28. Apr.
Rating:5

Moralisch verwertbar

Was ich an Dystopien am meisten liebe, ist, wenn sie einem den Spiegel nicht nur aufzeigen, sondern ihn dir fest ins Gesicht drücken, sodass er Sprünge bekommt und sich die scharfen Splitter in dein Fleisch bohren und dir der Weltschmerz unter die Haut fährt. Wie die Schweine (Tender Is the Flesh) tut genau das. Agustina Bazterrica entwirft eine überbevölkerte Welt, in der tierisches Fleisch laut Regierung verseucht ist und man dazu übergegangen ist, die Mangelernährung der Bevölkerung mit Menschenfleisch zu bekämpfen. Natürlich werden diese Menschen klein gehalten: ohne Stimmbänder, ohne Wissen, ohne Bildung – und ohne Gefühle? Dieses Buch wirft viele Fragen auf… Was unterscheidet den Menschen noch von den Tieren im Schlachthof? Wird Grausamkeit erträglicher, wenn wir sie "human" gestalten? Was sagt es über uns aus, wenn wir den Akt des Tötens ebenso genießen wie das Fleisch danach? Gibt es ethische Tierversuche – selbst wenn sie Leben retten? Und kennt die Grausamkeit der Menschheit überhaupt Grenzen? Die Autorin hat es geschafft, eine wohldurchdachte Geschichte zu konstruieren, dass man von einer Gewissenskrise in die nächste taumelt. Die Sprache ist dabei so sinnlich und doch gewalttätig, ekelhaft und wunderschön, eindringlich und abstoßend – und vor allem passt sie perfekt zu dieser verqueren Welt. Dieses Buch verdient es gelesen zu werden, weil es dich verändert. ------------------ "Da ist so ein Vibrieren, etwas Warmes, Zerbrechliches, was es besonders köstlich macht. Man beißt regelrecht das Leben heraus. Genießt das Gefühl, dass ein Wesen aufhört zu existieren, weil man es will, weil man es tut, was man tut. Man spürt, wie dieser komplexe Organismus nach und nach sein Leben aushaucht und zu einem Teil von einem wird. Für immer. Dieses Wunder fasziniert mich. Diese Möglichkeit der totalen Verschmelzung."

Wie die Schweine
Wie die Schweineby Agustina BazterricaSuhrkamp
25. Apr.
Rating:5

Dystopie, die die Grenzen auslotet, der Menschheit den Spiegel vorhält & mit den moralischen Wertvorstellungen spielt

Ich hab es richtig „gerne“ gelesen und werde mir Sicherheit noch viel zum Nachdenken haben. Vorsicht ‼️ Wirklich harter Tobak.

Wie die Schweine
Wie die Schweineby Agustina BazterricaSuhrkamp
12. Feb.
Rating:4

Eine sehr interessante Idee, die sehr gut umgesetzt wurde, vor allem da man als Leser durch den Hauptcharakter Marcos sehr nah an der Produktion ist und auch Einblicke in die gesamte Industrie bekommt. Das Verhalten der Menschen ist zum Teil schockierend, leider muss man aber wohl sagen, dass viele sich tatsächlich so verhalten würden, würde Tierfleisch für uns unessbar werden. Was mir gut gefallen hat, ist dass die Autorin den Lesern genug Freiraum lässt, selbst zu entscheiden, was in den Stücken (so werden die Menschen genannt, die gezüchtet werden) vorgeht und ob Tierfleisch tatsächlich tödlich für die Menschen geworden ist, oder ob die Regierung den Virus nur erfunden hat. Urlet war mein Lieblingscharakter, da ich ihn als sehr poetisch und in einer gewissen Weise widersprüchlich wahrgenommen habe, was ich sehr interessant fand.

Wie die Schweine
Wie die Schweineby Agustina BazterricaSuhrkamp
7. Jan.
Rating:4.5

Sowas bewegendes hab ich noch nie gelesen. Ich habe noch nie so viel Scham für die Menschheit empfunden.

Der Schreibstil war direkt und gnadenlos. Man konnte es wirklich schnell lesen und man wurde nicht verschont. Ich bin verstört, angeekelt und mir hat sich noch nie so der Magen umgedreht. Trotz allem Weltklasse. Es öffnet einem die Augen auf so viele Arten und Weisen.

Wie die Schweine
Wie die Schweineby Agustina BazterricaSuhrkamp
21. Dez.
Rating:3.5

Extremliteratur mit Statement

Die argentinische Autorin beschreibt korrekt die Abläufe in einer Schlachterei - nur ersetzt sie das Viehzeug mit Menschen, die zum Fleischverzehr gezüchtet werden. Das Ganze soll unser Moralgefühl kitzeln: Wir sollen hinterfragen, wie wir denken würden, wenn Menschen statt Tieren legitimierte Nahrungsmittel sind. Eine echte Handlung gibt es deshalb nicht wirklich, und so ist der Plot auch relativ plump und schnell erzählt. Allerdings steht hier natürlich das Statement im Vordergrund. Als Fan von Extremliteratur hätte es mir natürlich auch noch expliziter sein können.

Wie die Schweine
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13. Dez.
Rating:4.5

Ein dystopisches Buch über Menschen und Konsumverhalten

Krass geschrieben und sicherlich auch kontrovers. Beschäftigt man sich allerdings mal mit dem Thema Fleischkonsum in Verbindung mit Ethik und Moral oder generell mit unserem Verhalten gegenüber Tieren, hält das Buch lediglich einen Spiegel vor. Absolut empfehlenswert und: Go vegan!

Wie die Schweine
Wie die Schweineby Agustina BazterricaSuhrkamp
11. Dez.
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Rating:5

Ich habe garkeine Worte für dieses Buch, einfach nur Wow! Stell dir vor alle Zuchttiere auf der Welt sind ungenießbar durch einen Virus. Was tut man dann um die fehlenden Nährstoffe zu bekommen die man sonst durch die Zuchtiere erhalten hat? Genau, man fängt an Menschen zu Züchten und sie zu essen. Hier geht es um Marcus der in einem Schlachthaus für Menschen arbeitet und mit eigenen Augen sich ansieht die das unmenschlichste vor ihm geschieht. Er selbst verweigert den Konsum von Menschenfleisch und verachtet seine Familie und alle anderen die diesen Konsum von Fleisch normalisieren. Dieses Buch ist eine Kritik an die Konsumgesellschaft, vollste Empfehlung von mir!

Wie die Schweine
Wie die Schweineby Agustina BazterricaSuhrkamp
3. Dez.
Wenn die eigene Spezies dem Verzehr dient
Rating:4.5

Wenn die eigene Spezies dem Verzehr dient

Dieses Buch sprengt Grenzen: wir befinden uns in einer dystopischen Zukunft, in der statt Tiere Menschen auf dem Teller landen. Was zunächst wie reißerischer Splatter klingt, entpuppt sich als schonungslose Sezierung der menschlichen, heuchlerischen Moral. Mit der Zeit kann sich der Mensch an die schier scheußlichsten Grausamkeiten & Skrupellosigkeiten gewöhnen, solange es dem eigenen Wohl zugute kommt. Was die Autorin hier beschreibt, klingt zunächst einmal völlig undenkbar — aber die Menschheit hat schon längst gezeigt, dass das Undenkbare real werden kann, normal werden & Alltag sein kann. Der Unterschied liegt in dem alles entscheidenden Detail, dass in diesem Buch keine Tiere gefangen gehalten, gezüchtet & geschlachtet werden, sondern Menschen. Die Hauptfigur Marcos & alle anderen Charaktere werden mit wenigen Emotionen versehen; aber ich vermute, das hat die Autorin absichtlich so gemacht, um das Leseerlebnis so gefühlskalt & nüchtern zu machen, wie es die ganze Geschichte ist. Und doch erlaubt sich Marcos hin & wieder, kritisch zu denken & die Dinge zu hinterfragen. Wenn es jedoch um das eigene Wohl geht, die eigene Familie, das eigene Leben ... tja, dann wirft ein jeder alle Moral & Barmherzigkeit über Bord, wie das erschütternde Ende zeigt. Diese Geschichte ist vieles: aufwühlend, brutal, kalt, verabscheuungswürdig, aber vor allem ... lesenswert!

Wie die Schweine
Wie die Schweineby Agustina BazterricaSuhrkamp
27. Nov.
Rating:5

Ein Buch über das Schlachten und die Abgründe menschlicher Zivilisation.

In "Wie die Schweine" von Agustina Bazterrica, erschienen 2020 bei Suhrkamp, geht es um Marcos, die rechte Hand eines Schlachthofbetreibers. Doch das, was hier geschlachtet wird, sind keine gewöhnlichen Tiere, wie wir sie kennen. Marcos steht zwischen seinem Beruf, seiner Familie und seinen Überzeugungen und je grausamer der Inhalt erzählt wird, desto mehr erfahren wir über seine Vergangenheit und innere Welt. Der Stil des Erzählens ist nüchtern und zugleich poetisch, ohne überflüssige Personenbeschreibungen. Der Leser wird in diese groteske Welt gezogen und nur widerwillig wieder entlassen. Öfter musste ich das Buch beiseitelegen, das Gelesene rekapitulieren. Wie Kafka einst sagte: Ein Buch muss die Axt sein für das gefrorene Meer in uns. "Wie die Schweine" ist ein verstörend intensiver Roman, der lange nachhallt.

Wie die Schweine
Wie die Schweineby Agustina BazterricaSuhrkamp
7. Nov.
Nichts für schwache Nerven! (oder vielleicht eher Mägen 🫣)
Rating:5

Nichts für schwache Nerven! (oder vielleicht eher Mägen 🫣)

🥩 Schonmal was richtig "krankes" gelesen? Dieses Buch hat mich allein schon wegen dem Cover gecatcht. Und dann dieses kleine Detail auf dem "Etikett" vorne, über dem Preis. Ein Mensch. Ganz ehrlich? Das ist definitiv nichts für schwache Nerven. Es gab Stellen die ich echt eklig fand 🤢 und nach dem Essen sollte man das vielleicht auch nicht lesen 😂 Ich fands aber absolut gut! Legt man seine Prinzipien, seine Moral und Empathie kurz beiseite, verwandelt sich das Buch in ein richtige Highlight! Kannibalismus mal ganz anders, als man es aus dem TV kennt 😶 allein die Vorstellung, Menschen würden andere Menschen fürs Essen züchten, ist einfach so unnormal krank. 🫣

Wie die Schweine
Wie die Schweineby Agustina BazterricaSuhrkamp
10. Sept.
Rating:5

Großartige Dystopie

Brutal und schonungslos ist dieses Buch. Eine Abrechnung mit der Menschheit. In dem Buch verfolgen wir den Alltag von Macros. Er arbeitet in einer Schlachterei in dem Stücke (Menschen) geschlachtet werden. Der Prozess des Schlachtens wird in dem Buch dabei genau beschrieben. Es existieren durch einen Virus keine Tiere mehr, sie mussten alle Notgeschlachtet werden. Aber die Lust nach Fleisch bleibt. So wird es irgendwann legal spezielle Menschen zu züchten und sie wie Tiere zu halten, um die Rolle als Nutztiere zu übernehmen. Das Buch eckt an. Es bringt zum nachdenken. Zeigt einen die Fleischindustrie vor Augen. Zeigt auf, wie abgestumpft Menschen werden, wenn sie nur lang genug an was gewöhnt sind und damit aufwachsen. Es wird das Thema Überbevölkerung, Pandemie, Vegetarismus, Ausbeutung, Kapitalismus und das Gewissen behandelt. Ich konnte das Buch, trotz der harten "Realität" nicht aus der Hand legen. Für mich eine klare Leseempfehlung.

Wie die Schweine
Wie die Schweineby Agustina BazterricaSuhrkamp
9. Aug.
Rating:3

Gesellschaftkritisches Buch was zum nachdenken anregen sollte.

Ich war sehr gespannt auf das Buch und die erste Hälfte haben die Neugier und Spannung geschürt. Allerdings wurden meine Erwartungen nicht erfüllt. Ich hatte mir erhofft mehr über die Welt zu erfahren und über das Leben von Marcos auf dem Schlachthof. Es gab eine Menge Potential was man daraus hätte machen können. Die Ereignisse haben mich dann aber leider ab ca. der zweiten Hälfte nur noch angewidert. Marcos Handlungen waren teilweise zwar verständlich aufgrund seinen Erlebnissen aber irrational und schwankend. Der Schreibstil war nicht meins, die Sätze wirkten abgehackt, vereinzelte Kapitel waren zusammenhanglos. Geschehnisse waren genauso schnell vorbei wie sie angefangen haben und dann gings ins nächste Thema. 3 ⭐️ da mir die erste Hälfte gut gefallen hat und es ein wichtiges Gesellschaftskritisches Thema ist über das man nachdenken sollte. Die Idee dahinter war gut und versetzt ein in die Lage was Tiere in dieser Welt faktisch erleben müssen und ob man es, projiziert auf den Menschen, immer noch in Ordnung finden würde.

Wie die Schweine
Wie die Schweineby Agustina BazterricaSuhrkamp
12. Juli
Rating:4

4.5⭐️ „Wie die Schweine“ von Agustina Bazterrica hat mich völlig überwältigt. Der Roman ist nicht nur düster und verstörend, sondern eine brillante Allegorie auf den Kapitalismus, in dem alles – sogar der Mensch selbst – zur Ware wird. Bazterrica erzählt mit schonungsloser Klarheit und schafft es, mich gleichzeitig zu schockieren und zum Nachdenken zu bringen. Ein großartiges Buch, das lange nachhallt und das ich jedem empfehlen würde, der literarische Gesellschaftskritik liebt.“

Wie die Schweine
Wie die Schweineby Agustina BazterricaSuhrkamp
26. Mai
Rating:5

📚 Inhalt Marcos arbeitet in der Schlachterei. Er ist verantwortlich für einen reibungslosen Ablauf und die ordnungsgemässe Schlachtung. Denn Fleisch ist teuer und ein Luxusprodukt. Nach einem Virus, bei dem alle Nutz- und Haustiere notgeschlachtet worden sind, blieb der Fleischhunger des Menschen erhalten und eine Lösung musste her: es werden Menschen gezüchtet, die die Rolle der Nutztiere übernehmen. Doch dann wird ein besonders hübsches Weibchen geliefert. Marcos ist von ihrem makellosen Körper angezogen und nimmt sie mit nach Hause. Dort versucht er ein «normales» Leben mit dem Weibchen zu führen… 📖 Meinung Dieses Buch zeigt den Fleischessenden ungeschönt und brutal den Spiegel vor. Die Autorin beschreibt detailliert, wie die Nutzmenschen behandelt, geschlachtet und verarbeitet werden. Es ist ein ganz anderes Erlebnis, stellt man sich vor, man könnte einer dieser armen Seelen sein. Doch tun wir das nicht täglich Millionen von Tieren an? Was gibt uns das Recht, Tiere so auszubeuten? Mit diesen Fragen habe ich mich beim Lesen immer wieder konfrontiert gesehen und meinen eigenen Fleischkonsum hinterfragt. Das Thema ist wichtig und aktuell und ich bin froh, dass die Autorin mich zum nachdenken und hinterfragen angeregt hat. Das Buch überzeugt durch sein aussergewöhnliches Thema und den krassen Kontrast zwischen Marcos Arbeitsleben und seinem Privatleben. Alleine schon seine Arbeit wäre genug für die Geschichte, doch dass er dann ein «Weibchen» nach Hause mitnimmt, bringt nochmal eine neue, furchtbare Dynamik mit sich. Die Autorin konnte mich so an das Buch fesseln, dass ich es sehr schnell gelesen hatte. Ich kann es wirklich nur weiter empfehlen, man muss sich aber bewusst sein, dass das Thema nichts für schwache Nerven ist.

Wie die Schweine
Wie die Schweineby Agustina BazterricaSuhrkamp
23. Mai
Rating:4

Verstörend

Ich brauchte einige Zeit, um das Buch zu verarbeiten. Es hallt seit Monaten nach und beschäftigt mich, was letztlich vermutlich Sinn und Zweck dieser stellenweise obszönen Geschichte war. Wir begleiten den Protagonisten durch eine Art Wunderland des Grauens, Station für Station durchlaufen wir und es wird gelinde gesagt, immer ekelerregender. Wir bewegen uns in einer Welt, in der „Menschen“fleisch Entmenschlichter auf dem Speiseplan steht, wo dies eine neue Normalität darstellt. Das Buch möchte der Gesellschaft den Spiegel vorhalten, schafft dies durchaus, driftet dabei aber allzu häufig in morbide Abgründe ab, die aus meiner Sicht nicht zielführend und auch nicht angemessen sind. Die menschliche Grausamkeit ist erstaunlich und endlos, so viel ist klar. Am Ende bleibt man sprachlos zurück.

Wie die Schweine
Wie die Schweineby Agustina BazterricaSuhrkamp
15. Mai
Rating:5

Schwer zu ertragen und macht nachdenklich

Ich weiß gar nicht genau, wie ich dieses Buch beschreiben soll. Ich habe vor einigen Monaten eine Leseprobe gelesen und war sehr schockiert, dabei bin ich eigentlich recht hart im Nehmen. Aber ich fand es doch wichtig, es zu lesen und bin so froh, dass ich gemacht habe. Das ist schockierend, abstoßend, erschreckend und zugleich so faszinierend und wichtig zu lesen. Es macht sehr nachdenklich über unseren eigenen Umgang mit Tieren und dem abartigen System dahinter. Und wenn man denkt, dass man sich an die beschriebene Welt gewöhnt hat, ja sogar anfängt, sie zu verstehen, kommt das Ende daher und man darf alles wieder hinterfragen. Mehr möchte ich zum Inhalt gar nicht sagen, man muss es selber lesen. Ganz klare Leseempfehlung!!

Wie die Schweine
Wie die Schweineby Agustina BazterricaSuhrkamp
4. Mai
I‘m so sorry
Rating:3.5

I‘m so sorry

Bitte, bitte hasst mich nicht! Aber ich konnte einfach den ganzen Plot ab der Hälfte schon vorhersagen, weshalb mich das Ende null überrascht hat. 😭 Allgemein war es so geschrieben, dass ich das Buch nicht aus der Hand legen konnte und am liebsten an einem Stück gelesen hätte (so sind es drei Tage geworden, was für mich sehr krass ist). Selten kann mich ein Buch so gut dabeihalten. Aber ja… irgendwie war mir das Buch dann einfach nicht explizit und detailreich genug. Die Gesellschaftskritik an der Massentierhaltung, R@ssismus etc. war gut, aber für mich nicht krass genug, wie das Thema einfach sein müsste. (Eine Stelle hat mich sehr geschockt und da ging es nicht um Menschen, sondern um Tiere.) Und dann gab es leider an mehreren Stellen ganz merkwürdige Fehler, weshalb sich der Text widersprochen hat. Das kann allerdings an der Übersetzung liegen. Also alles in allem fand ich es nicht schlecht, nur leider nicht so gut wie erhofft und leider sehr zu erwarten. 🥺💛

Wie die Schweine
Wie die Schweineby Agustina BazterricaSuhrkamp
19. Apr.
Sorry, aber ich sehe den großen Punkt nicht, den die Autorin hier machen soll. Das ist einfach Gewalt um der Gewalt willen. Für alles andere sind Geschichte und Schreibstil zu oberflächlich. Es gibt wenig Hintergrund und Erklärung. Alles ist so überzeichnet, dass ich es kaum ernst nehmen kann.
Rating:1

Sorry, aber ich sehe den großen Punkt nicht, den die Autorin hier machen soll. Das ist einfach Gewalt um der Gewalt willen. Für alles andere sind Geschichte und Schreibstil zu oberflächlich. Es gibt wenig Hintergrund und Erklärung. Alles ist so überzeichnet, dass ich es kaum ernst nehmen kann.

Wie die Schweine
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29. März
Rating:4

And when they say "the government wouldn't do that...

...yes they would!" Eine düstere Geschichte die ungefiltert den Spiegel vorhält und klar macht zu was wir Menschen fähig sind. Hier wird mit vielen Perspektiven gespielt und die Rolle von Tieren schlichtweg mit Menschen vertauscht. Schonungslos wird man wach gerüttelt. Ein Buch über dass man nach beenden der Story noch lange nachdenkt.

Wie die Schweine
Wie die Schweineby Agustina BazterricaSuhrkamp
21. März
Nur auf leeren Magen lesen
Rating:5

Nur auf leeren Magen lesen

Ich bin geschockt, traumatisiert, sprachlos. Wie die Schweine ist nichts für schwache Nerven und schlägt auf den Magen. So unschön das nun klingt: ab und an hätte ich mich gern in meinen Kaffee übergeben beim Lesen. Die Frage WARUM man Wie die Schweine lesen sollte steht eigentlich gar nicht zur Debatte. Der Roman spielt in einer Zeit in der Menschen aufgrund von Tierseuchen auf die Zucht, Produktion und Verarbeitung von Menschen als Fleischlieferant zurückgreifen. Jede Horrorvorstellung die euch dabei in den Kopf kommt wird von der Autorin ausgeleuchtet - auch die, die euch nicht in euren schlimmsten Albträumen einfallen würden. Dieses Buch ist ein Spiegel unserer Konsumgesellschaft, allein dafür ist es lesenswert. Die Frage die mich eher beschäftigt ist WER Wie die Schweine lesen sollte, definitiv nicht diejenigen die bei Bambi schon ausschalten bevor die Mutter stirbt.

Wie die Schweine
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3. März
Rating:5

Mannomann, war ich am Ende fertig. Was für ein Hammerbuch! Kurz, knackig, grausam... und unfassbar gut!  Marcos, der Protagonist, lebt in einer Welt, in der die Tierwelt von einem Virus befallen wurde, das für Menschen tödlich ist. Große Teile der Tierwelt wurden deshalb getötet, weil sie eine unmittelbare Gefahr für Menschen darstellen. Aber die Menschen möchten Fleisch essen und die Wissenschaftler im Roman kommen zu dem Schluss, dass der Mensch Fleisch essen MUSS. Positiver Nebeneffekt: Die Überbevölkerung nimmt ab. Menschen werden in dieser Welt gezüchtet, aufgepäppelt und zu Fleisch, Leder, Dünger etc. pp. verarbeitet. Das ist die Prämisse. Klingt grausam? Nun, "Wie die Schweine" ist natürlich nichts anderes als eine Dystopie, in der Menschen das angetan wird, was wir schon heute Tieren antun. Aber wie das so ist: Das Leid der Tiere als Leid von Menschen präsentiert zu bekommen, das entfaltet eine Wirkung, ein Mitgefühl, das uns abgestumpfte Wohlstandsmenschen Tieren gegenüber fehlt. Denn es sind ja nur Tiere. Im "Wie die Schweine" werden deshalb Menschen, die gezüchtet wurden, folgerichtig nicht als Menschen bezeichnet, denn "Es gibt Wörter, die die Welt verschleiern." und "Es gibt Wörter, die bequem sind, hygienisch, legal." So ist der offizielle Begriff "Spezialfleisch", um die Wahrheit zu beschönigen. Das Interessante ist, was während des Lesens passierte. Denn auch wenn ich immer wieder schockiert war über das, was ich las, trat bei mir auch ein Gewöhnungseffekt ein. Hatte ich anfangs noch geradezu körperliche Reaktionen auf Alternativbegriffe wie Spezialfleisch, so trat bereits nach kurzer Zeit Gewöhnung ein. Nur noch mein Kopf spielte da nicht mit, der wusste nach wie vor, dass das alles nicht richtig ist. Aber zurück zu dem unfassbar guten Buch: Denn so grausam die Prämisse ist und so grausam die Lebensumstände, die beschrieben werden sind, so nüchtern werden sie von Agustina Bezterrica vorgetragen. Sie weidet sich nicht an der Grausamkeit, sie stellt sie nur dar. Und so ist "Wie die Schweine" kein Blutfest, sondern im Kern ein Porträt der Gesellschaft, in der wir jetzt und hier leben. "Wie die Schweine" entfesselt dabei eine Sogwirkung, der ich mich nur schwer entziehen konnte. Der Roman führt uns den menschlichen Egoismus vor Augen, die Schattenseiten der Konsumgesellschaft, in der jedes alles und möglichst billig haben will - ohne Rücksicht auf die Umwelt, die Tiere und die Menschen, die dabei auf der Strecke bleiben. Und das alles gelingt der Autorin ohne erhobenen Zeigefinger, sondern durch eine Geschichte, die von Marcos, dem vielschichtig gestalteten Protagonisten, der früher Tiere geschlachtet hat und nun in einer Menschenschlachterei arbeitet. Seine Geschichte fesselt die Leser*innen, lässt sie immer weiter vordringen bis zum bitteren Ende, das so konsequent ist, das noch einmal verdeutlicht, wie egoistisch wird als Menschen sind, wie vor gestrickt sind, wie wir handeln, wenn um uns als Individuen geht.  "Wie die Schweine" ist ein großartiges Buch. Ich habe es verschlungen, habe mich hineinreißen lassen, habe mit Marcos gefühlt, dem Tierfreund, der seinen Sohn über alles geliebt hat und ihn auf so herzzerreißende Weise vermisst, habe mit ihm seine unsägliche Schwester verabscheut, habe mich für ihn gefreut, als er endlich begann, sich durchzusetzen und wurde am Ende des Romans ins kalte Wasser geworfen. Augustina Bazterricas Roman funktioniert auf allen Ebenen. Er ist nicht zu kurz und nicht lang, er ist sprachlich toll umgesetzt (und toll ins Deutsche übertragen von Matthias Strobel), er ist konsequent, er ist hart und doch schön, er regt zum Denken an, ist aber trotzdem unterhaltsam... kurz: "Wie ein Schwein" ist ein verdammt guter Roman. Lest ihn! (Anmerkung: Mir wäre übrigens lieber gewesen, Suhrkamp Nova, wenn der deutsche Titel näher am Original gewesen wäre. "Exquisite Leiche" ist so viel passender und poetischer und tatsächlich auch subtiler.)

Wie die Schweine
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5. Jan.
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Rating:5

 WIE DIE SCHWEINE Agustina Bazterrica Marcos arbeitet in einer Schlachterei. Er ist dafür verantwortlich, dass der Betrieb reibungslos läuft und die Schlachtungen ordnungsgemäß durchgeführt werden - schließlich ist Fleisch heutzutage ein kostbares Gut. Nachdem ein Virus damals alle Tiere befallen hatte und sowohl Nutz- als auch Haustiere notgeschlachtet werden mussten, wurde Fleisch zu einem nahezu unbezahlbaren Luxus. Doch der Heißhunger auf Fleisch blieb: Menschen begannen sich gegenseitig zu überfallen, bis schließlich die Entscheidung getroffen wurde, Menschen zu züchten, um die Rolle der Nutztiere zu übernehmen. „In einigen Ländern verschwanden massenweise Immigranten. Immigranten, Obdachlose, Arme. Sie wurden verfolgt und geschlachtet. Legalisiert wurde dieses Vorgehen, als die Regierungen unter Druck gesetzt wurden von einer millionenschweren Industrie, die zum Stillstand gekommen war. Die Schlachthöfe wurden entsprechend angepasst. Es dauerte nicht lange, da wurden sie wie Vieh gezüchtet, um die massive Nachfrage nach Fleisch zu stillen.“ (S. 15) Privat ist Marcos ein ganz normaler Mann, der mit den Lasten seines Lebens kämpft: Er trauert um seinen verstorbenen Sohn, seine gescheiterte Ehe und kümmert sich um seinen dementen Vater. Agustina Bazterrica hält uns mit diesem erschreckenden und eindringlichen Roman einen Spiegel vor: Überbevölkerung, Pandemien - und mittendrin der Mensch, der sich nur um seine nächste Mahlzeit sorgt. Das Buch wurde mir empfohlen und der Klappentext hat mich sofort neugierig gemacht. Ich habe es mit großem Interesse gelesen. Es ist eine herausragende Dystopie, die eine unaufhaltsame Sogwirkung entfaltet. Keine Minute konnte ich mich dem Buch entziehen, selbst wenn es mich stellenweise abgestoßen hat. Sieht so unsere Zukunft aus? Ganz besonders gut gefiel mir außerdem das Cover des Buches: Rohes Fleisch in einem Frischhalte-Beutel. Der weiße, matte Druck sieht aus wie ein Papier-Etikettaufkleber im Supermarkt und weist Gewicht, Preis und den Barcode aus. Ob ihr jetzt das Buch lest, bleibt euch überlassen, mir gefiel es sehr und es wird mir noch lange in Erinnerung bleiben. 5/ 5

Wie die Schweine
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8. Dez.
Rating:2

Grausam

Ein Buch, das als Spiegel der Gesellschaft dienen soll. Grausam & machtvolle Darstellung von Fleischkonsum. Mich konnte der Schreibstil nicht richtig abholen. Regt dennoch zum Nachdenken an. Nichts für schwache Nerven.

Wie die Schweine
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4. Dez.
Das Buch zeigt wie Grausam, Narzisstisch und Egoistisch Menschen sind

Bitte beachtet die TW das Buch enthält echt sensible Themen und sehr viel Brutalität!!
Rating:4.5

Das Buch zeigt wie Grausam, Narzisstisch und Egoistisch Menschen sind Bitte beachtet die TW das Buch enthält echt sensible Themen und sehr viel Brutalität!!

Ich weiß nicht was ich dazu sagen soll außer das es die bittere und traurige Realität widerspiegelt. Der Anfang war erst ziemlich selcht zu verstehen und man ist zuerst kaum in die Story reingekommen und mich hat etwas die dritte Perspektive getriggert aber man ist sehr schnell reingekommen aber es lohnt sich echt sehr. Lese Empfehlung von Lissy Danke dir dafür🫶🏻

Wie die Schweine
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11. Nov.
Rating:4

Kontrovers aber so wichtig

Als Vegetarierin habe ich mir schon öfters Gedanken über so ein Thema gemacht, ohne zu wissen, dass dieses Buch existiert. Es hält einem wirklich den Spiegel vor und so grausam es teilweise ist, bin ich der Meinung, dass jeder Mensch dieses Buch lesen sollte. Gerade die letzten Seiten haben mich wirklich sehr mitgenommen. Das Buch hat keine fünf Sterne von mir bekommen, da die Übersetzung teilweise sehr kompliziert zu lesen war und ich mir tatsächlich ein bisschen mehr Lesestoff gewünscht hätte. Man hätte einige Punkte noch weiter erklären und ausführen können. Ansonsten ist es wirklich ein Must Read.

Wie die Schweine
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6. Nov.
Rating:2.5

Das Konzept ist spannend und natürlich eine ganz deutliche Gesellschaftskritik. Tatsächlich hätte ich mir aber mehr Hintergrundgedanken des Protagonisten gewünscht, anstatt möglichst vieler Schock-Szenen. Alles in allem brauchst du einen relativ stabilen Magen für das Buch, es werden ekelhafte Szenen beschrieben. Leider mochte ich den Schreibstil so gar nicht (konnte da nichts poetisches entdecken) und musste mich deshalb ziemlich quälen, das Buch weiterzulesen. Nach einer Weile habe ich ehrlich gesagt das Interesse verloren. Die Grundidee fand ich spannend, die Umsetzung leider nicht so.

Wie die Schweine
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3. Nov.
Rating:5

"Alle lächeln und essen. Die Regierung, seine Regierung, hatte beschlossen, dem Produkt einen anderen Namen zu geben"

Ein höchst brisante Dystopie, die an manchen Stellen doch garnicht zu abwegig scheint. Definitiv kein Buch für schwache Nerven, aber sehr empfehlenswert

Wie die Schweine
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26. Aug.
Rating:4

"Er nennt es nicht Spezialfleisch. Er benutzt ein neutrales Wort, um das zu bezeichnen, was ein Mensch ist, aber nie eine Person sein wird, was immer nur ein Produkt ist."

Brutal und Schonungslos. Eine Dystopie, deren Wurzeln jedoch in unserer täglichen Realität verhaftet sind. Positiv hervorzuheben ist hier zuerst auch die Covergestaltung, die bereits wunderbar die Perfidität des Buches aufzeigt. Die Grundprämisse wird sehr konsequent! von der Autorin auserzählt. Was auch immer wieder in sehr plastischen und expliziten Beschreibungen, z.B. des Schlachtprozesses, gipfelt. Für zartbesaitete ausdrücklich keine Empfehlung. Durch den Schreibstil der Autorin (einerseits kurz, prägnant, fast schon klinisch, so wie auch der Arbeitsalltag von Marcos./ Andererseits durchaus poetisch) wird die Abgründigkeit der Situation (und des "Menschen") immer wieder der emotionalen Abgestumpftheit gegenüber gestellt. Diesen Spagat meistert die Autorin sehr gut wie ich finde und schafft es so, eine immense Sogwirkung zu erzeugen. Und das trotz der Furchtbaren Bilder, die das eigene Kopfkino erschafft. Ich habe oft gelesen, dass das Ende die Gemüter spaltet. Das kann ich absolut verstehen. Es kommt definitiv unerwartet. Ich selbst habe das Buch bisher 2 Mal gelesen und bin selbst am Schwanken, wie es zu bewerten ist. Das muss wohl jeder für sich selbst entscheiden.

Wie die Schweine
Wie die Schweineby Agustina BazterricaSuhrkamp
11. Juni
grausame, erschreckende wahrheit
Rating:3

grausame, erschreckende wahrheit

jeder mensch, der hier beim lesen geschockt ist, sollte sich daran erinnern, dass all das bereits tagtäglich mit tieren auf unserer welt passiert und dieses buch nichts weiter ist, als ein spiegel unserer "egoistischen gesellschaft", wie es auf der rückseite des buches so schön steht. die idee der geschichte ist großartig und in anbetracht der tatsache, wie sehr manche menschen ihren fleischverzehr rechtfertigen und genießen, gar nicht mal so abwegig. leider hat mir das ende nicht gefallen, da ich von dem protagonisten anderes erwartet habe, aber gerade so hat es wahrscheinlich am besten zur kritik der menschheit gepasst. nichtsdestotrotz war es ein solides buch mit einer schönen, poetischen sprache, bei dem jedoch leider die charaktere allesamt etwas zu kurz kamen, sodass man keine wirklich emotionale bindung aufbauen konnte. mein herz würde gerne -50 punkte abzug für die welpen geben, aber wenn ich das beiseite schiebe, ist es ein gutes & wichtiges buch, das aber leider bei den wenigsten etwas an der denkweise verändern wird.

Wie die Schweine
Wie die Schweineby Agustina BazterricaSuhrkamp
15. Mai
Rating:5

Poetisch-grausam- tiefsinnig-Highlight

Ein unglaublich gut geschriebenes Buch. Die Ausdrucksweise war poetisch, tiefsinnig und zu gleich gestochen scharf. Ein Buch, welches noch lange nachhallen wird. Über die Abgründe unserer Spezies und die Verzweiflung der Welt. Ein Spiegel unserer Gesellschaft nicht vorgehalten, sondern mit Schwung mitten ins Gesicht geklatscht! Grandios.

Wie die Schweine
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24. Apr.
Rating:4

Was zur Hölle hab ich da bitte gelesen?

Also wenn ihr zartbesaitet seid, solltet ihr dieses Buch lieber nicht lesen. Wir befinden uns in einer (nahen) Zukunft, in der wegen eines Virus alle Tiere getötet werden mussten. Trotzdem wollen die Menschen natürlich weiterhin Fleisch essen. Dafür werden dann jetzt andere Menschen gezüchtet und geschlachtet. Und hallelujah, werden die einzelnen Vorgänge und Prozesse ausführlich beschrieben. An sich soll Kritik an der Massentierhaltung und am immensen Fleischkonsum geübt werden. Versteh ich auf ne Art. Progressiv, dies das. Alsoooo… das Buch ist sehr kurz und liest sich - dank seiner Nüchternheit und Sachlichkeit sehr schnell und einfach durch. Aber ihr braucht bei den Beschreibungen des Schlachthauses wirklich starke Nerven. Oder ich hab mich einfach noch nie wirklich mit sowas beschäftigt. Die Story bleibt ziemlich plain. Es geht um Marcos, der in der Schlachterei arbeitet. Seine Frau hat ihn (räumlich) verlassen, als das gemeinsame Baby des plötzlichen Kindstodes stirbt. Der Vater ist dement und in einem teuren Altersheim untergebracht, das bezahlt werden muss. Die Schwester ist nervig, oberflächlich und läuft jedem Trend nach. Und dann kriegt er auch noch ein „Weibchen“ geschenkt. Oder ein Stück. Also so wirklich hab ich nicht verstanden wie diese Menschen gezüchtet werden. Wer normal weiterleben darf und wer zur Fleischware wird. Aber alles andere sind keine abwegigen Szenarien. Menschen sind weird und irre. Und wenn es halt keine Tiere mehr gibt… auch dass es arme Leute gibt, die Menschen überfallen, Menschenhandel, Jagd etc. Es klingt alles fast zu real. Das was wir Tieren tagtäglich antun, wird hier Menschen angetan. Das ist wirklich ein sehr beklemmendes und verstörendes Buch. Also wichtig und richtig, aber auch einfach sehr weird. Und das Ende war komplett lost.

Wie die Schweine
Wie die Schweineby Agustina BazterricaSuhrkamp