Wenn ihr dachtet, ihr seid manchmal ein bisschen eifersüchtig oder anhänglich, dann habt ihr diese Frau noch nicht erlebt.
Die ganze Zeit beim Lesen denkt man sich: „Das kann nicht gut gehen!“ Die Stimmung ist so richtig schön beklemmend und man wartet eigentlich nur darauf, dass die Bombe platzt.
Mein Fazit:
Ein mega Psychotrip! Es ist kein klassischer Thriller mit viel Blut, aber der psychische Druck ist mindestens genauso krass. Man fliegt nur so durch die Seiten, weil man unbedingt wissen will, wie weit sie noch geht.
Wer Bock auf ein Buch hat, das einen mal so richtig am Verstand zweifeln lässt: Hier ist es!
Sterne: ⭐️ 4/5
(1 Punkt Abzug, weil die ersten Seiten sich etwas ziehen, aber unbedingt dranbleiben!)
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Weird Girl Fiction ist ja so ein neu aufgekommenes Genre seit einiger Zeit und ich muss unbedingt mehr und mehr darin lesen, denn alles, was ich bisher daraus gelesen habe, habe ich geliebt.
Dieses Buch war so unfassbar skurril, so seltsam, erschreckend und gleichzeitig aber auch unfassbar faszinierend. Ich konnte nicht aufhören zu lesen und wollte immer wissen, wie es weitergeht.
Besonders komisch ist eigentlich, dass im Buch so gut wie gar keine Dialoge vorkommen. Das komplette Buch spielt sich eigentlich in ihrem Kopf ab und wir bekommen fast nur die Gedanken der Protagonistin mit. Und das mag ich normalerweise gar nicht. Ich brauche eigentlich Dialoge und ganz viel Action – und genau das habe ich hier nicht bekommen.
Trotzdem war es für mich ein absolutes Highlight, das so viel Spaß gemacht hat zu lesen und gleichzeitig immer wieder super erschreckend war. Es hat auch sehr zum Nachdenken angeregt.
Ich werde mir auf jeden Fall noch ein paar Rezensionen dazu durchlesen, weil ich unbedingt wissen will, wie andere Menschen das Buch bewertet haben.
Und ich bewerte es tatsächlich – unerwarteterweise – mit fünf Sternen.
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Interessante Liebesgeschichte auf eine obsessive Art
Der Titel passt sehr gut zu der Geschichte, den es geht zu 70% um ihren Mann und zu 29% über sie und was sie für ihren Mann tut oder wegen ihrem Mann macht. Es gibt hier keine Namen, es heißt nur die Kinder, mein Mann, lediglich die Nebenfiguren besitzen welche. Der Roman ist klug und intelligent geschrieben und viele Frauen werden sicherlich so einige Sachen wieder erkennen, wie ein Alltag mit einem Mann sein kann. Ich glaube, auch viele werden die Gedanken der Hauptprotagonistin nachvollziehen können und verstehen. Doch das Ganze ist ziemlich überspitzt worden, sie ist so besessen von ihrem Mann und kreiert oft ihr eigenes Kopfkino-Drama. Es ist im Grunde eine obsessive Darstellung wie sehr man sich in einen Menschen verlieren kann. Das bemerkenswerte daran ist, das hier im Buch komplett auf Drama verzichtet wird.
Überraschend war der Schluß (1%) - damit hätte ich nicht gerechnet. Denn lange habe ich mich gefragt, was die Geschichte vom Buch ist und der Schluss rundet es ab und gibt der Geschichte einen Sinn.
Empfehlenswert für alle die keine großen Handlungen brauchen und sich auf etwas vollkommen anderes einlassen können.
Es zeigt auf eindringliche Weise, wozu Liebe fähig sein kann: in all ihren Facetten, von hingebungsvoll bis verstörend.
Über weite Strecken wartet man darauf, dass „etwas passiert“, dass sich die Spannung entlädt oder ein klarer Wendepunkt eintritt. Doch genau das bleibt aus – zumindest scheinbar. Die Geschichte lebt von dieser Erwartungshaltung, vom inneren Druck, der sich langsam aufbaut, ohne sich klassisch zu entladen. Und gerade das macht das Leseerlebnis so intensiv.
Der Epilog ist dabei schlichtweg genial. Ohne zu viel vorwegzunehmen: Erst durch die zusätzliche Perspektive wird das gesamte Geschehen in ein neues Licht gerückt und das Buch bekommt eine überraschende, fast erschütternde Klarheit. Rückblickend fügt sich alles zusammen – und genau darin liegt die eigentliche Stärke des Romans.
Die Protagonistin bleibt lange schwer greifbar. Ihre Gedanken und ihr Handeln sind nicht immer nachvollziehbar, teilweise sogar befremdlich. Und doch entsteht eine seltsame Nähe: Man möchte ihr helfen, sie irgendwie „retten“, obwohl man gleichzeitig spürt, dass sie sich in einer Dynamik bewegt, die sich der eigenen Kontrolle entzieht. Diese Ambivalenz macht sie auf ihre eigene Weise sympathisch – oder zumindest zutiefst menschlich.
Besonders gegen Ende nimmt die Geschichte eine verstörende Wendung, wenn die Protagonistin beginnt, über Bestrafung nachzudenken und ihr Handeln entsprechend auszurichten. Hier kippt die emotionale Intensität endgültig ins Unheimliche.
Was bleibt, ist ein Buch, das bis ins Mark erschüttert – gerade weil es sich so real anfühlt. Es führt vor Augen, dass solche Beziehungen keine reine Fiktion sind, sondern erschreckend nah an der Wirklichkeit liegen können.
Trotz der thematischen Schwere liest sich der Roman erstaunlich flüssig und schnell. Die Sprache trägt einen mühelos durch die Seiten, auch wenn der Inhalt alles andere als leicht ist.
Ich habe nun schon oft gelesen, dass das Buch abgebrochen wurde und man überlegt es abzubrechen.
Aber ich verspreche, dran bleiben lohnt sich!
Die Obsession, die die Hauptprotagonistin, für ihren Mann empfindet ist teilweise befremdlich und ein wirklicher Fiebertraum.
Ich kann verstehen, dass die ersten Kapitel sich vielleicht etwas ziehen, da noch nicht ganz so viel passiert.
In meinen Augen hat das Buch dann aber ab einem gewissen Punkt von 0 auf 100 an Fahrt aufgenommen, mit einem Ende, welches ich niemals erwartet hätte.
Große Empfehlung wenn man auf “weird-girl-fiction” steht!
Ich habe es verschlungen 🍊
Mein Mann | Maud Ventura | Hoffmann und Campe | 272 Seiten | Übersetzt von Michaela Messner | ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
Mein Mann von Maud Ventura ist mein Highlight im Januar gewesen, denn es lässt mich nicht ganz los.
Wir begleiten hier eine Ehefrau und Mutter, die nur eins will. Ihren Mann! Lieben wie am ersten Tag, voller Hingabe und Leidenschaft und nur für sich alleine.
Eine Woche lang begleiten wir ihren Alltag, bei dem sie aus der Ich Perspektive Einblicke in ihre Gedankenwelt gibt und die ist bisweilen Bizarr und spitzt sich im Verlauf immer weiter zu. Manipulation, Gaslighting, Kontrolle und Irrsinn ziehen sich durch die Seiten. Am Ende gibt es dann noch einen unfassbaren Plottwist, der mich mit weit weit offenem Mund zurück gelassen hat. Ich war völlig lost und habe es soooo gefeiert! 😂
Das Buch ist sicherlich nicht für jeden etwas. Wer aber Lust auf eine verrückte Story, psychische Abgründe und sensationelle Enden hat, hat mit diesem Weird Girl Book sicherlich viel Freude!
Also ich weiß um ehrlich zu sein nicht wie ich dieses Buch bewerten soll, habe sowas noch nie gelesen. Die Protagonistin ist wirklich wirklich OBSSESED mit ihrem Mann und ich fand ihre Gedanken und Handlungen wirklich krass (vorallem im Bezug auf ihrer Kinder). Aber schon allein für den Epilog hat sich das gelohnt, hätte niemals damit gerechnet, saß wirklich mit offenen Mund da.
Die Geschichte konnte mich leider nicht mitreißen… es war etwas zu viel vom immer gleichen und ich habe nicht verstanden, wo da Buch hinführen möchte. Auch das Ende hat mir nicht besonders gut gefallen.
Ich hatte echt keine Erwartungen an dieses Buch gehabt, weil ich letztens etwas aus diesem Genre gelesen hatte, dass mir so gar nicht gefallen hat.
Aber “Mein Mann” ist wirklich richtig gut!!
Ich mochte den Schreibstil und auch das Setting total gerne. Und richtig cool, dass das Buch ohne die Namen der Hauptcharaktere auskommt.
Es ist, seit langem, mal wieder eine interessante Herangehensweise an das Bild der “Mutter” und “Ehefrau”.
Ich fand es auch einfach witzig, gut durchdacht und spannend. Und natürlich auch einfach nur: Wie bitte?!? 🫢😂
Es hätte wahrscheinlich 5 Sterne bekommen - nur der Epilog hat mir irgendwie nicht gefallen. Das fand ich einfach unlogisch.
Aber sonst, der Plottwist davor war chefskiss! 🤭
4,5⭐️
Total unterhaltsam zu lesen. Man hat das Gefühl man versteht sie, dann doch wieder nicht, aber dann doch wieder! Sie gaslightet nicht nur sich selbst sondern auch mich 🙂↕️🙂↕️
Was war das?
Das war mein Gedanke als ich die letzte Seite dieses Buches zu Ende hatte.
Gemischte Gefühle.. Die Protagonistin ist mir so dermaßen auf die Nerven gegangen. Es war jetzt nicht komplett schlecht, deshalb auch die 2,5 Sterne, aber insgesamt hat es mich einfach nicht so abgeholt, wie ich gehofft hatte.
Ich bin sprachlos. Wie kann eine Frau sich so erbärmlich verhalten. Das hat nichts mehr mit Liebe zu tun...und das Ende macht einem klar, dass diese ganze Ehe krank ist.
Meine Güte, was hat es mich aufgeregt.😉
Zu Beginn musste ich noch lächeln, war etwas ungeduldig, dass Schwung in die Geschichte kommt - doch wurde ich mit der Zeit unwillkürlich in den Bann gezogen. Das Tempo steigerte sich stetig, ich war hin und hergerissen zwischen Kopfschütteln und nachdenklich ins Leere starren.
Identifizieren konnte ich mich nur in kleinen Ansätzen, dennoch war ich mitgerissen. Unbedingt bis zum Ende dran bleiben!
Irgendwie war das Buch ein bisschen weird, aber genau das hat es auch besonders gemacht.
Das Ende hat mich komplett überrascht, damit habe ich wirklich nicht gerechnet. Allerdings hatte ich anhand des Klappentextes etwas ganz anderes erwartet.
Insgesamt trotzdem ein solides Buch, auch wenn es nicht ganz meinen Vorstellungen entsprochen hat.
Ich fand das Buch besonders am Anfang wirklich sehr lustig. Die Erzählerin liebt ihren Mann so sehr wie am ersten Tag – und das nach, ich glaube, etwa 13 Jahren Ehe. Diese extreme Verliebtheit wirkt zunächst charmant und auch ein bisschen absurd.
Im Laufe der Geschichte merkt man jedoch immer mehr, dass ihre Liebe fast schon in eine Besessenheit übergeht. Ihr ganzes Leben dreht sich nur um ihren Mann, jede Handlung und jeder Gedanke scheint von ihm bestimmt zu sein. Das macht die Geschichte gleichzeitig faszinierend und etwas verrückt.
Insgesamt fand ich das Buch sehr unterhaltsam. Es ist eine ungewöhnliche und teilweise ziemlich skurrile Perspektive auf Liebe und Ehe, die mich oft zum Schmunzeln gebracht hat, aber auch gezeigt hat, wie schnell starke Gefühle ins Extreme kippen können.
Ein Buch über eine völlig verrückte und obsessive Frau - ich habe es geliebt 🍊
Dieses Buch war für mich pure Unterhaltung. Man begleitet eine Frau über eine Woche hinweg durch ihren Alltag. Ihren Namen erfährt man nicht, genauso wenig den ihres Mannes. Für sie ist er einfach nur „mein Mann“, denn in ihrer Welt gehört er ganz selbstverständlich ihr.
In diesen sieben Tagen bekommt man einen sehr direkten Einblick in ihre Gedankenwelt. Und die ist… sagen wir mal besonders 😄 (andere würden sagen verrückt oder wahnsinnig). Sie hat unzählige Spleens, interpretiert jede noch so kleine Handlung ihres Mannes und steigert sich in Dinge hinein, die völlig banal sind. Hält er ihre Hand nicht lange genug oder verhält sich anders als sie es will, hat das für sie sofort eine Bedeutung und für ihn Konsequenzen!
Fast alles, was sie tut, dreht sich um ihn. Man schüttelt beim Lesen immer wieder den Kopf über ihre Gedanken und Entscheidungen, aber genau das macht das Buch so unterhaltsam. Es ist faszinierend, ihr dabei zuzusehen, wie sie sich immer weiter in ihre eigene Logik hineinsteigert und welche Rechtfertigungen sie für ihr Verhalten trifft.
Das Buch ist in sieben Teile gegliedert, jeweils ein Wochentag. Dadurch hat die Geschichte einen klaren Rahmen und ein gutes Tempo. Der Epilog hat für mich dann alles noch einmal richtig rund gemacht.
Ich fand das Buch extrem kurzweilig und konnte es kaum aus der Hand legen. Und das mit der Clementine liebe ich einfach (iykyk) 😉
Volle Empfehlung. Das war wirklich ein Highlight.
Ich war erleichtert, als ich aus dem Kopf der Erzählerin raus war!
Eine Woche wie im Wahn. Die Erzählerin schildert eine Woche ihres Lebens und eines ist ab Seite eins deutlich: ihr gesamtes Leben, Tun und Denken drehen sich einzig um ihren Mann. Sie lebt für ihn, sie atmet für ihn, ja sie existiert geradezu nur für ihn. Es war erschreckend, wie obsessiv ihre Gedanken ausschließlich um ihn kreisen, wie sie sich über seine Liebe und Zuneigung definiert und wie unsicher sie ist. Auf der anderen Seite ist sie kurzen Affären nicht abgeneigt und tut auch so allerhand Dinge, die an ihrer Liebe zweifeln lassen. Eine Geschichte wie im Wahn mit einem überraschenden Ende.
Fiebertraum, das war mein erster Gedanke beim Lesen. Und ich hab festgestellt, dass es nicht nur mir so ging.
Ich begleite eine verliebte Ehefrau von Montag bis Sonntag in ihrem Alltag. Verliebt wie am ersten Tag, nach fünfzehn Jahren Ehe. Wirklich? Irgendwie unglaubwürdig, und so frag ich mich, ob die namenlose Protagonistin mir die Wahrheit erzählt und warum regt sie sich dann so über die geschlossenen Fensterläden in der Nacht auf? Und darüber, dass ihr Ehemann sie mit einer Clementine vergleicht? Was hat das mit den Büchern auf sich, die sie akribisch führt und den Farben, die sie den Tagen zuordnet? Und warum ist ihr Verhältnis zu den Kindern so unterkühlt? Und wieso achtet sie so explizit darauf, welche Musik ihr Mann hört? Und ist sie sich wirklich seiner Liebe so unsicher?
Ich kann gar nicht viel zu dem Buch sagen, da ich nicht spoilern will. An jedem Tag kommen neue Erkenntnisse dazu und dabei kommen immer mehr Fragen in mir auf. Ich würde sagen, das Buch ist nicht aufregend erzählt, aber so absurd in der Erzählung, dass ich es nicht weglegen konnte. Ich wollte einfach wissen, was hier abgeht. Und dann dieses Ende!!! Wenn man Lust auf eine schräge (Innen)welt hat und eine ausgefallene Sicht auf die Ehe und Mutterschaft, dann ist das genau die richtige Lektüre.
S.74 „Jeder neue Mensch, der in unser Leben tritt, bedeutet, dass ich weniger Aufmerksamkeit bekomme, weniger von ihm bekomme, dass ich teilen muss, und davor graut mir. Es verletzt mich, wie viel Energie er für andere aufbringt, denn damit sagt er mir in einem fort, dass ich ihm nicht genüge.“
S.106 „Ich liebe meine Kinder, daran gibt es nicht den geringsten Zweifel. Ich liebe sie, und trotzdem wäre es mir lieber gewesen, sie nicht zu bekommen. Ich liebe sie, aber ich hätte es vorgezogen, allein mit meinem Mann zu leben. Heute glaube ich, mit Gewissheit sagen zu können, dass ich den Tod eines meiner Kinder überleben würde, nicht aber den meines Mannes.“
S.243 „Je mehr Zeit verging, desto weniger garantierte mir seine allabendliche Anwesenheit in unserem Bett, dass er auch wirklich Lust hatte, dort zu sein. Ich wusste, dass unsere Ehe, unsere beiden Kinder und unser Haus ihn zwangen, bei mir zu bleiben. Paradoxerweise fühlte ich mich damals, als wir uns gerade erst begegnet waren, sicherer. Seine Liebe war reiner, denn es hielt ihn nichts an meiner Seite.“
Was hab ich da bitte gelesen?!
Beide sind komplett gestört. Wirklich beide.
Die Frau hat so krasse Komplexe, dass es stellenweise richtig unangenehm wird – obsessiv, kontrollierend, absolut besessen von ihrem Mann.
Und er?
Der weiß ganz genau, dass mit ihr psychisch etwas nicht stimmt… und spielt trotzdem mit.
Dieser Plottwist hat mich komplett aus dem Leben gerissen.
Das ist keine romantische Liebesgeschichte.
Das ist eine verkorkste, dunkle, toxische Liebe – und genau deshalb so fesselnd.
Unangenehm. Intensiv. Verstörend.
Und ich konnte es trotzdem nicht aus der Hand legen.
Buchbewertung: Mein Mann
Ich gebe dem Buch ★★★☆☆ (3 von 5 Sternen).
Puh, was soll ich sagen? Ich wäre fast dabei gewesen, nur zwei Sterne zu vergeben und das Buch abzubrechen. In der Mitte hat es mich sooo gelangweilt, aber dann kam doch etwas Unerwartetes, und ich wollte wissen, wie es endet.
Das Weiterlesen hat mich oft schockiert. Die Frau erzählt von ihrer Sicht auf die Ehe und ihren Gedanken, die ich teilweise als unvorteilhaft empfinde. Das Ende hat mich ebenfalls schockiert, denn der Mann ist in meinen Augen auch nicht ganz normal.
Ohne zu spoilern, kann ich sagen, dass das Buch nicht mein Lieblingsbuch ist und ich es auch nicht nochmal lesen würde. Dennoch ist das Ende heftig und das Buch insgesamt recht eindrucksvoll.
"Mein Mann hat keinen Vornamen,
er ist mein Mann, er gehört mir"
Eine Woche einer Ehe: Wir erhalten einen Einblick in das Innenleben der Ehe der namenlosen Ich-Erzählerin. Zunächst scheint es so, als ob sie zu Recht an der Liebe ihres Mannes zweifelt, bzw. er sie betrügen könnte, nach und nach erscheint sie mir jedoch sehr manisch, was sich u.a. auch daran zeigt, dass sie Situationen sehr detailliert beschreibt, sehr kleinteilig seziert und viel mehr hineininterpretiert, als das die meisten tun würden.
Es lohnt sich, das Buch als Hörbuch zu hören, denn die ständige Wiederholung von "mein Mann" macht die Obsession noch Mal intensiver.
Das Buch endet mit einem interessanten Plot Twist, der so nicht zu erwarten war.
Für mich war es ein amüsantes Hörvergnügen.
Schwer zu lesen und schwer nicht weiterzulesen gleichzeitig
Mir fehlen nach dem Ende gerade echt noch die Worte. Was ein Buch! Ich musste oft wirklich schlucken, fand es zum Teil super schwierig, die Protagonistin nicht zu hassen, und hatte gleichzeitig Mitleid mit ihr (und mit ihren Kindern). Ein psychologisch wirklich sehr interessantes Buch, das mir noch länger im Kopf bleiben wird.
In dem Buch verbringen wir eine Woche mit einer Ich-Erzählerin, deren ganze Gedankenwelt sich um ihre Obsession mit ihrem Mann zu drehen scheint. Das wichtigste ist für sie die tägliche Zeit mit ihrem Mann und die Frage, ob er sie noch liebt. Arbeit, Kinder, Freundinnen, Hobbies, das sind alles Nebensächlichkeiten, ja fast notwendige Übel, die unglücklicherweise von Zuzweitzeit mit ihrem Mann abhalten. Immer wieder zweifelt sie an sich selbst und an ihrer beider Liebe. Vielleicht zu Recht?
Zwei Dinge kann diese Autorin offenbar richtig, richtig gut: Batshit crazy Protagonistinnen und verdammt böse Endkapitel. Ich bewundere Maud Ventura sehr dafür und bin absolut fasziniert von ihrer Art zu schreiben. Ich folge ihrer
Hauptfigur fast mit offen stehenden Mund, so sehr erstaunt es mich, wieviel Wahnsinn mir da entgegen schlägt.
Das Buch machte mir die meiste Zeit über Freude beim lesen. Zwischendurch wirkte es jedoch etwas repetitiv auf mich, was das Leseerlebnis doch ein bisschen gestört hat, leider.
Insgesamt trotzdem empfehlenswert!
Das Buch erzählt aus der Sicht einer Frau, deren ganzes Leben sich obsessiv um ihren Ehemann dreht. Jeder Gedanke, jede Handlung ist darauf ausgerichtet, alles richtig zu machen.. was stellenweise ziemlich schräg wird. Ich fand es ziemlich skurril, teilweise verstörend aber auch spannend und unterhaltsam.
Der Anfang war echt gut und hat neugierig gemacht auf das was noch kommt.
In diesem Buch geht es um eine Frau, die besessen ist von ihrem Mann und wie sehr sie ihn liebt und das auf eine sehr krankhafte Art.
Doch Mitte des Buches hat sich die Geschichte irgendwie nicht verändert und auch das Ende konnte mich leider nicht ganz überzeugen. Ich hatte gehofft, dass es doch anders verläuft.
Trotzdem hat es mich gut unterhalten.
Mein Mann ist psychologisch interessant und stellenweise spannend, konnte mich aber nicht durchgehend überzeugen. Die obsessive Perspektive ist ungewöhnlich, wirkt mit der Zeit jedoch etwas eintönig. Gute Idee, solide Umsetzung – für mich aber nur durchschnittlich. Plott am Ende war trotzdem wild 🤯
In Mein Mann von Maud Ventura erleben wir die obsessive Gedankenwelt einer Frau, die seit 15 Jahren mit ihrem Mann verheiratet ist. Nach außen wirkt alles perfekt, doch innerlich kämpft sie mit Eifersucht und Unsicherheiten. Ein spannender, ironischer Roman über Liebe, Kontrolle und die Abgründe der Ehe mit einem irren Ende. Faszinierend und verstörend zugleich!
😮 Wow – was für eine kranke Story!
Ich habe es geliebt. So einfach, so simpel geschrieben und ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen.
Diese Lady ist wirklich komplett weg vom „Normal-sein“ – absolut irre 😅
Und dann das Epilog… BÄM.
Einen Stern ziehe ich ab, weil ich mir ehrlich gesagt noch mehr Drama erhofft habe 🤣
Aber trotzdem: ein mega Buch!
Meine ganz persönliche Meinung zum Schluss: Dieses Pärchen hat definitiv keine Kinder verdient. 😡
Mood inspired by the book 🌸 not official 🌸 AI-generated 🌸 floral reinterpretation ✨
MEIN MANN
Maud Ventura
ET: 5.9.24
„Ich liebe so stark, dass meine eigene Liebe mich verzehrt (ständiges Analysieren, ständige Eifersucht, ständige Zweifel) – so sehr, dass ich, wenn ich verliebt bin, am Ende immer ein wenig erloschen wirkte. […] Ich liebe und will geliebt werden, und zwar mit einem solchen Ernst, dass diese Liebe schnell anstrengend wird (für mich, für den anderen). Kurz, es ist immer eine unglückliche Liebe.“ (S. 175)
Die Ich-Erzählerin liebt ihren Mann. Sie liebt auch ihre Kinder – und dennoch würde sie lieber eines ihrer Kinder beerdigen, als ihren Mann zu verlieren. Ihre Liebe ist obsessiv: Sie vergöttert ihn, analysiert jede seiner Bewegungen, jedes Wort, jede noch so kleine Stimmungsänderung.
Sobald sie glaubt, er könnte eine andere Frau begehren, wird ihre Eifersucht übermächtig. Um es ihm „heimzuzahlen“, sucht sie selbst die Nähe zu anderen Männern. Gleichzeitig beobachtet sie andere Frauen genau, übernimmt deren Parfum, Frisuren und Kleidung – auf der verzweifelten Suche nach einer Identität, die ihr selbst längst abhandengekommen ist. Dass sie auch eine eigene Definition von sich haben könnte, scheint sie völlig vergessen zu haben.
Wohin diese Besessenheit führt und was aus der Protagonistin wird, muss man selbst lesen – und genau das macht dieses Buch so schwer aus der Hand zu legen.
"Mein Mann" ist ein außergewöhnliches und intensives Leseerlebnis. Maud Ventura erschafft eine Protagonistin, die alles andere als sympathisch ist, die einen aber dennoch unweigerlich in ihren Bann zieht. Man liest weiter, weil man wissen muss, wohin diese Geschichte führt. Wie auch in ihrem neuesten Werk "Der Rache Glanz“ ist das Ende besonders eindrücklich.
Fazit:
Ein verstörendes, fesselndes Buch über Liebe, Abhängigkeit und Selbstverlust. Sehr empfehlenswert für alle Leserinnen und Leser, die emotionale Abgründe und Dramen mögen.
4/5
Abgebrochen
Pathologische, obsessive Liebe einer Protagonistin - nach der Hälfte war ich frustriert und genervt , für mich einfach nicht nachvollziehbar.
Wer mir das Ende Spoilern mag, kann dies gerne tun, in einer PN…
Dieses Buch war eine interessante Erfahrung, da es ohne Namen auskommt. Man liest fast ausschließlich aus der Ich-Perspektive der ca. 40-jährigen, namenlosen Protagonistin, wohnhaft in Paris, die ihre Familie lediglich “mein Mann” und “die Kinder” nennt. Das komplette (Familien)Leben wird von ihr minutiös geplant und über weite Strecken sogar so manipuliert, wie es ihr am besten gefällt.
Je weiter man in ihre Gedanken eintaucht, desto deutlicher wird, dass sie nicht strukturiert ist und bloß unter ein paar Zweifeln bezüglich der Liebe ihres Mannes leidet, sondern psychisch nicht ganz rund läuft und eine komische Wahrnehmung ihrer Umwelt hat. So ist es für sie völlig normal, ihren Mitmenschen einen Score zuzuschreiben, der über ihre Wertigkeit entscheidet oder jede kleinste Geste ihres Mannes zu interpretieren und (über)analysieren, ob er sie noch genauso liebt wie zu Beginn. Entzieht er ihr beispielsweise beim Filmabend seine Hand, dann ist dieser wahrgenommene Liebesentzug für sie ein eindeutiges Indiz auf seine Untreue und die bevorstehende Trennung und gipfelt in der Bestrafung, dass sie seine Schlüssel versteckt. Hat sie den Eindruck, dass ihr Mann mit einer anderen Frau flirtet, dann wird dies mit einem Seitensprung kompensiert. Aber wenigstens betrügt sie ihren Mann immer nur donnerstags… Dies ist ihr schräges Verständnis von Liebe.
Ein running gag war für mich die Clementine, der mich wirklich jedes Mal wieder schmunzeln ließ. Auf ihr bitten hin soll ihr Mann sie als Obst beschreiben. Als er sie eine Clementine nennt, treibt es sie schier in den Wahnsinn, weil sie partout keine Clementine sein will.
“Wie kann er seine eigene Frau auf eine ordinäre Clementine reduzieren?”
Ihre Gedanken sind chaotisch und krankhaft, aber gerade dies hatte auf mich eine große Sogwirkung. Man blickt in einen menschlichen Abgrund, da die Protagonistin sich zu allem direkt das worst case-Szenario ausmalt, während man als Leser versucht eine eigene Logik hinter der Beziehung zu entdecken, denn eigentlich handelt es sich bei dieser Ehe nicht um Liebe, sondern um Machtspielchen und Kontrolle.
Tolles Debüt. Ich werde auf jeden Fall mehr von Maud Ventura lesen.
Das Buch war meine erste „weird girl fiction“ und ich habe es an einem Tag verschlungen!
Mir hat der Schreibstil gut gefallen und die inneren Monologe der Protagonistin waren echt eine Erfahrung, denn sie ist WIRKLICH krankhaft besessen von ihrem Mann😳
(Weshalb sie mich auch ein bisschen an Joe Goldberg von der Serie „You“ erinnert hat)
Man merkt schnell, dass die Protagonistin eine sehr unsichere Person ist, die nur auf den äußeren Schein achtet. Sie ist eine ganz falsche Schlange und vor allem die Gedanken in Bezug auf ihre Kinder haben mich schockiert🙅🏽♀️
Hatte beim lesen die ganze Zeit, dass Gefühl, dass noch was richtig krasses passier - und Leute - Das Ende hat mich sprachlos zurückgelassen!🫢
Ich glaube das ist echt kein Buch für jedermann und musste auch zum Schluss überlegen, ob ich das Buch mochte. Im Nachhinein würde ich ja sagen, denn es ist im Kopf geblieben und ich hätte auch Lust nochmal eine „weird girl fiction“ zu lesen!🙏🏽
PS: Wenn ich das Wort Clementine höre, werde ich für den Rest meines Lebens an dieses Buch denken - und ihr wahrscheinlich auch hihi🧡
BookTok: sallylovesbooks
Bookstagram: sallyandherbooks
Ich weiß gar nicht so wirklich, was ich von dem Buch halten soll 😅 die Protagonistin war mir total unsympathisch und ich konnte mich 0 mit ihr identifizieren. In meinen Augen hatte sie echt krasse Zwangsstörungen ihrem Mann gegenüber und irgendwie hatte das Buch mit knapp 300 Seiten, bei denen nicht wirklich viel passiert ist, trotzdem eine Sogwirkung auf mich 😅. Das Ende hat mich auch wirklich völlig überrascht und hat alles nochmal in ein neues Licht gerückt.
Der Epilog hat es nochmal rausgerissen.
Als Hörbuch konnte ich es gut hören. Ich bin mir jedoch unsicher wie sehr es mich begeistern könnte wenn ich es gelesen hätte.
Was für ne verrückte, bescheuerte Protagonistin! Was für ein bizarres Leben! Wie für eine Geschichte!
Und ich habe es GELIEBT!
Dieser Wahn hat mich absolut in seinen Bann gezogen. Die Protagonistin wollte ich trösten und qualvoll ermorden. Ich bin absolut begeistert und werde es jedem weiterempfehlen.
Einen Mini halben Punkt Abzug gibt es wegen des Ende. Ist nicht schlecht, aber ich für meinen Teil hätte das so nicht gebraucht.
Wenn aus Liebe eine Obsession wird....
Schon spannend zu lesen, wie eigene Selbstzweifel und das Analysieren jeglicher Geste, jedes Wortes, jeder Betonung oder auch jeder Handlung zu total absurden Taten führen können. Hier wird einfach die verzerrte Wahrnehmung von Liebe perfekt dargestellt.
Der Epilog ist das absolute i-Tüpfelchen des Wahnsinns und rückt alles in ein komplett anderes Licht
Ganz anders, als ich es nach der Beschreibung erwartet habe. Die Protagonisten wird nicht von ihrem Mann verunsichert, sondern hat bereits seit ihrer Jugend psychische Probleme, die sie sich nicht eingesteht, die aber ihr komplettes Leben bestimmen.
Teilweise ist es interessant zu erfahren wie sie denkt und ihre Handlungen rechtfertigt, teilweise ist es einfach nur anstrengend.
Das Ende war richtig gut und hat mich überrascht.
Das Buch hat mich gekillt! Ich hab es in wenigen Tagen durchgelesen, weil es so spannend war. Es war einfach krass zu lesen wie krankhaft die Hauptfigur ihren Mann „liebt“. Ihr Bild von Liebe ist völlig verzerrt, toxisch und zwanghaft. Sie arbeitet mit einem Strafsystem, dass greift, wenn ihr Mann sog. Liebespflichten nicht erfüllt. Sie spioniert ihn aus, sie gaslightet ihn aufs heftigste, ihre Gedanken drehen sich um nichts als um ihren Mann - sie ist abhängig und wenn sie das nicht auf eine schädigende Weise ausleben würde, würde sie einem leid tun. Es ist natürlich extrem überspitzt dargestellt, aber ich muss zugeben, dass es Gedanken in abgeschwächter Form hab, bei denen ich mich selbst ertappt gefühlt habe vorallem im Umgang mit vermeintlicher Ablehnung der Partnerperson. Das hat mir nochmal Motivation gegeben in dem Punkt an mir zu arbeiten, denn ich glaube, wenn man auch nur im Ansatz verstehen kann, warum sie was macht oder denkt, dann hat man selbst Anteile davon in sich. Das Ende fand ich persönlich doof. Habe mir zwischendurch schon sowas gedacht, aber ich fand, dass hat allem die Glaubwürdigkeit/Authentizität etwas genommen. Trotzdem eine Empfehlung, auch wenn es kein Spaß macht zu lesen, es ist krank, verwirrend, widersprüchlich und beängstigend was Selbstwert, Verlustängste und Narzissmus anrichten können. Es ist ein sehr intimer Einblick in den Kopf einer psychisch kranken Frau, dessen Bindungsverhalten selbst und fremdgefährdend ist und ein Weckruf für alle die ähnliche Tendenzen in Beziehungen an sich beobachten.