Leider hat es mir nicht gefallen. Ich habe überhaupt nicht in die Geschichte gefunden.
Wenn Frauen an die Macht kommen?🤷🏼♀️
Was passiert, wenn Frauen plötzlich körperlich überlegen sind? Genau da wird es spannend, weil das Buch eben nicht in einer Utopie endet. Stattdessen kippt alles wieder in Kontrolle, Gewalt und neue Hierarchien. Und ich hatte beim Lesen irgendwann dieses klare Gefühl: Macht bleibt Macht. Sie verschiebt sich nur. Gleichzeitig fand ich wichtig, dass man daraus nicht einfach die falsche Schlussfolgerung zieht. Nur weil sich Rollen tauschen, heißt das nicht, dass die realen, patriarchalen Strukturen plötzlich relativiert werden. Diese Systeme sind historisch gewachsen und wirken ganz anders als ein gedankliches „Was wäre wenn“-Szenario. Für mich war das Buch deshalb weniger eine einfache Aussage, sondern eher eine Reibung zwischen der Erkenntnis, dass Macht Menschen verändert und der Realität, dass Ungleichheit nicht neutral betrachtet werden kann. Am Ende bleibt genau dieses unangenehme Nachdenken zurück, dass es vielleicht nicht darum geht, wer Macht hat, sondern wie schnell sie kippen kann, sobald sie da ist.
Irgendwie schwierig
Ich wollte das Buch wirklich mögen, die Idee an sich hat mich auch voll überzeugt, aber das Buch war leider doch eher meh.

Spannende Idee, die sich verliert
Geile Idee, teilweise spannende Charaktere, die aber obwohl sie so intensiv vorgestellt und beschrieben werden - für mich irgendwie oberflächlich und nicht greifbar geblieben sind. Auch verliert sich die Geschichte teilweise in sich selbst. Stellenweise sehr stark, dann wieder nachlassend. Insgesamt eine tolle dystopische Idee mit ein paar Schwächen.
Die Gabe von Naomi Alderman
Auf der ganzen Welt beginnen Frauen eine Gabe zu entdecken: sie können mit ihren Händen Elektrizität erzeugen und diese in die Umwelt oder andere Personen leiten. Rasch breitet sich das Phänomen wie eine Epidemie aus, bis es die ganze Welt befällt. Strukturen brechen zusammen und ändern sich, neue Regimes werden gebildet und neue Glaubensströmungen kommen hinzu. Männer werden unterdrückt und das Patriarchat teilweise aufgelöst. Tunde, Allie, Roxy und Margot haben eigentlich nichts gemeinsam, doch diese Gabe eint sie und führt diese Lebenswege zusammen. Mir wurde die Serie empfohlen und da ich diese meist er anschaue, wenn ich das Buch gelesen habe, war es für mich quasi Pflichtprogramm. Die Geschichte stellt erschreckend logisch und konsequent dar, was passiert, wenn die Rollen radikal getauscht werden würden. Man könnte sagen, dass sich die Frauen von ihren Fesseln befreit haben und bereit sich zurückzuschlagen. Das passiert nicht gleich überall. Tatsächlich wird der Umgang mit dieser Gabe überall anders gehandhabt. Das Buch streckt sich über knapp 10 Jahre, bis es zur Katastrophe kommt. Was passiert wird nicht beschrieben, aber man kann es sich denken. Ich finde die ganzen Spiegeltechniken sehr interessant, die hier verwendet werden, aber auch, dass nicht alles harmonisch ist, nur weil Frauen die „Macht“ übernehmen. Im Gegenteil. Am Ende des Buches wird sogar gesagt, dass man sich fragt, ob eine Herrschaft der Männer nicht friedlicher wäre, als die der Frauen. Im Laufe der Geschichte begleitet man Roxy, Allie, Tunde (ein Journalist) und Margot durch diese 10 Jahre. Dabei ist der Schreibstil seltsam distanziert. Man liest zwar aus der Sichtweise der Personen, aber ihre Empfindungen bleiben recht vage. Hier wurde viel tell verwendet, kaum show. Das mag daran liegen, dass eigentlich jemand aus 5000 Jahre in der Zukunft dieses Buch geschrieben hat, quasi als Geschichtsbuch mit Handlung. Persönlich hat mich das Buch nachdenklich zurückgelassen, weil es wirklich gut und realistisch aufzeigt, dass es nicht unbedingt eine friedvollere Welt geben würde, nur weil Frauen sie beherrschen. Was den Männern im Buch teilweise angetan wird und dann auch später in der Zukunft war erschreckend. Aber eben leider auch realistisch. Von mir eine ganz klare Leseempfehlung. Wer Dystopien mag wird hier definitiv gut bedient sein.
Spannend und irgendwie befremdlich. Interessanter Ansatz, sich mit dem Thema Macht auseinanderzusetzen
Hat mir das Buch gefallen - nein. Fand ich’s lesenswert - absolut. Das Buch thematisiert Gleichberechtigung über das Konzept Macht… Machtmissbrauch, Machtgier, Machterhalt. Spannender Ansatz und gleichzeitig abstoßend und befremdlich geschöpfter. Ich muss ehrlich zugeben, dass ich das Framing - die Briefe zwischen Neil und Naomi - nicht ganz verstanden habe. Die „Geschichte“ selbst ist spannend erzählt, enthalt ein nachvollziehbares Maß an Grausamkeiten für das Thema, und lässt viel Raum für Reflexion. Ich bin sehr gespannt die darauf basierende Prime Serie zu schauen… was mich jedoch irritiert ist, dass im deutschen „The Power“ zu „Die Gabe“ wird. Aus meiner Sicht eine sehr unpassende Anpassung, die dem Thema des Buchs nicht gerecht wird.
Interessante Gedanken, schlechte Übersetzung
Eine Welt, in der die Geschichte neu geschrieben wird, im wahrsten Sinne des Wortes. Ich finde die Idee der Geschichte ultra spannend und finde auch, den Charakteren kann man leicht folgen und sie bleiben interessant. Leider ist für mich die deutsche Übersetzung ein großes Manko, da für meinen Geschmack nicht die richtigen Worte gefunden werden und dadurch Emotionen nicht richtig rüber gebracht werden. Die Serie werde ich mir wohl anschauen, denn die Story an sich ist wirklich originell, tiefgehend und regt zum Nachdenken an. Lieb auch die Rahmenhandlung um die Geschichte herum.
Ich fande persönlich das am Ende also die E-Mails, nehme ich mal an, sehr wichtig. Am Ende sagt sie ja das er vllt unter einen weiblichen Pseudonym veröffentlichen soll und jetzt finde ich fällt auf den Autor und auf das Buch ein sehr viel anderes Licht. Aber kein schlechtes.
Es ist kein schlechtes Buch
Ich habe mich wegen der Idee der Geschichte auf das Buch auf meinem sub gefreut. Jetzt habe ich es beendet und musste mich doch oft aufraffen weiterzulesen, denn am Ende war es mir egal was passiert. Ich könnte mit keiner Hauptfiguren sympathisieren. Am Ende waren es Frauen in Männerrollen geschrieben, was einen an die Realität erinnert und somit nichts Neues und absolut nichts Erstrebenswertes darstellt. Es fehlte die Hoffnung und top news: Macht macht Machtgeil. Es hatte Potenzial von der Idee her.
!["Kann man den Blitz zurückrufen? Oder kehrt er von allein in die Hand zurück?"
[S. 448]](https://social-cdn.read-o.com/images/1757503379483-22.jpg)
"Kann man den Blitz zurückrufen? Oder kehrt er von allein in die Hand zurück?" [S. 448]
Ein Buch, bei dem es mir sehr schwer fällt, eine Bewertung zu schreiben. Das liegt unter anderem daran, dass es sich hierbei um ein Buch abseits meiner typischen Genres handelt. Allerdings liegt es auch am Buch selbst und dem, was es erzählt. Aber fangen wir erstmal von vorne an. In "Die Gabe" gibt es mehrere Protas, deren Geschichten wir in diesem Werk folgen und die alle irgendwie mehr oder weniger miteinander verbunden sind: Roxy, Allie, Margot, Jocelyn und Tunde. Die Geschichte wird in der 3. Person erzählt, was anfangs etwas ungewohnt war, da die Kapitel durchweg (außer ab S. 400) die Namen der Personen, denen wir in ihnen gefolgt sind, als Kapitelnamen trugen. Hier hätte sich das Erzählen aus der "Ich"-Perspektive ebenfalls wunderbar angeboten, da man hierbei noch näher am Innenleben der Personen dran gewesen wäre. So wirkte das ganze distanziert, selbst wenn es z.B. um die inneren Dialoge von Mother Eve ging. Die Entwicklung der einzelnen Charaktere und ihres Umgangs mit ihrer neuen Macht war spannend zu sehen und teils erschütternd. Das Buch hat ohne Zweifel Fragen aufgeworfen. Unbequeme Fragen. Was mir im Klappentext aufgefallen ist, ist das aus diesem nicht hervorgeht, dass Tunde ein männlicher Charakter ist. Womit er in diesem Buch die Ausnahme darstellt, da alle anderen Protas weiblich sind. Aufgrund der Thematik mit dem Strang und der Verschiebung der Machtverhältnisse hatte es etwas spannendes, Tundes Weg mitzuverfolgen, zu lesen wie er als Journalist alles rund um die "Gabe" und die Frauen und ihren teils sehr unterschiedlichen Umgang damit quasi von Anfang an dokumentiert hat. Das Buch ließ sich insgesamt recht flüssig lesen, dennoch musste ich es stellenweise kurz aus der Hand lesen, weil die Thematik sehr intensiv war. Was mir gefallen hat, war die Idee, den Roman innerhalb des Buches als eine Art Hybrid aus Roman und geschichtlichen Aspekten aus der Feder eines Mannes zu verkaufen, der damit die Ereignisse rund um das plötzliche Auftauchen der "Gabe" und die damit einhergehende Neuordnung der vorherigen Machtverhältnisse aufzeichnen und für die Allgemeinheit zugänglich machen wollte. Die Briefwechsel dazu haben die Thematik des Buches nachhaltig unterstrichen und den gewissen Beigeschmack hinterlassen. Insgesamt also ein durchaus lesenswertes Buch aus dem Bereich Science-Fiction, dass stellenweise ziemlich unbequem werden kann.
War nicht so mein Buch. Mir persönlich zuviel Politik. Ich habe auf eine etwas andere Handlung gehofft, wobei es mir zwischenzeitlich auch gefallen hat, wenn es nicht politisch wurde. Aber vom Ende war ich etwas enttäuscht
bin nur schwer reingekommen, die letzen 60 Seiten und das Ende haben es für mich aber nochmal gerettet.
»Aber ist eine von Frauen beherrschte Welt auch eine bessere Welt?«
… So lautet der letzte Satz des Klappentextes und genau das ist die Kernfrage dieses Buches. Die Ausgangssituation ist unsere aktuelle Gesellschaft, somit fühlt sich alles sehr real an. Frauen entwickeln in diesem dystopisch-feministischen Roman eine Gabe, mit der sie Elektrizität aus ihren Händen abgeben und andere Menschen damit sogar töten können. Das Machtverhältnis zwischen Männern und Frauen verändert sich. Männer sind nun das schwächere Geschlecht. Vorsicht, Spoiler! In einem solchen Szenario könnte man davon ausgehen, dass Frauen diese Gabe nutzen, um sich vor Übergriffen, Ungerechtigkeiten etc. zu schützen und gleichberechtigter zu leben – insofern das unter diesen Gegebenheiten möglich ist. Doch stattdessen gibt es eine 180-Grad-Wende: Nun werden Männer Opfer der Taten, unter denen Frauen jahrhundertelang gelitten haben. Und tatsächlich sind die Frauen in diesem Fall wirklich grausam. Das hat mich sehr zum Nachdenken gebracht. Kann es sein, dass Macht einen irrational werden lässt? Dass Macht einen automatisch zum Unterdrücker – oder eben auch zur Unterdrückerin macht? Ist es richtig, sich zu rächen? Es ist nachvollziehbar, dass Frauen sich rächen wollen. In all den Jahren, Jahrzehnten, sogar Jahrhunderten hat sich in Frauen sehr viel Wut angesammelt. Doch eigentlich sollten wir es dadurch besser wissen. Man muss aber dazu auch sagen, dass die Frauen in diesem Szenario teilweise keine andere Wahl hatten, als sich so grausam und gewalttätig zu entwickeln. Während wir Frauen uns oftmals still und leise unterdrücken lassen, haben die Männer es in dieser Dystopie nicht zugelassen. Ihr Frauenhass wurde nur noch größer, und durch die Veränderung des Machtverhältnisses konnten sich die Frauen endlich wehren. Somit hat sich alles hochgeschaukelt und Männer wurden mehr unterdrückt, als Frauen es vielleicht anfangs vorhatten. Ob das eine Welt ist, in der ich leben wollen würde? Ich denke nicht. Das Gedankenexperiment ist hier sehr gut ausgearbeitet und man kann sich sehr gut hineinversetzen. Es regt definitiv zum Nachdenken an, auf so vielen Ebenen! Das liebe ich sehr. Es ist auf jeden Fall ein spannendes und interessantes Buch, welches ich wärmstens empfehlen kann!
Naja
Ich bin mir immer noch unsicher, ob mir das Buch wirklich gefällt. Die Idee fand ich spannend, aber die Umsetzung hat mich nicht ganz überzeugt. Die Geschichte dreht sich um vier bis fünf wichtige Frauen und einen Mann. Obwohl sie in unserer Zeit spielt, hatte ich das Gefühl, dass manche Reaktionen der Charaktere nicht ganz realistisch sind. Außerdem war mir das Ende persönlich zu offen.
Sehr viele Charaktere
Die Gabe beginnt super interessant. Das Buch wird aus der Sicht von sehr vielen Charakteren geschrieben, darunter ein Mann der Journalist ist. Es beginnt mit dem Erwachen der Gabe in unterschiedlichen Lebenslagen der Frauen und Männer. Die Geschichte entwickelt sich langsam und führt einen an die unterschiedlichsten Orte der Welt. Besonders Allie und Roxy haben mir sehr gut gefallen. Ab der Hälfte des Buches wird es aber immer komplizierter und man muss sich wirklich Mühe geben die ganzen Orte und Charaktere im Gedächtnis zu behalten. Es wird immer chaotischer und viele Szenen werden nur oberflächlich behandelt, während andere dagegen sehr detailliert sind. Immer wieder tauchen wirklich schreckliche Szenen auf, in denen Frauen ihre neu gewonnene Kraft missbrauchen. Das Ende ist dann leider sehr unspektakulär. Ich musste mich wirklich etwas durchs Buch kämpfen. Trotz der interessanten Thematik und den detaillierten Szenenbhat es sich manchmal gezogen.
Es ist insane von einer Welt zu lesen die das genaue Gegenteil von unserer ist
Sehr gut geschrieben und regt zur Diskussion an! Ich war mehrfach geschockt und es hat sich anders entwickelt als ich vermutet hatte.
„Ein weit verbreiteter Gedanke in diesen Tagen ist, dass 5000 Jahre eigentlich keine lange Zeit sind. Etwas wurde begonnen, das jetzt seinen Abschluss finden muss. Wenn ein Mensch in die falsche Richtung abgebogen ist, muss er dann nicht zurück gehen?“
The last sentence will keep me thinking for quite some time.
Was für ein Ritt! Absolute Leseempfehlung, auch wenn ich zwischendurch oft hoffte „Frauen würden bei plötzlicher Macht nie so reagieren“ …
Puhhhh...😅 Ich weiß noch nicht so recht, was ich von dem Buch halten soll... Die Prämisse ist eigentlich extrem spannend und ca. das erste Drittel hat mir auch ziemlich gefallen, jedoch schlug die Geschichte in eine sehr seltsame Richtung ein, mit vielen unnachvollziehbaren Entscheidungen und Figurenentwicklungen, die aus dem Nichts kamen. Das Buch enthält auch viele Szenen mit Gewalt, welche am Anfang noch erträglich waren, gegen Ende aber immer vielzähliger und verstörender wurden. Vor allem die Szenen, welche eine Vergewaltigung beinhalteten, waren zu ausführlich beschrieben und einfach absolut grausam. Im Verlaufe der Handlung hatte man schon die Vorahnung, dass das Buch Vergewaltigungen (welche primär von Frauen ausgeht) behandeln wird, und das ist auch nicht schlimm, allerdings war das einfach verstörend, diese Stellen zu lesen. Eine Triggerwarnung ganz am Anfang wäre daher absolut notwendig gewesen. Ich hatte dann im letzten Viertel, ab dem ich mich eher durch das Buch eher gekämpft hatte, zumindest auf ein gut geschriebenes Ende gehofft. Allerdings endete das Buch ziemlich abrupt und plötzlich, einige, nein, so ziemlich alle Geschichten von den verschiedenen Charakteren hören damit völlig unerwartet und ohne jegliche Auflösung auf, was sehr enttäuschend war, und so richtig schlau wird man durch das Buch dann auch nicht. Sehr sehr Schade, vor allem, weil ich das erste Drittel extrem spannend sowie fesselnd fand und die Grundidee sehr interessant ist, daher noch 2,5 Sterne.
Klappentext: Es sind scheinbar gewöhnliche Alltagsszenen: ein nigerianisches Mädchen am Pool. Die Tochter einer Londoner Gangsterfamilie. Eine US-amerikanische Politikerin. Doch sie alle verbindet ein Geheimnis: Von heute auf morgen haben Frauen weltweit die Gabe – sie können mit ihren Händen starke elektrische Stromstöße aussenden. Ein Ereignis, das die Machtverhältnisse und das Zusammenleben aller Menschen unaufhaltsam, unwiederbringlich und auf schmerzvolle Weise verändern wird. ————— Meine Meinung: Achtung! Solltest du das Buch lesen wollen, ohne ansatzweise etwas über den Inhalt zu wissen, überspringe diesen Teil meiner Rezension! Naomi Alderman hat das Buch aus verschiedenen Perspektiven geschrieben und etliche Bereiche behandelt: von YouTube bis hin zum investigativen Journalismus von regionaler Politik bis hin zu globalen Entscheidungen von religiösen Stimmen über Blasphemie bis hin zu sektenähnlichen Vorgehensweisen organisierte Kriminalität (überregionale Strukturen, innerfamiläre Racheakte und Ablösungen) es gibt medizinische und historische Aspekte Es geht um beschützende Mütter, hilflose Waisen, (sexuelle) Gewalt, sexuelle Lust, Machtspiele, Intrigen, Geschlechtsverräter, Demos, Kriege, Verbote, Hetze, Unmenschlichkeit, Forschung, Verrat, Verschwörungstheorien, Unterdrückung usw. So, wie die Welt jetzt auch ist. Und damit wurde es langweilig. Dann kann ich auch für ein eindimensionales Gedankenexperiment die Zeitung lesen und in meiner Vorstellung die Geschlechter tauschen. Anfangs war es für mich spannend, die Charaktere kennen zu lernen und zu erfahren, wie sie mit der Gabe umgehen. Ziemlich schnell wurde es jedoch zu eintönig. Die Welt ist auch nicht besser, wenn Frauen an der Macht sind. Aber ist das eine Überraschung? Ich denke nicht. ————— Fazit: Es ist ein gesellschaftskritischer Roman, der jedoch ohne Überraschung daherkommt. Man könnte zwar sagen, dass der Roman einfach nur polarisieren soll, was er auch tut, ja. Aber ich hätte mir neue Denkanstöße gewünscht. Neue Thesen, die von der Autorin aufgestellt werden, fehlten gänzlich. Es war mir zu wenig! Außerdem wurde nur über extreme Beispiele geschrieben, es fehlten die Frauen und Männer, die gesellschaftsfähig sind und verantwortungsbewusst mit der neuen Situation umgehen.
Möglicherweise episch? Vermutlich bestes Buch des Jahres! (zumindest für Leute, die sich für Feminismus etc interessieren!)
Als Teil eines Lesezirkels gelesen — unglaublich powerful. Eine feministische Dystopie, in der Frauen und Mädchen plötzlich besondere Kräfte haben und die Welt eine Wendung nimmt.
TW an dieser Stelle muss gesetzt werden — auch in diesem Buch gibt es (sexualisierte) Gewalt.
So gut ich das Buch auch fand, genauso überfordert war ich stellenweise davon. Ich würde auch keine generelle Empfehlung für das Buch aussprechen. Setzt euch bitte vorher mit den Triggern auseinander und entscheidet dann, ob ihr die Geschichte wirklich lesen wollt. Nun also zu meiner Meinung: dieses Buch ist absolut mitreißend, aufwühlend und beängstigend. Ich bin ein kleiner Angsthase und muss sagen, teilweise war die Geschichte wirklich ein bisschen viel für mich. Viele Kapitel am Stück lesen, fiel mir schwer und ich musste immer wieder kleine Verdau-Pausen einlegen. Trotzdem fand ich den gesamten Aufbau und die Prämisse des Buches unglaublich spannend und die letzten paar Seiten haben mich so umgehauen, dass ich am liebsten noch einmal von vorne angefangen hätte. Das ist meiner Meinung nach ein phänomenales Buch. Es ist nur einfach viel. Aber genau das soll es eben auch sein. Von mir gibt es eine dicke Empfehlung, wenn ihr euch vorher mit den Inhalten dieses Buches auseinandergesetzt habt.
Zum Ende hin wurde es nochmal spannend
Der Schreibstil ist etwas verwirrend, die Dialoge am Anfang und Ende um das Buch einzuordnen, hätten nicht unbedingt sein müssen. An sich ist es gut zu lesen, wenngleich es viele Charaktere gibt und man viel hin und her springt. Spannend ist, dass es in Zeiten der Machtergreifung und im Krieg spielt, schade ist, dass die Message "ein Matriacht ist auch keine Lösung" das ist, was man am Anfang erwartet und was dann auch gespiegelt wird. Da hätte ich mehr erwartet, als nur gezeugt zu bekommen, dass Frauen genau so brutal sein können wie Männer, wenn sie mehr Macht haben. Das ist, was Macht und Skrupellosigkeit mit Menschen macht. Das Ende war spannend, das Buch an einigen Stellen schon recht brutal. Kann man on einem Urlaub bestimmt mal lesen 😀
Interessant
Ein interessantes und teils sehr erschreckendes Gedankenexperiment. Der Schreibstil war mir leider teilweise etwas zu 'Berichthaft'. Ich konnte dadurch nur schwer Verständnis für die Charaktere entwickeln. Einige Details sind so erschreckend das es wirklich gruselig ist wenn man darüber nachdenkt wie das alles umgekehrt wirklich stattfindet. Vor allem die letzten Seiten machen einem das nochmal bewusst wie real das alles ist. Der letzte Satz sagt auch irgendwie alles. Gutes Buch nur leider etwas zu ... unpersönlich. Wobei das vllt auch ganz gut ist sonst hätte ich es eventuell garnicht ausgehalten.
Schwierig, schwierig, schwierig – ich wollte dieses Buch mögen, aber ich bin mir nicht sicher, ob ich das tue. Naomi Alderman, die ich von der App „Zombies, Run!“, die sie mitentwickelt hat und für die sie die Story schreibt, kenne, hat in ihrer Dystopie eine sehr interessante Frage aufgeworfen: was passiert, wenn sich die Machtverhältnisse ändern und der Schwächere zum Stärkeren wird? Sie betrachtet diese Situation aus vier unterschiedlichen Positionen: einem männlichen Reporter, einer religiösen Fanatikerin, einer Politikerin und der Tochter eines Gangsterbosses. Es sind Extreme, die sie hier beleuchtet und entsprechend stark sind auch die Entwicklungen der Protagonisten. Waren sie zuvor eher unscheinbar und unbedeutsam, so werden aus ihnen im Laufe der Zeit Schlüsselfiguren, die entweder das Geschehen anheizen oder ihm zum Opfer fallen. Das war für mich noch nachvollziehbar. Aber: wo sind die vernünftigen Stimmen in dieser Story? Wo sind die Frauen und Männer, die verantwortungsbewusst mit den neuen Machtverhältnissen umgehen? Wo sind die empathischen Menschen, die zur Vernunft aufrufen, die Mädchen, die kein Interesse an ihrer neuen Gabe haben? Frauen werden zu Bestien, alle, und ich frage mich, ob es tatsächlich so laufen würde. Ich selbst bin ein friedliebender Mensch. Ich habe kein Interesse daran, andere zu dominieren, selbst dann nicht, wenn ich es rein körperlich könnte. Es ist nicht der richtige Weg für ein gutes Zusammenleben. Diese Stimmen fehlen in „The Power“ völlig. So wie es heutzutage in einer relativ stabilen Gesellschaft Männer gibt, die ihre physische Überlegenheit nicht missbrauchen, so wird es auch in einer umgekehrten Situation Frauen geben, die sich nicht von ihrer neu gewonnenen Macht lenken lassen werden. Anders sieht es vermutlich in Ländern aus, die derzeit die weibliche Bevölkerung eher wie Tiere behandeln. Aber auch da frage ich mich: wird sich eine erwachsene Frau, die meint, aus religiöser Überzeugung so zu leben, wie sie es tut, sich wirklich großartig ändern? Religion ist ein starkes Motiv für Verhaltensweisen. Würden plötzlich all diese Frauen tatsächlich von ihrem Glauben abweichen und zu einer (militanten) Göttin statt an einem patriarchischen Gott beten? Ich weiß nicht… „The Power“ ist sicherlich ein wichtiges und ein gutes Buch, das zeigt, das Macht in allen Händen gefährlich ist, dennoch ist es mir persönlich zu einseitig. Ich hätte mir mehr Ethik, Moral, wasweißich in der Geschichte gewünscht. Aber letzten Endes ist das Geschmacksache.
Was für ein Ritt! Absolute Leseempfehlung, auch wenn ich zwischendurch oft hoffte „Frauen würden bei plötzlicher Macht nie so reagieren“ … 😭 Die potentielle Wahrheit tut weh.
Eine spannende Idee, die mit unerwarteten Wendungen und gut gewählten Charakteren umgesetzt wurde. Leider war mir der Schreibstil zu knapp und abgehackt und ich hätte mir mehr bildhafte Beschreibungen gewünscht. Auch waren die Handlungen der Personen oft unlogisch und übertrieben dargestellt. Trotzdem bin ich ab dem letzten Drittel nur so durch die Seiten geflogen und wollte unbedingt wissen, wie es endet.
Patriarchat umgekehrt
Die Welt verwandelt sich von einer Männerdominierten welt zu einem chaotischen staat, indem Frauen die macht haben und Männer angst haben nachts allein auf die straße zu gehen. Dad Buch verdeutlicht, dass es kein Geschlechterproblem gibt sondern eines mit Macht
An sich ist die Idee sehr interessant und die Story ist auch nicht schlecht, jedoch hat sich das Buch sehr lang gezogen und der Schreibstil ist sehr schwerfällig und gewöhnungsbedürftig. Ich habe für das Buch fast zwei Monate gebraucht, weil es mich so sehr frustriert hat. Letztendlich habe ich es nur zu Ende gelesen, um die Serie auf Prime zu gucken. Das Ende empfand ich als ganz gut, obwohl mir der Briefstyle nicht sonderlich gefallen hat. Inhaltlich war das Ende etwas plump.
Feministisches Gedankenspiel das zündet
Habt ihr euch schon mal überlegt, was passieren würde, wenn Männer und Frauen ihre jahrtausende Jahre alten Rollenzuschreibungen tauschen würden? Wäre die Welt dann eine bessere? Würden Frauen politisch und sozial unsere Erde zu einem lebenswerteren Ort machen? Naomi Alderman hat sich mit diesem Roman auf ein interessantes Gedankenspiel eingelassen, dass uns die Realität vor Augen führt, auf sehr spezielle Art und Weise. In einer nicht näher benannten Zeit, mutmaßlich unserer Gegenwart, finden auf der Welt durch noch unbekannte Ursache evolutionäre physische Veränderungen am Körper der Frauen statt. In ihrem Körper wächst ein Organ, dass es Ihnen ermöglicht, Elektrizität zu erzeugen und diese als Waffe einzusetzen. Damit verschiebt sich das Machtgefüge und Männer sind nicht mehr das stärkere Geschlecht. Vier weiblichen und einem männlichen Protagonisten folgen wir hier im Wechsel und werden Zeug*innen, wie sich ihre Geschichte miteinander verknüpft. Dabei decken Sie verschiedene Ebenen ab, Magot ist eine US-amerikanische Politikerin mit Zugang zum Militär, Jocelyn, ihre Tochter, tut sich mit der neuen “Gabe“ schwer, Roxy ist die Tochter eines Mafia Bosses, Allie eine bedauernswerte POC die ihren bigotten Pflegeeltern ausgeliefert ist. Und dann ist da noch Tunde, der als junger Nigerianer mit einem Handy bewaffnet Aufnahmen von der Wandlung der Geschlechterrollen macht und somit zum gefeierte Journalisten mutiert. Über sieben Jahre begleiten wir die Menschheit bei der Umschichtung der Gesellschaft. Und es ändert sich nichts. Frauen verhalten sich so wie Männer es heutzutage oft tun. Sie nutzen die ihnen zur Verfügung stehende Kraft, um zu herrschen, zu dominieren und ihren persönlichen Begierden nachzugehen. Eine neue Droge namens „Glitter“ steigert das Verlangen nach noch mehr Macht ins Unermessliche. Neue Religionen werden gegründet in deren Zentrum das Matriarchat steht. Frauen benutzen Männer und machen Sie sich zum Untertan. Same Same, but different! Nun könnte man schockiert sein, ob der brutalen Vorgehensweise und der teilweise sehr expliziten und heftigen Szenen in diesem Buch. Beim Lesen ist mir aber immer wieder der Gedanke gekommen, dass genau diese Taten aktuell mit Frauen auf dieser Welt so passieren. Das macht einen gleichzeitig wütend und man fühlt die Hilflosigkeit sehr stark, die Frauen in nicht so sicheren Regionen wie der unseren ausgesetzt sind . Doch auch in der westlichen Welt gibt es Szenen, die uns zeigen, wie Frauen in der Gegenwart (im Roman Männer) definiert werden, wenn zum Beispiel das Moderatorenteam einer Nachrichtensendung von einer Frau geführt wird und der Mann nur die schmückdende Beigabe ist, die aufs Wetter verweist. Die Sprache ist je nach Kapitel sehr unterschiedlich. In dem Strang der religiösen Protagonistin wirkt er oft biblisch, in manchen Erzählungen eher berichtsförmig. Lediglich der Teil mit Roxy ist erzählerisch am Mainstream orientiert. Es sind immer wieder archäologische Zeichnungen mit kurzen Erklärungen eingeflochten, die sich einem erst am Ende des Textes erschließen. Das Ende ist sehr besonders, aber nicht überraschend . Ich habe den Eindruck, dass es ein ideales Buch für einen Re-Read wäre, dass ich vermutlich Vieles beim zweiten Lesen neu einordnen würde. Denn auf den ersten Blick ist ein Wald, ein Ort mit vielen Bäumen, und erst wenn man genauer hinschaut, sieht man wie facettenreich und kompliziert sein System ist. Dieses Buch ist keine leichte Kost und auch kein feministisches Manifest, aber ein hämisch lachender Spiegel, der uns vorgehalten wird und jedes schadenfrohe Kichern im Keim erstickt. Nicht hoffnungfördernd aber im Umkehrschluss erschreckend augenöffnend.
Matriarchat mit Gewaltmonopol ist genauso blöd wie Patriarchat mit Gewaltmonopol. Wer hätte das gedacht? Interessanter Ansatz, aber es zieht sich. Für eingefleischte Feministinnen und verstockte alte weiße Patriarchen vielleicht ein Gewinn, wer weiß ...
Es geschieht ganz plötzlich. Roxy ist gerade mal 14 Jahre alt, als sie das erste Mal Stromschläge abgibt, gewollt und sie wird nicht das einzige Mädchen bleiben. Auf der ganzen Welt laufen Videos viral, wo Mädchen Blitze abgeben, damit spielen, prahlen, sogar angreifen. Ist es eine Seuche? Eine Mutation? Sind nur junge Mädchen davon betroffen? Die Welt spielt verrückt und so manche klugen Leute fangen an, es für sich zu nutzen. Was würde passieren, wenn sich die Machtverhältnisse so stark auf ein Geschlecht verschieben? Wie würde es in Saudi-Arabien aussehen? Oder in anderen Ländern mit unterdrückten Frauen? Naomi Aldermann geht mit ihrem Buch einige gewagte Schritte und zeigt eine Welt, die man sich zuerst nur schwer vorstellen kann. Die Idee dahinter ist wirklich interessant und es gibt einige sehr aufregende Charaktere, wie z.B. Mother Eve, die eine Religion ausruft und weltweite Anhänger für sich gewinnt. Sie wird als Prophetin gesehen, das Sprachrohr aller Frauen und hört eine Stimme in ihrem Kopf, die ihr die Richtung weist. Dann ist da noch Roxy, deren Familie bekannt ist für ihre Kriminalitäten, allein der Name reicht um andere zu erschrecken, sie wird Mitglied von Mother Eves Kirche und ihre engste Beraterin. Besonders die Sicht vom Reporter hat mir gefallen, der viele Reisen um die ganze Welt macht und von Veränderungen, Zuständen und Entwicklungen durch die Gabe der Frauen berichtet und sie interviewt. Durch die verschiedenen Sichtweisen sieht man viel Gutes, aber auch Schlechtes und nach den ersten paar Hundert Seiten merkt man, dass sich alles anfängt zu steigern. Bürgerkriege, Rebellionen, unterdrückte Männer und andere Geschehnisse häufen sich, die Welt hat sich grundlegend verändert. Am Anfang des Buches ist die Stimmung noch hoffnungsvoll, durch neu entdeckte Freiheit und Unabhängigkeit, doch das alles wird stark überschattet von Krieg und Mord und ist es richtig den Männern dasselbe Unrecht anzutun, was sie uns angetan haben? Sehr geschickt verpackt die Autorin all die Geschehnisse und die knapp über 550 Seiten waren schnell gelesen. Der Schreibstil ist eindringlich und mit wenigen Worten war ich in der Geschichte drinnen. Es ist nicht sehr emotional, eher kühn und manche Gefühle verstecken sich zwischen den Zeilen. Ich war auch sehr überrascht gewesen von den historischen Belegen im Roman, die Autorin hat sich da mehr einfallen lassen, als man zunächst denkt. So finden sich im Buch Skizzen von alten Höhlenmalereien über Frauen mit Blitzen, oder Skizzen über Geräte für Frauen und ihre Gabe. Und wenn man das Buch aufklappt, so liest man: “Neil Adam Armon – Die Gabe – Ein historischer Roman”, doch was es damit auf sich hat, das müsst ihr schon selber herausfinden. Doch als das Ende kam, dachte ich nur: “Das war’s schon?”. So viele Ideen, interessante Kleinigkeiten und Charaktere und dann dieses Ende. Ich war nicht enttäuscht, aber überrascht und unzufrieden mit dem Schluss des Buches, weil es für mich kein wirklicher Schluss war. Mir fehlte der runde Abschluss. Naomi Aldermann erzählt eine unglaubliche Geschichte aus der Perspektive von einigen unterschiedlichen Frauen und einem Reporter, der das Geschehen auf der ganzen Welt näher betrachtet. Es steckt eine sehr große Idee dahinter, die sehr drastisch gezeigt wird und das Buch ist durchweg ehrlich, verschönert die Zustände und Personen nicht. Nur fehlten mir die Emotionen, es gab keine starken Gefühle, die genau beschrieben werden und so blieb das Buch halbherzig bei mir hängen.
Hmm, ich weiss nicht genau, was ich von der Geschichte halten soll. Einerseits eine interessante Idee, doch an sich einfach das genau gleiche Prinzip wie männliche Gewalt, Zerstörung und Vergewaltigung. Ich bin mir nicht sicher, was die Botschaft sein soll. Zumindest bin ich nicht damit einverstanden, dass matriarchale Gesellschaftsmuster denen des Patriarchates so ähnlich sind. Es gibt genügend Beweise von matriarchalen Strukturen die inklusiv waren und nicht, wie das Buch es darstellt.
Zum einen hat mich das Buch sehr beeindruckt. Ich konnte nicht aufhören zu lesen, und es hat mich noch den ganzen Tag über beschäftigt, nachdem ich es beendet hatte. Andererseits ist es auch ein ziemlich krass und beklemmend Buch gewesen. ⠀⠀ Man begleitet als Leser hauptsächlich vier Personen während dieser Zeit: Eine Politikerin und eine jugendliche Waise aus den USA, die Tochter eines Gangsterbosses aus England, einen Journalisten aus Afrika. ⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀ ⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀ Es war ein gutes Buch mit interessantem Thema, das mich total gefesselt hat! Es war aber auch teilweise sehr heftig, so dass ich mich während des Lesens unwohl gefühlt habe (z.B. bei Vergewaltigungsszenen oder detaillierten Gewaltdarstellungen). ⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀ Gut fand ich, dass man die Wut der Frauen richtig gespürt hat, und auch ihre Freude darüber, zurückschlagen zu können, und die verschiedenen Aspekte, die beleuchtet wurden (Auswirkung auf Politik, Religion etc.) Was mir außerdem gefallen hat, war der Blickwinkel von Tunde, dem Journalisten, der einzige männliche Charakter, den man verfolgen konnte. So hat man auch ein bisschen darüber erfahren können, wie sich das Geschehen auf die männliche Welt auswirkt. Der Schreibstil war nüchtern und fast sachlich, was aber nicht schlimm war, da das gesamte Buch ohnehin fast wie ein Bericht aufgemacht war. Leider sind die Charaktere dadurch etwas unzugänglich geblieben. ⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀ Abschließend kann ich sagen, es ist bestimmt kein Buch für schwache Nerven, aber sehr spannend! Mir fällt es deshalb schwer, hier Sterne zu verteilen.
Ein faszinierendes aber verstörendes Buch: Auf einmal entwickeln junge Mädchen die Gabe über die Hände Stromstösse zu leiten. Sie nutzen sie zunächst um sich gegen Übergriffe der Männer zu wehren. Dann lernen sie, die Gabe zu beherrschen, zu lenken und an Frauen jeden Alters weiterzugeben. Im Laufe der Zeit werden die Männer zum schwachen Geschlecht und die Situation kippt auf furchtbare Weise...
Mega Idee mit interessanten Aspekten. Story verliert ein bisschen an Schwung zum Ende hin, aber die vielen guten Momente im Buch machen das mehr als weg.
Frauen haben plötzlich eine neue Kraft: Sie können Elektrizität produzieren. Waren zuvor noch Männer das „starke Geschlecht“ haben sich die Verhältnisse nun gedreht. „The Power“ zeigt die Entwicklung, welche danach über die Jahre durch die Gesellschaft geht anhand von vier Perspektiven: Roxy, eine britische Halbwaise, die aus einer Verbrecherfamilie kommt, Allie, die in Pflegefamilien missbraucht wurde und einen Weg findet, sich selbst zur Prophetin zu stilisieren, Margot, eine amerikanische Bürgermeisterin, die mehr Macht möchte und schließlich Tunde, ein nigerianischer Journalist, der durch seine direkte Berichterstattung Bekanntheit erlangt. „The Power“ stellt die Frage, was Frauen tun würden, wenn sich die Machtverhältnisse zu ihren Gunsten drehen würde. Während in anderen Werken gern angenommen wird, dass sich daraus eine gerechtere Gesellschaft entwickeln würde, stellt die Autorin hier eine andere Vision vor. Das Buch zeigt zudem sehr gut auf, wie unser Verständnis von Gender von Geschichte geprägt ist und auf welche Weise diese verfälscht werden kann. In dieser Hinsicht muss ich hier das Ende des Buches loben, denn nachdem ich bereits durchweg von der Geschichte begeistert war, war dieses das Sahnehäubchen, welches so viele Gedanken, die wir heute auch über Gender haben, in Perspektive gerückt hat. Die Geschichte selbst spielt größtenteils in zwei Teilen der Welt: In einem Land, in welchem Frauen zuvor systematisch durch Menschenhandel verschleppt und misshandelt wurden und in eher westlichen Teilen der Welt, in welchen Unterdrückung von Frauen heutzutage meist eher subtil geschieht. In beiden vollzieht sich die Veränderung der Gesellschaft auf völlig unterschiedliche Weise. In dem einen Teil der Welt geschieht dies gewalttätig und blutig. Dies fand ich glaubhaft dargestellt, auch wenn es teils sehr schwierig zu lesen war. Hier konnte ich jedoch auch über eigene, unterschwellige Vorurteile nachdenken – fand ich es besonders grausam, weil es eben grausam war, oder spezifisch, weil die Gewalt von Frauen verübt und gegen Männer gerichtet war. Heutzutage sind wir ja eher an Geschichte gewöhnt, die die Machtverhältnisse hier andersherum darstellen. Auf der anderen Seite vollzog sich der Machtwechsel in den anderen Teilen der Welt eher subtil. Hier muss ich sagen, fand ich einiges nicht ganz realistisch. Ich glaube nicht, dass sich ein so schneller Wechsel darin einstellen würde, wie Männer und Frauen sich gegenseitig sehen würden. Ohne hier spoilern zu wollen, ging mir der Wechsel hier in fundamentalen Ansichten viel zu schnell vonstatten. Ich verstehe jedoch, dass dies für die Geschichte nötig war und zu störend war es nicht. Mich hat „The Power“ jedenfalls sehr zum Nachdenken angeregt, zugleich war es teilweise unglaublich spannend und hat mich selbst nach dem Lesen nicht mehr losgelassen. Dies war definitiv ein Jahreshighlight für mich! Fazit: „The Power“ zeigt auf, was geschehen könnte, wenn die Machtverhältnisse zwischen Männern und Frauen ausgeglichen werden würden. Dabei ist es teils brutal und regt stark zum Nachdenken an und dazu, die eigenen unterbewussten Vorurteile zu reflektieren.
Schwierig für mich zu bewerten, ich würde sagen 3,5 Sterne, mit der Tendenz eher zu 3 als zu 4 Sternen. Frauen entdecken einen bislang unbekannten "Strang" am Schlüsselbein, können damit Elektrizität erzeugen und damit die Macht übernehmen. Das Buch ist erschreckend. Denn es zeigt auf, wie sehr Macht missbraucht wird. Es gibt im ganzen Buch keine Figur, die in irgendeinerweise positiv mit der neuen Macht umgeht. Alle sind destruktiv und brutal. Die ganze Stimmung ist deprimierend und hasserfüllt. Erzählt wird das Buch hauptsächlich aus der Sicht von 4 Personen, eine davon ist männlich. Ich konnte zu keiner der Figuren eine Beziehung aufbauen, niemand kommt mir nah. Und trotz aller Brutalität leide ich auch wenig mit, beobachte als Leser das Ganze eher distanziert. Sicherlich bietet das Buch viel Diskussionsbedarf, sicherlich zeigt das Buch sehr stark auf, wie stark Frauen noch unterdrückt werden. Ja, das Buch macht nachdenklich und wird bestimmt nachwirken. Genial war, dass es als "historischer Roman" betitelt wird und was wir alles an Bildern und Einschüben bekommen. Am Ende wird die Geschichte dann sehr rund, das hat mir gut gefallen. Ein Buch auf das man sich einlassen muss. Ein Buch, was mir zu düster war und mit dem ich mich schwer getan habe, Zugang zu finden
Spannende Vision einer Welt, in der Frauen dank der Gabe fast über Nacht die Machtverhältnisse anpassen/übernehmen, erzählt aus der Sicht versch. Hauptfiguren. Entgegen vieler Meinungen gefiel mir nicht nur der Schreibstil sondern auch das Ende. Tolles Buch.
Was wäre, wenn Frauen plötzlich eine Kraft in sich entdecken, die die komplette Welt erschüttern würde? Naomi Alderman stellt genau diese Frage in ihrem neusten Roman "The Power", welche eine Mischung aus Science Fiction, Dystopie und Thriller ist. Sie geht von einer elektrischen Kraft aus, die innerhalb weniger Jahre das gesamte Weltbild auf den Kopf stellt. Die gesamte Geschichte vom Aufstieg der Frauen ist als Manuskript eines männlichen Autoren namens Neil in das Buch eingebettet und wird von einem fiktiven Briefwechsel zwischen Naomi und Neil eingerahmt. Obwohl mich dieser Aufbau zunächst ein wenig verwirrt hat, habe ich am Ende erkannt, wie genial und klug diese Struktur gewählt ist. Zwischen den Kapiteln sind oft Zeichnungen von historischen Artefakten zu sehen, die mit der Story in Zusammenhang stehen und auch einige Anspielungen enthalten, die man erst bei näherem Hinsehen erkennt. Dass ich als Leser zum Forschen und Weiterdenken animiert wurde, hat mir dabei ausgesprochen gut gefallen. Erzählt wird aus vier verschiedenen Perspektiven. Darunter sind viele Frauen, aber auch ein Mann. Der Leser kann dadurch hautnah erleben, welche Auswirkungen die neu entdecke Kraft der Frauen auf Religion, Politik, Kriminalität, Krieg, Terror und das gesellschaftliche Zusammenleben hat. Alderman baut sehr geschickt viele zeitgemäße Anspielungen auf uns allen bekannte Plattformen und Firmen ein, aber auch auf aktuell diskutierte Themen wie Impfgegner und Pressefreiheit. Ich fand es super, dass Alderman sich am Rande auch mit diesen Themen auseinandersetzt und nicht "nur" mit Gleichstellung. Der Aufstieg der Frauen ist aufregend und angsterregend zugleich. Es ist total spannend zu verfolgen, wie sich gerade Frauen in Entwicklungsländern plötzlich zur Wehr setzen können. Gleichzeitig ist es mir auch öfter mal kalt den Rücken runter gelaufen, wenn ich über die immer brutaler werdenden Maßnahmen und Ansichten der Frauen gelesen habe. Machtmissbrauch ist eben nicht männlich oder weiblich, sondern menschlich. Das hat die Autorin wunderbar und unmissverständlich klargestellt. Fazit Naomi Alderman hat mit diesem Werk zu Recht den Baileys Women's Prize for Fiction gewonnen, der jedes Jahr an eine englische Schriftstellerin verliehen wird. Sie spielt auf eine faszinierende Art und Weise mit den Geschlechterrollen und hat eine mitreißende und erschütternde Geschichte am Puls der Zeit geschrieben. "The Power" erinnert daran, dass Frauen weltweit noch lange nicht die gleichen Rechte wie Männer genießen, allerdings auch daran, dass ein Ungleichgewicht der Macht niemals gesund sein kann. Insgesamt schon eines meiner Jahreshighlights, welches ich wirklich jedem empfehlen kann! (Juli 2017)
Wow, wirklich wow. Was ein geniales Buch, mich bringt es immer noch zum nachdenken. Im Grunde genommen ist sie Geschichte sehr einfach: Über Nacht bekommen junge Mädchen die Fähigkeit, sehr starke Stromschläge zu verteilen, ähnlich wie Zitteraale. Da junge in den alten Frauen die Kräfte erwecken können, haben bald alle Frauen diese Fähigkeit. Ich muss sagen, gerade Anfangs habe ich glatt so etwas wie Befriedigung empfunden, als sich Frauen und junge Mädchen gegen ihre Peiniger aufgelehnt haben. Besonders blieb mir im Gedächtnis, als die Opfer eines Sexsklaven- Ringes ihre Vergewaltiger töteten und andere Frauen befreiten, genau wie die unterdrückten Frauen sich in Indien endlich wehren konnten. Aber natürlich bleibt es nicht dabei und es gibt bald einige Mädchen, die ihre Kräfte nutzen, um Jungs zu quälen und es werden auch schnell Männer vergewaltigt und so behandelt, wie viele Frauen es in den barbarischten Gebieten noch heute werden. Und genau hier ist der Knackpunkt im Buch. Ich verstehe nicht, wie man behaupten kann, die Autorin will eine Radikal-Feministische oder gar Christenhassende- Propaganda unters Volk bringen. Denn genau darum geht es nicht! Naomi zeigt ganz klar, dass nicht das Geschlecht oder die Religion böse sind, sondern Macht die Menschen korrumpiert. Jedes Mal, wenn einem ihrer Charakter etwas böses wiederfährt oder er/sie etwas böses tut, ist die Begründung “Weil Ich es kann“. Allein die Tatsache, dass man andere verletzen, misshandeln, benutzen oder sogar töten kann sorgt dafür, dass viele es auch tun. Macht, egal ob Religiöse, körperliche oder politische verdirbt viele Menschen. Und die Opfer müssen sich mit dieser Begründung zufrieden geben: “Ich töte dich, weil ich es kann“. Grausam? Ja, aber so läuft es immer noch in unserer Welt. Aber nicht nur das Thema des Machtmissbrauchs hat mich bewegt, auch wie Angst aus Opfern Tätern macht. In diesem Fall wird das ganze durch den Verschwörungstheoretiker “UrbanDetox“ gezeigt, der Frauen nur als bessere Tiere sieht, die in ihre angestammte Rolle als Sklavin zurück gedrängt werden sollen. Diesem Extremisten folgen Männer und Frauen, die einfach nur Angst haben und deswegen Terroranschläge verüben. Extremismus trifft auf Extremismus. Sogenannte “Männerrechtler“ werden durch Idioten wie UrbanDetox nicht mehr ernst genommen und über einen Kamm geschoren. Nach den Terroranschlägen werden Männerrechtler konsequent als Terroristen angesehen und man öffnet extremistischen Frauen die Türen, die Männern jede Rechte entziehen. Dieses Buch hält unserer Gesellschaft einen Spiegel vor und zeigt uns, dass Menschen, trotz aller guten Vorsätze, sehr schnell von Macht korrumpierbar sind. Ich möchte hier noch ein Zitat aus dem Buch erwähnen, was mich wirklich umgehauen hat: “Vor drei- oder viertausend Jahren war es normal, neun von zehn männlichen Säuglingen zu töten. Verdammt, es gibt immer noch Gegenden, in denen männliche Föten routinemäßig abgetrieben werden. Oder ihnen werden nach der Geburt die Penisse ausgebrannt. Das kann man Frauen in der Zeit vor der Verheerung eingfachfach nicht angetan haben. Es hätte keinerlei Sinn evolutionstechnischen Sinn für Kulturen gehabt, weibliche Föten im großen Umfang abzutreiben oder ihre Geschlechtsorgane zu verstümmeln!“. Leider werden diejenigen, die dieses Buch lesen sollten, es schlichtweg nicht lesen oder verstehen wollen.
Ich muss sagen ich fand das Buch gut, wenn auch ganz anders als Vorgestellt. Leider fand ich es nicht herausragend. Wen man sich für Feminismus intressiert, in einer Art und weise die andere Denkweisen zu dem Thema zu lässt ist das Buch super. Nur für jeden der über Gleichstellung von Mann und Frau hinausgeht sollte das Buch nicht lesen.
Die Idee der Geschichte ist toll. Leider war der Schreibstil nichts für mich.
Ganz plötzlich entwickeln junge Frauen und Mädchen weltweit die Fähigkeit, mit ihren Händen Elektrizität herstellen zu können, die sie schnell gezielt als Waffe einsetzen - mal zum Spaß, aber immer öfter auch als Maßnahme von Gegenwehr und Widerstand gegenüber sie unterdrückenden Männern. Aus diesem Wechsel des Machtegefüges heraus entwickelt sich ein dystopisches Szenario, in dem Männer sich ständig bedroht fühlen, sie trauen sich nicht mehr alleine nachts auf die Straße und benötigen Schutzräume, zu denen Frauen keinen Zutritt haben. In Staaten, in denen Frauen systematisch unterdrückt werden, bilden sich ganze Armeen an widerständigen Revolutionärinnen, die ihre Chance auf Freiheit sehen. Männer, die weiterhin Gewalt gegen Frauen ausüben, werden ohne großen Prozess hart bestraft. Die Geschichte wird geschildert aus der Sicht von unterschiedlichen Protagonist*innen, deren Wege sich früher oder später kreuzen. Da wären z.B. die amerikanische Bürgermeistern Margot mit großen politischen Ambitionen, die englische Gang-Angehörige Roxy, der nigerianische Journalist Tunde und die amerikanische Waise Allie, die schnell den größtmöglichen Nutzen aus der Situation zieht und als Mother Eve einen religiösen Fanatismus ausruft. Für mich ist 'The Power' eine sehr spannende Dystopie mit viel Potential, insbesondere durch die globale Vernetzung der Frauen und damit einhergehend den eher dezentralen Handlungsorten. Allerdings waren manche Aspekte mir dann doch zu klischeehaft und Vorurteils-reproduzierend: so geht z.B. die größte Frauenfeindliche Bedrohung aus Saudi-Arabien aus; und die Osteuropäische Rebellin, die mal sehr gebrochen, mal sehr gut Englisch spricht, entwickelt sich mit zunehmer Macht immer mehr zum Abbild eines osteuropäischen Zuhälters. Oder auch der Journalist Tunde, der für alle Frauen in erster Linie ein S3xobjekt ist. Insgesamt gab es für mich keinen einzigen Charakter, der mir sympathisch war oder dessen langfristige persönliche Entwicklung mich besonders gecatched hätte, obwohl der Anfang sehr vielversprechend war. Vielleicht waren es dann doch zu viele Nebenstränge, die die Spannung (Pun intended) nicht aufrecht erhalten konnten. Aufgrund der Vielzahl an Figuren sowie kontroverser Ereignisse glaube ich, dass 'The Power' sich gut für einen Buddyread eignen kann. Im Vergleich zu anderen Dystopien mit Gender-Fokus war es für mich persönlich leider kein Highlight. CN: Blut, Gewalt, S3xuelle Belästigung, Tierm0rd, Verg3waltigung, Missbrauch, Alkoh0lmissbrauch, s3xistische Sprache, Bodyshaming (Akne), Ableismus, religiöser Fanatismus, Krieg, Trauma, Folter
LEST ES! ALLE! SOFORT! Ich bin so baff, dass ich gar nicht weiß, was ich sagen soll, außer: Großartig! Phänomenal! Fantastisch!
So, I literally just finished the book. I read it because it was chosen as reading on Our Shared Shelf. The book itself might not have spoken to me had I just found it in a book store. Naomi Alderman puts an interesting idea forward here, thinking about if violence by people in charge is used because they have the higher bodily strength or because "they can". There is always a discussion if a world run by women would be more peaceful, less violent. In this book: heck no! You have to be prepared for quite a lot of (to me) graphic violence and rape. Still it keeps you thinking about our situation now and puts a powerful mirror to those in charge. And for that matter all of us. This book should make you long for real equality- not one being superior to another- and make you question your view on gender. I had trouble with the way it's written but that is my personal taste- although it always took me quite a while to actually dive into the plot Alderman always got me and in the end I couldn't put it down.
Wow! What an amazing, important book to read. Again, it shows that cruelty doesn't belong to a certain gender, that softness and kindness doesnt belong to a certain gender. Power Imbalance is what brings problems and inequality and that we need to work together to create real equality for ALL genders.

















































