Feministische Rebellion japanische Art 4,75 ⭐️
Welchen Wert hat eine Frau in der Gesellschaft und welchen Wert hat eine Mutter? Und wer jetzt denkt, eine Mutter hat mehr Wert, den kann dieses Buch nicht bestätigen. Eine (werdende) Mutter wird anders allein gelassen, aber, alleingelassen bleibt… vor der Mutterschaft zuständig fürs Kaffee kochen, ab der Schwangerschaft zuständig für das werdende Kind… unverändertes Attribut beider Tätigkeiten; allein! Die Männer sind mit der „echten“ Arbeit beschäftigt…. (Ganz wichtig: wir reden von gesellschaftlichen Klischees, da gibt es ganz viele männliche Ausnahmen davon, es gilt nicht für jedes männliche Individuum). Ich denke hier hat sich in der traditionellen japanischen Gesellschaft (die für mich in einigen Punkten sehr der Deutschen ähnelt) weibliche Wut aufgestaut. Und diese muss raus, sollte laut werden, damit sich was ändern kann. Das könnte dieses Buch bewirken wollen. Der Wechsel ins eher Surreale stört mich nicht. Es geht mE nicht darum die Geschichte Schritt für Schritt realistisch nachzuvollziehen. Es geht um die Kernaussage, um den (imaginären) Kinderwunsch oder Wunsch von Frauen sichtbar zu sein, als „ernst“ genommen zu werden. Vielleicht geht das am Besten über die klassische Mutterrolle… ob echt oder eingebildet ist egal, denn die Gesellschaft reagiert auf „ihre Vorstellung“ einer (werdenden) Mutter unabhängig von der Realität der Einzelperson. Ps: eine Bitte an die Leseer des Buches: warum steht als Schlagwort „Selbstmord“ bei diesem Buch? Ich versteh es nicht?!

































