Herr Schmidt, der in seinem Leben noch nie eine Tasse Kaffee gekocht hat oder irgendeine Care Arbeit übernommen hat, ist plötzlich auf sich alleine gestellt, weil seine Frau Barbara nicht mehr aufsteht. Anfangs konnte ich Herr Schmidt gar nicht leiden, aber der Schreibstil und Humor haben es mir schwer gemacht, ihn nicht ins Herz zu schließen. Er kommt immer mehr in seiner „neuen Rolle“ an und bekommt nach 50 Jahren Ehe den perfekten späten Neuanfang. Habs wirklich sehr genossen und kanns absolut empfehlen.
Alina Bronsky kann einfach unglaublich unterhaltsam schreiben - auch mein drittes Buch von ihr hat mir sehr gut gefallen.
Das Thema ist dieses Mal nicht leicht - Barbara ist krank und ihr Mann Walter (ein absolut gefühlskalter Mensch mit schrecklichen Meinungen ) kann damit überhaupt nicht umgehen. Walter sagt den ganzen Roman hindurch schreckliche Dinge, lebt sein Leben unbeirrt weiter und ist auch zu seinen beiden Kindern nicht nett.
Das Ende war mir ein wenig zu plötzlich und zu offen, wobei Walter dort immerhin eine erste gute, wenn auch deutlich zu späte Entscheidung trifft…
Selten ein Buch gelesen bei dem ich den Protagonisten unsympathischer fand als Herrn Schmidt. Aber was hat mich dann am Buch gehalten…ich glaube es war das Gesellschafts- und Generationskritische mit dem wir konfrontiert sind mit „Männern die noch nie eine Küche gesehen oder genutzt haben“ gleichzeitig kommen Tradwifes in den Trend…
Eigentlich ist Herr Schmidt ein klassisches A...loch der alten Schule. Er ist stur, unfähig über Gefühle zu reden und hat sich jahrzehntelang im Haushalt auf seiner Frau Barbara ausruhen können. Und trotzdem habe ich ihn in mein Herz geschlossen ❤️
Alina Bronsky schafft es einfach diesen grantigen Charakter so zu beschreiben, dass man trotz seiner Art mit ihm mitfühlt während er plötzlich lernt, wie man eine Suppe kocht oder Kaffee aufsetzt. Es ist rührend, witzig und teilweise echt schmerzhaft ehrlich.
Was mich gestört hat war das plötzliche Ende.
Das kostet den letzten halben Stern.Ich habe mir hier doch ein rundes Ende gewünscht.
„Boah, Walter!“
Wie oft habe ich das unbewusst laut ausgesprochen und die Augen verdreht, während ich dieses gut geschriebene, bitter-süß-böse Büchlein gelesen habe.
Frau Bronsky hat ein Ekel schlechthin in die Welt gesetzt und ich konnte ihr für die Gestaltung nur gratulieren. Nach drei Seiten war mir der Protagonist schon so zuwider, dass ich mir gewünscht habe, es hätte ihn erwischt.
Toxischer als Walter geht es wohl kaum, daher war es für mich z.T. nötig Pausen zu machen und das Gelesene zu verdauen und einzuordnen. Da mir das für meinen Geschmack zu oft passierte, musste ich Sterne abziehen und spreche für künftige Leser*innen, die sich an sowas stören schon mal eine Trigger-Warnung aus.
Alina Bronsky schreibt flott und flüssig, nichts zieht sich. Leider kam das Ende doch recht abrupt. Zu abrupt für meinen Geschmack. Dafür habe ich einen weiteren Stern abgezogen.
Ich hätte mir einfach mehr Genugtuung oder Vergeltung gewünscht und finde das Ende zu lasch, da jemand auf den ersten Blick besser wegkommt als verdient.
Eines Morgens wacht Walter auf und Barbara hat – ganz ungewohnt – keinen Kaffee gekocht. Schnell wird klar: Sie ist krank, und nach über 50 Jahren Ehe muss Walter plötzlich selbst den Alltag organisieren.
In seiner unbeholfenen, oft sehr „männlichen“ Art wirkt Walter gleichzeitig unsympathisch und irgendwie bemitleidenswert. Er sorgt sich um seine Frau, schafft es aber kaum, das zu zeigen.
Nach und nach bekommt man auch Einblicke in die gemeinsame Vergangenheit und die Dynamik ihrer Ehe, was dem Ganzen mehr Tiefe gibt. Man fiebert mit, ist aber zwischendurch auch einfach genervt von Walter.
Heiter und traurig zugleich... mir hat es geholfen, mich in die Perspektive eines alten, sturen und mitunter auch streitbaren Mannes hinein zu versetzen... und Mitgefühl für ihn zu haben...
Und was kann Literatur, wenn nicht genau das!
Abbruch auf Seite 145
Kann man lesen, muss man aber nicht.
Ich habe da vielleicht etwas anderes erwartet.
Urkomisches Porträt einer Ehe steht auf dem Klappentext. Na ja meinen Humor trifft es nicht, ich konnte bis jetzt noch nicht einmal lachen.
In vielen Bewertungen wird Walter als Arschloch bezeichnet...ich finde er bemüht sich. Da gibt es wesentlich schlimmere Kandidaten (wie ich aus Erfahrung weiß). Für mich lohnt es sich nicht weiter zu lesen.
Nicht mein Buch!
Für mich war das ein tolles Buch. Ich konnte nicht aufhören, die Geschichte zu lesen. Barbara ist schwer krank, ihr Mann Walter möchte das nicht wahrhaben.
Ich weiß gar nicht, warum mir das Buch so gut gefallen hat, vielleicht gerade, weil Walter so absolut und konsequent unsympathisch ist. Erst ignoriert er die Krankheit seiner Frau, möchte das Leben in den vorgegebenen Rollenverteilungen weiterleben. Das läuft so aber nicht mehr, also muss Walter sich unfreiwilligerweise weiterentwickeln, wobei er unerkannte Talente in sich entdeckt.
Auf seine Weise wird er etwas netter, aber nur auf walteresker Ebene.
Einerseits witzig, aber auch sehr nachdenklich stimmend.
Fand die Geschichte um Walter und Barbara ganz lustig zu lesen, aber es wurde zwischendurch auch ernst.
Fand Walter schon teilweise echt nervig und hätte mir gewünscht das seine Entwicklung etwas mehr in die freundliche Richtung rückt..
Der Schreibstil der Autorin sagt mir sehr zu, daher habe ich das Buch auch beendet. Die Idee der kranken Ehefrau und dass nun der Mann Aufgaben übernehmen muss, hat mir auch gefallen. Jedoch war er selbst einer der größten Unsympathen, die ich je gelesen habe. Schrecklich dieser Mann!
Es hat mich geärgert und den Kopf schütteln lassen und dennoch war ich die meiste Zeit beim Lesen am Schmunzeln, ganz gespannt auf Herrn Schmidts nächste Experimente und wie er verlernt, in einer selbstverständlichen Welt zu leben. Nur das Ende kam mir sehr willkürlich vor.
Mein Gott Walter, was für ein Leben hat er seiner Frau zugemutet. Aber sie hat auch alles zugelassen bzw. mit sich machen lassen. Da macht auch sein rührendes Kümmern jetzt nicht besser.
Natürlich war diese Generation noch sehr geprägt von dem was Männer machen und dürfen und was Frauen zu Tun oder zu Lassen haben, aber Walter war wohl sein ganzes Leben ein Mann, den Frau nicht haben sollte.
Eigentlich wollte er alles nur richtig machen und hat es unendlich male falsch gemacht. Ich finde das Buch sehr berührend, auch wenn vieles fast unerträglich erscheint.
Herr Schmidt ist wirklich schwer zu ertragen. Für seine kranke Frau Barbara kommt er ein wenig aus seiner Komfortzone, aber für meinen Geschmack hätte seine Entwicklung noch tiefer gehen können. Alles in allem aber ein gutes Buch, das ich gerne gelesen habe.
Ich glaube, ich habe dieses Buch nicht verstanden …
… oder soll man es auch nicht verstehen und die ganze Zeit so auf dem Schlauch stehen wie Herr Schmidt? Ich fand die Handlung sehr langweilig, repetitiv und es hat mich irgendwie genervt, so im Unklaren über viele Umstände in der Handlung gelassen zu werden.
Das war mein erstes und wohl auch letztes Buch der Autorin 🫣
Das Buch begleitet die Gedankenwelt und Ansichten eines empathielosen, sexistischen, rassistischen und abgestumpften alten Mannes, der seine Ehefrau als viel zu selbstverständlich betrachtet. Und auch wenn er die Welt, die seine Ansichten teilt nicht geschaffen hat, bedient er sich der Bequemlichkeitshalber gerne daran.
Über alle Seiten hinweg war ich stark im Zwiespalt und bin mir nach Abschluss noch sehr unsicher, wie ich zu Herrn Schmidt stehe. Dennoch musste ich an vielen Stellen Schmunzeln und mit den Augen Rollen.
Ich hätte mir ein runderes Ende Gewünscht mit mehr Tiefe und Einsicht.
Eines steht fest ..... Herr Schmidt ist nicht der Traummann, den sich Frau an seine Seite wünscht! 😆😅 Ich war mir lange nicht sicher, ob ich ihn verabscheuen oder mögen soll. 🙆🏼♀️
Für seinen unfreiwilligen Neuanfang und die Umsetzung hat er dann doch ein paar Sympathiepunkte bei mir gesammelt. 🥰 Besser späte Einsicht als nie würde ich da sagen.
Das Ende hat mich dann doch erst einmal etwas ratlos hinterlassen. 🤷🏼♀️ Ich habe gesucht, aber keine fehlenden Seiten/Zeilen gefunden und kann mir jetzt dann selber denken, wie es wohl weitergangen ist.
Es gibt also durchaus bessere Bücher der Autorin. 📚 Dieses Buch fällt daher unter 'kann man lesen, muss man aber nicht." 🤗
Es war so ein richtig gutes Buch! Typisch Bronsky und schwer zu beschreiben aber von der ersten Seite konnte ich nicht mehr aufhören umzublättern. Es hätte ewig weiter gehen können und das wusste Bronsky weshalb es ein unerwartetes Ende gibt. Einfach nur krass, authentisch und verblüffend was die Autorin immer wieder schafft.
Herr Schmidt (sehr treffend, dass Alina Bronsky immer nur von Herrn Schmidt spricht, da er respektiert und immer mit „Sie“ angesprochen werden möchte) ist nicht gerade emphatisch, hat sein ganzes Leben seine Familie schikaniert und sich nie im Haushalt oder Garten beteiligt. Ein sehr schroffer Mensch, der nun, da seine Frau krank ist, sich plötzlich kümmern muss. Sein Kaffee steht nicht mehr fix und fertig bereit, die Butter streichzart angewärmt…
Ich habe das Buch sehr gerne angehört, die Stimme des Sprechers passt auch wirklich gut
Wirklich toll. Zu Anfang etwas gewöhnungsbedürftig aber man ist schnell drin. Habe die meiste Zeit mit Grinsen im Gesicht dagesessen. Als Hörbuch gehört. Lohnt sich!
Walter Schmidt, sozial inkompetenter älterer Herr im Rentenstand, wurde sein Leben lang von seiner Frau Barbara versorgt. Er sagte an, wo es lang ging in der Familie und Barbara gehorchte. Dass sie nebenher noch eine zweite Seite hatte, entfaltet sich im Laufe der Geschichte. Nun ist Barbara krank und Herr Schmidt ist nicht in der Lage Kaffee oder ähnliches zu kochen. Ruppig im Umgangston mit allen Menschen um ihn her, muss er jetzt klar kommen. Das kommt so urtümlich und komisch rüber, dass ich beim Hören des Buches immer wieder lachen musste, obwohl ein tiefgehend, schweres Thema bearbeitet wird.
Der Spagat zwischen guter, humorvoller Unterhaltung und der Entwicklung von Herrn Schmidts Charakter, seine Einsichten, die aus seinen Erinnerungen kommen und die daraus folgenden Handlungen haben mir gefallen und waren bewegend. Und auch wenn mir das Ende zu apprupt war, macht es gleichzeitig Sinn, denn so bin ich gefordert, weiterhin über die Geschichte nachzusinnen, die eigentlich die Geschichte einer langjährigen Liebe ist und davon zeugt, dass Änderung nicht leicht, aber möglich ist.
Wunderbar gelesen! Hörempfehlung!
Humorvoll, tiefgründig, bitterböse – Das Buch hält dir einen Spiegel vor, aber so, dass du zwischendurch laut lachen musst.
Also, ich sag’s mal grad raus: Walther ist ein Arschloch.
Punkt. Bronsky schafft es, dass man ihn gleichzeitig verachtet und über ihn lacht, weil er so grotesk echt wirkt. Walter ist so einer, wo du denkst: „Jetzt hät er’s doch endlich kapiert!“ und im nächsten Satz reisst er wieder alles ein.
Und dann dieses Setting: Barbara, die titelgebende Ehefrau, verschwindet quasi von der Bühne (und stirbt oder vielleicht auch nicht?) und Walther stolpert allein durch ein Leben, das er offenkundig gar nicht versteht. Plötzlich muss er kochen, Haushalt machen, Gefühle haben und alles, was nicht ins Weltbild „Frauen gehören an den Herd“ passt, irritiert ihn zutiefst.
Und das Ende? Zack, einfach mittendrin Schluss. Was mach ich jetzt?!
25 Frauen 2025 - Buch 31:
Mir ist nicht ganz klar, wie Alina Bronsky es gelungen ist, ein amüsantes Buch mit einem SO unsympathischen Protagonisten zu schreiben!
Walter Schmidt, ein Rentner, ist seit Jahrzehnten mit seiner Frau Barbara verheiratet. Immer herrschte die alte Rollenverteilung. Daran hat auch die Rente nichts geändert. Doch als es eines Morgens nicht nach dem täglich von Barbara zubereiteten Kaffee riecht, ändert sich für Herrn Schmidt alles.
Zu jeder Zeit wollte ich wissen, wie es mit Herrn Schmidt weitergeht. Insgesamt hat mich der Roman gut unterhalten. Nur das Ende war mir etwas zu abrupt.
Ach Walter. Ach, alter, weißer Mann. Manchmal war das Buch nur schwer zu ertragen, aber leider ist die Darstellung realistisch. Die Generation kommt nicht raus aus ihrer Haut. Schön, wie trotzdem das Gute an ihm ganz zart durchscheint. Das war gut dargestellt.
Barbara und Walther ein älteres Paar mit klassischer Rollenverteilung und was passiert wenn die Frau plötzlich ausfällt und auf Pflege angewiesen ist? Walther, der nicht mal Kaffee kochen kann versucht sich in seiner neuen Rolle zurecht zu finden. In seiner unsympathischen zeterten Art wird er immer wieder mit Menschen, Kochen und dem Leben konfrontiert und wächst mit seinen Aufgaben. Eine Rolle spielt auch ein Tv-Koch. Parallel wird die Lebens-und Paargeschichte erzählt.
Walter und Barbara Schmidt sind seit Jahrzehnten verheiratet. Als Barbara eines Tages stürzt und sich nur langsam erholt, muss sich Walter plötzlich um sie und den Haushalt kümmern, was er bisher noch nie gemacht hat.
Das ist oft wirklich witzig, manchmal rührend und sehr melancholisch.
Das Besondere an "Barbara stirbt nicht" ist die Hauptfigur, aus deren Sicht erzählt wird. Walter ist ein zutiefst unsympathischer und egozentrischer Zeitgenosse, kein liebenswerter Griesgram, der langsam geläutert wird, sondern ein echtes unverbesserliches Arschloch. Ich habe mich beim Lesen immer wieder gefragt, ob es solche Männer und solche Ehen heute wirklich noch gibt (ich befürchte schon...). Nach und nach erfährt man mehr aus seiner Vergangenheit und der Ehe mit Barbara und auch dieses Wissen macht ihn nicht gerade netter. Ich habe immer wieder versucht, mit ihm mitzufühlen, es ist mir aber nicht gelungen.
Alina Bronsky gelingt hier mM nach ein echtes Kunststück, da man trotz dieser schrecklichen Figur immer weiter wissen will, was noch passiert und ob er doch noch Frieden findet.
Ein wirklich toller Roman!
Als Walter Schmidt eines Morgens aufwacht und den gewohnten allmorgendlichen Kaffeeduft vermisst, wird er stutzig. Was ist mit seiner Frau Barbara los? Sie ist doch sonst nicht so?
Als er sie entdeckt, kümmert er sich wenig um sie. Stattdessen überrascht sie ihn damit, dass sie von ihm Kaffee verlangt. Da Barbara ihren Mann jedoch bis jetzt immer bekocht hat und es für ihn selbstverständlich war, gar erwartet wurde, ist er nun vor scheinbar unüberwindbare Hindernisse gestellt – darunter das Bezwingen der Kaffeemaschine. Er versucht Kaffee zu kochen und scheitert dabei kläglich. Anschließend wählt er den leichteren Weg, den zum Bäcker, um dort das morgendliche Heißgetränk schon fertig zubereitet zu besorgen, dass anschließend nur noch nach Hause getragen werden muss.
Als Herr Schmidt merkt, dass es seiner Frau wirklich nicht gut geht, fängt er mürrisch an zu kochen, verzweifelt dabei und stößt auf den Fernsehkoch Medinski, der bald seine späte Leidenschaft für das Kochen entfacht. Über das Facebook-Profil seiner Frau wird Walter Schmidt in der kommenden Zeit selbst zu einem kleinen Star, da er Beiträge kommentiert und sich über Antworten theatralisch aufregt.
Um seine Frau kümmert er sich in all der Zeit eher weniger und redet sich ein, dass mit ihr nichts wäre.
Wie auch bereits in „Pi mal Daumen“ ist der Protagonist nicht nur unsympathisch, sondern diesmal ein wahrhaftiges Arschloch. Beim Lesen braucht man dementsprechend schon sehr starke Nerven, um Durchzuhalten und sich nicht ständig, zumindest innerlich, über seine Abwertungen, skurrilen Ansichten und sein Unwissen aufzuregen.
Auch wenn Herr Schmidt hinter seinem egozentrischen Macho-Gehabe durchaus auch einen etwas weicheren Kern zeigt, bleibt er doch der gleiche Ekel.
Als eine kürzere Erzählung hätte ich mir die Story durchaus besser vorstellen können, aber in dieser Form war es zwar kein schlechter Roman, aber definitiv auch keiner, den man gelesen haben muss, da er zwar auf einfacher Ebene unterhält, mich aber weder emotional angesprochen, noch sonst auf irgendeiner Ebene bereichert hat.
Was für ein tolles Buch?! Ich habe es geliebt, gelacht und hinter die Kulissen des älter werdens geschaut. So liebenswerte und schrullige Charaktere. Absolute Leseempfehlung, auch wenn das Ende sehr abrupt war!
Wem ein Mann namens Ove gefällt, dem gefällt auch Barbara stirbt nicht. Der Protagonist macht einen wütend und gleichzeitig macht es Spaß seine Entwicklung mitzuerleben. An die Geschichte von Ove kommt es meiner Meinung nach nicht ran aber das Buch hat einen ähnlichen Stil und lässt sich leicht lesen.
Es ist kurzweilig und witzig geschrieben. Teilweise auch sehr berührend.
Es geht um das Ehepaar Walter und Barbara Schmidt. Barbara hat bisher alles im Haushalt gemacht. Bis sie eines Morgens im Bad liegt und erstmal nicht alleine hoch kommt.
Herr Schmidt merkt dies weil er aufwacht und kein Kaffee Duft ins Schlafzimmer zieht. Ab jetzt muss Herr Schmidt selbst Kaffee kochen und sich um alles kümmern, mit dem er bisher nichts zu tun hatte. Es ist vorerst schwer auszuhalten, wie hilflos er sich verhält.
Mit Hilfe eines Fernseh Kochs tastet er sich langsam und witzig an einzelne Rezepte heran, unter anderem um seine Frau wieder aufzupeppeln.
Sehr lustig und unterhaltsam geschrieben. Absolute Empfehlung!
Ein sehr interessantes Buch, das sehr humorvoll daher kommt aber sehr tiefgründig ernste Themen behandelt.
Walter und Barbara leben eine Ehe mit ganz klassisch konservativ verteilten Rollenbildern. Nun ist Barbara schwer krank und Walter muss sich im Alter radikal umstellen.
Das Buch ist sehr lustig geschrieben, die Charaktere etwas überspitzt, aber doch realistisch. So im Hintergrund werden viele Themen behandelt: die Rolle Mann Frau, der Umgang in der Ehe miteinander, wie viel Verständnis oder auch nicht zeigt man für den anderen, Fremdenfeindlichkeit, unterdrückte Homophobie, etc
Walter ist ein sehr schwieriger Charakter, wie ich finde. Das Ende war für mich etwas zu abrupt, deshalb ein Stern Abzug. Es gibt Bücher, die könnten mit 100 Seiten weniger gut auskommen. Hier hätte ich mir gern noch 50 Seiten mehr gewünscht.
Besser als erwartet. Interessante Erzählweise der Autorin. Regt zum Nachdenken an und sorgt für ein besseres Verständnis für ältere Menschen. Für mich als Feministin und Person mit Migrationshintergrund teilweise schwierig zu lesen; aber die Hauptfigur hat eine gute Charakterentwicklung gemacht. Das Ende hat mich etwas ratlos zurückgelassen, daher der Sterneabzug.
Ein Buch mit bitterbösem Witz und zugleich großer Warmherzigkeit. Alina Bronsky hat eine tragische Familiengeschichte verfasst und gleichzeitig eine besondere, bodenständige, fast „derbe“, aber tiefgründige Liebesgeschichte. Ein absolut lesenswerter Roman mit unbequemer, streitbarer, herausfordernder Hauptfigur, der mich stark beeindruckt hat.
Dieses Buch hat mich wirklich überraschen können.
Humorvoll auf seine ganz eigene Art und absolut berührend.
Aber auch unbequem und das vor allem durch Herrn Schmidt.
Denn Herr Schmidt, unser Erzähler, ist ein durch und durch unsympathischer Mensch.
Egozentrisch, unhöflich und schon fast abgestumpft.
Er ist gegen alles, hat seine festgefahrenen Meinungen und hält daran fest.
In Herrn Schmidts Ehe herrscht die klassische Rollenverteilung: der Mann verdient das Geld und die Frau ist für den Rest zuständig. Kinder, Haushalt, Garten, Einkaufen, Wäsche usw..
Als Barbara, die Frau von Herrn Schmidt, krank und bettlägerig wird, steht die Welt von Herrn Schmidt Kopf.
Nun ist Herr Schmidt auf sich selbst gestellt. Muss die kleinen, alltäglichen Dinge selber verrichten, die er sonst seiner Frau überlassen hat.
Eine völlig neue Welt eröffnet sich ihm und über so manch bissigen seiner Gedanken musste ich wirklich schmunzeln.
Die Krankheit von Barbara erfahren wir nur indirekt, durch das Lesen zwischen den Zeilen.
Auf seine ganz eigene Art liebt und sorgt Herr Schmidt sich um seine Frau. Auch wenn er ansonsten eine wandelnde „Red Flag“ ist.
Ja, Herr Schmidt ist ein unbequemer Protagonist.
Ein Mann der in veralteten, erlernten Strukturen festsitzt.
Aber so ganz still und leise, hat er sich in mein Herz gegrummelt.
Das Buch ist auf eine so unverblümte Art echt. Und so wunderbar. Es zeigt uns die Schattenseiten des Lebens.
Wie wir als Menschen, so unterschiedlich wir sind, auch unterschiedlich auf bestimmte Ereignisse reagieren.
Immer richtig? Oder auch mal falsch? Und wer sagt eigentlich, was richtig und was falsch ist? Und wer legt fest, wie wir mit bestimmten Dingen umzugehen haben?
Dieses Buch hat mir einfach gut getan. Einfach weil es zeigt, wie unterschiedlich wir Menschen sind. Wie wir an manchen Dingen scheitern und an anderen über uns hinauswachsen.
Und das alles mit einem leichten Zwinkern auf das alltägliche Leben.
Von mir gibt es für dieses Buch eine absolute Leseempfehlung.
Ein Buch, das mich durch sehr viele verschiedene Gefühlslagen gebracht hat. Ich hab gelacht, war wütend und hab gelitten.
Im Fokus Herr Schmidt, der im Hohen Alter sein Leben überdenken muss.
Das Buch bildet einen Auszug aus seinem Leben ab. Die Geschichte hat kein wirkliches Ende, aber genau das mochte ich sehr. So kann sich jeder selbst Gedanken machen.
Der Leser erlebt ein Beispiel für eine Generation, die so anders lebt und denkt als die heutige. Und man erlebt einen Rentner der seine Weltanschauung nochmal überdenken muss.
Ich bin ein großer Fan des Schreibstils und musste wirklich oft über die Dialoge lachen. Gleichzeitig empfindet man mit vielen Figuren Mitleid, da Herr Schmidt es allen so schwer macht und einfach unsympathisch ist. Er ist ein klassischer sturer, alter Mann mit sehr genauen Vorstellungen vom Leben. Trotzdem merkt man, dass ihm nicht alles so egal ist, wie er gerne tut und dass er sich - für seine Verhältnisse - sehr für seine Barbara bemüht und Stück für Stück seine Komfortzone verlässt.
Ich kann gar nicht genau in Worte fassen, wieso, aber ich fands einfach nur toll! Das Lesen hat richtig Spaß gemacht. Große Empfehlung!
Die Hauptfigur ist unsympathisch und man kommt aus dem Kopfschütteln gar nicht mehr heraus. Trotzdem konnte ich nicht aufhören zu lesen. Das Ende ist plötzlich und lässt einige Fragen offen.
Ein Unsympath, der einem irgendwie ans Herz wächst
Ich habe das Hörbuch gehört und kann dieses absolut empfehlen. Der Sprecher passt perfekt zu Herrn Schmidt und der Geschichte. Es ist kurzweilig erzählt und macht Spaß, auch wenn die Handlung selbst sowie vor allem der Protagonist einen oft und gerne nicht nur mit Unverständnis, sondern teils auch Ärger zurücklassen.
Herr Schmidts Welt steht plötzlich Kopf, als seine Frau Barbara, die im Haushalt, in der Beziehung zu den mittlerweile erwachsenen Kindern, dem Hund und sozialen Kontakte in der Gemeinschaft im Ort alles geregelt und ihren Mann betüdelt hat, auf einmal umkippt und erst einmal "ausfällt".
Wie soll er sie wieder gesund pflegen, den Hund füttern und selbst dabei vernünftig versorgt werden? Herr Schmidt, den schon das Kaffeekochen überfordert, steht vor der Aufgabe seines Lebens.
Während er sich widerwillig dieser neuen Herausforderung stellt, erfahren wir nicht nur einiges über seine starre Weltsicht, festgefahrene Beziehung zu seinen Kindern, Komplexe in Bezug auf seine eigene Herkunft und die seiner Frau, sondern werden dabei auch köstlich unterhalten, wenn er dabei beispielsweise das Internet und die Forendiskussion für sich entdeckt, wo er doch bisher nicht einmal ein kabelloses Telefon verwenden wollte.
Wieso Barbara diesem Mann jahrzehntelang so hingebungsvoll den Haushalt geschmissen und ihn nicht längst verlassen hat, können wir gegen Ende der Geschichte erahnen, wenn ein Familiengeheimnis "gelüftet" wird. Diesen Teil der Geschichte fand ich schwer einzuordnen und das Ende war mir dann etwas überhastet und fiel aus der Reihe.
Insgesamt eine empfehlenswerte Lektüre.
Ganz ehrlich: Ich weiß nicht, was mir der Roman sagen wollte. Die Handlung hat mich anfangs sehr angesprochen: Ein griesgrämiger alter Mann hat ein einschneidendes Ereignis, das sein Leben und seine Routinen komplett auf den Kopf stellt.
Meine Erwartung: Der Griesgram erweicht, entwickelt sich und ist zum Ende hin ein liebenswürdiger Charakter. Tatsache war, dass Walter Schmidt von Anfang an durchgehend abstoßend und unsympathisch blieb. Ein, zwei Lichtblicke gab es zwar, doch die sind einfach untergegangen. Eigentlich liest man nur, dass Walter Kochen lernt, weil Barbara krankheitsbedingt nicht mehr kann. Und natürlich was seine Mitmenschen - Barbara insbesondere - alles falsch machen.
Sprachlich hat mir der Roman hingegen sehr gefallen. Etwas schrullig, stets mit einer feinen Prise Humor. Ich musste oft schmunzeln und das Lesen an sich hat Spaß gemacht.
Leider hat mich das Ende dann auch sehr überrascht, wenn nicht sogar ratlos zurückgelassen. Viel zu viele offene Fragen, die Handlung bricht einfach ab. Das war sehr unbefriedigend.
Für ein paar unbeschwerte und kurzweilige Lesestunden ist der Roman sicher geeignet, einen erwähnenswerten Mehrwert konnte ich für mich jedoch leider nicht daraus ziehen.
Okay. Herr Schmidt ist null sympathisch. Der Umgang mit seiner Frau - gruselig. Aber er entwickelt sich, versucht aus seiner Rolle, in der er wie gefangen scheint, auszubrechen.
Letztlich bleiben viele Fragen. Und tatsächlich hätte ich gerne mehr über Barbara erfahren. Wer war diese Frau, die es mit solch einem Stinkstiefel ausgehalten hat? Warum ist sie überhaupt bei ihm geblieben? Gerne hätte ich mehr erfahren...