Ich kann die Handlung des Buches nicht wirklich zusammenfassen. Im Zentrum der Geschichte steht ein Theaterstück, das ein Jude, der Ausschwitz überlebt hat, geschrieben hat. Der Autor begeht Selbstmord und lässt das einzige Manuskript vernichten. Ein befreundeter Lektor begibt sich auf die Suche nach dem Werk und entdeckt die Vergangenheit. Es fiel mir sehr schwer den roten Faden der Geschichte zu fassen. Kertesz wechselt häufig die Erzählperspektiven und Stile. Mal ist es die Dialogform eines Theaterstücks, mal erzählt er in der ich-Form, mal als Beobachter. Für mich waren die Wechsel nicht durch den Inhalt motiviert. Man erahnt ein Geheimnis, ein unbekanntes Verbrechen, aber die Ahnung bleibt unbeantwortet.
Liquidationby Imre KertészROWOHLT Taschenbuch
