21. Mai
Rating:4

Toller Schreibstil mit extremer Sogwirkung, Esther hat sich für mich in jeglicher Hinsicht total real angefühlt. Dass Plath mit diesem Buch viel von sich selbst preisgibt, ist definitiv spürbar. Die Geschichte ist bedrückend, aufwühlend und traurig. Besonders schlimm fand ich die Szenen in den psychiatrischen Einrichtungen und die Behandlung der Patienten in den 50ern. War mir zwar vorher schon bewusst, aber das mit Esther mitzuerleben, war nochmal etwas Anderes. Keine leichte Kost, aber zurecht ein Klassiker. Würde ich nicht unbedingt empfehlen, wenn man selbst an Depressionen leidet.

Die Glasglocke
Die Glasglockeby Sylvia PlathSuhrkamp
19. Mai
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Rating:4

Die Glasglocke hat mir unglaublich gut gefallen, vor allem wegen der ehrlichen und intensiven Darstellung von Depressionen. Sylvia Plath schafft es, Esthers Gedankenwelt so nahbar und bedrückend zu beschreiben, dass man ihre innere Leere, Überforderung und Entfremdung beim Lesen fast selbst spürt. Gerade deshalb wirkt das Buch auch heute noch erschreckend aktuell. Besonders spannend fand ich außerdem, wie emanzipiert Esther für die damalige Zeit dargestellt wird. Sie hinterfragt gesellschaftliche Erwartungen an Frauen, will selbstbestimmt leben und hat das Gefühl, dass ihr als Frau bestimmte Rollen aufgezwungen werden. Dadurch wirkt sie ihrer Zeit in vielen Momenten voraus, was das Buch noch interessanter macht. Auch die Atmosphäre hat mich sehr beeindruckt. Das Buch ist ruhig, teilweise fast distanziert erzählt, und genau das macht viele Szenen noch emotionaler. Man merkt beim Lesen ständig dieses Gefühl des Eingesperrtseins unter der „Glasglocke“, aus der Esther keinen Ausweg findet. Das Einzige, was mich manchmal verwirrt hat, waren die vielen Namen und Personen, die zwischendurch auftauchen, ohne dass immer direkt erklärt wird, wer genau gemeint ist. Dadurch musste ich an einigen Stellen kurz überlegen oder zurückblättern. Trotzdem ist Die Glasglocke für mich ein sehr besonderes Buch, weil es psychische Erkrankungen nicht romantisiert, sondern schonungslos ehrlich zeigt. Gleichzeitig ist es nicht nur ein Buch über Depressionen, sondern auch über Identität, Erwartungen, Einsamkeit und den Wunsch, als Frau frei leben zu dürfen.

Die Glasglocke
Die Glasglockeby Sylvia PlathSuhrkamp
14. Mai
Rating:2.5

Beklemmend, verstörend und zwischen den Zeilen doch wichtig…

Das Buch hat bei mir vor allem ein sehr beklemmendes und teilweise verstörendes Gefühl hinterlassen. 🥺 Ich konnte mich mit der Protagonistin Esther nur schwer identifizieren und habe mich während des Lesens oft gefragt, was mir die Geschichte eigentlich sagen möchte. Manche Gedanken und Szenen fand ich schwer greifbar. 😵‍💫 Trotzdem fand ich einige Aspekte wirklich interessant – besonders Esthers Haltung gegenüber den damaligen Rollenbildern von Frauen. Sie stellt sich klar gegen die Erwartungen der Gesellschaft: Keuschheit, heiraten, Kinder bekommen, sich immerzu „brav“ verhalten und sich einem klassischen Frauenbild unterordnen. 🫣 Sie wollte selbst entscheiden, wie sie lebt, wen sie liebt und welche Zukunft sie für sich möchte. Gerade dieser Wunsch nach Freiheit und Selbstbestimmung hat mir am Buch gefallen und finde ich wirklich wichtig! ❤️ Auch wenn ich emotional keinen richtigen Zugang zur Geschichte gefunden habe, kann ich verstehen, warum das Buch für viele bedeutend ist. Die bedrückende Atmosphäre und Esthers innere Zerrissenheit bleiben definitiv im Kopf. Außerdem fand ich interessant, wie offen das Buch psychische Erkrankungen und Depressionen beschreibt – besonders wenn man bedenkt, aus welcher Zeit der Roman stammt. Gleichzeitig zeigt es auch, wie wenig Verständnis und wie viele Vorurteile Betroffene damals erleben mussten. 🥺 2,5 bis 3 Sterne ⭐️

Die Glasglocke
Die Glasglockeby Sylvia PlathSuhrkamp
3. Mai
Wenn die Welt plötzlich hinter Glas liegt
Rating:4.5

Wenn die Welt plötzlich hinter Glas liegt

Unter dieser Glasglocke wird die Luft dünn, leise und erschreckend klar. Sylvia Plath zieht mich in Esthers Welt, als würde ich durch eine glänzende Scheibe schauen und dabei merken, dass auch mein eigener Atem plötzlich schwerer wird. Diese Geschichte hat mich nicht einfach unterhalten, sie hat mich umhüllt. New York, die Magazine, die Kleider, die Dinner und die flirrende Erwartung an eine glänzende Zukunft wirken zuerst fast verführerisch. Doch darunter bröckelt etwas. Esther verliert nicht laut den Halt, sondern schleichend, in Gedanken, Bildern und Momenten, die immer kälter werden. Besonders berührt hat mich, wie ehrlich dieser Roman psychische Dunkelheit beschreibt. Nicht übertrieben, nicht ausgeschmückt, sondern beklemmend nah. Es ist, als würde Plath Worte für ein Gefühl finden, das kaum greifbar ist. Genau darin liegt für mich die große Kraft dieses Buches. Die Illustrationen von Beya Rebaï machen diese Ausgabe noch intensiver. Sie wirken nicht wie Schmuck am Rand, sondern wie ein stilles Echo der Geschichte. Zart, kunstvoll und zugleich voller Schwere. Die Glasglocke ist kein bequemes Buch, aber ein wichtiges. Eines, das kratzt, bleibt und lange nach dem Lesen noch leise im Raum steht. Schön, traurig, klug und erschütternd zeitlos.

Die Glasglocke
Die Glasglockeby Sylvia PlathSuhrkamp
30. Apr.
Rating:2.5

Zäh..

Der Anfang der Geschichte zieht sich wie Kaugummi. Danach versteht man, um was es eigentlich wirklich geht. Ich kann die vielen guten Rezensionen nicht nachvollziehen. Der Schreibstil ist gewöhnungsbedürftig und die Geschichte an sich unspektakulär Für mich war es leider nichts 🫣

Die Glasglocke
Die Glasglockeby Sylvia PlathSuhrkamp
23. Apr.
Rating:4.5

Klassiker der feministischen Literatur

-Existenzkrise im jungen Alter in den 50er Jahren, verschuldet durch die strengen gesellschaftlichen Erwartungen an Frauen -metaphorischer Schreibstil ist ikonisch (10/10) -harte Themen (nichts für schwache Nerven)

Die Glasglocke
Die Glasglockeby Sylvia PlathSuhrkamp
17. Apr.
Rating:0.5

Rassistisch ?!

Also… Das Buch kam 2013 raus. Da stellt sich mir die Frage warum das N-Wort tausend Maul erwähnt wird und auch als Beleidigung genutzt wird. “Ich blickte in den Spiegel und war gelb wie ein Chinese.” Oder andere rassistische Beschreibungen… Wtf ? Bereue das Buch auch noch bis zum Ende gelesen zu haben, weil die story auch nicht mal gut war. Eines der gehyptesten Bücher in der Booktok Scene… Warum?

Die Glasglocke
Die Glasglockeby Sylvia PlathSuhrkamp
14. Apr.
Hässlich aber ehrlich
Rating:4.5

Hässlich aber ehrlich

Die Protagonistin Esther Greenwood hat mich persönlich ziemlich in ihren Wahnsinn ab der zweiten Hälfte gezogen. Viele ihrer Sorgen und Gedanken waren sehr nachvollziehbar, viele jedoch auch sehr irrational und machten sie oft unsympathisch. Zudem kann man auch nicht ausschließen, dass der Rassismus echt unnötig war. Sylvia Plath hat einen sehr großen Teil ihrer selbst in dieses Buch geschüttet, was dem Buch einen einmalig Ehrlichen und brutal Realen Geschmack gibt. Der Schreibstil war für mich wunderbar, da ich von ihren endlosen Beschreibungen und Details nie gelangweilt war, zudem lies sich das Buch, abgesehen von den schweren Themen die behandelt werden, sehr gut lesen!

Die Glasglocke
Die Glasglockeby Sylvia PlathSuhrkamp
11. Apr.
Rating:5

Beklemmend, intensiv und erschreckend klar. Ein Buch, das sich wie ein stiller Druck entfaltet.

In Die Glasglocke erzählt Sylvia Plath von einer jungen Frau, die sich immer mehr von der Welt entfernt nicht sichtbar, aber spürbar. Esthers Geschichte beginnt fast leicht, fast glitzernd. Doch unter der Oberfläche liegt von Anfang an etwas Unruhiges. Mit jeder Seite wird die Distanz größer, die Welt enger, die Gedanken dunkler. Die „Glasglocke“ wird dabei zu einem bedrückenden Bild für das Gefühl, vom eigenen Leben abgeschnitten zu sein. Der Roman ist schonungslos ehrlich und gleichzeitig still erzählt. Gerade diese Nüchternheit macht ihn so intensiv nichts wird dramatisiert, und doch trifft es umso härter. Ein tiefgehender, verstörend klarer Roman über Identität, Erwartungen und das Zerbrechen daran.

Die Glasglocke
Die Glasglockeby Sylvia PlathSuhrkamp
10. Apr.
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Rating:3

Ich habe schon einige Bücher gelesen in denen Sylvia Plath oder auch konkret dieses Buch erwähnt wurden, so dass ich es mir gekauft habe. Heran getraut habe ich mich aber lange nicht, da es, wie ich wusste, ein sehr schweres Thema behandelt. Es geht in dem Buch um Esther, die am College studiert und in eine Lebenskrise gerät. Was anfängt mit was mache ich nur nach dem College geht bis zu einer ausgewachsenen Depression mit dem Wunsch nicht mehr zu leben. Erst dachte ich, dass ich mit dem Schreibstil nicht recht klar komme, da die Handlung immer mal “hüpft”, aber so im Nachgang denke ich, dass die Autorin es gut dargestellt hat, wie Esther sich verändert und tiefer in die Depression gerät. Das es ein besonders herausragendes Werk ist, habe ich jetzt nicht so empfunden. Ich habe das Gefühl, dass dieses Buch so faszinierend wirkt, da vermutet wird, dass die Schriftstellerin ihre eigene Gefühlswelt in dem Roman verarbeitete und nach Veröffentlichung den Freitot wählte.

Die Glasglocke
Die Glasglockeby Sylvia PlathSuhrkamp
3. Apr.

Definitiv Ja!

Ich bin Fan von Büchern, die in einer anderen Zeit spielen und S. P. hat einen richtig eintauchen lassen in ihre Gegenwart. Interessant war der Umgang mit psychischen Störungen in der damaligen Zeit, die Erwartungen an Beziehungen, Werte und Moralvorstellungen und die Verbindung zur Gedankenwelt der Person, die emotional geprägt ist. Der Schreibstil hat hin und wieder für Irritationen gesorgt und dadurch Spannung erzeugt, das Buch charakterisiert sich durch viele belebende Szenenwechsel. Thematisch erreichte die Geschichte einen sehr erschütternden Höhepunkt. Das Ende lässt viel Interpretationsspielraum, was besonders bei der Geschichte der Autorin verschiedene Blickwinkel ermöglicht.

Die Glasglocke
Die Glasglockeby Sylvia PlathSuhrkamp
31. März
Rating:3.5

Vom reinen Inhalt her hat mich das Buch mehr als überzeugt und sehr beschäftigt. Die nüchterne und distanzierte Art, wie Plath über Esther schreibt, hat mich beim Lesen jedoch einfach nicht gepackt und mit der Zeit immer mehr desinteressiert.

Die Glasglocke
Die Glasglockeby Sylvia PlathSuhrkamp
26. Feb.
Rating:3.5

Really liked the writing style, a LOT of metaphors but mostly really good ones that fit into the flow of the story and didn’t seem exaggerated or like trying too hard. Funny bits, dark, satirical. I can imagine that it was a pretty revolutionary read for women in the 60s, so clear and unforgiving in the way she’s talking about men and not wanting to get married or have children. Also addressing mental illnesses so openly. It’s sad and interesting at the same time to wonder how much of it was autobiographical. Towards the end it lost me a little bit (the whole part with that Irwin guy and some scenes in the asylum). Though, the book is not free of flaws – racist terms, internalised misogyny and a lot of fat shaming, just to name the things that annoyed me the most. But hats off to Sylvia Plath for this in most ways still relevant novel!

Die Glasglocke
Die Glasglockeby Sylvia PlathSuhrkamp
22. Feb.
Rating:3

Erzählung ohne Ziel

Ich weiß, es ist in großen Teilen autobiographisch, insofern ist Handlungskritik hier auch unangebracht, nichtsdestotrotz bin ich mit dem Buch leider nie ganz warm geworden :c

Die Glasglocke
Die Glasglockeby Sylvia PlathSuhrkamp
21. Feb.
Rating:4

Wer in dem Buch nur den Rassismus und die Homophobie sieht, hat es nicht verstanden. Ja, das ist der Aspekt, wodurch wahrscheinlich viele abgeschreckt werden von diesem Buch. Aber genau da sollte man sich vor allem heutzutage als Leser von abgrenzen können. Das Buch spricht Feminismus, die Suche nach Identität, mentale Gesundheit und den Umgang mit Depressionen an. Die Protagonistin (Esther, 19 Jahre alt) versucht sich in diesem Buch mehrfach umzubringen, worauf man als Leser definitiv vorbereitet sein sollte. Die Autorin hat tatsächlich einen Monat nach der Veröffentlichung dieses Buches Suizid begangen. Sollte man definitiv mal gelesen haben.

Die Glasglocke
Die Glasglockeby Sylvia PlathSuhrkamp
19. Feb.
Rating:4

Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Am Anfang konnte ich nicht so ganz erkennen, was die eigentliche Handlung sein wird. Ab ca. 1/3 kam ich dann aber doch ganz gut rein. Der Schreibstil ist außergewöhnlich aber traf meinen Geschmack. Schwierige Themen, wie psychische Erkrankungen, Zweifel, Diskriminierung u.ä. werden mit einer besonderen Direktheit und Ehrlichkeit beschrieben. Die Protagonistin ist speziell, was aber sehr passend ist. Einige ihrer Gedanken kamen mir sehr vertraut und bekannt vor. Leider gab es hier und dort ein paar Stellen, die ich mir etwas detaillierter bzw. nachvollziehbarer gewünscht hätte.

Die Glasglocke
Die Glasglockeby Sylvia PlathSuhrkamp
10. Feb.
Ein wichtiges Werk, das seiner Zeit voraus war.
Rating:4

Ein wichtiges Werk, das seiner Zeit voraus war.

Der Roman ist leise und eher sachte geschrieben, gerade dadurch aber stark. Besonders beeindruckend ist, wie aktuell viele Gedanken wirken: Esther und auch die Autorin erscheinen ihrer Zeit deutlich voraus, manches liest sich fast wie ein heutiger Text um Rollenerwartungen. Manchmal war es allerdings schwierig für mich, den Zeitsprüngen zu folgen, vor allem im letzten Drittel. Trotzdem trägt die Erzählweise gut zur inneren Verfassung Esthers bei. Sehr interessant , aber auch verwirrend empfinde ich Esthers Entwicklung gegen Ende. Die letzten Seiten wirken schnell, offen und auch etwas fragil. Ich hätte ein klareres Ende erwartet, glaube aber, dass diese Offenheit bewusst gewählt ist und gut zum Thema passt. Gleichzeitig fällt es mir schwer, den Roman nicht im Licht von Sylvia Plaths Biografie zu lesen, was das Buch intensiver macht, aber auch den Blick auf den Text selbst etwas verengt. Ich habe mich ertappt, den biografischen Aspekt beim Lesen hervorzuheben, was wohl auch meine Erwartungen ans Ende erklären. Insgesamt ein wichtiges Buch mit großer Wirkung!

Die Glasglocke
Die Glasglockeby Sylvia PlathSuhrkamp
30. Jan.
Rating:5

Ich bin begeistert! Buch in 3 Wörtern: - Emotional - Zeitlos - Ehrlich

Das Buch war echt ein ganz neues Erlebnis. Zu Beginn war ich ein wenig verwirrt, wegen der ganzen Zeitsprünge, doch diese Klarheit, die gegen Mitte/Ende kam, beruhigte mich auf eine Art, welche ich nicht beschreiben kann. Die Themen, die im Buch behandelt werden, sind für die Zeit der Entstehung, meiner Meinung nach, sehr fortschrittlich. Behandelt wird nämlich auch, das Leben von Frauen zu der Zeit und psychische Erkrankungen. Emotional war auch das Ende. Es hat mich echt begeistert! Vor allem der Schreibstil. Ich liebe die Art wie Sylvia Plath schreibt und einige Textstellen sind auch einfach Meisterwerke! Ich habe die Art, wie sie den Wendepunkt am Ende geschrieben hat, einfach geliebt und habe es mir mehrmals durchgelesen, um das Lese-Erlebnis mehr Mals spüren zu können. Und hier noch meine zwei liebsten Textstellen: Die Stille bedrückte mich. Nicht die Stille der Stille. Meine eigene Stille. Ich wusste genau, dass die Autos Geräusche machten, auch die Menschen in ihnen und hinter den erleuchteten Fenstern in den Häusern machten Geräusche, und der Fluss machte Geräusche, aber ich konnte nichts hören. Flach wie ein Plakat hing die Stadt an meinem Fenster, glitzernd und funkelnd, aber was ihren Nutzen für mich anging, so hätte sie nicht da zu sein brauchen. - Die Glasglocke, Sylvia Plath Während ich da nun im Bett lag, stellte ich mir vor, Buddy würde sagen: »Esther, weißt du, was das ist - ein Gedicht? « » Nein was denn? « würde ich sagen. » Ein Haufen Staub.« Gerade wenn er zu lächeln anfing und ein stolzes Gesicht machte, würde ich sagen: »Das sind die Leichen, die du aufschneidest, doch auch. Und die Leute, die du zu heilen glaubst, auch. Sie sind Staub und nochmals Staub. Ich schätze, ein gutes Gedicht hält eine ganze Weile länger, als hundert von diesen Leuten zusammengenommen.« Und natürlich würde Buddy hierauf keine Antwort haben, denn was ich sagte, stimmte. Die Menschen bestanden in erster Linie aus Staub, und ich verstand nicht, warum es besser sein sollte, all diesen Staub zu verarzten, als Gedichte zu schreiben, an die sich die Leute erinnerten und die sie sich aufsagten, wenn sie unglücklich oder krank waren oder nicht schlafen konnten.

Die Glasglocke
Die Glasglockeby Sylvia PlathSuhrkamp
11. Jan.
Rating:4

"The silence depressed me. It wasn't the silence of silence. It was my own silence."

Ein wirklich gut geschriebenes Buch über ein ernst zu nehmendes Thema. Ich finde man merkt richtig, wie Esther im Laufe des Buches in eine tiefe Depression rutscht und keinen Ausweg mehr sieht. Alles was im Buch passiert wird durch diese grau-schwarze Brille erzählt, das ist der Autorin wirklich sehr gut gelungen. Trotzdem ist auch ein bisschen trockener Humor zu finden. Eine klare Leseempfehlung für jeden, der kein Problem mit dem Thema Depressionen/Suizid hat!

Die Glasglocke
Die Glasglockeby Sylvia PlathSuhrkamp
29. Dez.
Rating:3

"Die Glasglocke" von Sylvia Platz ist als zweites Wanderbuch in der Wanderbuchrunde 2025 zu mir gekommen und ich muss wirklich sagen, dass ich froh bin, dass zwei aus der Runde es schon gelesen und kommentiert haben, denn ich bin mir ziemlich sicher, dass ich es nicht über den Anfang hinaus geschafft hätte, wenn ich mich nicht an den Kommentaren hätte entlanghangeln können. Erleichternd kam hinzu, dass sich das Buch in meinen Augen sogar relativ gut lesen lies, trotz allen Unverständnisses zumindest am Anfang für den Inhalt. Die Geschichte wird aus Sicht der Protagonistin Esther erzählt, allerdings nicht chronologisch. Sie springt ziemlich hin und her in ihren Gedanken und wirft Dinge in den Raum, die ich erst einmal nicht verstanden habe. Allerdings bin mir sicher, dass die nicht-chronologische Erzählweise Absicht ist, weil es zu unserer Protagonistin und ihrem Leben, ihrer Krankheit passt, aber das macht es gerade zu Beginn echt anstrengend zu lesen. Warum das Buch als Kultbuch der Frauenbewegung gilt, kann ich nicht wirklich nachvollziehen, denn viel mehr als die feministischen, emanzipatorischen Gedanken, die in dem Buch sicherlich enthalten sind, steht für steht die an Depressionen leidende Esther und ihre Krankheit im Fokus. Vor allem mit dem Wissen, dass die Autorin sich gerade mal 4 Wochen, nach Veröffentlichung des Buches das Leben genommen hat und vermutlich vieles von ihrer eigenen Geschichte in Esthers Geschichte und somit in ihren Roman eingeflossen ist. Die Art und Weise, wie Silvia Plath die Krankheit schildert, ist schon sehr beeindruckend aber auch bedrückend. Aber es wird auch klar, dass man als psychisch weitestgehend gesunder Mensch nicht wirklich nachvollziehen kann, wie es Esther geht und ihr somit auch nicht so nahe kommen kann. Dennoch habe ich mir viele Gedanken während des Lesens gemacht, nachdem ich mich an die Erzählweise gewöhnt und das Buch eher in größeren Leseabschnitten und weniger abgehackt gelesen habe. Inzwischen spiele ich auch mit dem Gedanken, die Biografie der Autorin zu lesen, die sehr gelobt wird. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass es diese Leseerfahrung abrunden würde. Auch wenn mich das Buch doch noch ganz gut fesseln konnte und nachdenklich gestimmt hat, war ,,Die Glasglocke" nicht wirklich ,,mein" Buch und konnte mir nur wenig geben. Es war ein Buch mit einer eher unsympathischen Protagonistin, die nichts mit mir gemein hatte, mit der ich mich überhaupt nicht identifizieren konnte und die letztlich nur durch die gedankliche Verknüpfung zur Autorin für mich interessant wurde. Und es war ein Buch seiner Zeit, geschrieben in den 60er Jahren mit einer Handlung in den 50er Jahren und ein Kultbuch der 70er Jahre. Ich persönlich finde, dass es nicht gut gealtert ist, zumal auch die Behandlung von Depressionen inzwischen deutlich weiter ist. Ein Stückweit habe ich das Buch wohl auch aus dem Grund beendet, um ähnlich wie bei ,,Die Wand" (welches ich nicht beendet habe) auch bei ,,Die Glasglocke" sagen zu können, dass dies ein Buch ist, dass man NICHT gelesen haben muss. Zumindest hätte ich auch gut ohne diese Leseerfahrung leben können. Und doch bin ich auch froh und ein wenig stolz auf mich, dass ich den inneren Schweinehund überwunden und das Buch beendet habe.

Die Glasglocke
Die Glasglockeby Sylvia PlathSuhrkamp
28. Dez.
realität die man nicht schönreden kann
Rating:5

realität die man nicht schönreden kann

das buch war wirklich spannend und gleichzeitig extrem realitätsnah. in vielen momenten kommen themen auf die besonders für frauen relevant sind situationen und gedanken in denen sich eigentlich jede frau schon mal wiedergefunden hat. vielleicht nicht in dieser härte aber auf jeden fall in der art. ab einem gewissen punkt wurde das buch sehr depressiv und das hat sich beim lesen auch stark auf meine stimmung ausgewirkt. es gab phasen in denen ich mich selbst nicht gut gefühlt habe während dem lesen. trotzdem hab ich weitergelesen weil es einfach sehr fesselnd war. wenn man das buch aber fertig gelesen hat und mit etwas abstand drauf schaut ist es eigentlich nicht einfach nur depressiv sondern vor allem sehr ehrlich und realistisch. diese gedanken diese innere zerrissenheit die psychose und auch die selbstmordgedanken sind nichts was nur auf diese zeit begrenzt ist. das sind gedanken die viele menschen kennen nicht nur frauen auch wenn viele themen im buch eindeutig weiblich sind. spannend fand ich auch den zeitlichen kontext. das buch spielt anfang mitte der 1950er jahre einer zeit in der extrem viel scham damit verbunden war aus der norm zu fallen oder psychisch krank zu sein. und trotzdem nimmt das buch gegen ende eine fast positive irgendwie empowering wendung. sie akzeptiert dass ihr das passiert ist dass sie ist wie sie ist und sie trägt das ohne sich dafür zu schämen. was mich besonders berührt hat war ihre haltung gegenüber männern und gesellschaftlichen erwartungen. auch wenn es männer gab die sie trotz ihrer krankheit und allem was sie erlebt hat wollten war ihr das im kern egal. sie definiert ihren wert nicht darüber einen guten mann abzukriegen was selbst heute noch viele frauen tun. stattdessen kreisen ihre gedanken weiter um ihre uni ihre zukunft ein leben in europa und ihre eigenen ziele. das fand ich extrem stark. mit dem wissen um die autorin bekommt das ende im echten leben ein stilles trauriges gewicht.

Die Glasglocke
Die Glasglockeby Sylvia PlathSuhrkamp
8. Dez.
Rating:4

“Wenn es neurotisch ist, dass man zwei Dinge, die sich gegenseitig ausschließen, gleichzeitig will, dann bin ich allerdings verdammt neurotisch.”

Dieses Buch erzählt die Geschichte von Esther, die Ende der 1950er/Anfang der 1960er Jahre im Korsett ihrer Zeit gefangen ist. Soll sie ihrem Wunsch nach Ehe und Kindern nachgeben oder möchte sie beruflich erfolgreich sein? Es geht nur das Eine oder das Andere. Zunehmend desillusioniert fällt sie in eine tiefe Depression. Sylvia Plath’ autofiktionaler Roman ist meisterhaft geschrieben, düster, sprachgewaltig, eindringlich. Auf intensive Art beschreibt die Autorin die Welt, das Denken und Fühlen von Esther. Seite für Seite und mit zunehmendem Unbehagen kann man Esthers Weg in den Abgrund verfolgen. Dieses Buch ist gut zu lesen, aber keine leichte Kost. Die Themen Depression und Suizid bekommen in diesem Buch viel Raum, daher wäre eine Triggerwarnung am Anfang des Buches sinnvoll. Dieses Buch ist nicht umsonst ein Klassiker und sollte meiner Meinung nach auf jeden Fall gelesen werden.

Die Glasglocke
Die Glasglockeby Sylvia PlathSuhrkamp
2. Dez.
Rating:4

It’s definitely a heavy book but it’s worth it, especially if you analyze it thoroughly. The progression of the disconnection between body and mind, societal expectations and personal wishes, identity etc.But I have to admit sometimes it fell a bit flat while readingAnd of course the racism is definitely an issue, even considering the time so keep that in mind before you read it

Die Glasglocke
Die Glasglockeby Sylvia PlathSuhrkamp
26. Nov.
Rating:2.5

 Primo e unico romanzo di Sylvia Plath, pubblicato appena un mese prima del suicidio.E' inevitabile che la sua fine tragica influenzi il nostro approccio all'opera, conferendogli un' aura di ineluttabilità e di fatalismo; viene naturale considerarlo una sorta di testamento spirituale dell'autrice.Eppure andando oltre l'elemento autobiografico (che comunque è molto presente) ci si accorge che è un romanzo universale ed eclettico, che tratta un tema intimo come quello della malattia mentale ma lo fa senza mai perdere l'ironia ed offrendoci un'analisi lucida ed impietosa sulla società statunitense degli anni '50, perbenista e benpensante.E' strutturato in tre parti: la prima è forse la più convenzionale, il classico romanzo di formazione all'americana in cui una ragazza di provincia un po' disadattata fatica a trovare il suo posto nel mondo (mi ha ricordato Il giovane Holden, che non mi è piaciuto un granché).Quando l'azione si sposta dalla caotica New York alla stagnante periferia piccolo-borghese la vera essenza del libro comincia a prendere forma, la scrittura si fa caotica e soffocante ed ammetto che ho faticato a non perdere il filo; finché ho capito che non c'era nessun filo da seguire e che dovevo solo lasciarmi andare e seguire Esther nella vorticosa discesa verso la follia.L'ultima parte di caduta e risalita è quella dove il romanzo prende veramente il volo, è il momento in cui la protagonista fa finalmente i conti con se stessa e con la vita, e noi insieme a lei.Il finale è aperto e non poteva essere altrimenti: è un libro che basta a se stesso, che non cerca di veicolare un messaggio ma vuole solo raccontare uno spaccato di vita, quindi è giusto che ognuno tragga le proprie conclusioni e concluda la storia a modo suo.Romanzo pieno di contraddizioni: pesante nelle tematiche ma leggero nei toni e nello stile, su cui ci sarebbero da scrivere fiumi di testo ma su cui allo stesso tempo si ha la sensazione che non ci sia niente da dire.Spiazzante, a volte frustrante, ma sempre fuori dall'ordinario. 

Die Glasglocke
Die Glasglockeby Sylvia PlathSuhrkamp
17. Nov.
Rating:2

Ich bin mit diesem Buch nicht warm geworden und konnte mich mit der Hauptfigur Esther nicht identifizieren. Das Buch ist distanziert geschrieben und Esther ist irgendwie - sorry - einfach nervig. Sie teilt die ganze Zeit ihre seltsamen und irrelevanten Gedanken mit, beschreibt haarklein Kleider, Stoffe, Möbel, ist überheblich, einfach unsympathisch. Das Buch ist zudem rassistisch. Das N-Wort in einem 1950er Roman - ok. Aber dezidiert ihn als dumm mit Glupschaugen darzustellen und ohne Grund und Konsequenz zu treten. Nein, muss nicht sein. Ich finde das ist ein Klassiker, den man nicht gelesen haben muss.

Die Glasglocke
Die Glasglockeby Sylvia PlathSuhrkamp
15. Nov.
Rating:4

Beeindruckend

Ich hab es ewig vor mir her geschoben, dieses Buch zu lesen und ich wurde absolut nicht enttäuscht. Feministisch, tiefgründig, verzweifelt, ehrlich. Ein Attribut an die Freiheit und die Verzweiflung einer jungen Frau in den 50ern, eine halbautobiographische Erzählung von Schmerz und Depression. Plaths Auffassung des Inneren einer einsamen, jungen Frau ist und bleibt hochaktuell, ihre Darstellungen einer herzlosen Männerwelt, welche sich vor jeglicher Empathie oder Progressionsversuchen verschließt, erschütternd und ehrlich. Und obwohl die Geschichte eine positive, hoffnungsvolle Wendung nimmt und in ein offenes Ende glücklich konnotierter Zukunftsaussichten mündet, bleibt ein Gefühl von Unruhe und Unglücklichkeit zurück. Ich verspüre nichts als Hochachtung und Mitleid, wenn ich an Sylvia Plath denke. Bravo.

Die Glasglocke
Die Glasglockeby Sylvia PlathSuhrkamp
28. Okt.
Warum der Hype ?
Rating:1.5

Warum der Hype ?

Ich verstehe ehrlich gesagt nicht, warum das Buch so gehyped wird und als Klassiker gilt. Ja, die Idee dahinter ist nicht schlecht, aber die Umsetzung ? Es wird so gesprungen in den Themen, Orten und Handlungen, dass es schwer ist mitzukommen. Außerdem werden ständig Namen von Personen erwähnt ohne Bezüge zu schaffen. Auch der Schreibstil erinnert bisschen an Sally Rooney. Ich fand es eines der langweiligsten Bücher, die ich je gelesen habe.

Die Glasglocke
Die Glasglockeby Sylvia PlathSuhrkamp
26. Sept.
Rating:4.5

Ein sehr progressiver Roman, der die pure Gewalt des Patriarchats in Bezug auf mentale Gesundheit abbildet. Gerade in Anbetracht der Umstände der Erscheinung aber auch äußerst tragisch. Der Verlag hätte hier aber definitiv noch eine Einordnung und Content/Trigger Warnungen hinzufügen müssen. Die Sprache beinhaltet uneingeordnet rassistische und diskriminierende Worte.

Die Glasglocke
Die Glasglockeby Sylvia PlathSuhrkamp
10. Sept.
Rating:4

I actually did not know what to expect from this book. She was so paranoid but also so authentically written which makes sense given the life of Plath and especially the end of it. It’s even more tragic that you can actually see hope in the end. But I still don’t think that Plath actually had hope which mirrored in her book but wanted Esther to have a different ending from the one she had in mind for herself. Personally, I don’t think that those suicidal tendencies are actually inheritable but the consequences of the suicide of an important family member are leading to other suicides. The critics of it being racist? Girl for real it was 1953 and not even written particularly hateful but in context of time which is only now politically incorrect. Or at least considered so. I don’t feel like Ester managed her life after that because in her life she could not put her intelligence to use the way she should’ve been able to. In my opinion, even though Sylvia Plath tried to hopeful ending, she couldn’t master a realistic one.

Die Glasglocke
Die Glasglockeby Sylvia PlathSuhrkamp
28. Aug.
Rating:4

Sprachlich wirklich toll

„Die Sache war die, daß ich gar nichts im Griff hatte, nicht einmal mich selbst. Wie ein tauber Trolleybus holperte ich vom Hotel zur Arbeit oder zu irgendwelchen Partys und von den Partys wieder zum Hotel oder zur Arbeit. Ich hätte vermutlich begeistert sein sollen, wie die meisten anderen Mädchen, aber es gelang mir nicht. Ich war ganz still und leer, so wie sich das Auge eines Wirbelsturms vorkommen muß, das inmitten von Trubel und Getöse träge seines Weges zieht.“ (S. 8f.) Endlich habe ich „Die Glasglocke“ von meinem SuB befreit und Sylvia Plath gelesen. In ihrem autofiktionalen Roman gab es, auch wenn er nicht sehr umfangreich ist, so viele Themen, die wichtig waren und es in großen Teilen immer noch sind. Leichte Kost ist „Die Glasflocke“ definitiv nicht, dennoch lässt sich der Roman gut lesen. Besonders überzeugt hat mich die Sprache. Wow. Die Beschreibungen lassen mich wirklich darum trauern, dass es nicht weitere Romane von Sylvia Plath gibt. Bezüglich der Bewertung war ich nach Abschluss etwas unsicher, weil das Ende, wenn man um Sylvia Plaths Schicksal weiß, zu geschönt und konstruiert wirkt, auch wenn es nicht ausschließlich positiv ist.

Die Glasglocke
Die Glasglockeby Sylvia PlathSuhrkamp
15. Aug.
Ein sehr nachdenklich machendes Buch.
Rating:4

Ein sehr nachdenklich machendes Buch.

Von Aussen nach Innen verinnerlicht, kein Ausweg in Sicht. So ist die Glasglocke. Für mich persönlich hat die Protagonistin an manchen Stellen seltsam reagiert, dies machte sie für mich teilweise etwas unsympathisch, aber das ist auch völlig in Ordnung, denn es hat auf der anderen Seite wieder dazu geführt, daß ich darüber nachdenken musste, um es verstehen zu können. Viele Bereiche, haben sich vertraut angefühlt, und konnte ich gut nachempfinden. Man kann sich viele Fragen stellen über Identität und Erwartungen, "eigenen" Wünschen und Vorstellungen und diese für sich selbst beantworten.

Die Glasglocke
Die Glasglockeby Sylvia PlathSuhrkamp
14. Juli
Rating:5

Auch Esther hatte sechs Buchstaben…

In einer Welt voller Raster, voller Abzweigungen stellt die Protagonistin Esther die Wahl eines Rasterweges in Frage. Sie will sich nicht zuordnen und lässt sich auch nicht klar verorten. Jeder Weg hat etwas Besonderes in sich – im Endeffekt die Idee. Doch in der konkreten Lebenspraxis kann diese Idee sich nicht bewähren und so erscheint jeder Weg wie ein vorgeformtes, leeres Leben der Unterwerfung – gerade als Frau zu der Zeit. Sylvia Plath spricht mit ihrem autofiktionalen Roman all jenen aus der Seele, die die vorgefertigte, einfache Welt nicht hinnehmen können. Der Selbstmord der Autorin im Erscheinungsjahr spricht über das Werk hinaus. Ich könnte noch viel mehr zur Geschichte schreiben, da sie mich in so vielen großen und kleinen Aspekten inspiriert und zum Nachdenken angeregt hat – aber lest selbst!

Die Glasglocke
Die Glasglockeby Sylvia PlathSuhrkamp
14. Juli
Rating:3.5

Düster, bedrückend und doch sehr interessant!

Ein Klassiker aus den 60er Jahren, der mich in meiner Meinung etwas im Zwiespalt zurücklässt. 🧐 Ich schätze es lag an der distanzierten Erzählweise, die sehr eindringlich, sezierend und zynisch zugleich war. Und genau das tat stellenweise unheimlich weh! 😕 Einerseits stockte mir an einigen Stellen der Geschichte der Atem und andererseits schaffte ich es nicht ganz so richtig mitzufühlen. Immer wieder empfand ich die Erzählweise als sehr beeindruckend, aber auch verstörend. Silvia Plath arbeitet sehr viel mit Metaphorik und ich schätze das Gefühl, mit dem ich nun zurückgelassen werde, ist beabsichtigt. Man soll der Protagonistin einerseits nahe sein und andererseits in gewisser Distanz bleiben. Düster, bedrückend und doch sehr interessant! 🤨 Alles in allem, hat Silvia Path mit „Die Glasglocke“ ein beeindruckendes Werk geschaffen. ✨

Die Glasglocke
Die Glasglockeby Sylvia PlathSuhrkamp
22. Mai
Rating:4.5

Berührend und schlau

Sylvia Plaths einziger Roman behandelt die berührende Geschichte einer jungen Frau, die eine schwere Depression entwickelt und an der Position der Frau in den 50er Jahren fast verzweifelt. Der Roman ist clever, unterhaltsam, lyrisch und authentisch. Kein Wunder, dass die Autorin zu einer Ikone der Frauenbewegung wurde. Trigger-Warnung: Zeittypische rassistische Slurs und Stereotype

Die Glasglocke
Die Glasglockeby Sylvia PlathSuhrkamp
1. Mai
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Rating:5

Ich habe mich sehr gefreut endlich einen Anlass zu haben um diesen Klassiker zu lesen. Sylvia Plath war mir bereits ein Begriff, wie einigen anderen bestimmt auch, wegen ihres tragischen Suizids. Während des Lesens und danach war ich sehr melancholisch gestimmt und traurig darüber, dass ein so kreativer und kluger Geist so früh die Erde verlassen hat.   Esther ist für ein Praktikum bei einer Modezeitschrift in New York, dort lebt sie wohl den Traum vieler junger Frauen, doch Esther fühlt sich eher leer, entfremdet und depressiv. Zurück in Boston fällt sie in eine tiefe psychische Krise. Sie schläft nicht, sie kann nicht mehr lesen und sie kann nicht mehr schreiben. Nach einem Selbstmordversuch wird sie in eine psychiatrische Klinik eingeliefert.   Esther war mir zu Beginn unheimlich unsympathisch und ich empfand sie als sehr fies – das zog sich auch bis zum Schluss durch, aber ich konnte mit jeder Seite mehr verstehen warum sie so ist und ein größeres Verständnis dafür aufbauen. Plath hat mit Esther eine eindringliche Protagonistin geschaffen, die das Frauenbild der 50er Jahre abbildet, deren Probleme und der Umgang damit. Esther aber will nicht in der traditionellen Rolle der Frau leben, sie sehnt sich nach einem Sinn und der Selbstentwicklung. Plath scheut nicht glasklar Szenen zu schildern die einem eine Gänsehaut beschert. Ich bin begeistert von ihrer Sprachgewalt und Klugheit.   Sylvia Plath hat ein Meisterstück geschrieben das sich mit den Themen Depression, gesellschaftliche Erwartungen, Frauenbild, Feminismus und Selbstverwirklichung befasst. Für mich ein absolutes Must-read. Instagram: leeexieh

Die Glasglocke
Die Glasglockeby Sylvia PlathSuhrkamp
17. Apr.
Rating:4

a sad girl doing sad girl things experiencing sad girl stuff with other sad girls who are going through the same sad girl stuff. this piece contains racism and had me extremely irritated quite a lot. plot wise it was very gripping and the characters were also pretty interesting. the protagonist esther is a 19 year old college student who works for a fashion magazine in new york but actually does not want to be a writer herself. at first I didn’t understand how this story could turn out the way it did in the end because it started rather optimistic. fast forward, she’s going through life with a clouded sight and seems to be very sad at all times. along the way she spends time with girls, a lot of doctors, and men she is willing to have seggsy time with but cannot let it get that far. it was getting very dark in the second half of the book and I needed to stop a few times to take a deep breath as it covers topics such as death, suicide and funerals, which are not typical for me to read about. all in all I can say I liked the way plath pictures young women in a chaotic and kind of confused state of mind, which is totally normal for anyone going through life sometimes. I did not like the obvious racist comments. feel fully free to correct and/or share your thoughts about this book.

Die Glasglocke
Die Glasglockeby Sylvia PlathSuhrkamp
13. Apr.
Rating:4

Ich bin mir wieder uneinig über das Buch, wie ich es finden soll. Einerseits finde ich es krass, in welcher Zeit sie es geschrieben hat und wie erschreckend real es wirkt. Auch die sprachlichen Aspekte fand ich sehr beeindruckend und auch teilweise wirklich erdrückend. Andererseits konnte ich trotz der bildhafte Beschreibungen der inneren Welt von Esther ihr nicht immer so nachfühlen. In der zweiten Hälfte haben mich auch teilweise die Erzählstränge verwirrt und eine Antwort hätte ich wirklich gerne gehabt. Dennoch ein sehr lesenswertes Buch mit erschreckenden Einsichten in die 50er Jahre und den "Wert" von Frauen zu dieser Zeit.

Die Glasglocke
Die Glasglockeby Sylvia PlathSuhrkamp
23. März
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Rating:5

The bell jar is now easily my favorite book ever. Sylvia Plath. The writer you are! It’s hard for a book to truly make you feel something, but this book moved me. I felt her heart ache, pain of isolation, and loneliness. No one can write this detailed about depression and suicidal without having gone through it themselves. Throughout the book you understand her feelings it’s like reading her actual real life thoughts. I’ve always struggled with my mental health and being about to read so detailed about someone struggling with there’s was like coming up for air. She understood what it meant to have your thoughts control you and her life choices. The writing was incredibly. Throughout the book you see how women were treated and discredited back in the day. It’s so sad that the struggles she faces YEARSSSSS AGOOO are ones women today still do to. It was a slow read more character development than plot development. But at the end of the book it left me speechless. This book made me feel something much. I will say it was a bit racist and I don’t want to ignore that. Sylvia Plath could’ve easily left those comments out, but she choice to include them and I don’t want to promote the book without mentioning that. It was uncalled for and unfortunate. For me it didn’t take away for the book or from her struggles with mental health. I feel like with being a person of color from the south, sadly I’m used to the slight racist comments from others. Favorite Quotes: •I felt my lungs inflate with the onrush of scenery air, mountains, trees, people. I thought, "This is what it is to be happy •The silence depressed me. It wasn't the silence. It was my own silence. •The trouble was, I had been inadequate all along, I simply hadn't thought about it. •To the person in the bell jar, blank and stopped as a dead baby, the world itself is a bad dream. •I felt very still and empty, the way the eye of a tornado must feel, moving dully along in the middle of the surrounding hullabaloo. •I couldn’t see the point of getting up. I had nothing to look forward to. •The trouble about jumping was that if you didn't pick the right number of storeys, you might still be alive when you hit bottom. •The thought that I might kill myself formed in my mind coolly as a tree or a flower. •Everything people did seemed so silly, because they only died in the end. So many more!

Die Glasglocke
Die Glasglockeby Sylvia PlathSuhrkamp