Auftakt zum zweiten Shetland Quartett
Nach den Ereignissen des ersten Quartetts geht es für Jimmy Perez nun weiter. Doch er hat sich verändert, alles hat sich verändert. "Tote Wasser" mutet gerade zum Anfang düsterer und melancholischer an, als es zuvor in der Reihe der Fall war. Genau das ist allerdings passend. Ein Ermittler, der mit sich kämpft, in eine Depression verfällt und allmählich an seinen Fähigkeiten zweifelt. Er muss sich erst wieder zurückkämpfen und ist dennoch eine neue Figur. Diese gibt es zudem in der Ermittlerin Willow Reeves, die mehr und mehr in den Vordergrund. Die Charakterisierungen sind hierbei weiterhin die Stärke der Reihe. Differenzen und Anspannungen, die unterdrückt werden, aber zweifellos da sind. Niemand ist hier nur gut oder nur böse. Ambivalenz herrscht vor. Dadurch rückt der Kriminalfall, wie nicht anders zu erwarten etwas in den Hintergrund. Leider ist dieser auch einer der schwächeren der Reihe und schafft es nie gänzlich das Interesse zu wecken. Dennoch bleibt "Tote Wasser" am Ende ein gelungener Auftakt zum zweiten Shetland Quartett.

