
📖 Kurzweiliges, schnell gelesenes Buch, dass an manchen Ecken etwas übertrieben wirkt, aber gut zu unterhalten weiß 📖
„The Island“ befand sich nun schon ziemlich lange auf meinem SuB und nachdem meine Statistik mir sagte, dass ich mit meinen Thrillern für dieses Jahr noch sehr zurückliege, habe ich mich dazu durchgerungen es endlich von seinen Fesseln zu befreien und meine Nase darin zu versenken. Und was soll ich sagen? Es war vielleicht kein Highlight, aber Spaß hat es gemacht und vor allem war ich wirklich schnell durch! 🧝🏻♀️ Die Charaktere: Die Charaktere sind teils gut ausgearbeitet, teils „halt auch dabei“. So erfährt man über manche sehr, sehr viel, während andere leider komplett im Dunkeln bleiben. So hätte ich mich wirklich gefreut mehr über Lazarus oder auch Abena zu erfahren. All jene, in deren Ausarbeitung mehr Zeit investiert wurde, lernt man dafür aber doch ziemlich gut kennen und teilweise lernt man diese auch ein wenig zu verstehen. Teils hat es mich etwas frustriert nicht immer direkt zu wissen, von wem gerade die Rede ist, insgesamt lies es sich aber meistens irgendwann im Kapitel halbwegs erkennen, oder man konnte es sich durch spätere, oder frühere Kapitel zusammenreimen. 📑 Die Story: Die Story ist alles in allem zwar interessant und auch recht spannend, jedoch auch ein wenig Flach. So habe ich doch irgendwie mehr „Escape Game“ erwartete, hatte aber das Gefühl, dass dieser Teil des Plottes relativ schnell baden gegangen ist (es mag aber auch einfach so gewirkt haben aufgrund der vielen Rückblende-Kapitel. Auch kam mir die „innovative KI“ ein wenig zu kurz. Zwar wird diese ganz zu Beginn als die große Besonderheit der Insel dargestellt, letztlich kommt sie jedoch irgendwie nicht so wirklich vor, oder aber es wird nur einfach nie erwähnt was nun gerade wann am Zug sein soll, was ich als etwas ernüchternd empfunden habe. Trotz allem schafft der Autor es aber dennoch, dass man durchgehend wissen möchte wie es weiter geht und diese Sogwirkung ist doch eigentlich das, was einen guten Thriller ausmacht, sodass die Story für mich zwar nicht unbedingt ein Highlight darstellte, weglegen konnte ich das Buch aber dennoch nicht. 🎯 Fazit: „The Island“ ist durch die teils wirklich wahnsinnig kurzen Kapitel mit den ganzen Cliffhanger sehr, sehr schnell gelesen und hat durchaus einen gewissen Sogfaktor, was die teils etwas konstruierte Story vergessen lässt und gut zu unterhalten weiß. Die Charaktere bleiben zwar überwiegend ziemlich blass, Spaß hat man aber dennoch. Wer also eine recht kurzweilige und schnell weggelesene Unterhaltung sucht, der ist bei diesem Buch genau richtig. Wer ein komplexes Escape Game Abenteuer mit spannenden KI-Aspekten Erwartet langt hier aber eher daneben.














