Zusammen mit Max blickt man auf sein Leben in seinem Dorf, in dem er aufgewachsen ist und auf seine Freundschaft zu seinem besten Freund sowie auf die Beziehungen der Dorfbewohner untereinander.
Die Geschichte ist so bildhaft beschrieben, dass man von Max wunderbar mitgenommen wird und es so vorkommt, als sitzt man bei ihm in der Küche und bekommt sie direkt von ihm persönlich erzählt.
Obwohl das Ende bereits absehbar war, ist man doch irgendwie überrascht, dass es so passiert.
Es wurde sehr gerne gelesen.
Was für ein schönes Buch ☺️🤩
Ich habe etwas ganz anderes erwartet und bin dann versunken in den Charme eines kleinen Dorfes, in dem die Zeit stehen geblieben scheint und die Menschen miteinander reden, aber auch gut miteinander schweigen können...über Dinge, die dann doch nicht immer so harmonisch und Menschen, die nicht immer so freundlich sind. Man kommt dort meistens gut miteinander aus, wenn man des öfteren mal weg sieht oder weghört.
Dieser Roman ist in einer ganz poetischen Sprache geschrieben, die ans Herz geht und viele wahre und tiefgründige Sätze möchte man sich abspeichern.
Er hat mich sehr berührt und nachdenklich gemacht und ich kann euch nur empfehlen, diese 170 Seiten zu lesen und in eine komplett andere Welt einzutauchen, die es fast nicht mehr gibt !!!🥰
Dörfliche Gepflogenheiten, die älter werdenden Dorfbewohner und -bewohnerinnen mit all ihren Verschrobenheiten, die zugezogene "junge" Bevölkerung, all das lässt mich an meine Erfahrungen im Dorf denken. Doch im Rahmen der Totenwacht von Schorsch werden all die kleinen und großen Geschichten seines Lebens herausgeholt und geteilt oder nur daran gedacht. Dadurch bekommt man einen deutlich tieferen Einblick in die Struktur des Dorfes und die (heimlichen) Verstrickungen.
Ein leises Buch, das ganz natürlich mit den Tod umgeht und die gemeinsamen Erlebnisse, Anekdoten und Erfahrungen hervorhebt.
Tommy Goerz’ Im Schnee ist ein leises Buch. Damit fügt es sich perfekt in die Umgebung der Handlung und in das Handeln der Protagonisten ein. So entsteht eine Symbiose, die gefällt.
Erzählt wird von Freundschaft, vom Dasein auf Zeit und von einer Welt, die irgendwie aus der Zeit gefallen scheint.Im Mittelpunkt steht die Beziehung zwischen Schorsch und Max, die nie ganz ausgesprochen, sondern eher angedeutet wird. Vieles bleibt zwischen den Zeilen, wirkt nach und hallt nach. Auf diese Weise wird der Schnee für den Leser förmlich spürbar. Geprägt ist ihre Verbindung von stiller Vertrautheit, aber auch von einer gewissen Melancholie, die das ganze Buch durchzieht.
Als Ort der Handlung wirkt das Dorf ruhig und vertraut, doch unter der Oberfläche liegt spürbar viel Morast. Insgesamt bleibt die Atmosphäre ruhig und entrückt. Beim Lesen entsteht das Gefühl, in eine vergessene Zeit einzutauchen, in der alles etwas langsamer und zugleich bedeutungsvoller ist. So entwickelt sich eine Stimmung, die sich schwer greifen lässt: traurig und schön zugleich.
Zu Beginn fiel es mir nicht leicht, in das Buch hineinzufinden. Vielleicht lag es an der zurückhaltenden Erzählweise oder daran, dass ich mich erst auf den Ton einlassen musste. Mit der Zeit hat mich die Geschichte jedoch immer mehr erreicht, sodass am Ende ein sehr stimmiger, nachdenklicher Eindruck blieb.
Langsam entfaltet sich der Roman Im Schnee. Wer sich darauf einlässt, wird mit einer stillen und berührenden Geschichte über Freundschaft und Vergänglichkeit belohnt.
Als der Schorsch stirbt, ist es für den Max schwer. Er erinnert sich wie es im Dorf früher war und wie es heute ist.
Ein kleines Buch mit einem gewaltigen Inhalt, das sehr stimmungsvoll geschrieben ist.
Im Schnee ist ein sehr tiefgründiges Buch, dass immer wieder um die Themen „Tod“, „Isolation“ und „Generationenkonflikt“ kreist. Max und Schorsch sind schon lange befreundet und leben in einer eingeschworenen Dorfgemeinschaft. Als es dann eines Nachts zu schneien beginnt und die Totenglocke läutet ist es soweit - der Schorsch ist gestorben. Max begibt sich zur Totenwache und lässt die gemeinsame Freundschaft Revue passieren, oft schweifen die Geschichten auch ab und wir lernen andere Dorfbewohner und deren Geschichten kennen, während der Schnee alles in Stille eintaucht.
Ein ruhiges Buch über ein Dorf das sich im laufe der vielen Jahre verändert hat. Ganz still und entspannt und doch so tiefgründig über die Menschen eines kleinen Dorfes.
In Tommie Goerz` Buch „Im Schnee“ habe ich mich in vielerlei Hinsicht wiedergefunden.
Das Sterben der alten Dörfer, wie die Alten sie noch kennen. Der damit einhergehende Wandel und die Anpassungsfähigkeit, die vielleicht fehlt.
Auch wenn das Alte nicht immer gut war, vieles in Erinnerungen romantisiert wird, haftet dieser Vergangenheit doch oft ein Charme an, den die Neuerungen vertreiben.
Ähnlich wie Max im Buch, geht es mir mit meinem Heimatdorf. Ich bin dort unheimlich gerne aufgewachsen.
Die vielen, kleinen Geschäfte. Der Mischwarenladen, der Getränkehandel, die Metzgerei, der Wolladen im Dorf nebenan, der Blumenladen, die Mühle und noch viele mehr. Alle hatten ihr Auskommen, ihr Dasein.
All das gibt es in meinem Heimatdorf nicht mehr.
Dafür einen Discounter und ich bin ehrlich, ich möchte dort nicht mehr leben wollen.
Alles so fremd, nicht mehr mein heimeliges Dörfchen.
Mit ähnlichen Gedanken trägt unser älterer Protagonist Max sich nach dem Tode seines Freundes Schorsch.
Viele Erinnerungen an früher treiben ihn im Dorf umher. Ein Blick auf das, was noch da ist und auf das was fehlt.
Das abgeschiedene Leben auf dem Land. Reduziert auf das einfachste.
Ein Tod, der eine Freundschaft beendete und das Leben im Dorf, und im Allgemeinen, verändert
Ein Abschied von alten Traditionen. Bei manchen ist es gut, bei anderen Dingen bringt es Wehmut.
Der Autor bringt mit diesem Buch eine Saite in mir zum klingen.
Auf nicht mal 200 Seiten schafft er es, alles zu berichten, alles zu erklären.
Und ich war von Seite eins an, gleich in der Geschichte.
Ich habe Max sofort in mein Herz geschlossen.
Diese Lektüre hat mich so berührt, ich würde am liebsten gleich noch mal von vorne beginnen.
Ich war einfach sofort Teil dieser Dorfgemeinschaft. Ich war Teil der Gedanken und auch der Erinnerungen. Ich war Teil der Wehmut und der Sehnsucht nach dem Früher, .. dem Damals.
Eine Freundschaft endet. Ein Miteinander, das so viel mehr war, als nur ein sich kennen.
Es war ein geteiltes Leben. Mit all den Erinnerungen.
Im Schnee ist ein Buch, dass mich wieder mitten ins Herz getroffen hat. Worte, über die ich noch lange nachgedacht habe. Die Bilder vor Augen.
Ein großartiges Buch, dass ich sehr gerne empfehle.
Ich besitze die Ausgabe der Büchergilde Gutenberg.
"Kein Mensch hatte den Schorsch je Georg gerufen, nur in seinem Pass hatten sie es so geschrieben: "Georg Wenzel". Aber was wissen die am Amt schon von den Menschen.“ [S. 10]
Als der Schorsch stirbt, treffen sich die Dorfbewohner zur Totenwacht und lassen das Leben ihres Freundes in ihren Erzählungen, Erinnerungen und Gedanken Revue passieren.
Eine schöne Geschichte über eine alteingesessenene und traditionelle Dorfgemeinschaft, die ihrem "Freund" die letzte Ehre erweist.
Das Buch liest sich sehr gut, es hat einen sehr angenehmen Schreibstil.
Schöne Geschichte um die Freundschaft von Max und dem Schorch.
Das Dorf wird auch sehr gut und viel eingebunden.
Für mich 5 Sterne
kann ich nur weiterenpfehlen
Ein Dorf wie zu Omas Zeiten… zumindest in der Erinnerung von den Alten im Dorf, die eine Totenwache halten für ihren Freund.
Man sitzt direkt dabei, fühlt mit…
Ganz großartig erzählt
Sehr zurückhaltend und subtil, das wichtigste liegt im Ungesagten. Sehr sehr schön geschrieben und ein wirklich eindrucksvoller Protagonist.
Auf jeden Fall empfehlenswert!
Wehmütig, nostalgisch und herzerwärmend.
Ein kleines Dorf, eine schon immer dagewesene Nachbarschaft und eine Welt, die sich nach und nach auflöst. Der beste Freund vom Max ist verstorben, die traditionelle Nachtwache findet statt. Erst die Männer, dann ab Mitternacht die Frauen. Alte Geschichten werden erzählt, das Bier geöffnet und auch vieles im Stillen ausgemacht. In dieser fragilen Struktur, in der Schweigen Gold ist und Wegsehen das Zusammenleben bestimmt, findet Tommie Goerz die richtigen Worte und mit dem Max die berührende Hauptfigur.
Sentimentale Gedanken und Erinnerungen kommen auf, werden aber auch wenn’s notwendig ist, schnell wieder beiseite gewischt. Dieses Dorf versinkt im Schnee, im Schweigen, irgendwann in der Vergangenheit.
Was für eine berührende Geschichte, welche abschließt mit der Frage:
Wofür die große Welt sehen, wenn man sie im kleinen schon kaum überblicken oder verstehen kann?
Eine ruhige, eindrucksvolle Geschichte über Freundschaft, Verlust und Erinnerung, erzählt mit Hilfe des Mikrokosmos Dorf und dessen Bewohner, für die ihre eigene kleine Welt alles bedeutet.
Das Buch lässt mich in einer melancholischen Stimmung zurück, an die ich sicher noch oft nachdenken werde.❤️
Die lebenslange Freundschaft von Schorsch und Max endet, als Schorsch plötzlich stirbt und der alte Max zurückbleibt. Viele der alten Dorfbewohner sind inzwischen gestorben, dafür gibt es unliebsame Neubürger. Bei der Totenwache erinnert sich Max an früher ...
Ein Buch über Gemeinschaft, den Wandel der Zeit und den Wert von Erinnerungen, das einige kluge Gedanken enthält. Zu 100% authentisch fand ich es nicht. Als Hörbuch sehr angenehm, wobei Sprecher Thomas Loibl leider auch manchmal zu sehr den Märchenonkel-Ton annimmt.
Der Schorsch ist tot. Und wie in dem kleinen Dorf, in dem Tommie Goerz' Geschichte spielt, üblich, gibt es eine 24 stündige Totenwache. Erst die Männer, dann die Frauen.
Schorschs bester Freund Max bleibt in großer Trauer zurück - er und Schorsch waren nicht wie die anderen Männer aus dem Dorf, sie packten zuhause mit an, liebten ihre Frauen und versuchten, das, was wir heute unter "toxischer Männlichkeit" verstehen, zu vermeiden so gut es ging.
So bleibt Max auch nach der Totenwache der Männer noch bei der Totenwache der Frauen sitzen Und reflektiert die letzten Jahre und Jahrzehnte der Freundschaft zu Schorsch, aber auch die Vorkommnisse im Dorf gehen ihm durch den Kopf.
Die Dorfgemeinschaft hat nämlich nicht immer moralisch richtig entschieden und gehandelt - ganz oft hat einfach das ganze Dorf weggeguckt, wenn ein Unrecht geschah. Und einmal haben sie sogar ganz aktiv Böses getan, als einige Männer aus der Dorfgemeinschfaft das alte Schulhaus angezündet haben, damit keine Geflüchteten im Dorf untergebracht werden können.
Ein sehr ruhiges Buch, das einen aber immer wieder fast beiläufig mit irgendeiner Katastrophe oder Untat aus der dörflichen Vergangenheit aufschreckt.
Ich mochte besonders die Unterschiede, die Max zwischen den Totenwachen der Männer und Frauen erlebt, diese ganz andere Stimmung und Nähe der Frauen im Vergleich zu den emotional unsicheren (und dadurch ungehobelt wirkenden) Männern.
Lesenswert!
Ein Buch über Verlust, den Wandel der Zeit und dem Dorfleben .
Anschaulich werden die Dorfbewohner dargestellt. Mit viel Atmosphäre wird deren Leben geschildert. Über Ärger, Wut, Arbeit, Fröhlichkeit, Geselligkeit,Trauer und Traditionen geschrieben.
Die wichtigste Botschaft allerdings ist die Freundschaft, die bis zum Ende und auch darüber hinaus bleibt.
Ein sehr empfehlenswertes Buch.
Von der Schönheit und der Härte des einfachen Lebens, von der Gnade der Freundschaft und dem Moment des Verlusts.
Der alte Max hat alle Zeit. Draußen vor dem Fenster legt sich der Schnee wie eine Decke über das Dorf. Da dringt das Läuten des Totenglöckchens durch die Stille. Es schlägt für den Schorsch, der viel mehr war als nur ein Freund, ein Leben lang. So macht sich Max am Abend auf zur Totenwacht, wo die Alten zusammenkommen, um des Verstorbenen zu gedenken und sich zu erinnern.
Wir begleiten Max über 2-3 Tage in diesem Buch und erfahren so viel aus seinem Leben und seinen Gedanken. Das Buch ist wirklich sehr Atmosphärisch geschrieben und berührt ein auf gute und schlechte Weise sehr.
Es wird darüber berichtet, wie ein Dorf im Wandel ist, ein abgeschiedenes Dorf aus alten Zeiten und alten Werten mit alter Sichtweise. Die Neuzeit mit der alten Zeit kollidiert.
Mich hat diese harte Einfachheit sehr berührt und auch geerdet und tatsächlich sehr zum Nachdenken angeregt.
Das Buch ist eine klare Leseempfehlung!
Unglaublich atmosphärisch erzählt. Man wird richtiggehend Teil der Dorfgemeinschaft.
Absolut empfehlenswert für alle, die Stille zu schätzen wissen und keine markigen Worte brauchen.
Ein stiller, dichter Roman über Verlust und Erinnerung. Mit klarer, zurückhaltender Sprache zeigt Goerz, wie Trauer den Alltag prägt. Die winterliche Landschaft dient als starkes Symbol für Erstarrung und leise Hoffnung.
Eine kleine, feine Geschichte über Freundschaft, über Liebe, über den Mikrokosmos Dorf und über Werte, die in unserer viel zu schnellen Welt gerne verloren gehen.
Ich habe es geliebt, diese Zartheit und Ruhe dieser wunderbaren Geschichte.
Große Leseempfehlung!
Das Buch ist mir viel zu ehrlich im Bezug auf die Realität in der Gesellschaft.
In einem Buch möchte ich in eine schöne Welt abtauchen. Mitfühlen, nichts mehr um mich herum mitbekommen. Und ich möchte nicht sehen wie falsch und schlecht die Gesellschaft ist... Das sehe ich jeden Tag schon genug.
Mikrokomplex ländliches Dorfleben mit viel Tiefe in einer ruhigen, einfühlsamen Erzählung.
Selbst in einem ländlichen Dorf aufgewachsen, erkennt man schnell typische Strukturen und Denkweisen wieder.
Der Autor schafft es eine stimmige Erzählung aufzuziehen, sodass man in einen ruhigen Flow gerät und einfach weiterlesen möchte.
Der Protagonist ist vielleicht nach außen und auch manchmal zu sich selbst im Gedanken etwas distanziert von der Emotionalität, jedoch reichen seine Beschreibungen aus, um uns Lesenden tief blicken zu lassen und das Wesentliche zu Erkennen.
Besonders das Ende habe ich als sehr stimmig und emotional empfunden. Es wird viel zwischen den Zeilen vermittelt.
Es kommen in dem Roman auch schwere Themen wie häusliche Gewalt, Alkoholmissbrauch und Straftaten zur Sprache - oder eben auch nicht. Denn im Dorf wird viel geschwiegen und man hält sich heraus.
Eine klare Leseempfehlung und eines meiner Jahreshighlights! Es zeigt sich wieder: Gute Romane brauchen nicht übermäßig viele Seiten.
"Wenn dann die Menschen starben, waren die Geschichten weg. Und damit alles, was sie wussten und immer verschwiegen hatten." - S. 165
Ein leises Buch, sehr schön geschrieben. Gerne habe ich den alten Max begleitet, dessen Freund Schorsch stirbt und der sich deshalb an vergangene Zeiten erinnert und der sein Dorf betrachtet. Es passiert nicht viel, aber es steckt viel zwischen den Zeilen.
Ein wundervolles Buch, sehr ruhig erzählt, über eine lebenslange Freundschaft zwischen Max und Schorsch. Mit dem Tod von Schorsch bleibt Max allein zurück.
Es geht um Freundschaft, Tod, Trauer und Einsamkeit und vor allem geht es um viele Erinnerungen und Erlebnisse von Beiden. Max erzählt ebenso über das strenge und einfache und schwere Leben in seinem kleinen Dorf, wie man es sich heute nicht mehr vorstellen kann.
Ein wirklich tolles Buch (wunderbar gelesen von, Thomas Loibl) welches still in seinem Erzählstil daherkommt, jedoch ganz stark zwischen den Zeilen ist!
„ … dann bimmelt irgendwann leise das Totenglöckchen. So erfährt man auf dem Dorf: Es ist jemand gestorben – einer von uns. Noch weiß der Max nicht, wer es ist. Aber als er es schließlich erfährt, verändert es seine Welt.“
Von einem Dorf, einer Totenwache und alten Erinnerungen - von einer Männerfreundschaft, hinter der mehr steckte! Und von einem schweren Verlust!
Und über allem steht: Die alten Zeiten waren besser - oder nicht? Denn über das, was es nicht geben durfte, wurde nicht gesprochen, dann konnte man auch gut zusammenleben!
Dieses Buch muss man selbst erleben - und dann darüber nachdenken. Von mir eine ganz klare Empfehlung für jeden, der auf den Zeilen dahingleiten möchte, die Seitenhiebe aber ebenfalls erträgt und einordnen kann.
Tiefsinnig, bewegend und einfach wunderschön 🥹.
Tommie Goerz hat es wieder einmal geschafft, mich vollends zu begeistern. „Im Tal“ hat mir schon richtig gut gefallen und „Im Schnee“ steht diesem in keinster Weise nach.
Wir begleiten Max für eine kurze Zeit und lernen das Leben im Dorf kennen, lesen über Freundschaft, Gemeinschaft und Zusammenhalt…aber auch über Dinge, vor denen gerne mal die Augen verschlossen werden.
…& ab auf die Liste der Lieblingsbücher ❄️ 🫶🏼
Eine ruhige und bewegende Geschichte die zum nachdenken anregt.
Das Ende hat mich sehr bewegt und traurig gemacht. 😢
Wunderbar gelesen von Thomas Loibl. 🫶🏻
Das Buch hat mich, im warsten Sinne des Wortes, eiskalt erwischt. Was für eine berührende und tragische Geschichte! Eine Dorfgeschichte. "Das Dorf, ein ruhiger See, eine Idylle? Es war ein Rattennest."
Der 80-jährige Max lebt alleine in seinem alten Haus in einem Dorf und muss erfahren, das sein Freund aus Kindertagen gestorben ist. Sein Freund Schorsch mit dem er nicht nur sein Leben, sondern auch manchmal, ganz züchtig, die Chaiselonge geteilt hat. Still beobachtet Max das Leben um ihn herum, schaut in die Natur, sieht den Schnee fallen und hängt seinen Gedanken nach. "Erinnerungen tragen dich weiter als jemals deine Füße, dachte er sich... ."
Es ist üblich, dass Totenwache gehalten wird und so geht Max am Abend zum Haus vom Schorsch und seiner Frau. Erst treffen sich bis Mitternacht die Männer, danach die Frauen. Max bleibt. Es werden Erinnerungen ausgetauscht, Geschichten zum wiederholten Male erzählt, Geschichten die mit dem letzten der sie kennt in Vergessenheit geraten werden. Aber es sind auch Geschichten des Schweigens. "Doch wenn man schweigt, kommt man sehr gut miteinander aus. Worüber man nicht spricht, gibt es nicht." Und es wird über vieles geschwiegen. Über die harten Zeiten, die harten Hände der Männer und manch harte Sitten. Das Leben auf dem Dorf mit seinen schönen und dunklen Seiten. "Dieses Dorf.... ist wie jedes Dorf. Da wohnen Leute, und da gibt es Misthaufen. Und je näher man herankommt, um so mehr stinkt es."
Und es stinkt oft erbarmungslos, besonders für die Frauen. Mich hat der Autor mit dieser Geschichte, die oft auch so zärtlich schön ist, wirklich in seinen Bann gezogen. Kenne ich doch das Leben auf dem Dorf und konnte soviel total gut nachvollziehen. Richtig schön finde ich die Tradition der Totenwache. Dem Menschen nochmal würdigen, seiner gedenken. Ob ich das auch machen wollte? Das weiß ich nicht. Hier bin ich gerne dabei gewesen, bei der Wache und bei Max, der mir so sehr ans Herz gewachsen ist.
Große, sehr große Leseempfehlung für dieses schöne Werk!
„Im Schnee“ von Tommie Goerz ist ein leiser, aber eindringlicher Roman, der mit klarer Sprache und eindrucksvoller Winterstimmung die Themen Freundschaft, Vergänglichkeit und den Wandel des Dorflebens erzählt.
„Im Schnee“ von Tommie Goerz hat mich durch seine ruhige, einfache Sprache und die dichte Winteratmosphäre beeindruckt. Die Geschichte um Max, der nach dem Tod seines Freundes Schorsch in Erinnerungen an das Dorfleben und dessen Wandel versinkt, erzählt von Freundschaft, Verlust und Vergänglichkeit, ohne kitschig zu wirken. Besonders gelungen finde ich, wie der Schnee als Symbol für das Vergessen und das Unausgesprochene dient – und wie Goerz das Landleben zwischen Melancholie und kritischer Distanz beschreibt. Ein nachdenklich stimmendes Buch, das lange nachhallt.
Grundsätzlich hat mich der Buchrückentext vereinnahmt, weil er versprach vom Dorfleben, einer Totenwacht und alten Geschichten zu erzählen.
Aufgrund des Covers und des Titels stellte ich mich bereits auf eine langsam voranschreitende und wenig aufreibende Erzählung ein.
So kam es auch.
Aber im guten Sinne.
Mir hat vor allem die Langsamkeit gefallen und die leicht melancholische Stimmung, die nicht nur durch den Schnee des Winters, sondern auch durch den Protagonisten und die Tatsache, dass gerade sein bester Freund gestorben ist, ausgestrahlt wurde.
Während dieser Wacht werden in kurzen Worten, in gedämpfter Stimmung, alte Geschichten über den Toten wieder ausgepackt, oftmals nur angedeutet und auch genauso oft nur in den Gedanken des Protagonisten.
Erst ab der Hälfte des Buches kommt es zu direktere. Andeutungen, was an Grauseligkeiten in diesem Dorf die letzten Jahrzehnte passiert ist. Aber ganz ausgesprochen werden sie nicht. Da ich selbst auf dem Dorf groß geworden bin (zum Glück nicht mit solchen Stories), konnte ich mich dennoch sehr gut in dieses dörfliche Schweigen hineinversetzen. Auch die durch Geburt hergestellte Zugehörigkeit kam mir sehr bekannt vor und ebenso die zwangsweise Ausgrenzung von "Neulingen".
Nichtsdestotrotz empfand ich die emotionale Gleichgültigkeit über jegliche Geschehnisse im Dorf (hinweg über alle Dorfbewohner) zum einen erstaunlich, aber zum anderen kam mir auch das so bekannt vor.
Paradox war doch die Tatsache, dass so vieles von früher nicht mehr da ist, es bedauert aber gleichzeitig auch einfach hingenommen wird - als Teil der Zeit - und auf der neuen Seite alles Neue aber auch nicht angenommen wird.
Es ist eine ruhige Geschichte, die sich gut weglesen lässt und es doch geschafft hat, Erinnerungen hochzubringen, wenn auch nur von emotionaler Natur.
Der Autor hat es sehr gut geschafft, die Atmosphäre und das Leben und Denken auf diesem Dorf einzufangen.
Dieses Buch ist sicher nichts für Action - und Krimiliebende Leser oder Menschen mit Erwartungen an spektakuläre Wendungen oder einem Sinn für Liebesromanzen. Es ist einfach ein Buch aus dem Leben eines alten Dorfes.
Ich hätte mir in den "Offenbarungen" doch etwas mehr Tiefe gewünscht.
“Im Schnee” beleuchtet, ausgehend von einem Todesfall mit anschließender Totenwache, die Dynamiken eines bayrischen Dorfs über mehr als ein halbes Jahrhundert aus der Perspektive des besten Freundes des Toten.
Das Erzähltempo ist so gemächlich wie der Alte, aber nach und nach erinnert er sich an all das, was ungesagt blieb und in den Tiefen der sozialen Gemeinschaft verborgen wurde.
Vieles kommt einem bekannt vor, wenn man aus ähnlichen räumlichen Strukturen kommt.
Einige der Andeutungen und besonders das Ende lassen einen mit angeknackstem Herzen zurück.
Eine Erzählung mit viel Liebe für ihre Figuren, die beim Lesen nachhallt und ein Zuhause- und Zugehörigkeitsgefühl auslöst.
Wer “Ein ganzes Leben” von Robert Seethaler mochte, wird auch hieran gefallen finden.
"Im Schnee" ist ein leiser, beinahe unscheinbarer Roman - gerade darin liegt seine Kraft. Es ist kein Roman voller dramatischer Höhepunkte, und dennoch geht er unter die Haut. Dieses Buch verlangt kein Urteil, sondern lädt zum Beobachten und Mitfühlen ein.
„Wenn man schweigt, kommt man sehr gut miteinander aus. Worüber man nicht spricht, das gibt es nicht."
Schorsch ist gestorben. Zurück bleibt sein Freund Max, den wir in diesem Buch für ein paar Tage begleiten dürfen. Max sinniert über die gemeinsame Zeit mit Max und auch das Leben im Dorf. Das Leben ist geprägt von Einfachheit und viel Arbeit. Traditionen sind wichtig, zum Beispiel die Totenwacht und das Läuten der Totenglocke. Viel ist passiert in den letzten Jahren auf dem Dorf aber darüber wird nicht gesprochen.
In diesem Roman wurde eine ganz besondere Atmosphäre erschaffen. Leicht düster, traurig aber auch zart. Viele Themen werden hier angesprochen, z. B. häusliche Gewalt, ein Kind mit einer Behinderung, Alkoholmissbrauch. Das wurde alles sehr unaufgeregt in die Geschichte eingebaut. Leise, wie mit ganz viel Schnee bedeckt aber auch voller Kraft steht hier eigentlich das meiste zwischen den Zeilen. Jeder kennt jeden, jeder weiß alles über jeden. Nur die Zugezogenen, denen geht man lieber aus dem Weg. Sie sind ja erst seit ca. 30 Jahren da. Ein wunderbar authentischer Roman über das harte Leben auf dem Land, über Freundschaft, Tradition und Zusammenhalt.
Für Fans der leisen Zwischentöne ein wahrer Lesegenuss.
Unter den Apfelbäumen lag Schnee. Es schneite, und er musste nicht nach draußen. Er hatte alles.... Es hätte ein so schöner Tag werden können.
Ein kleiner Roman, aber große Literatur.
Ein Buch über Trauer, aber nüchtern. Ein Dorfleben, eine Gemeinschaft, aber manchmal unbarmherzig und rauh. Ein idyllisches Dorf oder eher ein Rattennest, voller Dreck und Müll?
Schorsch ist gestorben und Max trauert um ihn. Sie haben viel Zeit miteinander verbracht.
Max geht zur Nachtwache. Bleibt die ganze Nacht. Die Anwesenden erzählen sich wehmütig alte Geschichten. Doch die meisten Geschichten sterben zusammen mit den Alten, die gehen. Ob man alles richtig gemacht hat? Nein. Aber:
"Doch wenn man schweigt, kommt man sehr gut miteinander aus. Worüber man nicht spricht, das gibt es nicht. "
Der Schrecken steckt zwischen den Sätzen. Aber die Dorfgemeinschaft hält zusammen. Es ist kein Krimi aber die nüchterne und schmerzhafte Beschreibung eines Dorflebens, das ausstirbt, das in seinem eigenen Mikrokosmos lebt.
Hat mir sehr gut gefallen!
Ein eindringlicher Roman, der das dörfliche Leben auf dem Land zeigt, mit tiefen Einblicken in alte Denkmuster, gelebte Traditionen und das Abschiednehmen von Freunden.
Ein Buch über Freundschaft und das Leben an sich! Leise und eindringlich
Das Totenglöckchen im Dorf klingelt für Schorsch. Max, sein Freund, schließt sich der Totenwache an. Die beiden gehören zur Gruppe der Alten im Dorf. Sie werden immer weniger… in der durchwachten Nacht erinnern sie sich an vergangene Geschichten, den Zusammenhalt, aber auch das Schweigen, das sie oft einte… der Schnee legt sich über die Landschaft und Max weiß, ohne Schorsch wird nichts mehr, wie es mal war.
Dies ist mal wieder ein Buch, das sich einreiht in die Kategorie „erdend“. Wenn ihr Robert Seetalers „Ein ganzes Leben“ oder Marie de Brebis‘ „Der reiche Klang des einfachen Lebens“ gern gelesen habt, dann werdet ihr auch „Im Schnee“ mögen. Mit knapp unter 180 Seiten ist es schnell gelesen, die Geschichten und Erinnerungen hallen aber nach.
Es ist ein leiser Roman, der uns das einfache Leben näher bringt, unsere Seelen wärmt und uns aber auch mal erschrecken lässt, ob der Verbohrtheit mancher.
Ihr ahnt es: Ich habe Tommie Goerz‘ Roman sehr gern gelesen.
Schlicht, ruhig und mit wenigen, aber präzisen Worten, erzählt Tommie Goerz eine wunderbare und berührende Geschichte um eine Welt auf dem Land, die langsam schwindet. Einfach großartig!
Was für eine schöne Geschichte über die Wandlung von Dörfern. Bei der Totenwache zusammen sitzen und über das Leben nachzudenken und die Erinnerungen zu teilen. Sehr friedlich und wünschenswert.
Ps: Für alle nicht „Franken“ - die seltsam anmutenden Städte/Dorfnamen gibt es wirklich 😊
Ein Buch über eine lebenslange Freundschaft. Es ist ruhig erzählt und zeigt auf, wie anders das Leben früher gewesen ist. Es zeigt auch, wie eine Dorfgemeinschaft funktioniert hat, auch, wenn nicht alles Friede und Freude gewesen ist.
Mich hat das Buch berührt und ich bin froh, dass ich es gelesen habe.
„Im Schnee“ von Tommi Goerz ist ein eher ruhiges und atmosphärisches Werk, das die leisen, aber eindrucksvollen Erlebnisse eines Dorfes beschreibt. Die Geschichte ist geprägt von kleinen, stillen Momenten, die sich durch das tägliche Leben der Dorfgemeinschaft ziehen – Erlebnisse, die eher beiläufig passieren, aber dennoch eine gewisse Tiefe und Bedeutung tragen. Der Autor schafft es, eine friedliche, fast schon melancholische Stimmung zu erzeugen, die sich gut mit der Winterlandschaft und dem Titel des Buches verbindet.
Für mich war das Hörbuch jedoch nicht ganz das richtige Format. Die langsame Erzählweise und die Vielzahl an kleinen Anekdoten aus dem Dorfalltag haben dazu geführt, dass die Geschichte für mich oft nicht fesselnd genug war, um meine volle Aufmerksamkeit zu behalten. In vielen Momenten fand ich mich dabei, mit meinen Gedanken abzuschweifen, anstatt wirklich zuzuhören. Das ist vermutlich auch dem ruhigen Erzähltempo und dem Mangel an großen, dramatischen Ereignissen geschuldet. Ich habe das Gefühl, dass ich beim Hören einige Details verpasst habe – was bedauerlich ist, weil es gerade die kleinen, aber feinen Momente sind, die die Atmosphäre dieses Buches ausmachen.
Ich kann mir gut vorstellen, dass „Im Schnee“ als gedrucktes Buch eine ganz andere Wirkung entfaltet. Wahrscheinlich kommt die ruhige, fast meditative Stimmung beim Lesen viel stärker zur Geltung, weil man sich die Zeit nehmen kann, in die Geschichte einzutauchen und die sanfte Erzählweise besser nachzuvollziehen. Als Hörbuch fehlt diesem langsamen Erzählfluss jedoch die nötige Spannung, die einen am Ball hält. Es fällt schwer, sich über längere Zeit zu konzentrieren, ohne den Faden zu verlieren.
Fazit: Als Hörbuch war „Im Schnee“ für mich eher eine Herausforderung, da die ruhige Atmosphäre leider zu einer gewissen Langatmigkeit führte. Wer jedoch die Möglichkeit hat, das Buch zu lesen, dürfte die vielen subtilen Nuancen und die stimmige Atmosphäre sicher mehr genießen können. Als Hörbuch würde ich es nur bedingt empfehlen.