
Zwischen Kolumne und Lebensgedanken
Die Texte lesen sich wie eine Sammlung persönlicher Reflexionen über Alltag, Beziehungen und das eigene Leben – irgendwo zwischen Kolumne und gedanklichem Tagebuch. Der Stil ist gewohnt ruhig, philosophisch angehaucht und nah an alltäglichen Situationen. Dadurch entsteht eine gewisse Zugänglichkeit, man findet sich in vielen Beobachtungen wieder und kann die Gedankengänge gut nachvollziehen. Positiv ist auch, dass der Autor nicht belehrend wirkt, sondern sich selbst genauso hinterfragt wie seine Umwelt. Inhaltlich bleibt es jedoch eher bei bekannten Überlegungen. Wirklich neue Impulse oder Aha-Momente haben sich für mich nicht ergeben. Vieles fühlt sich vertraut an – nachvollziehbar, aber nicht überraschend. Die einzelnen Kapitel sind zwar kurzweilig, in der Summe wirkte das Buch auf mich dennoch etwas länger als nötig. Unterm Strich eine solide, persönliche Sammlung von Gedanken, die gut zu lesen ist, aber wenig nachhaltige Wirkung entfaltet.




















