Alltags und gleichzeitig auch oft dessen Schwere. Es zeigt aber auch auf, dass alles seine Zeit hat und man manchmal auch loslassen muss wenn die Zeit dafür gekommen ist.

Das Café ohne Namen
Das Café ohne Namenby Robert SeethalerClaassen
28. März
Bin ein sehr großer Fan! ☕
Rating:5

Bin ein sehr großer Fan! ☕

Ich wollte das Café ohne Namen schon seit Ewigkeiten lesen. Tatsächlich habe ich es dann in einer Bücherzelle gefunden und habe es natürlich sofort mitgenommen :) Ich mochte die Leichtigkeit des Buches. Nicht alle Themen in dem Buch sind über glückliche Themen. Jedoch kann man sich wundervoll in das Wien der 60er Jahre zurückversetzen und das hat mir sehr gut gefallen, da ich selbst auch der Stadt zugetan bin. Falls ihr eine schöne Geschichte sucht, seid ihr bei dem Buch richtig :)

Das Café ohne Namen
Das Café ohne Namenby Robert SeethalerClaassen
1. März
Rating:5

Erneut ein toller Seethaler!

Als großer Seethaler-Fan habe ich auch diesen Roman mit Begeisterung verschlungen. "Das Café ohne Namen" handelt von Robert Simon, der in Wien lebt. Es ist das Jahr 1966 und die Stadt scheint immer noch mit den Nachwehen des Zweiten Weltkrieges zu kämpfen. Doch Robert Simon wagt den Schritt ins Ungewisse und pachtet das Erdgeschoss eines Wohnhauses, um dort sein eigenes Café zu eröffnen. Auf den 283 Seiten des Romans wird der Alltag in genau diesem Café geschildert und man bekommt einen tollen Eindruck von all´ den Menschen, die regelmäßig oder auch nur sporadisch dort vorbeischauen. Im Fokus stehen dabei Robert Simon sowie seine Angestellte Mila, die mit verschiedensten Problemen zu kämpfen haben. Auch die Gäste des Cafés haben alle ihre eigenen Päckchen zu tragen und die Leser*innen erfahren nach und nach mehr über die verschiedenen Individuen. Ich habe den Roman mit Begeisterung gelesen, auch wenn der Spannungsbogen eher flach gehalten wird. Seethaler schafft es aber durch seine Sprache und die genau geschilderten Eindrücke, dass man sich das Café sowie die Stadt Wien zu dieser Zeit sehr gut vorstellen kann und nahezu in die Handlung "hineingesogen" wird. Nach kurzer Zeit kamen mir die Gäste des Cafés vertraut vor und ich wollte unbedingt wissen, wie es mit ihnen und ihren Problemen weitergeht. Dabei beschreibt Seethaler seine Figuren stets sehr authentisch und ich konnte mich gut in ihre Gefühlswelt hineinversetzen. Auch sprachlich hat mich das Buch überzeugt, da der Schreibstil sehr flüssig und ansprechend ist. Ich würde "Das Café ohne Namen" als ruhigen Roman beschreiben, bei dem man sehr gut entschleunigen kann. Perfekt für regnerische Tage oder einfach eine Auszeit vom Arbeitsalltag! Eine klare Leseempfehlung!

Das Café ohne Namen
Das Café ohne Namenby Robert SeethalerClaassen
18. Feb.
Eine unaufgeregte Beobachtung vom alltäglichen Leben
Rating:3

Eine unaufgeregte Beobachtung vom alltäglichen Leben

Das Café ohne Namen ist ein typischer Belletristik Roman und kommt ganz ohne unnötige Aufregung aus. Wie im Zeitraffer begleitet man das Leben des Hauptprotagonisten, Robert Simon, und einige seiner täglichen Nachbarn und Bekannten. Es werden durchschnittliche Leute porträtiert mit all den Höhen und Tiefen, Freuden und Ängsten, die das Leben so bereithält. Es fiel mir leicht, mich in die Figuren hineinzuversetzen. Am meisten Spaß hatte ich mit den Gesprächskapiteln der beiden namenlosen Damen - es war eine lustige Herausforderung ohne Anführungszeichen der wörtlichen Rede dem Gespräch zu folgen. Es ist faszinierend wie gut es funktioniert und man genau weiß wann wer was sagt.

Das Café ohne Namen
Das Café ohne Namenby Robert SeethalerClaassen
14. Feb.
Rating:4

Entschleunigung. Eigentlich nichts Besonderes und doch wieder etwas Besonderes. Ein Café, was mehr eine Kneipe ist, die Schicksale des Inhabers und seiner Gäste im Wien der 60er Jahre. Leichte Unterhaltung für zwischendurch. Mir hat es ganz gut gefallen.

Das Café ohne Namen
Das Café ohne Namenby Robert SeethalerClaassen
13. Feb.
Rating:4

Ein echtes Leseglück!

In „Das Café ohne Namen“ erzählt Robert Seethaler die Geschichte des stillen Franz Erlach, der Anfang der 1960er-Jahre in Wien ein kleines Café eröffnet. Inmitten von Wandel, Aufbruch und Vergänglichkeit wird das Café zu einem Treffpunkt für ganz unterschiedliche Menschen, deren Lebensgeschichten sich dort auf leise, unspektakuläre Weise kreuzen. Seethaler zeichnet dabei ein feinfühliges Bild einer Zeit und einer Gemeinschaft, in der Hoffnung, Einsamkeit und Nähe eng beieinanderliegen. 🤍 Ich habe das Buch als zauberhaft, melancholisch und zugleich herzerwärmend empfunden. 🫶🏻 Es ließ sich mit großer Freude lesen und hat mich erneut auf eine wunderbare, ruhige Lesereise mitgenommen. Mit seiner schlichten, poetischen Sprache schafft es Robert Seethaler, viel Gefühl zwischen den Zeilen zu transportieren. „Das Café ohne Namen“ war mein zweites Buch von ihm, und ich kann sagen: Es war wieder ein echtes Leseglück. 📖✨

Das Café ohne Namen
Das Café ohne Namenby Robert SeethalerClaassen
9. Feb.
Rating:4

Ein Seethaler, der wieder Freude macht, ohne viel Handlung. Die ruhige Erzählweise ist weder zu trivial/kitschig noch besonders herausfordernd. Sm Ende sind es wie auch schon Trafikanten die Charaktere, die den Roman lesenswert machen.

Das Café ohne Namen
Das Café ohne Namenby Robert SeethalerClaassen
31. Jan.
Zwischen Wiener Gassen und stillen Hoffnungen
Rating:4

Zwischen Wiener Gassen und stillen Hoffnungen

„Café ohne Namen“ ist ein ruhiger, stimmungsvoller Roman über das einfache Leben im Wien der 1960er-Jahre. Beim Lesen während meines Citytrips durch die Wiener Gassen passten Buch und Stadt perfekt zusammen. Seethalers schlichte Sprache und die stillen Figuren machen die Geschichte warm, menschlich und lange nachklingend.

Das Café ohne Namen
Das Café ohne Namenby Robert SeethalerClaassen
20. Jan.
Rating:5

Ein Cafe und seine Menschen. Ein Mann, der seiner Sehnsucht folgt.

Gerne mochte ich diesen Roman lesen. Wien, 1966. Robert Simon schlägt sich als Gelegenheitsarbeiter auf dem Karmelitermarkt durch. Mit seinem bescheidenen Leben ist er zufrieden, doch zwanzig Jahre nach Kriegsende hat sich die Stadt aus ihren Ruinen erhoben. Überall sprießt Neues, und auch Simon wird von diesem Aufbruch erfasst. Er wagt den Schritt in die Selbstständigkeit, pachtet eine kleine Gastwirtschaft und eröffnet sein eigenes Café. Das Angebot ist schlicht, und streng genommen ist es weniger ein Café als ein Treffpunkt für die Menschen aus dem Viertel. Sie kommen, bringen ihre Geschichten mit – Geschichten von Sehnsucht, Verlust und unerwartetem Glück. Manche suchen Gesellschaft, andere hoffen auf die Liebe. Während die Stadt um sie herum erwacht, verändert sich auch Simons Leben.

Das Café ohne Namen
Das Café ohne Namenby Robert SeethalerClaassen
12. Jan.
Rating:2.5

 Wien der NachkriegszeitZwanzig Jahre nach dem Krieg ist Robert Simon genervt von seinen vielen Gelegenheitsjob, die er am Karmelitermarkt in Wien verrichtet. Er erfüllt seinen Traum und eröffnet ein Café an genau diesem Platz. Schnell wird es zum Treffpunkt vieler Wienerinnen und Wiener, Geschichten entwickeln sich, werden aufgetischt oder zu Ende gebracht. Robert Seethalers neuer Roman, ist wie gewohnt, ruhig und unaufdringlich. Für eine kurze Zeit nimmt man an Robert Simons Leben teil, aber auch an dem vieler anderer Menschen, die das Café besuchen. Die einzelnen Kapitel sind wie kleine Blicker hinter die Kulissen verschiedener Leben, die im Wien der Nachkriegzeit versuchen ihren Weg zu finden. Auch wenn mir der ruhige Ton des Romans und auch Seethalers Schreibstil sehr gefallen haben, bin ich mit der Geschichte an sich nicht so richtig warm geworden und ich habe irgendwie keinen Zugang zu den Figuren gefunden. Vielleicht hat mir auch doch ein spannender Mittelpunkt abseits des Cafés gefehlt, der verhindert hätte, dass die Geschichte einfach vor sich hin plätschert. Dennoch ist der Roman eine schöne Urlaubslektüre, die ruhig und kurzweilig mehrere kleine Geschichten in prägnanter Sprache erzählt.         

Das Café ohne Namen
Das Café ohne Namenby Robert SeethalerClaassen
9. Jan.
Rating:3.5

Gemütlich und kurzweilig

Wir schreiben Wien in den 1960er Jahren. Robert Simon eröffnet ein Café. Verschiedene Menschen, Charaktere und Schicksale treffen an diesem Ort zusammen. Der Autor hat einen schönen besinnlichen Schreibstil. Das Buch fühlt sich leicht an. Es passiert nicht viel, es geht vielmehr um die Menschen mit ihren Befindlichkeiten und ihrem Leben. Ich fand es sehr gemütlich, aber ich befürchte es wird nicht lange hängenbleiben. Es ist eine nette Lektüre für zwischendurch, aber die Begeisterung anderer Leser für das Buch kann ich nicht teilen.

Das Café ohne Namen
Das Café ohne Namenby Robert SeethalerClaassen
3. Jan.
Rating:5

Ein wunderbarer Roman, der die Stimmung und den Zeitgeist des Aufbruchs der 60er/70er Jahre aufnimmt. Eine Dekade geprägt von Begegnungen, Menschen in ihren Eigenheiten und Stimmungen. Der Leser erlebt mit Robert Simon die Schwankungen der Jahreszeiten, die Veränderungen in Wien, den modernen Fortschritt. Der Leser begleitet aber auch die Menschen die sich tagaus, tagein bei Robert Simon treffen. Die so individuell sind und doch so sehr zusammen gehören. Der Leser ist dabei wie Robert Simon sich weiterentwickelt, wie er ein Gespür für die Menschen bekommt. Ein Gastronom mit Herzblut. Nicht hineingeboren aber talentiert. Am Ende eines jeden Kapitels hat man das Gefühl, man war dabei. Man bekommt ein Gefühl für die Farben, die Düfte, man spürt die Wärme und sieht den flirrenden Staub. Man spürt auch wie kräftezehrend diese Jahre für unseren Protagonisten waren. Jede Person in diesem Roman ist sehr gut gewählt, passt in seinen Besonderheiten dazu. Nicht übertrieben, real, übliche Probleme. Und doch ist jeder für sich etwas besonderes, und ein wichtiger Teil der Geschichte. Robert Seethaler hat mich in dieser Geschichte ganz wunderbar mitgenommen, er hat in mir den Wunsch geweckt auch in das Café ohne Namen einzutreten. Am Ende des Buches wünscht man sich man hätte Teil dieser Zeit sein können. Ich hab es gerne gelesen und kann es jeden nur empfehlen ein Stück Roberts Simon und seine Gäste zu begleiten.

Das Café ohne Namen
Das Café ohne Namenby Robert SeethalerClaassen
1. Jan.
Rating:3

Ein Third-Place gegen die Einsamkeit

Robert Seethaler hat es mit diesem Roman wieder verstanden eine Meta-Ebene zu schaffen. Zu nächst denkt man, der Roman plätschert gemütlich vor sich hin. Aber irgendwann war ich zu Hause im Café ohne Namen. Habe die Stammgäste mit ihren Sorgen und Nöten besser kennengelernt. Verstanden, dass sie in das Café kommen um der Einsamkeit etwas entgegen zu setzen. Es zeigt auf, wie Freundschaften und Verbindungen unbewusst entstehen können, ohne das wir uns diesen selbst häufig bewusst sind. Es zeigt auf, wie wichtig solche Third-Places für die Gesellschaft sind. Ein kurzweiliger Roman, der mich über den Jahreswechsel gut unterhalten hat.

Das Café ohne Namen
Das Café ohne Namenby Robert SeethalerClaassen
31. Dez.
Ein Buch wie für einen ausgedehnten Besuch im Café.
Rating:4

Ein Buch wie für einen ausgedehnten Besuch im Café.

Es liest sich leicht, wie viele kleine Kurzgeschichten, zusammengefasst zu einer großen ganzen. Schöne Charaktere, nicht zu tiefsinnig, nicht zu oberflächlich. Genau richtig für eine entspannte Lektüre. Ich hab‘s gern gelesen und werde auf jeden Fall noch mehr von Robert Seethaler lesen.

Das Café ohne Namen
Das Café ohne Namenby Robert SeethalerClaassen
26. Dez.
Rating:3.5

Wie Robert Seethaler erzählt, mag ich einfach sehr. Das ging mir schon bei "Ein ganzes Leben " so. Er beobachtet das Leben, die Menschlichkeit und die Gemeinschaft so nah, dass man denkt, man sei Teil des Ganzen. Als Robert Simon das Café ohne Namen (er weiß einfach nicht, wie er es nennen soll) eröffnet, wird es nach und nach zum Schauplatz des Wiener Lebens. Bestärkt wird er durch Gespräche mit der Witwe, bei der ein Zimmer bewohnt und damit auch ihr die nötige Gesellschaft bietet. "Man sollte sich immer ein bisschen mehr Hoffnung als Sorgen machen." , rät sie ihm. Und so wagt er es und schafft eine Begegnungsstätte mitten im Wien der 60er Jahre, das sich - wie die Menschen - so langsam von den Nachkriegsjahren erholt und Aufbruchstimmung in sich trägt. Freundschaften und Liebesgeschichten, Markttreiben und der Prater.... da hab ich einfach gern Mäuschen gespielt.

Das Café ohne Namen
Das Café ohne Namenby Robert SeethalerClaassen
30. Okt.
Rating:4.5

Obwohl das Buch keiner klassischen Geschichtserzählung folgt, stößt es zum nachdenken an. Es lädt einen ein, am Leben von Robert Simon für die Dauer seines Cafés teilzunehmen. Gibt Einblicke in die Zeit nach dem Krieg und in die Gedanken der Menschen. Dabei vollkommen auf dem Boden geblieben. Ich habe es gern gelesen und viel über die Figuren nachgedacht.

Das Café ohne Namen
Das Café ohne Namenby Robert SeethalerClaassen
15. Okt.
Rating:3.5

Nett für Zwischendurch

Keine runde Geschichte, eher kurze Episoden über das Publikum des namenlosen Cafés im Wien der 1960/70er Jahre. Zeithistorisch wurde auf Wien, bis auf eine Ausnahme zum Schluss, nicht eingegangen. Die Geschichten waren interessant, aber nicht wirklich unterhaltsam. Schade fand ich, dass Mila & René's Tragödie nur so oberflächlich abgehandelt wurde. Nette Unterhaltung.

Das Café ohne Namen
Das Café ohne Namenby Robert SeethalerClaassen
11. Okt.
Rating:2

Es passiert nicht wirklich viel…

Das Buch hat mich vor allem gegen Ende total gelangweilt. Es fiel mir schwer es zuende zu lesen, da halt nicht wirklich viel passiert. Ab und zu schon interessant Weisheiten fürs Leben dabei, aber war insgesamt nicht so mein Fall..

Das Café ohne Namen
Das Café ohne Namenby Robert SeethalerClaassen
17. Sept.
Rating:3.5

Recht einfach Lektüre für zwischendurch. Schöne Geschichte eines Caféinhabers, von Gründung bis zur Schließung. Zeitlich in der Nachkriegszeit der wunderschönen Stadt Wien. Manchmal fehlt es mir an etwas Tiefgang. Ich hatte mir mehr Geschichten aus dem Krieg erhofft, welcher so gut wie keine Rolle in dem gesamten Buch spielt. Die Erzählungen der Cafégäste sind eher zeitlose Lebensgeschichten, welche man auch schon überall anders gelesen und erlebt hat. Aber nette Schreibweise des Autors. Werde mir bestimmt irgendwann nochmal ein Werk Seethalers anschaffen.

Das Café ohne Namen
Das Café ohne Namenby Robert SeethalerClaassen
10. Sept.
Rating:3

Geschmacksache oder ungenutztes Potenzial?🏡

Das ist eines der Bücher, die man an Tagen lesen möchte, an denen alles passt, oder wenn man Robert-Seethaler-Fan ist. Das Buch ist gut, hat aber nicht meinen Geschmack getroffen. Ich mag das Setting in Wien in den 60er- und 70er-Jahren sehr. Auch die Idee mit der Kneipe und das Zusammentreffen vieler Charaktere mit verschiedenen Geschichten gefällt mir gut. Meiner Meinung nach hat der Autor hier aber zu wenig daraus gemacht. Ich habe die Kneipengeschichten teilweise überflogen, da mir die Handlung etwas zu stoisch war, was langweilig wirkte. Charaktere wie der Hauptprotagonist Simon waren hingegen einer der Lichtblicke des Buchs.

Das Café ohne Namen
Das Café ohne Namenby Robert SeethalerClaassen
24. Aug.
Rating:4

Sehr schöner "A Piece of Life" - Roman

Dieser Roman begleitet einen jungen Mann bei der Gründung seines eigenen Cafés und in den darauffolgenden Jahren lernt man die verschiedenen Charaktere, die dort ein und ausgehen. Ein sehr ruhiger Roman, der dahinplätschert mit ernsten Themen aber ohne Drama.

Das Café ohne Namen
Das Café ohne Namenby Robert SeethalerClaassen
6. Juli
Rating:5

Bezaubernde Beschreibung eines Cafés bzw den Geschichten der Besuchenden

Im Allgemeinen wende ich mich derzeit mehr Büchern zu, die von Wienern oder über/ in Wien (also auch einfach nur als historischer Ort) geschrieben wurden. Dabei ist mir dieses Buch in die Hände gefallen, was sich durch seine Einfachheit des Buchcovers und der Beschreibung einen Platz in meinen Einkaufskorb erschlichen hat. Das Café präsentiert sich in dieser Geschichte als Dreh- und Angelpunkt für diverse Alltagsherausforderungen der Besuchenden, ohne, dass sich alles nur im Café abspielt. Mir gefällt die Loslösung aus der Ursprungskulisse. Wobei mir oftmals der Gedanke kam, dass der Hauptcharakter doch mehr mit seiner Geschichte hätte in den Vordergrund gerückt bzw. mehr Details aus seinem Leben hätten dargeboten werden können. Nichtsdestotrotz: Ich habe mich sehr für den Schreibstil erwärmen können. Die Geschichte umspannt ca. zehn Jahre und obwohl sie so stark zusammengefasst wurden, entstand nicht der Eindruck, hier irgend etwas zu verpassen. In anderen Momenten wurde dafür umso präziser aufs Detail eingegangen.. Mir gefiel die Atmosphäre des Alltags und die Probleme, die sich zwangsweise im Leben durch das Leben in der Welt/ Gesellschaft mit anderen ergeben. Die Schlichtheit der Orte, die vom Buch genannt und als Handlungsorte definiert wurden gefielen mir sehr. Ich konnte mich sehr gut in die Umgebung und Zeit hineinversetzen. Zudem fühlte ich mich entschleunigt und dazu angehalten, öfter mal darüber nachzudenken, Herausforderungen und "abweichendes Verhalten" meiner Gegenüber zu überdenken und vielleicht das ein oder andere Verhalten nicht allzu wichtig zu nehmen. Auf jeden Fall eine Empfehlung für alle, die sich von Krimis und Sachbüchern, wie typischen Romanen losreißen und ein Wien der Durchschnittsbürger in den 60/70er Jahren des 20. Jahrhundert erleben möchte.

Das Café ohne Namen
Das Café ohne Namenby Robert SeethalerClaassen
16. Juni
Rating:4

"Das Café ohne Namen" ist ein ruhiger, unaufgeregter Roman über ein unscheinbares Café; ein Treffpunkt für einsame Seelen. Im Mittelpunkt stehen Robert und Mila aus deren Sicht das Treiben im Café geschildert wird. Über einen Zeitraum von 10 Jahren erleben wir das normale Auf und Ab des Cafés. Robert Seethaler hat einen angenehm ruhigen und flüssigen Schreibstil und die alltäglichen Erzählungen der sogenannten "kleinen Leuten" hat mir sehr gut gefallen. Ein lesenswerter Roman, der mich gut unterhalten hat.

Das Café ohne Namen
Das Café ohne Namenby Robert SeethalerClaassen
19. Mai
Rating:4

Wir sind in Wien, da ist jeder nette Mensch verdächtig.

Beeindruckend, wie Robert Seethaler es immer wieder schafft, die Schwere seiner Figuren in so leichte Worte zu verpacken, dass man in einem wohlig warmen Lesefluss durch die Geschichte kommt. In einigen der kurz gehaltenen Kapitel rund um Robert Simon, den Inhaber des Cafés ohne Namen, wird ein ruhiger Cliffhanger eingebaut, der die Vorstellungskraft der Lesenden animiert und auch wenn die Geschichte im nächsten Kapitel an einer entfernten Stelle fortgesetzt wird, schafft Seethaler den Raum für eigene Interpretationen. Seethaler macht es möglich, sofort nach dem eigenen Gedanken an eine gewisse Zähigkeit der Geschichte einen neuen Charakter oder eine Wendung einzubauen, die einen wieder tiefer in die Geschichte einsteigen lässt. Durchgängig gibt dieser Roman einem das Gefühl, tief in die emotionalen Beziehungen der Figuren einzusteigen und sich in deren Mitte zu sehen. Die zeitliche Spanne der Erzählung ist relativ lang für das Buch, aber umso besser kann man die einzelnen Wesenszüge der Figuren nachvollziehen und tiefer eintauchen. Es macht einfach rundum Spaß, den Ausführungen zu folgen und sich in den Mikrokosmos des Cafés ohne Namen mitsamt der Stammgäste einzufühlen. Einzig der wenig vorhandene inhaltlich wertvolle Teil ist ein Manko, dem Robert Seethaler zu einer tadellosen Bewertung fehlt. Aber es ist definitiv nicht mein letztes. Buch von Robert Seethaler, sodass man an die eine oder andere Geschichte nochmal neu andocken kann.

Das Café ohne Namen
Das Café ohne Namenby Robert SeethalerClaassen
27. Apr.
"In seinen Augen schwamm das Licht wie in zwei zitternden Wassertropfen"
Rating:5

"In seinen Augen schwamm das Licht wie in zwei zitternden Wassertropfen"

Robert Seethalers 'Das Cafe ohne Namen' hat mich auf meiner Reise nach Japan als Flugzeuglektüre begleitet. Ich wollte ein Buch mitnehmen, dass sich nicht allzu schwer lesen lässt und in das ich mich flüchten kann, wenn mich die anderen Passagiere zu sehr nerven 😉 'Das Cafe ohne Namen' dreht sich (wie sich unschwer erkennen lässt) um ein Cafe, dass der Protagonist Robert Simon Mitte der 60er Jahre in Wien eröffnet hat. Die Geschichte hat keine explizite Handlung mit einem Spannungsbogen oder gar Plot, sondern begleitet Simon und seine Stammgäste die Jahre über, in denen das Cafe in Betrieb ist. Wir lernen die unterschiedlichsten Charaktere und ihre zumeist trostlosen Leben kennen, doch zu keinster Zeit fühlt sich die Geschichte unnötig dramatisch oder aufgebauscht an. Vielmehr werden alltägliche Situationen beschrieben, die durch Seethalers detailgenaue Beschreibungen wunderbar realitätsnah wirken. Durch jene Detailgenauigkeit wird auch die Außenwelt sehr anschaulich gemacht, weshalb ich häufiger das Gefühl hatte, gemeinsam mit Simon in seinem namenlosen Cafe zu sitzen und ein Lemon-Soda zu trinken. 'Das Cafe ohne Namen' hat mich (wie bereits andere Werke von Seethaler) sehr überzeugt, da es sich wie 'entschleunigte Literatur' anfühlt. Hier geht es nicht um den krasseten Plot oder die größtmögliche Spannung - sondern um echte Menschen mit echten Problemen, die stellenweise banal sind. Seethaler schafft es dennoch, diese Banalität kunstvoll und literarisch aufzuladen, was ihn meiner Meinung nach zu einem wunderbaren Autoren macht.

Das Café ohne Namen
Das Café ohne Namenby Robert SeethalerClaassen
21. Apr.
Rating:3.5

Ein Roman wie ein Snack: Nett, aber kein Festmahl

Die reduzierte Art des Erzählens und die schnörkellose, unprätentiöse Sprache haben mir gut gefallen. Besonders die schlichten, einfachen Dialoge hatten oft einen feinen Humor, der mich immer wieder zum Schmunzeln gebracht hat. Insgesamt war die Geschichte recht kurzweilig, wird jedoch langfristig vermutlich keinen bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen.

Das Café ohne Namen
Das Café ohne Namenby Robert SeethalerClaassen
7. März
Rating:4.5

Wer gerne Bücher liest, die entschleunigen, die von echten Menschen erzählen und die zeigen, dass auch die kleinen Momente zählen, der sollte dieses Buch unbedingt lesen. Klare Empfehlung!

„Das Café ohne Namen“ war für mich eine absolute Wohlfühllektüre. Das Buch hat eine ganz besondere Ruhe ausgestrahlt – entspannt, bodenständig, einladend. Man war beim Lesen direkt mitten im Café, hat die Gäste kennengelernt, ihre Geschichten miterlebt und war immer wieder bei Robert Simon, dem Cafébesitzer, der mir als Hauptfigur unglaublich gut gefallen hat. Robert ist keine typische Romanfigur, die laut nach Aufmerksamkeit schreit. Er ist ruhig, weise und unaufgeregt, und genau das macht ihn so sympathisch. Durch die wechselnden Perspektiven und die vielen kleinen Alltagsmomente bekommt man außerdem ein richtig gutes Gefühl für die Stimmung der 1960er Jahre in Wien – ohne großes Drama, aber mit viel Charme und Feingefühl. Besonders beeindruckt hat mich, wie das Buch zeigt, dass nichts für die Ewigkeit ist – weder Orte, noch Träume oder Begegnungen. Und trotzdem hinterlässt alles seine Spuren. Das Ende war zwar leise, aber genau darin lag für mich die Kraft dieser Geschichte.

Das Café ohne Namen
Das Café ohne Namenby Robert SeethalerClaassen
28. Feb.
Rating:4

Das Buch fühlte sich an, wie ein gemütlicher Abend am Kamin. Wohlig, ohne große Aufregung und schön. Die Leben einiger „normaler“ Menschen werden gestreift und mit dem letzten Kapital ist keine Geschichte zu Ende erzählt, aber das ist gar nicht schlimm. Man hat das Gefühl, alles sei gut, wie es ist. Absolute Empfehlung um zu entspannen und sich durch die Gassen am Prater treiben zu lassen 👍

Das Café ohne Namen
Das Café ohne Namenby Robert SeethalerClaassen
24. Feb.
Rating:4

"Man sollte sich immer ein bisschen mehr Hoffnung als Sorgen machen."

Anfang, Aufbruch, Ende - das Leben. Verschiedene Leben und was in ihnen vorgeht; was Menschen erleben müssen und wie sie damit umgehen oder auch nicht. Mir hat es gefallen, der Schreibstil war nur gewöhnungsbedürftig.

Das Café ohne Namen
Das Café ohne Namenby Robert SeethalerClaassen