Ich fand das Buch ganz gut! Die Sprache war sehr angenehm, die Charaktere sympathisch. Insgesamt hatte es wenig Spannung aber das braucht es in diesem Fall auch gar nicht. War ein sehr schönes Buch für zwischendrin!
“Ich wurde mehr und mehr zu einer Frau, die man vielleicht bewunderte, aber nicht begehrte […]” S.140
Wo soll ich bei dem Buch anfangen.
Es ist ein neues Genre oder auch einfach eine Geschichte, die ich in der Art und Weise bisher nicht gelesen habe. Ein Schritt aus meiner Komfortzone.
In die Geschichte hineinzukommen fiel mir schwer aber je mehr Seiten ich umgeblättert habe, desto interessanter wurde die Geschichte. Eine Frau, die als Diplomatin arbeitet, sich im Laufe der Geschichte wandelt und eine Charakterentwicklung durchmacht, die sie selber aus Ihrer üblichen Routine reißt und gegen das spricht, wofür sie eigentlich zuständig ist.
Für mich war die Rolle der Diplomatin und die realitätsnahen Verwicklungen am Interessantesten, welche Konflikte und Entscheidungen getroffen werden müssen. Und ihre Rolle als Frau darin.
Mich hat das Buch nach den anfänglichen Schwierigkeiten sehr gut unterhalten und neugierig auf ähnlichen Lesestoff gemacht.😊
3,8✨
Ist der Erzählstil in diesem Roman.
Zunächst bedacht auf die Fakten wird die berufliche Laufbahn der Diplomatin erzählt, aber nach so vielen Jahren der Disziplin bricht es dann doch durch. Der Staudamm bekommt Risse. Die Facette bröckelt und der Mensch tritt hervor.
Spannend, bewegend und sehr aktuell schildert Lucy Fricke die Menschenschicksale aus der anderen Perspektive, die wir sonst nicht erzählt bekommen.
Die anderen Bücher der Autorin haben mir persönlich besser gefallen, hier hat mir etwas eine zusammenhängende Handlung gefehlt. Wie immer aber toll geschrieben und sehr interessante Einblicke,
Fred ist Botschafterin in Montevideo und genießt ein Leben zwischen Champagnerempfang und Polizeieskorte. Manchmal fragt sie sich selbst, wie sie in diesem Beruf landen konnte, doch sie ist souverän und erfahren und hat ihr Handwerk gelernt. Für Skandale ist sie nicht bekannt und sie schafft es, die Klippen des heiklen Miteinanders zu umschiffen. Doch dann verschwindet eine junge Deutsche und Fred entgleitet die Kontrolle über die Situation.
Zwei Jahre später ist sie in Istanbul und soll sich um diplomatisch prekäre Fälle kümmern. Hier ist es im Vergleich zu Südamerika schwierig, die politischen Fettnäpfchen zu umgehen und ihren Job auszufüllen. Geheimpolizisten, Korruption und ein Staatschef, der das ganze anfeuert, bringen Sie an ihre Grenzen auch dessen, was sie selbst in sich sieht. Will sie so arbeiten? Hat ihre Arbeit überhaupt einen Sinn, wenn diese nicht gewünscht ist und sie ständig gegen geschlossene Türen rennen muss?
Wir schauen ihr bei diesem Umbruch über die Schultern, und haben Einblick in eine Arbeit, die viele Hürden nehmen muss und bei dem man ständig über Steine stolpert, die einem in den Weg gelegt werden. Die innere Reflektionen von Fred lässt uns auch tief in ihre Vergangenheit bringen. Den Bezug zur Heimat hat sie über ihre Mutter, die ihr Karten schreibt und sie ständig auf liebevolle Weise daran erinnert, dass sie an zu Hause hat.
Es gibt eine Liebesgeschichte, die aber keinen großen Raum einnimmt. Generell scheinen Freds Beziehungen zu Männern nie romantischer Selbstzweck zu sein. Sie spiegeln Macht, Nähe, Einsamkeit und berufliche Grenzen und scheinen immer Prüfsteine und nie keine Rettungsanker zu sein.
Lucy Fricke erzählt gewohnt pragmatisch und mit einem Humor, der eine feine Portion Sarkasmus beinhaltet. Aus der ICH- Perspektive heraus merken wir nach und nach, wie die sich die Figur verwandelt- von einer abgeklärten und zugewandte Frau zu einer Person, die die Ziele, die sie mit ihrer Arbeit erreichen möchte, über Bord werfen muss und mit der zunehmenden Frustration zu kämpfen hat.
Am Anfang war ich begeistert, der Einstieg ins Buch hat mich sehr gefesselt und eigentlich wär ich lieber in Montevideo geblieben, das muss ich schon zugeben. Ab Istanbul ging’s für mich auch mit der Lesefreude leider bergab. Analog zur Desillusionierung der Protagonistin nahm auch meine Lust, die Geschichte zu lesen mehr und mehr ab. Es wurde sehr politisch wogegen erst mal nichts spricht aber die Tiefe um das Geschehen für mich fühlbar zu machen, fehlt mir. Fricke erzählt wirklich lebendig, daran kann es nicht gelegen haben. Aber der Plot wirkt auf mich sehr zerfasert. Am Ende konnte sie mich wieder einfangen, da war ich wieder ganz nah bei Fred, aber die ganze Geschichte um Meral hat mir zwar aufgezeigt, wie korrupt und verlogen das politische System in der Türkei ist, hat es aber nicht geschafft mich in irgendeiner Form dafür zu interessieren. Das fand ich sehr schade.
Nichtsdestotrotz ist „Die Diplomatin“ ein Roman, den man schnell lesen kann und der einem kleine Einblicke in diese Arbeit gibt. Deswegen empfehle ich es allen, die sich zwischendurch mal in diesem speziellen Setting bewegen möchten und nicht unbedingt etwas mit großen Tiefgang brauchen
„Die Diplomatin“ ist kein trockener Bericht aus dem Auswärtigen Amt, sondern eine sezierende Analyse über die Ohnmacht der Realpolitik. Fricke verhandelt Themen wie transnationale Repression und die systematische politische Verfolgung, wobei sie aufzeigt, wie Rechtsstaatlichkeit an der Willkür autokratischer Systeme zerschellt. Es ist ein Buch über die Erosion diplomatischer Wirksamkeit.
Erschreckend stellt sich vor allem die "Ohnmacht" der Diplomaten dar, da deren Handeln auf den Füßen eines moralisch instabilen Fundaments gebaut ist. Verhandeln die Deutschen feige oder nur interessensbasiert? Die Augen schließen, damit die Grenzen zu bleiben? All dies scheint über dieser Geschichte zu schweben
Die Autorin hat diese Realität kühl und interessant erzählt und mit einer sympathischen Frauenfigur besetzt, die jedoch leider wenig persönliche Entwicklung vorzeigen kann. Die Erkenntnisse wirken in diesem Kontext bestenfalls banal. Der Witz, der ab und zu durchkommt, gefällt mir gut.
„Die Diplomatin“ von Lucy Fricke ist ein spannender, stellenweise erschreckender und sehr gut recherchierter Politikthriller. Die Handlung bietet einen guten Einblick in internationale Machtstrukturen, diplomatische Abgründe und politische Verflechtungen, die beunruhigend real wirken. Erzählt wird die Geschichte aus einer sympathischen, klugen Frauenperspektive, die den Roman durchgehend gut lesbar und zugänglich macht.
Besonders hervorzuheben sind die wirklich spannenden und eindrucksvoll beschriebenen Schauplätze. Sie verleihen der Geschichte Atmosphäre und Tiefe, gleichzeitig wird aber auch deutlich, dass die Protagonistin in ihrem beruflichen Alltag nur wenig Raum hat, diese Orte tatsächlich wahrzunehmen oder zu erleben. Dieses Spannungsfeld zwischen faszinierender Umgebung und der ernüchternden Realität diplomatischer Arbeit wird überzeugend vermittelt.
Lucy Fricke gelingt es, komplexe politische Zusammenhänge verständlich aufzubereiten und mit Tempo sowie Spannung zu erzählen. Die Themen sind relevant, die Figuren interessant angelegt, und auch die Beziehungen zwischen ihnen wirken glaubwürdig und durchdacht. Über weite Strecken hat mich das Buch gut unterhalten und neugierig gehalten.
Trotzdem blieb am Ende eine leichte Unbefriedigung zurück. Gerade weil die Themen so hart und die Figuren eigentlich vielversprechend sind, fehlte mir der nötige Tiefgang, um mich emotional wirklich zu berühren oder nachhaltig zu beeindrucken. Vieles wird angerissen und klug beobachtet, bleibt für mein Empfinden aber etwas zu distanziert, um lange nachzuwirken.
Insgesamt ein solider, spannender und gut geschriebener Politikthriller, der inhaltlich überzeugt, für mich jedoch emotional hinter seinen Möglichkeiten zurückbleibt.
Am Anfang war es wirklich schwierig sich in das Buch einzufinden. Sowohl vom Schreibstil als auch von der Story an sich. Aber je länger man liest umso mehr macht alles Sinn und man gewöhnt sich an den Stil. Das Buch ist kein Politthriller oder Krimi. Ganz im Gegenteil. Es zeigt den Alltag einer Diplomatin im Ausland. Mal gewinnt man, mal verliert man und manchmal muss man die Regeln brechen wenn es um Diktatoren geht.
Es war ein interessanter Einblick, obwohl ich vermutlich noch zu jung dafür bin. Evtl. bin ich auch einfach zu dumm für dieses Buch 😂
Die Diplomatin von Lucy Fricke war für mich ein kleiner Literatursnack für zwischendurch. Es wurden viele wichtige und aktuelle Themen angesprochen wie das Altern, die Rolle der Frau in der Gesellschaft und die Diplomatie in der Politik. Sicherlich auch mit Ideen, dass diese nicht immer offen ehrlich und transparent ist.
Zum Ende hat es sich schon fast zu einem kleinen Krimi entwickelt. Eine große Begeisterung hat der Roman nun bei mir allerdings nicht ausgelöst. Ich fand ihn „ok“.
Die Diplomatin - Authentisch, aber emotional kühl – Diplomatie ohne Spannung
Lucy Frickes Die Diplomatin erzählt vom Alltag einer deutschen Botschafterin, die zwischen politischem Kalkül, moralischen Dilemmata und persönlicher Erschöpfung aufgerieben wird. Der Roman wirkt in vielen Momenten sehr authentisch, fast dokumentarisch, und vermittelt glaubhaft, wie kompliziert diplomatische Arbeit im Hintergrund wirklich ist.
Allerdings entsteht daraus kaum Spannung. Die Atmosphäre bleibt über weite Strecken nüchtern, distanziert und schwerfällig. Das politische Umfeld wäre prädestiniert für Intensität, Konflikt und Druck, doch der Roman entscheidet sich für Zurückhaltung – realistisch, aber erzählerisch häufig blass. Gerade wenn Politik eine so große Rolle spielt, hätte die Handlung etwas mehr Dynamik, Reibung oder emotionale Wucht vertragen.
Die Hauptfigur Friederike ist vielschichtig und glaubwürdig, aber schwer nahbar. Ihr innerer Absturz wird nachvollziehbar geschildert, nur ohne größere erzählerische Höhepunkte.
Insgesamt entsteht ein Roman, der fachlich überzeugend, aber literarisch eher zurückhaltend wirkt. Für Leserinnen und Leser, die psychologische Tiefe und politische Feinheiten schätzen, ist das Buch reizvoll – für Spannungssuchende jedoch weniger geeignet. Von mir 6 von 10 Punkten.
Lucy Fricke versteht es wie kaum eine andere, politische Schwere mit menschlicher Leichtigkeit zu verbinden. „Die Diplomatin“ ist kein klassischer Politroman, sondern ein scharf beobachteter, oft bitter-komischer Blick auf die Mechanismen der Macht – und auf die Menschen, die in diesen Strukturen langsam zu zerbröseln drohen.
Was mich besonders beeindruckt hat, ist Frickes Sprache: klar, pointiert, mit trockenem Witz und feiner Ironie, die zwischen den Zeilen vibriert. Sie schafft es, dass man beim Lesen gleichzeitig schmunzelt und schluckt. Die Dialoge sitzen, die Metaphern treffen, und selbst in den düstersten Momenten bleibt dieser feine Humor, der einen nicht loslässt.
Dazu kommen die Hintergrundinformationen: kenntnisreich, glaubwürdig, nie belehrend. Fricke zeigt, dass sie genau weiß, wovon sie schreibt – diplomatische Verstrickungen, Machtspiele, das moralische Ringen zwischen Haltung und Pragmatismus. All das hat Gegenwartsbezug, der einem manchmal fast unangenehm vertraut vorkommt.
„Die Diplomatin“ ist ein Roman über Verantwortung, Grenzen und das Scheitern an Idealen – klug, elegant erzählt, mit viel Gespür für Zwischentöne. Nur ganz selten verliert sich die Autorin etwas im Politischen; ansonsten bleibt es ein großartiges Stück Gegenwartsliteratur mit Haltung und Witz.
I liked the book and read through it within a day. However everything could be a bit more thrilling and well the end is kinda disappointing, because you don't get to know how the story ends. I really liked the time jumps though and the main character was very sympathetic. I guess one can learn from her view on the world, the actions she takes, the way she interprets others and first and foremost from what she gave up in order to pursue the career of her dreams.
Diplomatin auf der Suche nach dem Sinn ihres Berufes
Ob in Uruguay oder in der Türkei (reimt sich)
gehört es zu ihren Pflichten Reden am Tag der deutschen Einheit zu verfassen und vorzutragen.
Doch was kann sie diplomatisch erreichen?
Eine zu schwierige Aufgabe in Uruguay und dann in der Türkei?
Der Schreibstil der Autorin ist lakonisch bis ironisch und hat mich ab und zu spontan veranlasst laut!! zu Lachen LoL.
Meine Hochachtung für Lucy Fricke so ein schwieriges Thema so gut rübergebracht zu haben
wenn ich ehrlich bin, hatte ich mir von der diplomatin ein bisschen mehr versprochen. die von mir erhoffte spannung und der deep dive in den alltag der diplomation fred blieben aus, dafür gab es aber den sehr bildhaften (und dadurch sehr schönen) schreibstil von lucy fricke. vermutlich ist das buch wohl leider sehr gut darin, den montonen und tristen alltag der diplomatie realitätsgetreu darzustellen, aber gerade das führt dann dazu, dass das buch wenig story bietet – manchmal plänkelt die geschichte schon sehr vor sich hin. kein must read, aber wer ein ruhiges buch sucht, hat es mit der diplomatin gefunden.
„Wir waren keine Spezialeinheit und keine Weltmacht, wir brachten keine Währung ins Schlingern, keine Regierung zu Fall, wir verhängten nicht mal Sanktionen. Wir waren drei läppische deutsche Beamte, und genauso wurden wir behandelt. Mit unseren Visitenkarten aus stabiler Pappe reinigten Polizisten wie diese sich die Fingernägel“
In Zeiten kriselnder Diplomatie tut dieses Buch gute Dienste. Lucy Fricke schreibt unglaublich mitreissend. Die Geschichte hing nicht einen Absatz lang durch und ihr Schreibstil ist so klar wie ein Bergsee, in dem sich die Wolken und Bergwipfel spiegeln.
»Die Diplomatin« ist packend geschrieben und mit herrlich abgebrühtem Humor abgerundet.
Und mit Montevideo und Istanbul als Schauplätze hatte Lucy Fricke mich für die Story sofort gewonnen! Ein tolles Buch, eine tolle Autorin. Ich werde mehr von ihr lesen.
Das Buch gibt einen eindrücklichen Einblick in die Diplomatie und die persönliche Herausforderung die mit diplomatischen Entscheidungen einhergeht. Insbesondere am Ende wird der Bewusstseinswandel der Protagonistin deutlich. Das Buch an sich ist dennoch recht ereignislos, sodass es sich etwas zieht. Es hat mich aber insbesondere auch im Hinblick auf die politischen Verhältnisse in der Türkei zum Nachdenken angeregt.
Das Buch bietet einen Einblick in das Leben einer deutschen Diplomatin und die Repressionsmaschinerie in der Türkei. Wen das interessiert soll das Buch gerne lesen. Viel mehr steckt aber leider nicht drinnen. In der tieferen Ebene geht es um die Spannung zwischen Pflichterfüllung und moralischen Handeln. Eigentlich viel Potential für ein spannendes Buch. Mir war die Protagonistin aber leider über große Teile unsympathisch und unnahbar und der charakterliche Wandel dieser nicht wirklich verständlich.
Die Diplomatin beschreibt den Berufsalltag von Fred. Zunächst in Montevideo, später in Istanbul. Mit hat leider etwas der Spannungsbogen gefehlt. Ihre Arbeit in Istanbul ist bedrückend, aber leider realitätsnah, beschrieben. Insbesondere das Ende lässt einen doch sprachlos zurück..
Eine spannende Geschichte mit Fred Andermann. Fred ist eine Frau, eine erfahrene und ehrgeizige deutsche Konsulin. In Montevideo wird Fred auf eine harte Probe gestellt. In Istanbul wird sie auf eine harte Probe gestellt. Selbst in Hamburg wird sie auf eine harte Probe gestellt. Ist es richtig, was sie tut? Sind alle Politiker Lügner? Was reicht aus, um jemanden in Haft zu nehmen? Wem kann man vertrauen?
“Die Diplomatin” ist ein spannender, humorvoller und durchweg leicht ironischer Roman, der einen zum Nachdenken anregt. Lucy Fricke hat es geschafft eine überzeugende Dynamik zu entwickeln und dabei einen sehr recherchierten Einblick in die Diplomatie zu geben. Fred reflektiert als Figur nicht nur ihre Arbeit, sondern auch ihr Privatleben, das eigentlich nicht wirklich existiert. Das macht sie zu einer sehr interessanten Figur mit vielen Facetten.
Das Buch habe ich aufgrund einer Leseempfehlung auf meiner Liste stehen und jetzt endlich habe ich es gelesen. Es lässt sich gut lesen. Ich würde es nicht als Weltliteratur bezeichnen. Aber für zwischendurch war es ganz gut.
"Niemand sah mich je umfallen. Das tat ich erst, nachdem die Tür hinter mir ins Schloss gefallen war. Hinter Haustüren in Berlin, Bagdad, Montevideo und leider auch Bonn war ich zusammengebrochen. Ich erinnere mich an jeden Flurboden, als hätte ich ihn selbst verlegt."
Fred, eine eigentlich durch scheinbar nichts zu beeindruckende, erfahrene deutsche Konsulin in Istanbul, gerät an die Grenzen ihrer diplomatischen Möglichkeiten.
Diese Geschichte ist so neu und großartig erzählt, unglaublich kurzweilig, humorvoll und spannend.
Für mich ein ganz großes Lesevergnügen mit einer total sympathischen Protagonistin
Nach vielversprechendem Start nimmt das Buch eine Richtung ein, die insgesamt kaum Spannung bietet aber den (Berufs-)Alltag der Diplomatin sicher authentisch, jedoch oft sehr deprimierend, darstellt.
Die Diplomatin ist ein beeindruckendes Buch, das mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt hat. Der Schreibstil ist klar, elegant und unglaublich fesselnd – nie zu schwer, aber trotzdem tiefgründig. Die Autorin gewährt einen faszinierenden Einblick in eine Welt, die vielen verborgen bleibt: die Herausforderungen und politischen Spannungen des diplomatischen Lebens.
Besonders spannend fand ich, wie die inneren Konflikte der Protagonistin, vor allem als Frau in dieser anspruchsvollen Position, realistisch und berührend dargestellt wurden. Die Schwierigkeiten und Dilemmata, mit denen sie sowohl beruflich als auch privat konfrontiert ist, wirken authentisch und regen zum Nachdenken an.
Das Ende hat mich besonders überrascht – auf eine positive Weise. Es ist selten, dass ein Buch mich so unerwartet und gleichzeitig zufrieden zurücklässt. In einer Zeit, in der internationale Beziehungen und politische Zusammenhänge so wichtig sind, ist *Die Diplomatin* ein Werk, das ich jedem ans Herz legen möchte.
Ein absolut lesenswertes Buch – tiefgründig, spannend und hochaktuell.
Ich bin sehr gut in das Buch reingekommen und fand das Thema unglaublich interessant. Leider konnte ich aber keinen wirklichen Bezug zur Protagonistin aufbauen und ich hätte gerne viel mehr über die Arbeit eines Diplomaten, das Leben und die Ausbildung erfahren.
Wir verfolgen einen Ausschnitt des Berufslebens der Diplomatin Fred. Zunächst in Montevideo, wo sie nach einem Vorfall wieder zurück nach Deutschland muss. Der größte Teil des Buches spielt sich dann in Istanbul ab. Dort arbeitet sie zusammen mit einem alten Kollegen und versucht politisch verfolgte Deutsche in der Türkei zu unterstützen.
Das Buch lässt sich sehr schnell lesen, nicht zuletzt auch, weil es nur an der Oberfläche kratzt. Die Protagonistin bleibt dem Leser/der Leserin fremd.
Vielleicht ist das aber genau das, was die Autorin damit bezwecken wollte? Immerhin bestehen diplomatische Beziehungen auch größtenteils aus Oberflächlichkeiten.
Fazit: Nette Lektüre für zwischendurch.
Mir gefällt der Schreibstil, den trocknen Humor der Protagonistin. Das, "sich selber nicht so ernst nehmen".
Zusammen mit Vanessa vom Video Chat Buchclub gelesen.
Die Autorin gibt mit ihrem Roman einen guten und realistischen Einblick in die Arbeit eines Diplomaten.
Die Konsulin Fred wird nach Istanbul versetzt und agiert dort im Spannungsfeld zwischen Medien, türkischem Staat und der deutschen Vertretung
Ein Roman dessen Thematik nicht aktueller seien könnte.
Frederike Andermann kurz Fred ist Beamtin beim Auswärtigen Amt. Als Botschafterin wird sie nach Uruguay geschickt. Es ist nach ihrem letzten Posten in Bagdad wie Urlaub, bis plötzlich eine deutsche Staatsangehörige verschwindet. Nach einem einer Zwangspause in Berlin, geht es für sie als Konsulin nach Istanbul. Hier wird Fred mit der Frage konfrontiert wie man damit umgeht, wenn die eigenen Vorstellungen über den Job durch unbeinflussbare Rahmenbedingungen plötzlich zum unerfüllten Wunsch werden.
Das Buch hat mich berührt, vielleicht auch deswegen weil ich selbst in meinem Beruf an Freds Stelle stehe: An Rahmenbedingungen verzweifle und sehe wie Menschen an ihnen zerbrechen. Der Autorin ist es auf eindrückliche Weise gelungen, die Thematik der Demokratiezersetzung in einen aktuellen Zeitroman einzubinden. Ich kann das Buch nur weiterempfehlen!
Ich weiß nicht was ich erwartet hatte aber nicht so ein Buch. Die Geschichte war leider nicht spannend, auch nicht interessant. Zu politisch und noch dazu einseitig. Zum Glück war es leicht zu lesen.
In "Die Diplomatin" gibt Lucy Fricke einen Einblick in die komplexe und oft undurchsichtige Welt der internationalen Diplomatie durch die Augen ihrer Protagonistin, Fred. Der Schreibstil ist gleichzeitig humorvoll wie emotional und beleuchtet Freds berufliche und persönliche Welt gleichermaßen.
Fred ist als Diplomatin tätig und navigiert durch das Labyrinth der globalen Politik, wobei sie oft vor moralischen Dilemmata und persönlichen Opfern steht. Ihre Karriere führt sie in verschiedene Länder, wodurch reichhaltige Eindrücke internationaler Schauplätze und kultureller Begegnungen entstehen.
Die realistischen und facettenreichen Darstellung von Fred hat mir sehr gut gefallen. Sie ist eine Frau mit Tiefe und Widersprüchen, deren professionelle Erfahrungen untrennbar mit ihrem persönlichen Leben verwoben sind. Ihre Beziehungen, sowohl zu ihren Kollegen als auch zu ihrer Familie und Freunden, werden spannend erzählt. Die oft verborgenen Aspekte der diplomatischen Arbeit werden aufgezeigt, die stillen, aber intensiven Momente der Entscheidungsfindung, die politischen Manöver hinter den Kulissen und die emotionalen Kosten, die der Job fordert. Freds Erlebnisse geben einen tiefen Einblick in die Herausforderungen und den oft hohen Preis persönlicher Opfer in diesem Beruf.
"Die Diplomatin" ist damit ein Werk, das sowohl unterhält als auch informiert. Eine fesselnde Geschichte, die nicht nur durch ihre lebendigen Charaktere und spannenden Wendungen besticht, sondern auch wichtige Fragen über Ethik, Macht und persönliche Integrität in der modernen Welt stellt. Ein Hörbuch, was mir gut gefallen hat.
Ein tolles Buch. Echt spannend, abwechslungsreich und man will es sich nicht vorstellen, wie viel davon tatsächlich so passiert 😉. Wie viele Tiger zahnlos durch / in der Diplomatie geworden sind. Und trotzdem: ohne sie geht gar nichts in diesen Zeiten!!!!
Interessanter Einbilck in den Beruf einer Diplomatin
Das Buch hat mir sehr gefallen. Die Autorin Lucy Fricke hat einen sehr guten Schreibstil, der sich leicht liest. Das Buch gibt einen Einblick in den Beruf und die Verantwortung einer Diplomatin. Vor dem Lesen des Buchs, wusste ich nicht, welche Aufgaben und vor allem welche Verantwortung (!) eine Diplomatin hat.
Ich fand das Buch echt klasse, da es auch die Schwierigkeiten und die Korruption innerhalb mancher Länder gezeigt hat.
Trotzdem das Buch eine fiktive Geschichte darstellt, lassen sich meiner Meinung nach auch viele Vergleiche in die Gegenwart ziehen.
Ein echt tolles Buch, was ich weiterempfehlen kann!
Langatmig, unzusammenhängend, unausgeschöpftes Potential
Die Idee super spannend und hat gute Züge aber alles in allem irgendwie einfach langweilig
2 Sterne
Lucy Fricke schafft es mit ihrem Roman “Die Diplomatin”, die Geschichte der titelgebenden Diplomatin Fred kurzweilig und unterhaltsam zu erzählen, ohne dabei in seichte Gefilde abzudriften. Wir starten mit Friederike Andermann in Uruguay, in dessen Hauptstadt Montevideo sie als Botschafterin entsandt wurde. Vom ereignislosen Alltag dort ist sie unterfordert, hatte sie doch die diplomatische Laufbahn mit großen Visionen, etwas in der Welt zu bewegen, angetreten - und nicht um die Würstchen für die Einheitsfeier auszusuchen. Die ersehnte fordernde Aufgabe kommt jedoch schneller als gedacht, denn als eine junge Deutsche vermisst wird, muss Fred handeln. Zwei Jahre später kommt sie als Konsulin nach Istanbul und betreut eine kurdisch-deutsche Kunsthistorikerin in Untersuchungshaft und ihren in die Türkei nachgereisten Sohn, über den eine Ausgangssperre verhängt wurde. Die Konflikte verdichten sich und Fred entgleiten nach und nach die Handlungsmöglichkeiten.
Die Geschichte wird in lakonischem Ton aus Freds Perspektive erzählt und die sarkastischen Bemerkungen zusammen mit kritisch kommentierten Einzelheiten des auswärtigen Dienstes haben mir extrem gut gefallen. Bald nach Beginn nimmt die Handlung deutlich an Fahrt auf und wird sowohl auf Plotebene, als auch auf Charakterebene spannend. Lucy Fricke streut hier nicht nur politische Aspekte ein, aufgrund derer sie nun nicht mehr in die Tükei einreisen darf, sondern lässt auch in die Gefühlswelt einer 50-jährigen, unverheirateten Frau blicken, die immer wieder mit Einsamkeit und Selbstzweifeln zu kämpfen hat.
Vor allem bekommt die Leserin einen Eindruck, was eine solche Diplomatenkarriere “mit einem macht”. Ist man nur um die Außenwirkung besorgt oder geht es wirklich darum, Menschen zu helfen? Wie sehr darf man persönlich involviert sein und lässt sich dies überhaupt steuern? Ist all der Luxus eine posttraumatische Störung wert? Lucy Fricke verhandelt diese Themen, ohne einen Vortrag zu halten. Anhand der Situationen, mit denen Fred konfrontiert wird, fragt man sich unweigerlich, wie man selbst handeln würde.
Gegen Ende überschlagen sich die Ereignisse und haben mich an ein paar Stellen als Leserin etwas abgehängt. Zwei entscheidende Dinge passieren, ohne dass weiter erklärt wird, wie wir überhaupt an diesen Punkt gekommen sind. Für mich war nicht nachvollziehbar, warum der Leiter der Ausländerbehörde Fred und Philipp hilft, Meral zu finden, kann das aber noch als das Wunder der Diplomatie abhaken. Warum Meral aber dann am Flughafen einfach herausgegeben wird, war für mich überhaupt nicht klar, vielleicht sogar unrealistisch. Ebenso habe ich nicht verstanden, wie plötzlich klar sein soll, dass Asenas Neffe ein Schleuser ist. Habe ich ein Codewort verpasst? Zudem fand ich schwierig, dass am Ende noch das DDR-Thema aufgemacht wurde. Es soll vielleicht eine Erklärung liefern, warum Fred sich so für die Demokratie und Freiheit einsetzt, aber war für mich zu groß, um nur am Ende erwähnt zu werden. Dann lieber weglassen.
Insgesamt konnte mich das Buch im ersten Teil vollends überzeugen und war auf Fünf-Sterne-Kurs, konnte aber in der weiteren Ausführung nicht ganz überzeugen. Dennoch finde ich es sehr lesenswert, allein aufgrund der aktuellen Thematik, die aus einer ungewöhnlichen Sicht erzählt wird!
Zum Inhalt: Fred ist eine erfahrene und ehrgeizige deutsche Konsulin. In Montevideo, scheitert sie erstmals in ihrer Karriere und wird nach Istanbul versetzt. Dort erwarten sie zahlreiche diplomatische Herausforderungen.
Meine Meinung: Dieses Buch konnte mich leider nicht überzeugen. Der Schreibstil war für mich gewöhnungsbedürftig - nüchtern und stellenweise mit trockenem Humor versetzt. Leider war das kein Humor, den ich mag. Dieses Buch war mir zu oberflächlich erzählt. Ich konnte viele der Geschehnisse nicht nachvollziehen, da mir die notwendigen und gewünschten Erläuterungen fehlten. Auch die Charaktere haben mir leider nicht gefallen denn sie waren mir zu wenig ausgearbeitet. Ich konnte ihre Handlungen weder nachvollziehen noch verstehen. Leider kam erste gegen Ende ein wenig Spannung auf, obwohl der Plot dafür reichlich Stoff geboten hätte. Die Arbeit einer Diplomatin wurde mir zu reduziert dargestellt: lächeln, lügen, reisen, essen & trinken.
Eine ergreifende Erzählung, die uns einen brisanten Einblick in das Leben der Diplomatin Friederike Andermann, kurz Fred, gibt. Wir begleiten Fred nicht nur in ihren Tagesgeschäften, die sich von Montevideo nach Istanbul erstrecken, sondern haben auch teil an ihren Emotionen als ambitionierte Karrierefrau Ende 40.
Schimmer und Schein, Reichtum und Ruhm sind schnell vergänglich in dieser Karrierelaufbahn, wenn man nicht das richtige Netzwerk pflegt, sich nicht den großen Mächten beugt und nicht den Kopf zur Seite dreht, wenn es um Verletzungen an Menschenrechten geht.
Die Autorin Lucy Fricke hat als Stipendiatin in Istanbul gelebt und ist ziemlich versiert was die Kultur und Lebensweise dort anbelangt, was sie auch gekonnt in ihre Erzählung miteinfließen lässt. Sie setzt sich mit der kontroversen Pressefreiheit in der Türkei auseinander und das Thema ist wohl aktueller denn je, da ich heute in den Nachrichten erfuhr, dass wieder ein Journalist (Kavala) zur lebenslangen Haft verurteilt wurde, ohne Möglichkeit auf Bewährung.
Fred hat das Herz am richtigen Fleck. Sie setzt sich ein für Gerechtigkeit. Fred ist eine mutige Frau. Ich gönne ihr so sehr, dass sie ankommt und mit ruhigem Gewissen ihr Leben weiterführt...vielleicht mit der Liebe ihres Lebens (könnte es David sein? :)).
#HonestReview
Ich würde diesem Buch 3,75 Sterne geben. Eine interessante Geschichte, aber nichts, was für mich jetzt ein Highlight war. Kann es aber trotzdem empfehlen für alle, die Gegenwartsliteratur mögen!