22. Mai
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Rating:5

„Sie dachte daran, wie merkwürdig es war, jemandem zu erzählen, warum man eine Person liebte. Wie einsam es ist, jemanden zu lieben, weil niemand den Menschen genau so sieht wie du.“ Acht Tage. Acht Tage, um zu entscheiden, wie lange es sich lohnt, für eine Beziehung zu kämpfen und wann Loslassen vielleicht der ehrlichere Weg ist. Ehrlicherweise habe ich Weißer Sommer nur gelesen, weil meine Mutter meinte, das wäre genau mein Geschmack und sie hatte mehr als recht. Sprachlich hat mich das Buch sofort begeistert, weil es so ruhig, poetisch und gleichzeitig nah wirkt. Und als Kunststudentin kann ich auch nicht ganz unparteiisch sein, ich hätte den Gesprächen von Théo und Alma über Kunst noch ewig folgen können. Für mich ein sprachlich wunderschönes Buch und ganz klar eine große Empfehlung!

Weißer Sommer
Weißer Sommerby Eva PramschüferRowohlt
19. Mai
Rating:4

Poetisch, Kunst und coming of age

Habe das Buch in der Buchhaltung gesehen und irgdwie hat es mich angesprochen, obwohl ich mir unter dem Klappentext etwas anderes vorgestellt habe. Ich mochte das Spiel mit der Sprache, die Kunst und den Weg der Charakteren. Das man sie kurz ganz intensiv kennenlernen konnte. Mich hat es fasziniert, wie Nähe und Distanz durch die Sprache nicht nur die Beziehung der Charaktere beschrieben hat, sondern auch dem Leser zum Text. Mich haben die Welten der Charaktere, welche sozialen und kulturellen Unterschiede sie durch die Welt zieht, irgdwie motiviert die Geschichte weiter zu verfolgen. Der Blick von außen auf bestehende Strukturen, auf das intimste, was ein Mensch hat, wird irgdwie so respektvoll und ungeschönt beschrieben. Es hat sich so ehrlich angefühlt, weil diese kleinen Momente viele Menschen selbst erlebt haben und fragen welche gestellt werden, welche sind mit dem ich zumindest auch konfrontiert bin. Also ein richtig gutes Buch für den Sommer :)

Weißer Sommer
Weißer Sommerby Eva PramschüferRowohlt
18. Mai
Rating:4

3,75-4 ⭐️

Ich hätte mir noch mehr Tiefe bei den Charakteren und deren Beziehung gewünscht. Der Schreibstil war sehr schön, ich habe mich in vielen Momenten gesehen gefühlt. Trotzdem konnte ich mich nicht zu 100% in die Charaktere hineinfühlen. Als Audiobuch sehr zu empfehlen. Das Ende fand ich stärker als den Anfang, ich war mittendrin nicht ganz aufmerksam.

Weißer Sommer
Weißer Sommerby Eva PramschüferRowohlt
17. Mai
Rating:4

Ruhig. Poetisch. Kraftvoll & Schwer.

“Weisser Sommer” ist ein Roman, der sich ruhig liest und gleichzeitig eine besondere Schwere und Intensität in sich trägt. Das Debüt von Eva Pramschüfer hat mir sehr gut gefallen, auch wenn mich die Geschichte zu Beginn noch nicht ganz erreicht hat. Mit der Zeit hatte ich jedoch das Gefühl, dass genau darin die Stärke des Romans liegt: sich auf die Schwere, die Unsicherheit und die Dynamik einer Beziehung einzulassen, ohne sofort zu wissen, wohin die Geschichte führen wird. Besonders gefallen haben mir die verschiedenen Schauplätze zwischen Paris, München und Berlin sowie die Einbindung von Kunst und Architektur, die der Geschichte eine besondere Atmosphäre verleihen. Ein stiller, nachdenklicher Roman, der weniger von großen Wendungen lebt, sondern vielmehr von Stimmung und Gefühl.

Weißer Sommer
Weißer Sommerby Eva PramschüferRowohlt
17. Mai
Rating:5

Eine Liebeserklärung … an die Kunst!

Auch wenn ich mich zu Anfang an die wechselnde Perspektive und Zeitebene gewöhnen musste, bin ich schnell in die Geschichte reingekommen und wollte unbedingt wissen, wie Alma und Théo zueinander finden und was für Probleme sie in ihrer Beziehung bewältigen müssen. Es war spannend den Wechsel der Dynamik zu beobachten und sich immer wieder in beiden Charakteren wiederzufinden, die bei der Suche nach der großen Liebe und dem Sinn ihres eigenen Lebens sich selbst verlieren, wiederfinden und neu entdecken müssen. Unglaublich schön geschrieben. So viele nachvollziehbare Wahrheiten und Gefühle. Ich liebe besonders, wie Eva über Kunst schreibt. Théo macht Skulpturen und Alma malt. Darüber haben die zwei eine ganz besondere Verbindung. Ich fand es so schön mitzuerleben, was sie für unterschiedliche Ansichten haben, wie sie sich durch ihre Kunst annähern und mitteilen. Trotzdem ist Kunst für beide auch etwas ganz persönliches, was ihre Entwicklung als Charaktere unterstreicht, besonders, als Alma nach Paris zu ihrer Cousine geht. Diesen Story-Arch fand ich besonders spannend. Ich wünschte, es gäbe ein eigenes Buch über ihre Erlebnisse dort! Man muss ein bisschen damit leben, dass man am Ende des Buches nicht jede Frage beantwortet bekommt. Aber anders als bei anderen Büchern hat mich das hier nicht ratlos und frustriert zurückgelassen, sondern positiv zum Nachdenken gebracht und irgendwo hat es auch etwas schönes, dass man nur einen Ausschnitt aus Théos und Almas Leben bekommt und es nicht um ein Happy End geht, sondern um die gemeinsame Reise mit all ihren Auf und Abs. Ein sehr beeindruckendes, starkes Debüt, eine bewegende Geschichte über die große Liebe und das verfolgen von Träumen. Darüber, dass nichts für immer ist.

Weißer Sommer
Weißer Sommerby Eva PramschüferRowohlt
17. Mai
Rating:2

War leider nichts für mich

Zuallererst muss ich sagen, dass ich sehr schwer reingekommen bin. Es ist ein sehr ruhiger Roman, fand es eigentlich eher langweilig und mit den Zeitsprüngen bin ich auch nicht zurecht gekommen. Es gab mehr Vergangenheit und zu wenig Gegenwart. Das Ende mochte ich leider auch nicht. Für mich war der Roman leider nichts, Schade!

Weißer Sommer
Weißer Sommerby Eva PramschüferRowohlt
17. Mai
Rating:5

⭐️ Schreibstil: 5/5 ⭐️ Figuren: 5/5 ⭐️ Handlung: 5/5 ⭐️ Spannung: 5/5 ⭐️ Emotionale Wirkung: 5/5 Fazit - 5 ⭐️ Ich habe mich komplett in den bildlichen, poetischen Schreibstil verloren. Manche Sätze musste ich mehrfach lesen, einfach weil sie so schön geschrieben waren und so viel Stimmung transportiert haben. Besonders geliebt habe ich auch, dass man nicht nur Alma und Théo in der Gegenwart begleitet, sondern zwischendurch immer wieder ihre Kennenlerngeschichte erfährt. Dadurch hat sich ihre Beziehung nochmal viel greifbarer angefühlt und mich emotional komplett abgeholt. Dieses Buch fühlt sich an wie Sommermelancholie, Sehnsucht und dieses leise Wissen, dass manche Menschen einen für immer prägen werden. Ein absolutes Highlight, dass mich mit einem Gefühl zurücklässt, dass nur wenige Bücher in mir auslösen. 🌊 🩵

Weißer Sommer
Weißer Sommerby Eva PramschüferRowohlt
17. Mai
Rating:4.5

Anatomie einer Beziehung - Zwischen Liebe und Selbstfindung

Das Buch ist nichts, was ich mir normalerweise ausgesucht hätte. Es war die Auswahl für unseren Buchclub im Mai. Am Ende hat es mir deutlich besser gefallen, als erwartet. Der Schreibstil - flüssig, metaphorisch eindrücklich. Die Stimmung - melancholisch, nachdenklich. Die zwei Zeitebenen brachten der Geschichte zusätzliche Tiefe. Im Jetzt - die Differenzen zwischen den beiden, das Ungesagte. In der Vergangenheit erlebten wir, wie sie sich kennenlernten und was sie an den Punkt führte, an dem sie jetzt sind. Ich hatte zu Beginn mehr Sympathie für Alma. Im Verlauf der Geschichte habe ich sie nach und nach weniger gemocht. Ich fand sie an mehreren Stellen doch recht egoistisch. Theo hingegen wurde mir immer sympathischer und am Ende hat mein Herz auch für ihn geblutet. Wahrscheinlich fand ich seine Perspektive auch nachvollziehbarer, bekannter. Mir gefiel es, dass sich ihre Geschichten in gewisser Weise in gegensätzliche Richtungen entwickelten, während Alma sich immer mehr fand, verlor Theo sich selbst. Bei den Nebencharakteren möchte ich lediglich die Väter der beiden benennen. Theos Vater habe ich ehrlich gemocht. Warmherzig, unterstützend, liebevoll. Almas Vater hingegen fand zwar nicht überaus sympathisch (insgesamt kam ihre Familie nicht gut weg), aber auf eine Art brutal ehrlich. Aus meiner Sicht, musste sie auch hören, was er in Paris zu ihr gesagt hat. Kleiner Kritikpunkt: mir persönlich waren die Kapitel an vielen Stellen zu lang. Das spiegelt einfach eine persönliche Vorliebe. Wenn ich im Kindle bereits sehe, dass ich 45 Minuten für ein Kapitel brauche, habe ich häufig schon gar keine Lust mehr, damit anzufangen. Das hat weder etwas mit der Handlung an sich, noch mit dem Schreibstil zu tun.

Weißer Sommer
Weißer Sommerby Eva PramschüferRowohlt
16. Mai
Unbeschreiblich.
Rating:5

Unbeschreiblich.

Es hat mich absolut beeindruckt! Ich habe das erste Mal bei einem Buch wirklich weinen müssen, weil es so schön und traurig zugleich war. Ich konnte mich sowohl in Alma als auch Théo rein versetzen, das habe ich noch nie erlebt. Großes Lob an die Autorin zu ihrem Debütroman! 🤍

Weißer Sommer
Weißer Sommerby Eva PramschüferRowohlt
16. Mai
Rating:4.5

Melancholie

Ein Coming-of-Age Roman mit anspruchsvoller Sprache, aber sehr poetisch. Anfangs musste ich mich an die Zeitsprünge gewöhnen, aber ich hab die Hürden der Beiden und ihrer jungen Liebe und die Zweifel wegen dieser etwas zu verpassen, so gut nachvollziehen können. Es war stellenweise sehr melancholisch, aber gleichzeitig auch so einfühlsam. Der Roman spielt im Sommer; aber zeigt sehr gut auf, wie es auch dort kalt sein kann.

Weißer Sommer
Weißer Sommerby Eva PramschüferRowohlt
16. Mai
Erwachsen werden und die Jugendliebe
Rating:4

Erwachsen werden und die Jugendliebe

„Weisser Sommer“ erzählt die Geschichte von Alma und Theo, die sich jung kennenlernen und eine intensive Liebe miteinander erleben. Dabei geht es nicht nur um Beziehung, sondern auch um all die Fragen, die die Zwanziger oft mit sich bringen: Wer möchte man sein? Wo will man hin? Welche Kompromisse ist man bereit einzugehen – und welche eben nicht? Besonders gefallen hat mir die Schreibweise. Trotz der Zeitsprünge und Perspektivwechsel lässt sich das Buch sehr angenehm lesen und man kann sich unglaublich gut in Alma und Theo hineinversetzen. Beide wirken sehr authentisch und greifbar. Man merkt beim Lesen richtig, wie sich Gefühle, Unsicherheiten und Veränderungen entwickeln – genau das macht die Geschichte so besonders. 🌿 An manchen Stellen wurde mir allerdings etwas zu detailliert auf eher irrelevante Dinge eingegangen. Natürlich sorgt das dafür, dass man noch stärker in die Gedanken und Momente eintaucht, aber manche Passagen wirkten auf mich etwas unnötig ausgeschmückt. Das ist aber wahrscheinlich einfach Geschmackssache. Das Ende fand ich wiederum wirklich schön – nicht unbedingt, weil es klassisch „gut“ oder „schlecht“ ausgeht, sondern weil es einfach gut zur Geschichte gepasst hat. Und mehr möchte ich dazu natürlich nicht spoilern. 🤍 Insgesamt ein emotionales, ruhiges und gleichzeitig sehr intensives Buch über Liebe, Veränderung und das Erwachsenwerden.

Weißer Sommer
Weißer Sommerby Eva PramschüferRowohlt
16. Mai
Rating:4

„Weißer Sommer“ verbindet Frankreich mit München in einer sprachlich sehr schönen, ruhigen Liebesgeschichte. Im Mittelpunkt steht die Frage, ob Liebe wirklich für die Ewigkeit bestimmt ist. Die Perspektivwechsel und Zeitsprünge waren im Hörbuch anfangs etwas schwer zu verfolgen, fügten sich aber ab der Mitte deutlich besser zusammen

Weißer Sommer
Weißer Sommerby Eva PramschüferRowohlt
16. Mai
Rating:4

Weißer Sommer – Eva Pramschüfer ​Satz-Gold: „Sie dachte daran, wie man aus Menschen diejenigen machte, die man haben wollte. Und sie konnte nicht trennen – sah er etwas in ihr, was sie nicht wahrnahm, oder machte er etwas aus ihr, was sie nicht war? Sie dachte daran, wie merkwürdig es war, jemandem zu erzählen, warum man eine Person liebte. Wie einsam es ist, jemanden zu lieben, weil niemanden den Menschen genau so sieht wie du.“ (S. 95) ​Im Kern: Ein feinfühliges Debüt über Alma und Théo – zwei Individualisten, deren Beziehung von Liebe, Gewohnheit und leisen Zweifeln geprägt ist. Im Sommerhaus von Almas Eltern treffen sie ein letztes Mal aufeinander, um herauszufinden, ob das gemeinsame Fundament noch trägt oder die Risse bereits zu tief sind. ​Die Sprache: Von beeindruckender Feinheit, poetisch und tastend. Pramschüfer blickt beinahe zärtlich auf die Details, sodass sich die einzelnen Szenen vielschichtig und still wie ein Gemälde entfalten. ​Was bleibt: Ein flüchtiger Eindruck – sprachlich schön, in seinen Bildern und in der Zurückhaltung überzeugend, aber ohne nachhaltige Wirkung. Ich wäre gern tiefer in das Beziehungsdrama eingetaucht, statt über weite Strecken an der Oberfläche zu bleiben. Mir fehlte das unmittelbare Erleben in der Gegenwart; die vielen erinnerten Momente und detailreichen Szenen nehmen leider den Fokus vom zentralen Konflikt und schwächen die emotionale Bindung zum Text. Trotzdem habe ich das Buch gern gelesen.

Weißer Sommer
Weißer Sommerby Eva PramschüferRowohlt
15. Mai
Weisser Sommer, alles andere als ein Sommerbuch.
Rating:4

Weisser Sommer, alles andere als ein Sommerbuch.

Auch wenn wir uns im Sommer in Frankreich befinden, hat sich Theos und Almas Sommer so kalt angefühlt stellenweise. Wo fang ich an ? Evas Schreibstil ist anspruchsvoll. Hier ist Aufmerksamkeit gefordert sonst kommt man nicht mit. Ich liebe die Sprache es ist sehr literarisch, an manchen Stellen schön poetisch und an den richtigen Stellen präzise. Ich hatte alles direkt vor Augen: München, Berlin, Paris. Die Story hat mich mehr mitgenommen als erwartet. Am Anfang war ich skeptisch. Mein Gedanke war : Naja, halt ne Love Story. Mit Höhen und Tiefen. Wird mich warsch nicht so doll emotional catchen. PUSTEKUCHEN! Vorallem Theo hat es mir an getan. Es gab Stellen in denen mir Theo so leid tat. Ich hab gespürt wie er leidet. Hatte sogar mitten im Buch Trãnen in den Augen. BERLIN war hart für mich. Ihm dabei zu zusehen, wie er sich verwandelt ...das Telefonat mit Arthur ich könnt grad wieder heulen. Alma hingegen ist für mich ein schwieriger Charakter. Es gab Stellen im Buch, da hab ich sie verstanden, aber unterm Strich ist sie mir hart unsympathisch. Ich hab während dem Buch immer wieder gedacht, was hält die zwei eigentlich zusammen? Dann gabs wieder Momente wo ich es verstanden habe. Liebe Eva, das Ende hat mir weh getan. Ich hab geweint. Was komisch ist den irgendwie hab ich damit gerechnet und doch hat ein kleiner Teil von mir gehofft es kommt anders.

Weißer Sommer
Weißer Sommerby Eva PramschüferRowohlt
15. Mai
Rating:2

2 Sterne. Ich glaube das Buch kann ganz schön sein, aber mich hat es einfach nicht packen können. Ich fand ihre Gedankengänge zu gewollt und irgendwie haben sie mich nicht so interessiert. Das Ende fand ich allerdings ganz schön und auch die Idee mochte ich.

Weißer Sommer
Weißer Sommerby Eva PramschüferRowohlt
14. Mai
Rating:3.5

Der letzte gemeinsame Sommer? Ich hatte grosse Mühe in die Geschichte reinzufinden. Einerseits konnte ich keine emotionale Verbindung zu Alma und/oder Théo aufbauen. Andererseits hatte ich Schwierigkeiten mit den vielen Zeitsprüngen. Die bildhafte und beschreibende Sprache der Autorin hat mir ebenfalls nicht so zugesagt. Es wirkt teilweise zu konstruiert und überladen. Als Alma sich entscheidet für ein halbes Jahr nach Paris zu gehen, wird es interessant. Die junge Liebe wird auf die Probe gestellt. Théo, der für Alma nach München gezogen ist, bleibt zurück. Es bleibt so viel Unausgesprochenes zwischen den beiden. Und genau dieser Einblick in Théo’s Gedankenwelt hat mir sehr gut gefallen. Mehrmals habe ich mich gefragt: aus welchem Grund ist er Alma gegenüber nicht ehrlich? Mit der Zeit werden seine Beweggründe dann klarer. Gut gefallen hat mir auch das überraschende Ende der Geschichte. Aber ist das wirklich Théo? Das habe ich mich jetzt im Nachhinein nochmals gefragt. Sprachlich sehr gelungen finde ich den Ein- und Ausstieg in die Geschichte. „Das Haus ist das letzte am Ende der Straße. Es kennt sie, denn das Haus ist Schauplatz ihrer ersten wackeligen Schritte gewesen. Auf der Haut des Hauses wurde ihr Wachstum festgehalten, markiert in seinen Türrahmen. Ihre Geschichte war seine Geschichte.“ Alles in allem eine feine Erzählung über die Suche nach der eigenen Identität sowie über die erste grosse Liebe!

Weißer Sommer
Weißer Sommerby Eva PramschüferRowohlt
13. Mai
Rating:5

„Kann sein, vielleicht habe ich Angst. Aber ... Wenn ich es gar nicht erst probiere, kann ich auch nicht scheitern.“

————————————————————— In „Weißer Sommer“ geht es um Alma und Théo und wie unterschiedliches Aufwachsen ihr Denken und Fühlen geprägt hat. Es geht um ihre erste Begegnung, um ihre Anziehung, um ihre Liebe, um ihr gemeinsames Zusammenleben und Auseinanderleben. „In Almas Kopf ist Dienstag ein blasses Blau, Oktober pflaumenfarben, 12 Uhr mittags karmesinrot. Der Sommer ist für sie immer orange gewesen - summend und satt, warmes Leder und Pfirsichhaut, die von Zähnen durchbrochen wird, Sonne, die durch Augenlider dringt. Der Rand von etwas.“ Das Buch war von Metaphern durchtränkt, aber für mich zu keinem Zeitpunkt zu viel, nicht zu überladen, obwohl es wirklich überladen war. Die Sprache ist lyrisch, melancholisch, intensiv, künstlerisch. „In gewisser Weise fühlt sich Sechsundzwanzig-Sein an wie der August, und der August fühlt sich an wie ein Sonntagnachmittag - das Gefühl von Freiheit, kurz bevor sie verschwindet." Ich hatte gar keine Erwartungen und trotzdem wurden sie alle erfüllt.

Weißer Sommer
Weißer Sommerby Eva PramschüferRowohlt
13. Mai
Rating:3.5

Gelungenes Debüt :)

Mir hat das Buch insgesamt echt gut gefallen. Ich bin, was literarische Tiefe, Metaphern und das Lesen zwischen den Zeilen angeht, nicht super belesen, trotzdem war es mir nicht zu viel. Der Schreibstil und die Charaktere sind definitiv „artsy“, mehr als ich normalerweise lese, aber ich fand’s trotzdem gut :) Besonders gefallen hat mir, wie die fehlenden Übergänge vom Heute in die Vergangenheit die Gedanken der beiden widerspiegeln. Man verliert sich selbst in den Erinnerungen an die guten Zeiten und merkt gar nicht, dass man eigentlich noch im Jetzt ist. Gerade gegen Ende hat mich das emotional echt abgeholt. Was ich allerdings nicht ganz greifen konnte, war die Beziehung der beiden. Tiefgründige Gespräche können sie, klar. Aber darüber hinaus hat’s mir ein bisschen in der Ausführung gefehlt.

Weißer Sommer
Weißer Sommerby Eva PramschüferRowohlt
12. Mai
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Rating:3.5

Vor einigen Wochen ist Evas Debüt-Roman „Weißer Sommer“ erschienen und vor allem in den ersten Tagen habe ich ausschließlich Positives darüber gehört. Dementsprechend waren meine Erwartungen hoch. Wir begleiten Alma und Theo, die sich eigentlich lieben, aber mit der Zeit immer mehr voneinander entfernt haben. In einem letzten gemeinsamen Urlaub in Südfrankreich wollen sie herausfinden, ob ihre Liebe noch eine Chance hat. Besonders gut gefallen hat mir Evas Schreibstil und ihre Beobachtungsgabe. Selten habe ich Situationen und Gefühle so schön erzählt und beschrieben gelesen. Auch die Dialoge und Interaktionen der verschiedenen Charaktere sind meiner Meinung nach sehr gelungen. Eva kann also definitiv schreiben. Die Handlung ist eher ruhig und langsam - viel passiert nicht und der Fokus liegt auf den Charakteren und ihren Beziehungen. Die häufigen Zeitsprünge und Perspektivenwechsel haben leider dafür gesorgt, dass ich im Lesefluss unterbrochen wurde und mir oft nicht sicher war, in welcher Zeitebene wir die beiden gerade begleiten. Auch wenn man die Charaktere durch die Erzählungen aus der Vergangenheit besser kennenlernt, hätte ich gerne mehr aus der Gegenwart gelesen. Gerade die angespannte Stimmung zwischen den beiden im Ferienhaus fand ich besonders spannend und emotional greifbar. Insgesamt ein solides Debüt. Auch wenn meine Erwartungen nicht ganz getroffen wurden, hat mich der Schreibstil überzeugt und ich hatte eine gute Zeit mit dem Buch ☀️

Weißer Sommer
Weißer Sommerby Eva PramschüferRowohlt
12. Mai
Rating:2.5

Debütroman

Man merkt es, wie ich finde, leider. Viel mühe steckt in den Sätzen und es kommt viel Emotion rüber, aber die Geschichte verläuft sich total im Sand und lässt mich unzufrieden zurück. Es gibt viele offene Situationen, wo man doch wirklich die eine under andere zu Ende hätte erzählen können. Warum die Kapitel mit Tag 1 - 8 benannt sind verstehe ich bis jetzt noch nicht, denn es werden viele Zeitsprünge gemacht die nicht einfach ersichtlich sind und besagten Tagen nichts zu tun haben. Außer ihr „Sommer“ geht 8 Tage, fände ich aber auch irreführend…

Weißer Sommer
Weißer Sommerby Eva PramschüferRowohlt
11. Mai
»So viel Zeit ihrer Zwanziger hatte sie bisher mit Théo verbracht. Wo fing sie an und wo hörte er auf?«
Rating:3.5

»So viel Zeit ihrer Zwanziger hatte sie bisher mit Théo verbracht. Wo fing sie an und wo hörte er auf?«

Sprachlich gelungenes Debüt In Eva Pramschüfers Debütroman „Weisser Sommer“ lernen wir die Beziehung von Alma und Théo kennen. Die beiden sind seit einigen Jahren ein Paar und lieben sich, eigentlich. Allerdings beginnen beide auf ihre Art und Weise die Beziehung zu hinterfragen, ausgehend von der Frage, ob sie wirklich glücklich zusammen sind oder glücklicher getrennt wären. Während sie einen letzten gemeinsamen Sommer zusammen verbringen wollen, um diese Fragen für sich beantworten zu können, lernen wir als Leser:innen die Beziehung der beiden in Rückblenden retrospektiv kennen. Was diesen Roman besonders für mich gemacht hat, war auf jeden Fall die Sprache, in die ich mich direkt auf der ersten Seite verliebt habe. Pramschüfer gelingt es durch ihre präzise Wortwahl und ihr atmosphärisches Schreiben Bilder und Orte im Kopf entstehen zu lassen, sodass ich mich sehr gut in das Setting hineinversetzen konnte und den Sommer beinahe fühlen konnte. Auch konnte ich sehr gut Almas Gedankengänge, Sorgen und Ängste nachvollziehen. Woher soll man denn in einer langjährigen Beziehung auch wissen, ob man glücklicher mit oder ohne den Partner wäre? Und wie soll man sich entscheiden, wenn man sich doch eigentlich liebt und aus rationalen Gründen gut zusammenpasst, aber gleichzeitig immer wieder den Drang hat, wegzulaufen? Eigentlich erfüllte das Buch also alle Voraussetzungen ein Highlight zu werden und doch hat mir etwas gefehlt: der Plot. Natürlich war mir bereits im Vorfeld klar, dass das Buch eher charaktergetrieben sein würde, aber mir hat trotzdem ein bisschen die Geschichte gefehlt. Beziehungsweise mochte ich diese (trotz dem Schreibstil, Setting und den Charakteren, die ich sehr mochte!) irgendwie nicht. Außerdem konnte ich mich durch die ständigen, nicht linearen Zeitsprünge oft nicht in der Geschichte verorten, und musste mich immer wieder neu orientieren. Das hat meinen Lesefluss so gestört, dass ich trotz der Kürze des Romans, ewig dafür gebraucht habe. Leider bin ich auch immer wieder über vereinzelte Rechtschreib- und Grammatikfehler gestolpert, die den Lesefluss zusätzlich gestört haben. Trotz meiner Kritik an diesem Debüt hat mich Eva Pramschüfers Sprache und Schreibstil hier so überzeugt, dass ich immer wieder ein Buch von ihr lesen würde! Ich hoffe, wir werden zukünftig noch mehr von ihr hören und zu lesen bekommen.

Weißer Sommer
Weißer Sommerby Eva PramschüferRowohlt
11. Mai
Rating:4.5

Sommer der Entscheidungen

Der Debütroman "Weißer Sommer" von Eva Pramschüfer erzählt die Geschichte vom Alma und Théo. Die beiden treffen sich im Sommer wie jedes Jahr im Haus von Almas Familie in Frankreich. Dort hat ihre Liebe begonnen, allerdings kam dann das Leben der jungen Erwachsenen dazwischen und dieser gemeinsame Sommer stellt sie vor die Entscheidung, ob sie zusammen bleiben oder sich trennen. In verschiedenen Zeitebenen wird die Geschichte von Alma und Théo von ihrem Kennenlernen bis zu besagtem Sommer erzählt. Dabei beschreibt Eva Pramschüfer auf eine sehr lyrische Art, wie die Beziehung und die Gefühle sich mit der Zeit entwickeln und vor welchen Herausforderungen die erste große Liebe junge Erwachsene stellt. Besonders der Schreibstil konnte mich bei diesem Roman sehr begeistern. Fast schon poetisch werden die Gefühle der beiden Protagonisten umschrieben. Eine schöne Sommerlektüre.

Weißer Sommer
Weißer Sommerby Eva PramschüferRowohlt
11. Mai
Rating:5

Für mich war Weißer Sommer von Eva Pramschüfer ein Roman mit einem unerwartet intensiven und tiefgreifenden Ende. Ich war wirklich berührt von der Auflösung des Romans. „Was, wenn sie sich trennten? Was, wenn man nur eine Person im Leben so lieben kann?“ (S. 18) Zu Beginn war ich noch recht skeptisch ob der Liebesgeschichte, in die ich mich hineinbegeben habe. Nach Lektüre des Klappentextes habe ich eigentlich etwas ganz anderes erwartet, nämlich eine intensive Auseinandersetzung, starke Dialoge, vielleicht sogar explosive Streits. Stattdessen wurde der Roman überwiegend in Rückblenden erzählt. Dabei wurden beide Perspektiven der Protagonist:innen Alma und Théo beachtet, sodass man sich einen Rundumblick verschaffen konnte. Im Verlauf der Erzählung werden verschiedene Nebenstränge eröffnet, die im Laufe der Zeit auch schön aufgegriffen und erklärt werden. So wird eine angenehme Spannung geschaffen. Sprachlich habe ich an verschiedenen Stellen gestaunt, wie intensiv einzelne Szene gestaltet wurden. Sehr passend für den künstlerischen Anspruch, der auch von den beiden Hauptfiguren an den Tag gelegt wird. Wunderbar, wie lebhaft die Beschreibung von Farben und Szenerie in die Kapitel einfließen konnte und die Stimmung beeinflusst hat. „Am Ende weißt du nie, was in einem anderen Kopf vorgeht. Es ist ‘ne Illusion zu glauben, dass man jemanden wirklich kennt.“ (S. 231) Mehr möchte ich an dieser Stelle gar nicht über die Handlung verraten, sondern nur empfehlen, den Roman selbst in die Hand zu nehmen und sich selbst in die komplexe Liebesbeziehung von Alma und Théo zu begeben.

Weißer Sommer
Weißer Sommerby Eva PramschüferRowohlt
11. Mai
Rating:3

„Eigentlich lieben Alma und Théo einander.“ heißt es im Klappentext, aber stimmt das auch?

Ich bin ehrlich unschlüssig, was ich zu diesem Roman sagen soll. Am Ende bin ich etwas traurig, weiß aber noch nicht genau warum. Ich habe Alma nicht wirklich kennengelernt, konnte ihr Handeln oft nicht nachvollziehen. Théo kam ich ein bisschen näher, aber insgesamt waren wohl beide Charaktere zu komplex, als dass ich sie verstanden hätte. Und ich ärgere mich immer darüber, wenn Menschen übereinander denken statt miteinander zu reden - erst recht, wenn ihnen eine tiefe Vertrautheit angedichtet wird (oder ist das eine Frage des Alters?). Andererseits ist die Sprache grandios und die Bilder, die Eva Pramschüfer zeichnet wunderschön: „In gewisser Weise fühlt sich Sechsundzwanzig-Sein an wie der August, und der August fühlt sich an wie ein Sonntagnachmittag - das Gefühl von Freiheit, kurz bevor sie verschwindet.“

Weißer Sommer
Weißer Sommerby Eva PramschüferRowohlt
11. Mai
Rating:4

Selten habe ich eine Geschichte so sehr gefühlt wie diese hier. 🥹❤️‍🩹

Was für ein ergreifender Debütroman, wow! Das, was Theo und Alma erlebt haben, habe ich letztes Jahr auch erfahren. Für viele wäre der Ausgang der Geschichte vielleicht nicht perfekt, für mich war er jedoch absolut gelungen, weil es einfach nur authentisch und logisch war. Auch ich habe lernen müssen, das Liebe nicht immer alles heilen kann. Liebe tut weh, ist unfair und ist nicht immer rosarot. Dennoch kann sie dir vieles lehren und dich an einen anderen Punkt in deinen Leben bringen. Mir persönlich war das Ende etwas zu abrupt, da hätte gerne mehr kommen dürfen. Eva‘s Schreibstil ist wahnsinnig ergreifend, beschreibend & ehrlich. Auf der einen Seite auch so nüchtern, auf der anderen so emotional. „Weißer Sommer“ zeigt, dass man nicht jede Liebesgeschichte ein Happy End hat und dass auch nicht jede Liebesgeschichte 1000 Seiten benötigt. Wie sagt man manchmal so schön „kurz und schmerzlos“? Naja, weh getan hat es trotzdem. 🥹 Von mir gibt‘s eine Leseempfehlung!

Weißer Sommer
Weißer Sommerby Eva PramschüferRowohlt
10. Mai
Rating:4.5

Einfühlsam und melancholisch

Chapeau Eva, was für ein gelungenes Debut! Eine wunderschöne, lyrische Sprache, die einfühlsame Schilderung der Hauptcharaktere, die genauen und immersiven Beschreibungen der Orte, Häuser und Städte, machen diesen Roman zu einem Leseerlebnis. Ganz klare Leseempfehlung.

Weißer Sommer
Weißer Sommerby Eva PramschüferRowohlt
9. Mai
Rating:3

Habe mehr erwartet

Ich habe die Autorin schon länger verfolgt und mich sehr auf ihr Debüt gefreut. Die Zitate, die sie geteilt hat, haben mich sofort abgeholt. Und das Buch ist auch einfach wunderschön geschrieben, jedoch hat das für mich nicht ausgereicht. Die Handlung kratzt leider ziemlich an der Oberfläche, die Charaktere haben nicht genug Tiefgang für mich gehabt. Eine Geschichte in der es darum gehen soll, dass zwei Menschen sich lieben und die Beziehung trotzdem in Trümmern liegt. Die erste große Liebe, die entweder gerettet werden kann oder endet. Leider habe ich von dieser großen Liebe nichts gespürt. Alma und Théo wirken das ganze Buch über auf mich, als hätten sie sich gerade erst kennengelernt und würden sich gar nicht richtig kennen. Sie kommunizieren kaum und ich hätte mir da einfach mehr Tiefe gewünscht. Auch fand ich es sehr schade, dass die Charaktere ständig Wein getrunken haben, um zu zeigen, dass sie in Frankreich sind. Es ist sehr redundant, dabei gibt es noch so viele Möglichkeiten, was die hätten essen oder trinken können, um das Setting ins Spiel zu bringen. Alles in allem habe ich das Buch gerne gelesen, weil ich es im Urlaub am Pool verschlingen konnte und es perfekt zum Setting gepasst hat. Aber es hat für mich trotzdem einige Schwächen.

Weißer Sommer
Weißer Sommerby Eva PramschüferRowohlt
9. Mai
Rating:2

„Weißer Sommer“ hat mich allein optisch direkt angesprochen. Das Cover und die Aufmachung ist wirklich wunderschön. Leider konnte mich der Inhalt dann nicht ganz so überzeugen. Dabei muss ich sagen, der Schreibstil ist wirklich stark und man merkt sofort, dass die Autorin Talent hat. Alles ist sehr atmosphärisch geschrieben. Für mich persönlich war die Geschichte aber einfach zu langatmig. Auch mit den Protagonisten bin ich leider nicht warm geworden. Da sich ja alles um ihre Beziehung dreht, hätte ich gerne mehr Verbindung zwischen den beiden gespürt. Stattdessen wirkte es auf mich eher so, als hätte es dieses echte „Wir“ eigentlich nie wirklich gegeben und als wäre jeder die ganze Zeit eher für sich allein unterwegs gewesen. Dadurch erschien mir der ganze Konflikt leider von Anfang an etwas sinnlos. Insgesamt wirklich schade, weil das Buch äußerlich und sprachlich so viel mitbringt, mich emotional aber leider nicht erreichen konnte.

Weißer Sommer
Weißer Sommerby Eva PramschüferRowohlt
8. Mai
Rating:4.5

An alle, die mich immer ganz verwundert anstarren, wenn ich sage, dass ich keine Romance Bücher mag: Das ist die Art Liebesgeschichte die ich lesen will! So echt, tief und ehrlich. Wunderschön erzählt. Ich habe mich sehr lange auf dieses Buch von Eva Pramschüfer gefreut und wurde keineswegs enttäuscht. Für einen Debütroman eigentlich fast schon 5 Sterne.

Weißer Sommer
Weißer Sommerby Eva PramschüferRowohlt
8. Mai
Ein ruhiger, melancholischer Roman darüber, wie Menschen sich trotz Liebe langsam verlieren.
Rating:3.5

Ein ruhiger, melancholischer Roman darüber, wie Menschen sich trotz Liebe langsam verlieren.

Weißer Sommer hat sich für mich beim Hören sehr ruhig und irgendwie melancholisch angefühlt. Kein dramatisches Buch, keine riesigen Wendungen, sondern eher eine Geschichte, die von Stimmung, Gesprächen, Erinnerungen und unausgesprochenen Gefühlen lebt. Ich mochte das Hörbuch insgesamt wirklich gerne und fand auch die Sprecherin sehr passend für diese leise Atmosphäre. Was mir besonders gefallen hat, war, wie real sich die Beziehung zwischen Alma und Théo angefühlt hat. Die beiden lieben sich und trotzdem merkt man immer mehr, wie sie sich langsam voneinander entfernen. Nicht wegen einer einzigen großen Sache, sondern wegen all der kleinen Dinge dazwischen. Weil sie sich weiterentwickeln, aber irgendwie nicht gemeinsam. Für mich war genau das der stärkste Punkt des Buches, weil es sich einfach unglaublich echt angefühlt hat. Man merkt total, wie unterschiedlich die beiden geprägt wurden und wie sehr das beeinflusst, wie sie mit Nähe, Konflikten oder ihren eigenen Gefühlen umgehen. Dadurch wirkte vieles nachvollziehbar und nie künstlich dramatisch. Ich mochte auch den Schreibstil sehr. Alles fühlt sich eher ruhig und beobachtend an und genau das hat gut zur Geschichte gepasst. Gleichzeitig hatte das Buch für mich aber auch ein paar Längen. Durch die Zeitsprünge war ich beim Hören manchmal kurz raus, weil nicht immer direkt klar war, in welcher Zeit man sich gerade befindet. Das hat meinen Hörfluss etwas gestört. Und obwohl die Rückblicke wichtig für die Beziehung der beiden waren, hätte ich ehrlich gesagt gern noch mehr Zeit mit Alma und Théo in diesem letzten Sommer in Frankreich verbracht. Gerade diese Stimmung zwischen ihnen, dieses Unsichere und Zerbrechliche, fand ich eigentlich am spannendsten. Davon hätte ich gern noch mehr gehabt. Trotzdem mochte ich das Ende sehr, weil es sich für mich passend und realistisch angefühlt hat. Das Buch zeigt ziemlich gut, dass Liebe alleine manchmal eben nicht reicht, wenn Menschen anfangen, sich in unterschiedliche Richtungen zu entwickeln. Für mich ein schönes, ruhiges Debüt, das nicht laut ist, aber trotzdem nachklingt.

Weißer Sommer
Weißer Sommerby Eva PramschüferRowohlt
8. Mai
Rating:4

Das Buch erzählt die Geschichte von Alma und Théo, die sich jung kennenlernen und ineinander ihre erste große Liebe finden. Anfangs wirkt zwischen ihnen alles leicht und selbstverständlich, doch mit der Zeit verändern sich ihre Wünsche und Vorstellungen vom Leben. Die Geschichte begleitet die beiden über mehrere Jahre hinweg und stellt dabei immer wieder die Frage, wie viel eine Beziehung aushalten kann, ohne dass man sich selbst dabei verliert. Erzählt wird auf zwei Zeitebenen zwischen Vergangenheit und Gegenwart, wodurch man ihre Entwicklung nach und nach immer besser versteht. Mir hat besonders die Sprache gefallen, sie wirkt sehr bildhaft und fast schon poetisch. Gerade die sommerliche Stimmung, die Zeit in Frankreich und die emotionalen Gespräche haben mir sehr gut gefallen. Ich hätte aber gerne noch ein bisschen mehr aus dem Hier und Jetzt der beiden erfahren, weil ich ihre Entwicklung dort besonders spannend fand. Auch als Hörbuch hat mich die Geschichte total abgeholt. Mit ca. 7,5 Stunden hat das Hörbuch eine richtig angenehme Länge, besonders für Hörbuch-Einsteigerinnen. Die Geschichte bekommt genug Zeit, ohne sich unnötig in die Länge zu ziehen. Insgesamt war „Weißer Sommer“ für mich ein richtig tolles (Hör)-buch mit einer besonderen Atmosphäre und Figuren, deren Geschichte noch länger im Kopf bleibt. 🤍

Weißer Sommer
Weißer Sommerby Eva PramschüferRowohlt
6. Mai
Rating:5

Entscheidungen

Themen, die sicher viele Paare betreffen. So jung, werden sie vielleicht nicht immer bis zu Ende gedacht. Aber wo ist das Ende? Was wäre wenn? Wie viele Entscheidungen werden getroffen, um die Beziehung zu halten. Nach Jahren stellt man vielleicht fest, dass man sich selbst verloren hat und den Partner unter Umständen auch. Darf ich egoistisch sein? Wie groß dürfen/sollen/müssen Kompromisse sein? Emotionale Abhängigkeit. Soziale Ungleichheit. Was treibt mich wirklich an? Was ist mein Partner wirklich für mich? Ihr merkt, es rattert im Kopf. 😅

Weißer Sommer
Weißer Sommerby Eva PramschüferRowohlt
6. Mai
Rating:4

Weißer Sommer - zwischen Liebe und Unabhängigkeit Weißer Sommer von Eva Pramschüfer ist für mich ein gelungenes Debüt über zwei Junge Erwachsene, die sich lieben, aber deren Beziehung nicht mehr richtig in ihre Leben passt. Wir begleiten Alma und Théo, die sich im Sommerhaus der Familie in Frankreich treffen und eine Entscheidung über ihre Beziehung finden möchten. Bleiben sie zusammen oder werden sie sich trennen? Die Geschichte ist in Verschiedenen Zeitsträngen erzählt. Die Gegenwart ist ihr Aufenthalt im Sommerhaus, der sich in verschiedene Tage gliedert. Die Vergangenheit (aus am verwendeten Tempus zu erkennen) erzählt Théos und Almas Beziehung vom ersten Kennenlernen bis zur Gegenwart. Der Leser erlebt immer mehr, wie sich Alma und Théo während ihres Studiums auseinanderleben. Auch die unterschiedlichen finanziellen Hintergründe der Beiden werden angesprochen. Diese Übergänge zwischen den Zeitsprüngen waren an einigen Stellen für mich nicht ganz “rund". Auch konnte mich persönlich der Schreibstil nicht ganz überzeugen. Die Autorin verwendet eine sehr poetische Sprache, nur die unvollständigen Sätze und vielen Aufzählungen haben meinen Lesefluss eher gestört. Das ist aber eine ganz persönliche Wahrnehmung. Insgesamt konnte mich die Geschichte der beiden Protagonisten emotional mitnehmen und ich habe mich an einigen Stellen auch wiedererkannt. Eine gelungener Roman über erste Liebe in den 20ern.

Weißer Sommer
Weißer Sommerby Eva PramschüferRowohlt
6. Mai
Rating:3

Die Beziehung von Alma und Théo befindet sich Umbruch. Ob die beiden eine gemeinsame Zukunft haben und wie diese aussehen soll, versuchen sie in einem letzten gemeinsamen Urlaub im Ferienhaus in Frankreich herauszufinden. Unklar bleibt für mich, weshalb sie sich auf diesen Urlaub eingelassen haben, wenn sie sich in den ersten Tagen aus dem Weg gehen. Die Gegenwart spielt vorerst kaum eine Rolle. Die Geschichte ist geprägt, von den Rückblicken, sodass man als Leserin den Verlauf der Beziehung nachverfolgen kann. Der Perspektivwechsel der beiden Charaktere ermöglicht einen guten Einblick der Gefühle der beiden. Dadurch ist nachvollziehbar, weshalb zwischen den beiden kriselt und die Beziehung vielleicht keine Zukunft hat. Ich fand Alma teilweise sehr schwer greifbar durch ihr widersprüchliches Handeln und fand Théos Handeln oft schlüssiger, auch wenn ich dort meine Probleme hatte. Ich mochte den poetischen Schreibstil, mit detailreichen Schilderungen sehr, sehr gern. Eva Pramschüfer gelingt es wunderbar Atmosphären einzufangen und sie findet immer die richtigen Worte und für Gefühle, die man selbst kaum so treffend formulieren könnte. Ich freue mich, auf weitere Werke von ihr.

Weißer Sommer
Weißer Sommerby Eva PramschüferRowohlt
5. Mai
Rating:5

Ein sehr intensives, emotionales Buch, woran ich sicher noch öfter denken werde.

Meine Erwartungen an Weißer Sommer waren hoch, vor allem, weil ich das Buch in den letzten Tagen immer wieder auf Social Media gesehen habe und es dort durchweg positiv bewertet wurde. Umso schöner war es, dass meine Erwartungen nicht nur erfüllt, sondern sogar übertroffen wurden. Ich habe das Buch in einem Rutsch verschlungen, hab es kaum aus der Hand legen wollen. Die Geschichte rund um Alma und Theo erzählt von einer Liebe, die sich wie „die eine große Liebe“ anfühlt. Gleichzeitig entwickelt sich jedoch ein leiser Bruch: Ob schleichend oder durch ein konkretes Ereignis ausgelöst, bleibt lange diffus, genau das macht die Dynamik zwischen den beiden so greifbar. Sie können weder miteinander noch ohneeinander sein, was die emotionale Spannung durchgehend aufrechterhält ob die Beziehung hält oder sie sich trennen werden. Besonders berührend war für mich das Ende. Das abschließende Gefühl „all die Worte, die fehlen, die Liebe, die zu eng geworden war, um beide zu halten“ hat mich tief getroffen und tatsächlich zu Tränen gerührt. Ein sehr intensives, emotionales Buch, woran ich sicher noch öfter denken werde.

Weißer Sommer
Weißer Sommerby Eva PramschüferRowohlt
5. Mai
Rating:4.5

Poetisch und bildgewaltig erzählt

Weißer Sommer von Eva Pramschüfer ist ein Buch, das sich leise entfaltet und dabei eine ganz eigene Sogwirkung entwickelt. Vor allem die Sprache hat mich sofort gepackt: so besonders, so fein und poetisch, dass ich am liebsten darin versunken wäre. Es ist eine dieser Geschichten, bei denen man nicht einfach nur liest, sondern regelrecht eintaucht. Vor meinem inneren Auge lief dabei ständig ein Film voller wunderschöner Bilder ab. Im Zentrum stehen Theo und Alma, die sich in ihrer ersten großen Liebe begegnen. Vier Jahre später stehen sie an einem Punkt, an dem sie sich fragen müssen, ob Liebe allein noch reicht, um ihre Beziehung zu tragen. Erzählt wird auf zwei Zeitebenen: im Jetzt, während eines Urlaubs in Frankreich, und in der Vergangenheit, in der sich Stück für Stück Theos und Almas gemeinsame Geschichte entfaltet. Am Anfang brauchte ich einen Moment, um mich in dieser Struktur zurechtzufinden, doch das hat sich schnell gelegt. Danach hat sich alles sehr stimmig angefühlt und die beiden Ebenen haben sich wunderbar ergänzt. Was besonders hängen bleibt, ist die dichte Atmosphäre, die die Autorin erschafft. Alles wirkt ruhig, beinahe zart, und gleichzeitig liegt eine unterschwellige Spannung in der Luft. Der poetische Schreibstil verstärkt dieses Gefühl noch und macht das Buch zu einem sehr intensiven Leseerlebnis. „Weißer Sommer“ ist keine laute Geschichte, sondern eine, die zwischen den Zeilen wirkt und genau darin liegt seine Stärke. 4,5/5 Sterne

Weißer Sommer
Weißer Sommerby Eva PramschüferRowohlt
5. Mai
Rating:4

Absolut Atmosphärisch

„Weißer Sommer“ von Eva Pramschüfer hat mich von der ersten Seite an in seinen Bann gezogen. Die Autorin schafft eine unglaublich dichte, fast greifbare Atmosphäre, die sich wie ein Schleier über die gesamte Handlung legt. Es ist eines dieser Bücher, das man nicht einfach nur liest, sondern regelrecht erlebt.   Besonders beeindruckt hat mich die Sogwirkung der Geschichte. Ohne große Dramatik oder laute Wendungen entfaltet sich die Handlung leise, aber eindringlich. Gerade diese Zurückhaltung macht den Reiz aus, man wird immer tiefer hineingezogen, fast unmerklich, und kann sich der Geschichte kaum entziehen.   Die Sprache ist dabei ebenso feinfühlig wie präzise. Eva Pramschüfer gelingt es, Stimmungen und innere Zustände so subtil zu vermitteln, dass man sich den Figuren sehr nah fühlt. Es sind oft die leisen Zwischentöne, die am stärksten nachhallen.   Für mich war „Weißer Sommer“ ein rundum wunderbares Leseerlebnis, atmosphärisch dicht, emotional berührend und mit einer ganz eigenen, stillen Intensität. Ein Buch, das noch lange nachwirkt.

Weißer Sommer
Weißer Sommerby Eva PramschüferRowohlt
5. Mai
Rating:4

Die Sprache des Buches ist unglaublich schön und zieht einen sofort in die Geschichte hinein. Man kann regelrecht darin versinken. Die Figuren wirkten auf mich jedoch teilweise emotional schwankend und nicht immer ganz stimmig in ihrem Verhalten. Zudem erscheint der männliche Protagonist etwas stärker ausgearbeitet als die weibliche Figur. Insgesamt ist es dennoch ein gelungenes und sehr lesenswertes Buch.

Weißer Sommer
Weißer Sommerby Eva PramschüferRowohlt
4. Mai
Bester Epilog den ich bisher gelesen habe
Rating:5

Bester Epilog den ich bisher gelesen habe

Ich die ich mit Romance selten etwas anfangen kann aber diese Liebesgeschichte von Seite 1 an gefühlt habe. Denn dieses Buch ist keine Romance Geschichte sondern die Beleuchtung tiefer realistischer Gefühle ohne kitschigen zu sein. Ein Buch das ich auf jeden Fall ein zweites Mal lesen werde ganz langsam um jedes Wort noch besser zu erfassen und zu markieren.

Weißer Sommer
Weißer Sommerby Eva PramschüferRowohlt
4. Mai
Post image
Rating:4.5

WEISSER SOMMER Eva Pramschüfer ET: 17.04.26 Almas Großvater, der seine letzten Jahre in Südfrankreich verbracht hat, ist gestorben. Auf der Suche nach einem Grabstein begegnet sie Théo, einem jungen Steinmetzmeister, der im Betrieb seines Vaters arbeitet. Zwischen ihnen ist sofort etwas da – dieses Gefühl füreinander bestimmt zu sein. Théos Mutter hat ihn und seinen Vater vor Jahren verlassen. Geblieben ist ein liebevoller Vater, bei dem er zu einem ruhigen, gewissenhaften und warmherzigen jungen Mann heranwächst. Alma dagegen kennt kein solches Zuhause. Ihr Vater, ein erfolgreicher Anwalt, ist kaum präsent, ihre Mutter kühl und distanziert. Es fehlt nicht an Geld, aber an Nähe. Als Alma für ihr Journalistikstudium zurück nach München geht, bleibt ihnen nur das Telefon. Sie sprechen jeden Tag, halten fest an dem, was zwischen ihnen entstanden ist. Und doch wächst mit der Entfernung auch die Sehnsucht – und die leise Angst, sich zu verlieren. Zwei Jahre später verbringen Alma und Théo einen weiteren gemeinsamen Sommer im Haus ihrer Eltern in Frankreich. Doch nichts ist mehr so unbeschwert wie damals. Entscheidungen, die sie getroffen haben, und die Zeit, die vergangen ist, haben Spuren hinterlassen. Zwischen ihnen ist etwas ins Wanken geraten. Und trotzdem ist da noch immer dieses Gefühl. Die Frage ist nur: Reicht es noch? Ob sie es schaffen, die Risse zwischen ihnen zu schließen, müsst ihr selbst herausfinden. Eva Pramschüfer erzählt diese Geschichte auf zwei Zeitebenen. Anfangs war ich kurz unsicher, wo ich mich gerade befinde, doch nachdem sich das gelegt hatte, konnte ich mich auf ihre wundervolle Sprache vollkommen einlassen. Sie schreibt ruhig, eindringlich und sehr nah an ihren Figuren. Eine Geschichte über zwei Menschen, die sich vielleicht genau dann begegneten, als es am wenigsten gepasst hat. Fazit: Ein intensives, gefühlvolles Debüt, das leise unter die Haut geht. Eine Liebesgeschichte, die anders ist und lange nachklingt. 4,5/5

Weißer Sommer
Weißer Sommerby Eva PramschüferRowohlt
3. Mai
Rating:4

Eben lege ich den Debütroman von Eva Pramschüfer aus der Hand. Vier Tage habe ich Alma und Théo begleitet, bin zwischen den Zeilen mit beiden nach Frankreich, München und Berlin gereist. Ich habe ihre Liebe beobachtet, Gefühle verstanden, Erinnerungen geteilt – und allem still beigewohnt. Ich wollte gerne ganz in ihre Geschichte eintauchen, habe aber nur mein Gesicht unter die Wasseroberfläche gehalten. Der Roman ist wunderschön geschrieben: poetisch, literarisch klug, bildhaft – und das hat mir sehr gefallen. Er ist unaufgeregt, leise, manchmal zu leise. Viele Knoten, keiner löst sich ganz. Gern hätte ich mehr Zeit mit Alma und Théo in der Gegenwart verbracht, mehr im Jetzt, mehr im Konflikt. Aber vielleicht ist genau das ein bewusstes Stilmittel: Beziehungen zerbrechen nicht immer laut, sondern oft schleichend – ihre Bruchstellen liegen tief in der Verbindung zweier Menschen. Ich freue mich auf weitere Bücher der Autorin – ein Auftakt, der neugierig macht.

Weißer Sommer
Weißer Sommerby Eva PramschüferRowohlt
3. Mai
Festhalten oder loslassen?
Rating:4.5

Festhalten oder loslassen?

Die Liebe zwischen Alma und Théo ist intensiv. Sie beginnt in einem Sommer in Frankreich und genau hier, im Haus von Almas Eltern, treffen sich die beiden einige Jahre später wieder. Mit dabei die allesverzehrende Frage: Gehen oder bleiben, festhalten oder loslassen? Aus wechselnden Perspektiven und auf verschiedenen Zeitebenen (das Jetzt, aber auch die Vergangenheit) nähern wir uns der Beziehung der beiden an, die so groß beginnt und dann so große Lücken und Risse bekommt. Beide haben einen Hang fürs Künstlerische, der große Unterschied: Alma kommt aus gutem Haus und "fällt weich", sollte es mit dem Journalismus oder der Malerei nichts werden. Théo hingegen fühlt sich als gelernter Steinmetz in seinem Architekturstudium oft verloren – besonders, nachdem er für Alma extra von Frankreich nach München gezogen ist. Mit der Zeit leben die beiden immer mehr aneinander vorbei, sich schließlich auch auseinander, vor allem räumlich. Sie in Paris, er in Berlin. Inhaltlich fand ich den Roman extrem spannend, denn dieser Scheideweg, an dem Alma und Théo stehen, ist einer, der sehr viel Mut und Reife erfordert. Genau deswegen hätte ich mir ein bisschen mehr Zeit im "Jetzt", im Wiederaufeinandertreffen der beiden, gewünscht. Denn die 8 Tage, die die beiden im Haus von Almas Eltern verbringen, kamen mir irgendwie zu kurz und angedeutet vor. Zudem war für mich nicht ganz nachvollziehbar, warum beide sich hier überhaupt noch mal treffen. Für mich waren sie zu diesem Zeitpunkt irgendwie schon lange kein Paar mehr. Schön fand ich die wechselnden und fließenden Zeitebenen, allerdings war nicht immer leicht zu erkennen, in welcher man sich gerade befindet. Zumal auch noch wechselnde Perspektiven dazu kamen. Sprachlich ist der Debütroman für mich aber ohne Frage ein kleines Meisterwerk. Die Sprache ist vorsichtig, fast schon fragil. Sie bringt die Bedachtheit und manchmal auch den Übermut mit, den ich mir von der Geschichte selbst noch etwas mehr gewünscht hätte. Denn auch nach dem Zuklappen bleibt eine gewisse Distanz zu Alma und Théo, die ich gern noch besser kennengelernt und verstanden hätte. Trotzdem ein fulminantes Debüt, das keine kitschige Liebesgeschichte erzählt, sondern eine mit Ecken und Kanten, mit Makeln und sehr viel Verletzlichkeit.

Weißer Sommer
Weißer Sommerby Eva PramschüferRowohlt
3. Mai
Rating:4

Weißer Sommer ist vor allem sprachlich ein echtes Highlight. Die Autorin schreibt unglaublich poetisch und feinfühlig – man merkt auf jeder Seite, wie viel Gefühl und Beobachtungsgabe in diesem Debüt steckt. Die Geschichte rund um Alma und Théo hat mich sehr berührt, gerade weil sie die leisen, unsicheren Seiten der Liebe so authentisch einfängt. Ein ruhiges, intensives Buch, das vor allem durch seine Sprache und Atmosphäre nachhallt.

Weißer Sommer
Weißer Sommerby Eva PramschüferRowohlt
3. Mai
Post image
Rating:3.5

Alma liebt Théo, Théo liebt Alma. Und trotzdem wissen sie nicht, ob ihre Gefühle noch ausreichen oder ob sie alleine glücklicher sein können. Um darauf eine Antwort zu finden, fahren sie ein letztes Mal gemeinsam in das abgelegene Ferienhaus ihrer Familie in Frankreich. Fern vom Alltag wollen sie herausfinden, ob ihre Beziehung noch eine Zukunft hat – oder ob es an der Zeit ist, einander loszulassen. Das Buch erzählt von Alma und Théo und wie unterschiedlich sie geprägt wurden und welchen Einfluss ihre Herkunft auf ihr Denken und Fühlen hat. Davon, wie sie sich zum ersten Mal begegnen, von der Anziehung, die sofort da ist. Wie sie sich immer näher kommen, gemeinsam wachsen und sich schließlich langsam voneinander entfernen. Von ihren Zweifeln und Ängsten, von ihren Hoffnungen und Wünschen. Durch die häufigen Perspektivenwechsel zwischen den beiden Charakteren und den verschiedenen Zeitebenen erfährt man nach und nach, wie sich ihre Beziehung entwickelt hat und wie sie an diesen Punkt gekommen sind. Auf diese Weise bekommt man einen tieferen Einblick, allerdings hat es für mich auch etwas den Lesefluss gestört. Das Buch überzeugt durch seinen ruhigen und gleichzeitig wunderschönen Schreibstil, konnte mich insgesamt jedoch nicht komplett begeistern, da die Charaktere, besonders Alma, für mich oft nicht richtig greifbar waren. Dennoch ist ‚Weisser Sommer‘ ein gelungener Debütroman, der durch seine Atmosphäre und seine leise Beobachtung von Beziehungen überzeugt. Mich hat die Geschichte und die Beziehung tatsächlich oft an Connell und Marianne aus ‚Normal People‘ erinnert.

Weißer Sommer
Weißer Sommerby Eva PramschüferRowohlt