15. Jan.
Rating:3

Ich bin etwas hin und her gerissen, wie ich dieses Buch bewerten soll. Einerseits mag ich den Stil der Autorin, die bringt die Dinge gut rüber, man kann sich alles vorstellen und auch in Situationen reinfühlen. Es hat Spaß gemacht zu lesen. Ich mag die Unterteilung und auch die Bilder. Auf der anderen Seite stört mich ihre subjektive Betrachtung auch, vor allem, da sie dies nicht "kennzeichnet", sie stellt Behauptungen auf und urteilt, ohne zu begründen oder erklären, worauf diese Aussagen beruhen. Und dass sie ganz klar subjektiv schreibt, kann man nicht leugnen. Vor allem wenn es darum geht Camus und Sarte (teilweise auch Beauvoir) gegenüberzustellen. Immer wenn Camus sich engagiert, muss sie erwähnen, dass Sartre es übrigens nicht getan hat. Somit fokussiert sie sich sehr auf ein Verhältnis, von dem sie behauptet, dass es gar nicht so wichtig war... Auch widerspricht sie sich in einigen Aussagen. Aber wenn man was sowas angeht nicht so streng ist und nicht alles was ein Autor schreibt als eigene Meinung übernimmt, sondern lieber als Denkanstoß sieht, dann ist das Buch eine interessante und nette Lektüre um den Autor Camus besser kennenzulernen. (Seine Werke sollte man aber schon zumindest teilweise gelesen haben, um davon zu profitieren.)

Camus
Camusby Iris RadischROWOHLT Taschenbuch