[unbezahlte Werbung | Rezensionsexemplar] Ich habe Stress - Warum Frauen leichter ausbrennen und was sie für sich tun können von Emily und Amelia Nagoski mit gemischten Gefühlen beendet. Das zentrale Konzept des Buches, nämlich den Stresszyklus zu „vollenden“, statt nur die Stressoren zu bekämpfen, fand ich tatsächlich interessant und nachvollziehbar. Die Autorinnen erklären gut, dass Stress nicht automatisch verschwindet, nur weil man das Problem gelöst hat, und dass Bewegung, soziale Nähe oder Aktivitäten helfen können, den Körper wieder aus dem Alarmzustand zu holen. Diese Idee und einige der praktischen Beispiele sind definitiv hängen geblieben. Allerdings hatte ich beim Lesen öfter das Gefühl, dass sich viele Inhalte wiederholen oder recht allgemein bleiben. Ein Großteil der Ratschläge läuft letztlich auf Dinge hinaus, die man grundsätzlich schon kennt: ausreichend schlafen, sich bewegen, mit anderen Menschen Verbindungen schaffen. Das ist zwar sinnvoll, aber nicht unbedingt besonders neu oder überraschend. Auch der gesellschaftliche Kontext, zum Beispiel der Einfluss von Erwartungen an Frauen oder strukturelle Faktoren, nimmt im Buch viel Raum ein. Das ist ein wichtiger Aspekt und durchaus berechtigt, aber ich hatte mir stellenweise mehr konkrete Strategien für den Alltag gewünscht. Trotzdem lässt sich das Buch leicht lesen, und die Zusammenfassungen am Ende der Kapitel machen es einfach, die wichtigsten Punkte mitzunehmen. Insgesamt ein solides Buch mit einigen hilfreichen Gedanken zum Thema Stress, aber für mich nicht so bahnbrechend, wie ich es erwartet hatte. At this point denke ich bei vielen Selfhelp-Büchern, dass man doch recht wenig mitnimmt, wenn man bereits ein gewisses Maß an Selbstreflexion mitbringt. 3/5⭐
15. MärzMar 15, 2026
Stressby Emily NagoskiKösel
