Gutes Einstiegsbuch über Asexualität und angrenzende Themen, mit klarer politischer Haltung
Gerade im ersten Drittel fand ich die Balance aus Darstellung wissenschaftlicher Daten und "netter Lesbarkeit" nicht immer gelungen, hätte es mir da teilweise eher trockener und dafür kürzer gewünscht - oder auch etwas fokussierter. Allgemein versucht die Autorin oft mit kleinen Umwegen immer noch genug relevante politische Themen mit unterzubringen, was auf jeden Fall stabil ist und ein gutes Gefühl über ihre Haltung gibt, aber dafür manchmal den roten Faden etwas strapaziert. Gefühlt wird jeder Blickwinkel auf Asexualität und andere Gründe, keinen Sex zu haben, einmal betrachtet, sodass es sich insgesamt ziemlich vollständig anfühlt - aber auch nirgends so richtig in die Tiefe gehen kann. Gerade für Leser*innen, die schon Vorwissen über die angeschnittenen Themen haben, ist es dann teilweise eher ein "ah ja genau, gut dass sie das auch erwähnt" Gefühl und weniger eine neue Lernerfahrung. In der zweiten Hälfte fiel es mir dann aber auch immer leichter, weiterzulesen, vielleicht einfach weil der Einleitungsteil dann überwunden war, oder weil die dortigen Themen mich vielleicht persönlich einfach mehr interessiert haben. Nett finde ich auch die regelmäßige Einstreuung kleiner autobiografischer Anekdoten, die die dann sachlich besprochenen Themen begleiten. Insgesamt lesenswert und sympathisch, wenn auch für mich mit wenigen neuen Erkenntnissen.




























