Die gespaltene Stadt von Michael Wallner aus dem #piperverlag 🚧 In diesem Buch geht es um Berlin im Jahr 1961. Um den Bau der Mauer. . Zuerst das gute: dieses Buch ist kein Sachbuch zu diesem Thema, sondern ein Roman. Wir sind ganz nah an Willy Brandt dran. Wir begleiten Menschen. Viel interessanter und flüssiger zu lesen, als ein Geschichts (Schul-) Buch . Aber… . Für mich wird Potenzial verschenkt. Wie fühlt es sich an, von Freunden und Familie getrennt zu sein? Bin ich wütend, traurig oder verzweifelt? Unsere Protagonisten erleben es in dieser Geschichte sehr oberflächlich. . Flucht oder Hoffnung, welche Seite würde ich wählen? Habe ich mich freiwillig entschieden, oder wurde ich gezwungen? Zerrissenheit? Merkt man hier nicht soooo viel von. . Ich kann die möglichen Gefühle hineininterpretieren… aber durch meine Vorstellungskraft und nicht unbedingt durch den Roman. . Schade, ich hätte mir gerne das Herz brechen lassen oder hätte gerne die Entschlossenheit gespürt, egal für welche Seite. Ich hätte gerne durch das Eintauchen in diese besondere Zeit etwas dazugelernt. Aber nicht mit diesem Buch. . 3 Sterne

teiltes Berlin, geteilte Schicksale
Das Buch führt uns durch die Schicksale mehrerer fiktiver Personen, deren Lebenswege sich in den Wirren der Berliner Teilung kreuzen. Obwohl es sich um erfundene Figuren handelt, wirken ihre Geschichten authentisch und könnten sich tatsächlich so ereignet haben. Besonders eindrücklich ist die Schilderung jener Nacht vom 12. auf den 13. August 1961, als Panzer und Soldaten am Brandenburger Tor Stellung beziehen und die Berliner ohnmächtig mitansehen müssen, wie sich Stacheldraht und Barrikaden in ihre Stadt graben. Die Atmosphäre zwischen Angst, Verzweiflung und Ohnmacht ist greifbar. Die Figuren geben der historischen Zäsur ein Gesicht: • Der ostdeutsche Ingenieur Harry, der zwischen seiner Arbeit und der Sorge um seine Verlobte zerrieben wird. • Der zwölfjährige Peter, für den die Ereignisse zunächst wie ein Abenteuer wirken, bis er schmerzhaft erfährt, was die Mauer bedeutet. • Anja, seine Tante und Sekretärin Willy Brandts, die helfen möchte, aber feststellen muss, dass persönliche Schicksale in den politischen Machtspielen oft keine Rolle spielen. Das Buch überzeugt durch seine Vielschichtigkeit: Einerseits beleuchtet es das politische Ringen um Berlin, andererseits zeigt es die Tragik, die sich in unzähligen Familien abspielte. Der Leser erhält einen intensiven Einblick in die Dimension der Teilung – nicht nur geografisch, sondern vor allem menschlich.

Wieder ein Buch aus der Reihe "Schicksalsmomente der Geschichte" gelesen. Hat mir gut gefallen und war sehr interessant
Ein fiktiver Roman, der inspiriert wurde von deutscher Geschichte: dem Bau der Berliner Mauer 1961, die damals eine ganze Stadt spaltete und zahlreiche Leben für immer veränderte. Gut für zwischendurch, geht aber nicht wirklich in die Tiefe. Inhalt: Berlin, März 1961: die junge Lübeckerin Anja Kapling kann es kaum glauben, als Willy Brandt sie als seine neue Stenotypistin auswählt. Die Stimmung in Berlin ist angespannt, noch ist die Grenze in den Ostteil der Stadt durchlässig. Wir lernen das Leben verschiedener Bürger im Ost- bzw Westteil Berlins kennen: da wäre Anjas Schwester Renate, die mit ihrem Sohn Peter Pelze von West nach Ost schmuggelt; oder Günther, der im gleichen Haus unter Anja wohnt und im KaDeWe abeitet; und wir begleiten den Bauingenieur Harry Lohse mit seiner Verlobten Elke, die in verschiedenen Bezirken wohnen und zusammen ziehen wollen...usw. Dann in der Nacht vom 12. auf den 13. August 1961 ändert sich das Leben all dieser Menschen schlagartig, als die Stadt von einen auf den anderen Tag gespalten wird... Aus der Buchreihe "Schicksalsmomente der Geschichte" geht es hier um den Bau der Berliner Mauer 1961. Man konnte bildlich, sprachlich, politisch und menschlich in die Vergangenheit zurück reisen und ein Stück unserer deutschen Geschichte erleben. Ich selbst bin in der DDR geboren und aufgewachsen und interessiere mich zunehmend für deutsche Geschichte. Auch wenn es ein fiktives Buch ist, lässt sich gut erahnen wie die Lage zu dieser Zeit gewesen sein musste. Ich konnte noch ein paar wissenswerte Fakten rund um Berlin mitnehmen. Dennoch habe ich mir generell mehr geschichtliche Fakten gewünscht. Im Buch gab es vorrangig "nur" unterschiedliche Einzelschicksale, zwischen denen hin und her gesprungen wurde. Das war oft verwirrend. Außerdem blieben dadurch viele Charaktere blass und oberflächlich. Einzig allein Anja fand ich nahbar, sie bildete als Hauptprotagonistin das Bindeglied zwischen allen Beteiligten. Inhaltlich fand ich es recht unspektakulär, trotz des Kernthemas, mir fehlten die großen Emotionen, die ich mir erhofft habe. Das Ende kam dann auch noch recht abrupt und unspektakulär. Der Schreibstil war angenehm, bildlich und flüssig, manchmal etwas fad/langweilig. Das Buch ist in 5 Abschnitte geteilt mit kurzen Kapiteln, die sich schnell lesen ließen. Es gibt einen chronologisch Aufbau für die Zeit vom 27.03.1961 bis zum 17.06.1963. Fazit: Gute Unterhaltung für zwischendurch, ohne große Tiefe. Ein entspanntes, kaum dramatisches Zeitdokument, das dennoch lesenswert ist, wenn man es gern unbeschwert mag. 3,5/5⭐️
Eine gute Mischung aus einem „Roman“ und einer „historischen Erzählung“. Sehr gelungen, gut zu lesen und sehr empfehlenswert. Durch die unterschiedlichen Handlungsstränge sehr abwechslungsreich.

Ein neuer Roman über den damaligen Ost-West-Konflikt? Das ist genau das richtige für mich und so freute ich mich sehr auf das Lesen von diesem Buch, dessen Cover mich ab dem ersten Moment in den Bann gezogen hat. Vom Autoren selbst, hatte ich zuvor noch nie gehört und bin deswegen auch ohne große Erwartungen an das Buch gegangen. Was auch gut so war. Also das Buch war nicht schlecht, alles andere als das, es war aber leider auch nicht das, was mich am Ende gänzlich für sich einnehmen konnte. Der Schreibstil gefiel mir gut, er war leicht verständlich und flüssig. Die Protagonisten hingegen kamen mir oft einfach zu farblos vor. Gefühlt wollte der Autor so viele Charaktere und Schicksale wie möglich einbinden und auch wenn diese überwiegend in Verbindung zueinander standen, so wäre mir an dieser Stelle doch weniger lieber gewesen. Während man also mit Harry und Peter auf der Flucht ist, sitzt man mit Anja im Rathaus und nebenbei springt man noch mal so ohne Probleme zwischen Ost und West mit Anjas Verehrer, warum möchte ich an dieser Stelle nicht Spoilern, jedoch hatte ich im meinem Kopf als das Gefühl als ob da ein Ping Pong durch die Gegend hüpft und gar nicht richtig weiß wo er hin soll. Letztlich bin ich einfach ein wenig ernüchtert. Ich mochte den Ansatz der Geschichte wirklich sehr und auch wie sich die einzelnen Fäden zusammen knüpfen, finde dafür hätte dieses Buch dann aber doch deutlich mehr Seiten vertragen können. So war es für mich einfach ein nettes Buch für zwischendurch.
🍁 Meine Meinung 🍁 Der Mauerbau wird hier aus der Sichtweise von mehreren Personen erzählt. Diese Erzählweise hat mir gut gefallen, so dass ich das Buch innerhalb eines Tages durchgelesen hatte. Die Sprüngen zwischen den kurzen Kapiteln haben mir das Gefühl vermittelt, ich müsste jetzt unbedingt weiterlesen. Man baut, durch die Anzahl der verschiedenen Personen, keinen tiefergehenden Draht auf, trotzdem war ich neugierig, wie jeder für sich mit dem Bau der Berliner Mauer zurecht kommt.
Viele Informationen mal anders geschrieben..zum Schluss etwas langatmig...
Schrecklich langweilig. Kaum was passiert. Mehrere Charaktere, die kaum miteinander in Zusammenhang stehen.










