Anders als erhofft
Das Cover, der Klappentext - perfekt! Mich hat alles direkt angesprochen. Und ich wollte dieses Buch wirklich lieben, weil es ein Thema ist, das auch oft in meinem Kopf umhergeistert. Leider konnte mich das Buch nicht wirklich von sich überzeugen, da ich mir inhaltlich mehr (Tiefe) erhofft hatte. **enthält Spoiler** Ein Punkt der mich das Buch fast hat abbrechen lassen war der, dass je genervter die Protagonistin von Paris wurde, desto genervter wurde ich von ihr. "Leben wird mir hier nicht leicht gemacht" heißt es, aber gleichzeitig spricht die Protagonistin immer nur von Spaziergängen, Café- und Restaurantbesuchen und Weintrinken. Da fragt man sich schon, wo das Leben ihr schwer gemacht wird. Sie schreibt auch, dass sie gut auf andere Leute zugehen kann, aber gefühlt bleibt sie immer nur bei den Leuten, die sie bereits kennt und schreibt auch nicht davon, Initiative gegenüber anderen ergriffen zu haben. Häufig kam es mir vor, dass Dinge, die sie über "Zuhause" und "Freundschaft" schrieb, zwar wahr sind, aber im Buch kontextlos platziert und dadurch leider eher wie leere Phrasen und affektiert gewirkt haben. Ebenso kamen einige Verallgemeinerungen vor, bei denen es gereicht hätte, wenn die Protagonistin sie auf sich bezogen hätte. Ebenso wurden Passagen, die interessant hätten sein können, weggelassen. So schreibt sie zB „Es heißt, man ist in Paris angekommen, wenn man in der Öffentlichkeit weint. Wenn das so ist, dann war ich es.“ Dann folgt eine Aufzählung an Momenten, aber die Tiefe fehlt. Das letzte Kapitel hat mich etwas mehr mit dem Buch versöhnt, aber ich fand, es hat nicht recht zum Rest gepasst, da es deutlich reflektierter war. Schade, denn ich wollte dieses Buch wirklich lieben.































































