7. Apr.
Rating:4.5

​Cornwell befreit den Artus-Mythos von glänzenden Rüstungen und heiliger Magie. Stattdessen entführt er uns in ein schlammiges, blutiges und zerrissenes Britannien des 5. Jahrhunderts. Die Geschichte wird aus der Sicht von Derfel erzählt, einem Krieger und engen Vertrauten von Artus, was der Erzählung eine greifbare, menschliche Intimität verleiht. ​Warum es sich lohnt: ​ Die Kämpfe sind dreckig und brutal. Man spürt förmlich den Schildwall und den Geruch von Torffeuern und Leder. Die Uthred-Romane waren immer wieder präsent beim Lesen. ​Komplexe Charaktere verleihen einen besonderen Charme, fernab von nur gut und Böse. Artus ist hier kein strahlender König, sondern ein pflichtbewusster Kriegsherr, der verzweifelt versucht, Ordnung in das Chaos zu bringen. Auch Merlin ist weit entfernt vom gütigen Zauberer – er ist ein exzentrischer, manipulativer Druide. ​ Der Konflikt zwischen dem alten Heidentum und dem aufkommenden Christentum bildet eine spannende, düstere Kulisse. ​ Wer historische Romane liebt, die auf Kitsch verzichten und stattdessen auf knallharte Authentizität setzen, kommt an diesem Buch nicht vorbei. Es ist eine der besten Re-Interpretationen der Artus-Sage!

King Arthur: Der Winterkönig
King Arthur: Der Winterkönigby Bernard CornwellROWOHLT Taschenbuch
26. Juni
Rating:4

Hammer Einstieg in die Trilogie

Sorgfältig recherchiert und detailliert beschrieben ist dieser Einstieg in eine etwas andere Artusgeschichte. Ich kenne die Sage aus meiner Schulzeit und war über dieses Buch etwas erstaunt. Doch die Liebe zum Detail aller Religionen, Personen und Orte machen es einem kaum möglich das Buch wegzulegen. Die politischen Angelegenheiten sind etwas verwirrend und schwer nachzuvollziehen, was das Buch etwas langatmig machte. Doch zum Schluss hin spitzte sich die Lage zu, was ich super fand.

King Arthur: Der Winterkönig
King Arthur: Der Winterkönigby Bernard CornwellROWOHLT Taschenbuch