🩺🧠 Als Pflegekraft auf einer neurologischen Station hat mich dieses Buch tief bewegt. Menschlich, ehrlich und unglaublich faszinierend.
🧠✨ Dieses Buch ist eher zufällig in mein Leben gekommen – empfohlen während einer dreitägigen Fortbildung, in der die Dozentin so fasziniert darüber sprach, dass ich es mir sofort besorgen musste. Da ich selbst in der Pflege auf einer neurologischen Station arbeite, war meine erste Erwartung: „Interessante, vielleicht etwas skurrile Patientengeschichten.“ Bekommen habe ich jedoch so viel mehr. Oliver Sacks erzählt die Geschichten seiner Patient:innen mit einer beeindruckenden Offenheit und Menschlichkeit. Ganz ohne Sensationslust, ohne Vorurteile – stattdessen ruhig, respektvoll und zutiefst interessiert am Menschen hinter der Diagnose. Ja, manche Begriffe wirken aus heutiger Sicht erschreckend (z. B. „retardiert“, „debil“), doch sie sind klar dem zeitlichen Kontext geschuldet, in dem Sacks geschrieben hat. 🧩 Ich dachte von mir selbst, neurologische Krankheitsbilder und deren Symptomatiken zumindest grundlegend zu kennen. Dieses Buch hat mich eines Besseren belehrt. Es zeigt eindrucksvoll, wie komplex unser Gehirn ist – und wie wenig wir eigentlich darüber wissen. Die Geschichten sind teils berührend, teils erschreckend, teils sogar humorvoll – oft alles zugleich. Ich habe mit vielen Patient:innen mitgefühlt, mitgefiebert und gemerkt, wie leicht man von außen unterschätzt, wie schwer diese Realität wirklich ist. 🐶✨ Mein persönlicher Favorit war ganz klar „Die Hundenase“ – eine Geschichte, die mir besonders im Kopf geblieben ist. 📘 Es war tatsächlich mein erstes Sachbuch, das ich nicht im Rahmen einer Ausbildung oder Fortbildung gelesen habe – und definitiv nicht mein letztes. Ich kann mir sehr gut vorstellen, in Zukunft mehr in diese Richtung zu lesen. ⭐ 5/5 – absolute Empfehlung








