
Band 14 der Krimireihe um die Fälle des Pariser Kommissars Dupin, zwangsverschickt in die Bretagne. Ging es in Band 13 um die Musik der Bretagne (Bretonische Sehnsucht las ich im Strandkorb in Wismar) und davor um den Wein (Bretonischer Ruhm war mein Begleiter in Schottland), wird diesmal in der Welt der Schokolade ermittelt, (während ich Urlaub in Graz mache). Auch auf diesem kulinarischen Gebiet produzieren die Bretonen natürlich absoluten Spitzengenuss, der einer Krimikulisse würdig ist, logisch! Die Ermittlungen mit insgesamt drei Toten sind eine dreitägige atemlose Jagd ohne Schlaf. Die zunehmende Müdigkeit von Dupin hat mich beim Lesen gequält, ich konnte mir diesen Zustand sehr gut vorstellen und habe mit ihm mitgelitten. Dank zahlreicher doppelter petit cafés, etlicher Stücken bester Schokolade und einiger ungeplanter Power Naps hält Dupin durch und löst zu guter Letzt den Fall. Zu wissen, was man bekommt, hat zwei Seiten: Das Vertraute gibt einerseits Sicherheit, es fühlt sich an wie ein Wiedersehen mit Bekannten, ich komme schnell in die Geschichte, Orientierung ist schon vorhanden. Andererseits ist es eben auch nicht mehr, es verändert sich nichts. Mittlerweile nervt mich das störrische Festhalten an Bewährtem als Wesenszug des Kommissars genauso wie seine Assistentin Nolwenn (die will ihn z.B. endlich von einem neuen Dienstfahrzeug überzeugen, ohne Erfolg). Wegen der Tradition zur Krimireihe vergebe ich 💜💜💜, mehr aber diesmal nicht.



















