
Das beste und letzte Buch der Cicero Trilogie von Robert Harris
Ein Raum ohne Bücher ist ein Körper ohne Seele. Ut conclave sine libris, ita corpus sine anima. - Marcus Tullius Cicero In der Trilogie erkennt man erst die wahre Bedeutung, die Cicero gebührt. Wer sich nicht gerne mit der Antike beschäftigt, der weiß nicht, welche enormen historischen Auswirkungen Cicero auf Antike und Gegenwart hat. Seine zahlreichen Werke dienen nicht nur dem Verständnis für die damalige Zeit, nein sondern zeigen auch, dass die Menschheit sich im Kern nicht sehr verändert hat. Die Menschen streben heute wie damals nach Macht und Reichtum. Insofern ist die Trilogie ein fabelhaft epischer Einblick in eine längst vergangene Zeit, welche aber dank zahlreicher Antiker Autoren noch über 2000 Jahre später einen Einblick gewährt. Robert Harris merkt in seinem Roman auch die Schattenseiten Ciceros an und schafft einen bemerkenswerten Spagat zwischen historischer Überlieferung und realistischer Fiktion. Zudem wird auch die umstrittene Rolle Ciceros dargestellt. Deutlich wird vor allem die Vielschichtigkeit der Gesellschaft und natürlich die Vielschichtigkeit Ciceros selbst. Er war schließlich nicht nur ein Konsul und Senator, sondern auch bekennender Rhetoriker, Philosoph und Staatsmann. Wer bis hier gelesen hat, dem rate ich dringend an die Trilogie zu lesen, auch wenn das Genre auf den ersten Blick für den ein oder anderen nicht dazu einlädt. Ist es nicht faszinierend, wie wir in eine Welt eingeladen werden, die sich vor über 2000 Jahren abgespielt hat und wir anhand von historischen Überlieferungen über die Geschehnisse der damaligen Zeit nachdenken können?





