Frankfurt am Main 1532. Auf dem Galgenberg wird eine tote Hure aufgefunden, die unter dem Galgen liegt. An diesem aufgeknüpft hängt ein Hund. Doch dies wird nicht die einzige Leiche bleiben, schon bald wird klar, dass ein Serienmörder umgeht. Somit haben die Richtersfrau Hella und ihre Mutter, die Witwe Gustelies, jede Menge zu ermitteln, denn sie sind keine für die Zeit typische Frauen, die sich ihren Männern unterordnen, sondern sehr modern eingestellt. Im Auftaktband der bisher 5 Teile umfassenden Reihe über die Verbrechen von Frankfurt lernt man die Hauptpersonen, die auch in den nachfolgenden Bänden mitspielen, sehr gut kennen. gustelies und Hella konnten mich sofort für sich einnehmen, zwei vorwitzige Frauen, die mit beiden Beinen im Leben stehen und keineswegs Heimchen am Herd sind. Auch Hellas Mann, der Richter Heinz Blettner, und Gustelieses Bruder Pater Nau sind liebenswerte Charaktere. Sehr anrührend empfand ich das Schicksal des Täters, dem seit frühester Jugend nichts erspart bleibt und dessen Geschichte nichts für schwache Nerven sein dürfte. Hier empfindet man sogar Mitleid mit dieser Figur. Das Ende ist in sich abgeschlossen und lässt keine Fragen offen. Somit freue ich mich hoffentlich bald auf ein Wiedersehen mit Hella und Gustelies in ihrem nächsten Fall.
18. JuliJul 18, 2025
Galgentochterby Ines ThornROWOHLT Taschenbuch
